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Freie Radioinitiative S-H geht rechtlich gegen Polizei im Offenen Kanal vor
“Am Mittwoch dem 28.03.2012 hat einer der zugunsten der Polizei von Ausschluss betroffenen Sendenden einen Antrag im vorläufigen Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht Schleswig eingereicht. Der OK Anstalt Schleswig Holstein soll vorläufig untersagt werden, zwei Polizisten am Tag des Naziaufmarschs am 31. März zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr Sendeplätze zur Verfügung zu stellen.
Rechtsanwalt Steffen Sauter, Hamburg vertritt den Sendenden und begründet den Antrag mit der „offensichtlichen Rechtswidrigkeit“ einer Berichterstattung über einen laufenden Polizeieinsatz durch zwei Polizisten sowie der sich in diesem Zusammenhang ergebenden Verletzung subjektiver Rechte des Antragstellers.
Die Freie Radio Initiative S-H erwartet nunmehr, daß auf gerichtlichem Wege erreicht werden kann, daß am 31. März beim Offenen Kanal Lübeck eine unabhängige Berichterstattung ohne Polizeibeeinflußung stattfinden wird.
Sollte auch dieser letzte Ausweg der Sicherstellung von Staatsferne der Berichterstattung scheitern, wird die seit August angemeldete und redaktionell vorbereitete, umfassende Berichterstattung aus den Zusammenhängen der Freien Radio Initiative nicht stattfinden. Ein solcher Rückzug erscheint für den Fall der Polizei-Eigen-Publizität auf den Wellen der OK S-H unumgänglich, da sonst der Eindruck entstünde, diese wäre durch die unabhängige Berichterstattung ummäntelt und legitimiert. Tatsächlich wäre ein Präzedenzfall der staatlichen Übernahme von Medien geschaffen, wie es im EU Mitgliedsland Ungarn schon die Regel geworden ist.
Freie Radioinitiative Schleswig-Holstein
Lübeck-Kiel, 29. März 2012″
Quelle: FSK-HH
Vor 7 Jahren: Sendeverbot im Offenen Kanal Kiel – Wir bitten um Verständnis
Zettel am offenen Kanal Kiel, der die Zensur am 29.1.2005 belegt. Die Schlösser wurden ausgetauscht.
Presseerklärung: Anläßlich des Naziaufmarsches in Kiel am 29.1.05 war geplant, mit verschiedenen Radiogruppen aus Schleswig-Holstein und Hamburg live über die Ereignisse und deren Hintergründe auf der Frequenz des Offenen Kanal (OK) Kiel – FM 101,2 – zu berichten. Hierüber bestand mit den Verantwortlichen des OK Kiel eine verbindliche Vereinbarung. Noch bis gegen 22 Uhr am Vorabend wurde die Sendung in den Räumen des Offenen Kanal Kiel vorbereitet. In der Nacht zum 29.1 wurde, ohne die Betroffenen zu informieren, das Schloß der Eingangstür ausgetauscht und der Sendebetrieb für den Tag untersagt. Der hierfür Verantwortliche Peter Willers, Leiter der Offenen Kanäle Schleswig-Holstein, ließ durch einen an die Tür gehängten Zettel mitteilen, dies erfolge “aus Sicherheitsgründen”.Laut Aussage von Dr. Bauchowitz, Justizar der Unabhängigen Landesrundfunkanstalt (ULR) Schleswig-Holstein, gegenüber unserem Rechtsanwalt, sei die Polizei am Freitag, den 28.01.05 bei der ULR vorstellig geworden. Die Polizei habe mitgeteilt, dass sie die Sicherheit des Gebäudes des Offenen Kanals Kiel am 29.01.05 nicht gewährleisten könne. Daraufhin habe der Leiter der Offenen Kanäle, Peter Willers, angeblich zum Schutz seiner Mitarbeiter, den Offenen Kanal geschlossen und das Schloß auswechseln lassen. Wir finden es unglaublich, dass die Polizei zwar einen Naziaufmarsch schützen, nicht aber unser Recht auf Berichterstattung und freie Meinungsäußerung garantieren will. Der OK Kiel hat sich hier in einer Nacht- und Nebelaktion zu Zensurmaßnahmen entschieden, die wir für politisch feige und journalistisch nicht akzeptabel halten. Nach unserer Auffassung stellt dies einen unzulässigen Eingriff in die Rundfunkfreiheit, das Grundrecht der freien Meinungsäußerung und die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen dar. Für die betroffenen Radiogruppen Freie Radio Cooperative (Quelle)
Kontinuität der Geschichte – 2005 in Kiel, 2012 in Lübeck.
Polizeifunk auf Lübsche Art
Seit Jahren gibt es Streit zwischen Betreibern einer freien Berichterstattung über den Naziaufmarsch im Offenen Kanal Lübeck und der Polizei.

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Ich zitiere hier aus einer Pressemitteilung von der Freien Radio-Initiative:
Als im März vergangenen Jahres Nazis in Lübeck aufmarschierten, rief die Polizei bereits vor dem eigentlichen Sendetag zwei Mal im Offenen Kanal an und gab dabei Hinweise, wie die Berichterstattung abzulaufen habe. Am Tag der Sendung versuchte die Polizeipressestelle „auf Anordnung des Leiters der Befehlsstelle“ bei der Leitung des Offenen Kanals zu erreichen, dass die „eskalative Berichterstattung“ umgehend beendet würde. Generös live auf Sendung genommen, führte ein Polizeisprecher zur Begründung an, von den Sendenden sei eine falsche Anzahl der im Einsatz befindlichen Wasserwerfer veröffentlicht worden. Er selber wollte allerdings keine richtige Anzahl nennen. Auf zwei Berichterstatter_innen wurde an diesem Tag außerdem eine CS-Reizgasgranate abgefeuert, woraufhin sie beide zu Boden gingen.
Und jetzt das:
Der OKSH hat entschieden, dass zwei Polizisten an diesem Tag die Hälfte der angemeldeten Sendezeit für eigene Berichterstattung erhalten sollen. Der OKSH stellt sich dabei auf den Standpunkt der Beamten, sie würden als „Privatpersonen“ senden und daher keine Berichterstattung im Sinne der Polizei machen.
Damit versucht die Lübecker Polizei einen Rundfunk von staatlicher Seite über den Umweg des Bürgerfunks zu etablieren! Ich kann da der Redaktion Löwenzahn in ihrer Analyse und Ablehnung nur voll zustimmen. Wir wollen in Schleswig-Holstein keinen Polizeifunk, bei dem die Grenze zwischen der Staatsmacht und freien Medien überschritten wird. Der Offene Kanal und die Polizei überschreiten hier gleich mehrere Tabugrenzen, die bisher galten.
Es ist bekannt, dass die Polizei in Lübeck besonders rücksichtlos und bürgerfern zugange ist. Genau die Verhaltensweisen wie oben beschrieben – die Baustellen an der falschen Stelle – nämlich bei linker Berichterstattung, statt bei der Ermittlung rechtsradikaler Täter führte dazu, dass die NSU-Bande jahrelang unbehelligt und teilweise von staatlichen Stellen gedeckt aktiv bleiben konnten.
Ich rufe hiermit alle auf sich hier gegen diesen “Polizeifunk” zu solidarisieren und dem Treiben der Polizei ein Ende zu setzen! Kein Polizeifunk auf öffentlichen Radiowellen!
- 10.3.2012 – TAZ-Bericht “Streit über Neonazi-Berichterstattung“
Gewerkschaft der Servicekräfte schließt Tarifvertrag ab. Welche Rolle spielen die Mitglieder?
Stolz verkündet die GDS (Gewerkschaft der Servicekräfte) auf ihrer Homepage den Tarifabschluß mit der UKSH Service GmbH.
Details stehen in dem Artikel nicht. doch es sollen u.a. 10 Prozent mehr Lohn bis 2014 sein. Abgesehen davon, dass es bis 2014 immerhin noch drei Jahre sind, gibt es aber andere bedenkliche Zeichen bei der GDS Kiel. In ihrer Satzung ist eine Beteiligung der Mitglieder beim Abschluß von Tarifverträgen überhaupt nicht vorgesehen.
Neben wir diesen Paragraphen:
§ 4 Arbeitskämpfe
- Zur Durchsetzung und Verteidigung der Interessen ihrer Mitglieder kann die GDS zum Arbeitskampf aufrufen.
- Der Gewerkschaftsvorstand erlässt Richtlinien zur Vorbereitung und Durchführung von Arbeitskämpfen sowie zu den Leistungen im Arbeitskampf.
- Der Gewerkschaftsvorstand beschließt die Vorbereitung und Durchführung eines Arbeitskampfes.
In § 6 wird bei den Rechten der Mitglieder auch nicht erwähnt, dass es so etwas wie Urabstimmung zur Annahme von Tarifabschlüssen geben würde.
In weiteren dieser Paragraph:
§ 21 Tarifkommissionen
- Für jede Tarifverhandlung wird eine Tarifkommission gebildet.
- Näheres wird durch Richtlinien geregelt, die der Gewerkschaftsvorstand nach Beratung mit der jeweiligen Bezirksgewerkschaftsvorstands beschließt.
Zusammenfassend kann man also sagen: Der Vorstand der GDS kann den Beginn einer Tarifauseinandersetzung beschließen, genau so wie den Beginn von Arbeitskämpfen. Laut Satzung sind die Mitglieder ja zur Solidarität verpflichtet und müssen somit streiken, ohne dass sie selber mit bestimmen können.
Man kann vieles gegen ver.di vorbringen – und ich verstehe auch den Frust der Beschäftigten der Service GmbH, wenn man diese Geschichte hört/sieht:
Dennoch müsste ja eine neue Gewerkschaft eigentlich aus den Fehlern lernen und eben MEHR Mitbestimmung statt WENIGER als ver.di einräumen.
Hier hängt der GDS ein großer Makel an. Die Frage ist, ob da nur jemand nicht aufgepaßt hat, beim Schreiben einer Satzung, oder ob jemand bewußt die Mitglieder ausgeklammert hat um frei walten und schalten zu können?
Man wird abwarten müssen, wie das Ergebnis genau aussieht, aber die Sache mit der Satzung ist für eine demokratische Gewerkschaft unabhängig vom Ergebnis nicht akzeptabel!
SPD: „Wir können uns gut vorstellen, dass die Gebäude an einen Privatinvestor verkauft und vom UKSH zurückgemietet werden.“
In einer Pressemitteilung verlautbart die Jürgen Weber für die SPD, dass das UKSH teilprivatisiert werden könnte: 
…Offensichtlich gibt es etliche Interessenten, die nicht an einer Privatisierung, sondern am Asset-Modell interessiert sind – dieses Interesse sollten wir nutzen! Wir können uns gut vorstellen, dass die Gebäude an einen Privatinvestor verkauft und vom UKSH zurückgemietet werden. …
Warum bei einem Verkauf der Gebäude Herr Weber dennoch meint: „Die SPD lehnt die Privatisierung des UKSH und die Aufgabe des Standortes Lübeck sowie der Uni Lübeck ab! “ . Denn es handelt sich beim Asset-Modell um nichts anderes als eine Teilprivatisierung.
SPD-Ratsfraktion Kiel bläst zur Attacke auf Lübeck
Man kann da wirklich nur noch den Kopf schütteln, was da alles in Sachen Bildungspolitik in Schleswig-Holstein läuft. Keiner der Lokalpolitiker hat sich da mit Ruhm bekleckert. Die SPD-Ratsfraktion in Kiel schaltet jetzt eine Stufe höher in der Eskalationsspirale und stellt sich hinter Fouqet (Präsident der Uni Kiel). Und mit ihr die ganze Kieler Kooperation. Wenn man Lübecker Nachrichten und Kieler Nachrichten online mitverfolgt kann man klar die Syampathien ablesenn: “Natürlich” stehen beide Zeitungen voll hinter IHRER Stadt und hinter IHRER Uni.
Das Ganze ist äußerst dumm, überflüssig und unnötig. Wer hier Öl ins Feuer gie0ßt wird vor allem eines erreichen: Das beide Uni-Standorte Schaden nehmen werden! Hier wird auch die regionale Feindschaften beider Städte vertieft. Das ist genau so dämlich wie nationale Fahnen zu schwenken. Von dem gezeter und Gezerre wird kein müder Euro mehr eingenommen oder eingespart.
“Die Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Kiel und der CAU hat sich in den vergangenen Jahr deutlich verbessert, zunehmend wird die CAU als wichtiger Teil der Stadtgesellschaft wahrgenommen. Mit dem geplanten Samuel Reyher Haus wird mitten in der Stadt ein Haus der Begegnung von Wissenschaft und den BewohnerInnen Kiels entstehen. Wir stehen an der Seite der CAU und werden alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, die CAU in Kiel zu stärken.”
Bla bla bla…. Was für ein Müll! DA wird Geld zum Fenster rausgeworfen. Werbung statt Bildung scheint da das Programm zu sein. Kommunikation wird allzu gerne als Trendwort im Munde geführt. An die eigene Nase fassen wäre mal was. Das was die Politiker und Uni-Professoren da verzapfen ist das Allerletzte!
Krieg der Uni-Städte: Lübeck gegen Kiel?
Wie jetzt bekannt wurde arbeiteten die Universitätsleitungen beider Städte jeweils an Papieren für die Landesregierung, um dem jeweils anderen Standort die Hauptlast der Sparbemühungen aufzudrücken.
Das wird auf einem Artikel in den Lübecker Nachrichten deutlich. Und aus einer Pressemitteilung der Uni Kiel.
Offenbar haben beide Universitäten hinter verschlossenen Türen eine ganz andere Politik versucht zu machen, als öffentlich laut wurde.
Und die Landesregierung freut sich darüber, dass hier die Fronten bröckeln und befördert die traditionelle Konkurrenz. Hier wird deutlich, warum es niemals um ein “Kiel zuerst”, “Lübeck zuerst” oder auch “Schleswig-Holstein zuerst” gehen darf!
Die jeweiligen Unileitungen müssen für ihr Versagen die Verantwortung tragen und sofort zurücktreten! Nur so wäre ein Neuanfang denkbar. Alle Forderungen die dahinter zurücktreten können nicht an den Ursachen des Versagens ansetzen. Und das ist nach der verfehlten Bildungspolitik im Moment gerade das Aufweichen der Solidarität unter den Universitäten und das Benutzen der Studenten für die eigenen Zwecke!
Nein zur Konkurrenz der Bildungsstandorte! Wer hier dem einen oder anderen Standort zu lasten des anderen das Wort redet, der schadet nicht nur dem Nachbarstandort und den dortigen Studenten, sondern später auch sich selbst. Denn eins ist klar: Ein Ende der Sparmaßnahmen ist nicht in Sicht. Natürlich wird weiter gespart. Und die Devise jetzt müsste lauten um jeden Preis zusammenzustehen.
S.a. Stellungnahmen AStA Kiel, AStA Lübeck.
Kiels “Größte Demo seit 30 Jahren”
Sowas lass ich mir ja auch nicht engehen wenn ich kann. Am 16.6.2010 demonstrierten nach Polizeiangaben 14.000 in Kiel. Es ging im wesentlichen gegen weitere Streichungen an der Uni Lübeck. Es ging aber auch gegen eine mögliche Privatisierung des Universitätsklinikums (Kiel/Lübeck) zu der ebenfalls zu einer zeitgleichen und ortsggleichen Demo seitens des Personals eingeladen wurde.
Allerdings waren es nach meinem Gefühl eher schon an der CAU fast schon 10.000, da an mir minutelang der Demozug vorbeizog am Audimax. Bei youtube habe ich ein Video (leider nur 15 Sekunden) vom Start der Demo gefunden:
Ich habe die Demo ein wenig begleitet, war aber dann am Hauptbahnhof schon nicht mehr dabei. Vielleicht können da andere Ihre Eindrücke ergänzen.
Was ich lagweilig fand, war das nun schon traditionelle Zugrabetragen der Bildung an Amfnag des Zuges. Ich kenne dieses Bild nun schon seit Jahrzehnten und glaube nicht, dass das noch irgendwie Leute aufschreckt. Es ist weder witzig noch innovativ. So oft wie die Bildung zu Grabe getragen würde, so tot müßte sie längst sein. Vielleicht ist sie das auch auf eine Art. Die Unis ist nicht mehr das, was sie vor 20 Jahren war. Aber darum geht es auch nicht. Denn vor 20 Jahren war es auch nicht besser. Das System Universität ist grundfalsch. Und diese Proteste sind trotz ihrer Größe zu harmlos. Es fehlt die Konsequenz und die echten Alternativen. Die Studenten müssten mal zu Denken wagen, was Universität ein könnte.
Schlecht fand ich:
- Beteiligung von Burschenschaften.
- Das die Ansagen vom Demowagen “Das ist so toll, ihr seid so toll” mich irgendwie an eine CASTING-Show erinnerten.
- Das Politiker wie Stegner und Saxe sich auf die Proteste draufsetzen durften.
- Das Auftreten der Ordner.
Gut fand ich:
- Das Kiel, Lübeck und Flensburg sich solidarisiert haben. Jetzt fehlt nur noch der Blick über den studentischen Tellerrand.
Werde auch weitere Stimmen und Videos in diesem Artikel sammeln für einige Zeit. (Stand: 16.06.2010)
AK Kritischer Studierender zu Studi Demo am 16.06.
ich zitiere hier eine Mitteilung des LEISTUNGS_VERWEIGERUNGS_BLOC auf der Studi Demo am 16.10.2010.:
Für dieses Land keinen Finger krumm …
Für den kommenden Mittwoch wird von den AStAen Lübeck, Flensburg und Kiel eine Demonstration organisiert gegen die Sparpläne der schwarzgelben Regierungskoalition. Diese Sparpläne lassen weitgehende Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich erwarten. Vor allem die Universitäten in Flensburg und Lübeck sollen massiv verkleinert werden. An der Lübecker Uni soll der Studiengang Medizin sogar komplett eingestellt werden. Soweit so beschissen. An diesen Plänen gibt es auch nach unserer Sicht nichts Positives. Jedoch können die Begründungen für die Gegenaktionen nicht unkommentiert bleiben. So wird im Flyer „Uni-versenken … spielen WIR nicht mit“ mit dem Satz geschlossen: „Finger weg von der Zukunft Schleswig-Holsteins!“ – Soweit genauso beschissen. Wir sehen Bildung nicht als Möglichkeit sich selbst mit einer gehörigen Menge Humankapital zu befüllen um dann auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet mit dem Rest in den Ring steigen zu können. Bildungsproteste begreifen wir nicht als Protest für bessere Marktchancen und Arbeitsplatzgarantie.Sobald jedoch von einer Verminderung der zukünftigen Chancen im Zusammenhang mit Kürzungen im Bildungsbereich gesprochen wird, wird meist auch diese ökonomische Logik reproduziert. Die Angst vor der verlorenen Zukunft gekoppelt mit dem Bezug auf Region oder Nation, ist aber kein akzeptabler politischer Weg, sondern Anfang der politischen Widerlichkeiten. Statt einer politischen Analyse wird hier auf simple Identitätskategorien zurückgegriffen, um das Thema zu popularisieren und die Volksmassen zu bewegen.… 30 Semester Minimum !
Wir wollen diesem regionalistischen Zukunftsgedöns einen Bildungsbegriff entgegenstellen, der Bildung vom Individuum her denkt und es nicht mit Verwertung verbindet, in (nationaler) Kollektivität erdrückt oder es im Ring des Lebens alleine boxen lässt. Wir stehen auf eine solidarische Gesellschaft in der sich alle nach ihren Bedürfnissen einbringen kann. Trotzdem gilt: Niemand möchte, dass die Unis in Lübeck und Flensburg beschnitten und/oder geschlossen werden. – Im Gegenteil viele Unis, ohne Zugangsbeschränkungen, überall – aber populistisch – regionalistische Bezüge, gepaart mit der Angst um die eigene Position im Verwertungsprozess und die Sorge um die deutsche Wirtschaft sind für uns keine politische Perspektive. Deshalb:
Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft – Leistungszwang verweigern – Für etwas Besseres als Schleswig Holstein !
Join the LEISTUNGSVERWEIGERUNGS- BLOC auf der Demo – 16.06.2010 14h Audimax Kiel * akkiel.blogsport.de ____ Ak kritischer Studierender





