KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Mehrspurige #Lastenräder müssen keine Radwege benutzen!

Aus aktuellem Anlaß für alle Autofahrer*innen mal als Klarstellung, dass mehrspurige Lastenräder (wie z.B. Dreiräder) keine Radwege benutzen müssen.

Mein mg_5984-1_resize_crop_cbabboe-300x169aktuelles Erlebnis war mit einem Babboe von Kieler Tretwerk die Helmholtzstraße bergab Richtung Karlstal. Dort gibt es quasi keinen Radweg mehr. Er ist nicht mehr ausgeschildert und damit eh keine Radwegenbenutzungspflicht. Nur die Pflasterung existiert noch und irritiert ein wenig. Für eine Autofahrer*in war es aber offenbar zu viel Provokation, dass sie ein langsameres Lastendreirad überholen musste und schrie im Vorbeifahren aus dem Autofenster, dass das nicht meine Straße sei. Als Lastenrad fährt man noch mehr in der Mitte, da es gerne mal hin- und herschlenkert. In Gaarden, wie sicher auch in anderen Stadtteilen kann mans aber als Radfahrer eh niemandem recht machen. Auf der Straße stört man die Autofahrer und auf den Gehweg die Fußgänger. Aber da muss es auf jeden Fall noch viel mehr Bewußtseinswandel geben. Und auch mehr Wissen über die Straßenverkehrsordnung. Gilt auch füpr KVG-Busfahrer, wo mir einer an der Stelle auch mal den Weg abgeschnitten und dann gebremst hat, nur um vor mir an der Ampel zu sein. Einen Crash konnte ich nur knapp verhindern.

Written by tlow

11. Juni 2017 at 14:45

Gedanken zu Trump #Comey

  1. Bedenklich an Trumps Vorgehen war bereits, dass er sich alleine mit dem damaligen FBI-Chef Comey getroffen hatte. Wenn das belegbar ist, muss man vermuten, dass die Inhalte des Gesprächs bedenklich waren. Normaler weise sollen FBI und US-Präsident nicht direkt miteinander interagieren, Alles andere gefährdet die Unabhängig des FBI.
  2. Die gesamten Kontakte und Absprachen rund um Russland, sofern sie denn belegbar sind  müssen einen Ursprung haben. Sie standen offenbar im Zusammenhang mit der Wahl. Der logische Schluß wäre, dass die Quelle der Kontakte oder die Motivation von Donald Trump selber ausging oder von ihm koordiniert  wurden. In den Nachrichten ist zwar immer nur von Treffen seiner Leute mit Russen die Rede, aber eigentlich kann es sich nur um ihn selbst drehen. Alle anderen sind dann eher Statisten.
  3. Wenn die Russen in die US-Wahl ein gegriffen haben, ist die Frage warum. Wer hatte welchen Vorteil. Wer hat profitiert oder wer hat was bezahlt oder eine Gegenleistung erwartet?
  4. Trump hat verlauten lassen, er sei bereit unter Eid auszusagen. Allerdings scheint er bei dieser Ankündigung sich nicht dessen bewußt zu sein, was das bedeutet:

Es scheint unzweifelhaft, dass Trump der Organisator einer Verschwörung gegen die USA zu sein scheint. Sozusagen Landesverrat allererster Güte und das als US-Präsident. Und er wäre auch bereit unter Eid zu lügen. Der Mann tut einfach alles um an die Macht zu kommen und dort zu bleiben. So viel Unverfrorenheit erlebt man selbst bei Politiker*innen selten.

Es  bleibt spannend…

Written by tlow

10. Juni 2017 at 15:53

Veröffentlicht in Allgemein, International

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#Privatspielplatz Poppenrade #Ellerbek

Ich wußte bisher gar nicht, dass es das Wort gibt. Aber neulich bei einem Spaziergang durch Ellebek:

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Ja, genau die Kinder aus der 52 sollen sich verpissen? Diese Vorstellungen getrennter Spielbereiche sollten  eigentlich vorbei sein.  Wer kontrolliert denn da die Kinder? Müssen alle Ausweise dabei haben? 😉

Written by tlow

5. Juni 2017 at 17:27

Veröffentlicht in Foto, Humor

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Breyer PM: Verfassungsgericht kippt Maulkorb wegen PIRATEN-Kritik an Postenschieberei

Das freut mich nun wiederum sehr! Es ist gut, wenn in einer Demokratie fast alles gesagt und kritisiert werden darf:

Im Streit um einen Ordnungsruf gegen den
Vorsitzenden der Piratenfraktion Dr. Patrick Breyer wegen dessen Kritik an der Besetzung hoher Ämter ohne öffentliche Ausschreibung hat das Schleswig-Holsteinische Landesverfassungsgericht heute zugunsten von Breyer entschieden. Breyer habe Kritik am nicht-öffentlichen Auswahlverfahren und auch an der Qualifikation der zur Wahl stehenden Person äußern dürfen, entschied das Gericht.[1]

“Dieses Urteil ist ein Sieg für die Unabhängigkeit der höchsten Kontrollorgane in unserem Land”, begrüßt Breyer die nahezu einstimmig gefällte Entscheidung. “Spitzenjobs an Landesrechnungshof und Landesverfassungsgericht dürfen keine aufzuteilende Beute der Parteien sein, denn sie sollen Regierung und Parlament gerade kontrollieren.

Die Wächterinstitutionen müssen ohne Rücksicht auf Parteienproporz mit den Besten besetzt werden, um der Regierung optimal auf die Finger sehen zu können, und nicht mit den Personen mit den besten politischen Verbindungen.

Deshalb ist es so wichtig, dass die intransparente Postenschieberei im Parlament angeprangert und Druck gemacht werden darf, dass Top-Kontrolljobs künftig öffentlich ausgeschrieben werden. Im Fall der Landesdatenschutzbeauftragten konnten wir PIRATEN dies erstmals erfolgreich durchsetzen.”

Hintergrund:

Breyer hatte in der Dezembertagung des Schleswig-Holsteinischen Landtags kritisiert, dass Spitzenjobs an Landesrechnungshof und Landesverfassungsgericht in Absprache von SPD, CDU, Grünen, FDP und SSW ohne öffentliche Ausschreibung nach Parteienproporz besetzt werden. Das langjährige SPD-Mitglied und persönlicher Freund von SPD-Landeschef Dr. Ralf Stegner, Bernt Wollesen, sollte zum Vizepräsidenten des Landesrechnungshofs gewählt werden. Parlamentspräsident Schlie von der CDU erteilte nach der in seinen Augen “in höchstem Maße unwürdige” Kritik Breyers einen Ordnungsruf und entschuldigte sich im Namen des Landtags für dessen Äußerungen.

Im Februar 2017 entzog der Parlamentspräsident Breyer während einer kritischen Rede zur Besetzung des Landesverfassungsgerichts ohne öffentliche Ausschreibung das Wort. Gegen diese Entscheidung ist ein weiteres Verfahren vor dem Landesverfassungsgericht anhängig.

Im März 2017 wurde Breyer für seinen Einsatz gegen Postenschieberei der mit 1.000 Euro dotierte “Rückgratpreis” verliehen.

Den bisher gewechselten Schriftverkehr in dem Verfahren hat der Abgeordnete
auf seiner Homepage veröffentlicht:
http://www.patrick-breyer.de/?p=562890

[1] Pressemitteilung des Landesverfassungsgerichts

Video der beanstandeten Rede von Breyer (Youtube)

Copyright Artikel: CC-BY 2.0 de Quelle/Original

Written by tlow

17. Mai 2017 at 18:54

Veröffentlicht in Allgemein

Das Wort zur #LTWSH

Die Wahlen sind vorbei. Wie siehts mit dem Ergebnis aus? Eine höhere Wahlbeteiligung als 2012, die Piraten draußen, die AfD drin. Die Linke hat den Wiedereinzug verpasst (aber mehr Stimmen). Die FDP hat mehr Stimmen. Der SSW hat 1 Prozentpunkt weniger. Die Freien Wähler wie viele andere Parteien liegen  unter 1 Prozent.

Zu den Piraten: Hier wurde eine Partei abgestraft, die nicht in der Lage war Prioritäten zu setzen, die die Menschen nicht interessierten. Sie haben stets die Schuld bei anderen gesucht und auch heute noch sehen sie die Ursache im negativen Stimmungstrend, den sie verursacht sahen durch „die Medien“. Dazu auch dieses Video:

In dieser Form erinnert das Ganze schon an die „Lügenpresse“-Argumentation von Pegida/AfD.

Ansonsten wurden noch Torsten Albig und die SPD abgestraft. Albig wirkte in  den letzten Jahren auch eher amtsmüde und arrogant. Und eher so, als wäre er ganz froh, wenn die Wähler*innen ihn entlassen würden, statt dass er zurücktreten müsse.

Spannend wird es, welche Koalition am Ende steht. Und wie wird sich die Politik hinterher tatsächlich ändern?

Daniel Günther erinnert mich auf eine gewisse Art auch an Uwe Barschel, der mit 43 zu Tode kam (wie auch immer). Günther ist jetzt 44. Ebenso ehrgeizig und gebildet. Aber wohin der Ehrgeiz Menschen und insbesondere Politiker führt, ist nicht immer unbedingt eine gute Richtung. Wer zu sehr den Erfolg will, geht auch mal über Leichen.     So hat Günther bei G8/G9 bereits voll auf eine populistische Stimmung innerhalb des Landes gesetzt, oder auf das Thema Windkraft und dabei einfach mal pauschal einen neuen Mindestabstand von 1.200 Metern in den Raum geworfen.Wahlkampftaktisch klug, aber beides offenbar ohne großartige Belege für die Wirksamkeit.

 

Written by tlow

9. Mai 2017 at 07:56

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#JanesWalk in Kiel 2017, …

Am Freitag 5. Mai und am Samstag 6. Mai fanden zwei Jane’s Walks in Kiel statt. Mit  ca. 16 und 12 TeilnehmerInnen waren sie einigermaßen gut besucht. Aber was ist überhaupt ein Jane’s Walk.

Die Spaziergänge finden in Erinnerung an „Jane Jacobs statt. Einer einflußreichen Architekturkritikerin, die insbesondere mit ihrem Werk Tod und Leben großer amerikanischer Städte und ihrem Engagement gegen Highwayneubauten im Zentrum von New York einen großen Einfluß auf viele Städteplaner und Architekten hatte. Heute ist ihre Bedeutung und Einfluß sogar eventuell noch größer. Denn ihre Ideen waren ihrer Zeit weit voraus. Auch wenn manche Sichtweisen bei Erscheinen ihres Buches von manchen als rückständig angesehen wurden. Denn sie war kein Fan von Neubauten. Eine Durchmischung von Alt und Neu war aus ihrer Sicht wichtig für eine funktionierende Stadt. Überhaupt: „funktionieren“. Bedeutete für sie mehr als nur, dass Menschen aus ihren Schlafstädten zur Arbeit und zurück kamen. Es ging ihr auch um  das Leben auf der Straße. Straßen auf denen man sich gerne aufhalten und verweilen  möchte. Auf denen man gerne Spazieren geht, sich trifft, spielt und vor allem anderen Leuten zuschaut.

Ich selbst bin vor vielen Jahren ein mal über das Buch Tod und Leben großer amerikanischer Städte in der  Kieler Stadtbücherei gestolpert und stellte fest, dass es wohl seit sehr vielen Jahren kaum ausgeliehen wurde. Überhaupt: Bei dem  Namen Jane Jacobs ist bei vielen Leuten nur ein großes Fragezeichen. Nie gehört. Aber wie kommt das? Mit Sicherheit muss man sie zu den ganz großen Zählen. Oft wurde sie als „Hausfrau“ verspottet, da sie zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen keine hohe Position im Kreise der Architekten und keine universitäre Ausbildung hatte.

Jane Jacobs 10 Big Ideas

 Wer kann so einen Spaziergang anbieten?

Eigentlich jede/r. Man sollte sich aber vorher die Ideen von Jane Jacobs angeschaut habt. Es geht aber nicht so sehr darum, dass die Spaziergänge von Experten angeboten werden. Jane Jacobs sagte immer, dass jede/r eine Expertin ist. Es geht darum Sichtweisen zu teilen und Raum zu bieten für Diskussionen. Und das Ganze eben in Form eines Spaziergangs. Dabei können diese sich um ein Thema drehen, müssen es aber auch nicht.

Wer so etwas anbieten will, egal zu welchem Zeitpunkt, kann sich auf der Seite vom Jane’s Walk registrieren. Und ihr könnt mich direkt ansprechen. Wir haben bei den zwei Walks dieses Jahr auch vorher ein Treffen gemacht. Mehr Treffen – vielleicht auch in Form eines Spaziergangs – wären möglich.

Zeitungsartikel Scan

Artikel in der Kieler Nachrichten zum Jane’s Walk 2017 in der Brunswik. Walk-Leader war Jens-Olaf Beismann

Als Korrektur zum Artikel: Der erste Kieler Jane’s Walk wurde 2016 in Kiel-Gaarden durchgeführt.

Aktuell habe ich die Rolle des City Organizers übernommen. Bei Interesse an eigenen Walks einfach Kontakt aufnehmen. Die können und sollen auch das ganze Jahr stattfinden. Email janeswalkkiel AT alterativnet.de

#LTWSH 100 Tage #CDU

Man könnte ja denken nach Trumps 100-Tage-Disaster möchte niemand sich mehr auf diese magische Marke festlegen. Die CDU mit Daniel Günter hat es trotzdem getan

  1. Lehrerbedarfsanalyse
  2. Umstellung auf G9
  3. KiTa-Gipfel veranstalten
  4. Waldkindergärten rechtssicher machen
  5. Wissenschaftspolitik Ministerienwechsel
  6. Windkraft: Mehr Abstand
  7. Mehr Beamte einstellen
  8. Maghrebstaaten als SICHER deklarieren
  9. Landarztquote ermöglichen
  10. Erhebung der Straßenbaubeiträge Kommunen überlassen
  11. Bundesmittel für Kommunen 1:1 weiterleiten
  12. Kein Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Ausländer

Dazu meine Stellungnahme: Wer es schafft in den 12 wichtigsten  Punkten nicht auf das dringendste Problem der Menschheit einzugehen: Der Klimaerwärmung, z.B. das Absaufen der Marschen, der hat nicht begriffen, worum es in der Politik derzeit gehen muss.

Wenn es in fast jedem Land der Welt möglich ist so etwas wie Abitur in 8 Jahren zu machen, so kann es nicht Priorität sein, dies in SH abzuschaffen. Und wo die Wissenschaftspolitik ansäßig ist, erscheint mir auch kein drängendes Problem.

Die Erhöhung der Abstände zu Windkraftanlagen wird nie wissenschaftlich begründet. Das soll einfach gemacht werden. Nach dem Motto: Wer bietet mehr? Soll erhöht werden, wenns denn was bringt und nötig erscheint. Aber keine Änderung aus der hohlen Hand.

Insgesamt  erscheint das Programm eher populistisch und ist kein Programm, dass wichtige Probleme angeht. Beim Ausländerwahlrecht sehe ich große Legitimationsprobleme unserer Politik: Wenn wir uns da nicht bewegen wird ein wachsender Anteil der Bevölkerung nicht mitbestimmen können uns somit alles andere als integriert, sondern ausgeschlossen. Mit all den zu erwartenden Problemen.

Für das Programm gibts daher keine Wahlempfehlung!

 

 

Written by tlow

3. Mai 2017 at 11:53

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