KielKontrovers

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#StadtgalerieKiel zeigt ab 25. September „Positionen japanischer und norddeutscher Gegenwartskunst“ #LinkingTransformations

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Constanze Vogt „Reifen #4“ 2020 , Detail, Foto Frank Kleinbach

Die Stadtgalerie Kiel zeigt vom 26. September bis zum 29. November die Ausstellung „Positionen japanischer und norddeutscher Gegenwartskunst“ stehen nun im Fokus der neuen Ausstellung „Linking Transformations“, die zu sehen sein wird.  

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 25. September, um 19 Uhr in der Stadtgalerie Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31.

Die Ausstellung kombiniert zwei Künstlerinnen aus Kiel und Lübeck mit Positionen japanischer Gegenwartskunst. Die beteiligten Künstler*innen sind Janine Gerber, Nobuyuki Osaki, Ken’ichiro Taniguchi, Aiko Tezuka, Rikuo Ueda und Constanze Vogt.

Rikuo Ueda, Wind drawing, 16. Mar. 2018 Ota garden 6.30 rain, war

Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.  Die beiden in Norddeutschland lebenden Künstlerinnen haben in jüngster Zeit renommierte Förderpreise in Schleswig-Holstein erhalten und ihre künstlerischen Positionen weisen eine formal-ästhetische Nähe zu unterschiedlichen Positionen japanischer Gegenwartskunst auf. Ziel der Ausstellung ist es auch, diese formal-ästhetischen Ähnlichkeiten genauer zu beleuchten und vor der Folie von aktuellen Diskursen um „Transkulturalität“, „Hyperkulturalität“ und auch der kulturellen Globalisierung mögliche kulturelle Spezifika und Differenzen herauszukristallisieren.   Was die ausgewählten Positionen ebenfalls verbindet, ist der Aspekt des Transformatorischen, der in den einzelnen Ansätzen in unterschiedlichsten Ausprägungen zutage tritt. Vom Wind, über Leerstellen im Außenraum, über Stoffe und Tapisserien werden auch Papier, Sprache und Licht von den einzelnen Künstler*innen genutzt, um in transformatorischen Prozessen und dem Spiel von Dekonstruktion und Rekonstruktion Aspekte von ostasiatischer und westlicher Kultur(geschichte) in raumgreifenden Installationen zusammenzuführen.  

  Der Eintritt in die Stadtgalerie Kiel ist frei.

Bildquellen

Written by Thilo

24. September 2020 at 17:34

#CDU-Plan offenbart Widersprüche #rvkiel #verkehrswende #KielAutofrei

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Pressemitteilung der CDU https://www.cdu-kiel.de/artikel/eine-verdraengung-des-autos-aus-der-stadt-wird-es-mit-der-cdu-nicht-geben

Die CDU Kiel hatte bereits am 11.9. betont:

Die Verkehrswende wird nicht erfolgreich sein, wenn verschiedene Verkehrsträger gegeneinander ausgespielt werden.

In der KN vm 18.9. meint die Kieler CDU zwar, dass sie sich generell zur Verkehrswende bekennen und dem Ziel den Autoverkehr um 40% zu reduzieren. Rainer Kreutz, Tobias von der Heide und Florian Weigel hätten ein Papier entworfen, das Vorschläge zur Verkehrswende auf „Augenhöhe“ der Verkehrsmittel beinhalten soll.

Und hier liegt eines der größten Missverständnisse vor: Warum sehen unsere Landschaften und Städte so aus, wie sie aussehen?

Wenn man schon den Schritt macht, die „Autogerechte Stadt“ nicht mehr als Ziel zu haben, liegt ja bereits die Erkenntnis vor, das etwas falsch gelaufen ist und das die Augenhöhe nicht besteht.

Augenhöhe bedeutet für mich, dass es eine Flächen- und Nutzungsgerechtigkeit gibt. Auf welcher Basis aber ist schon wieder die Frage: Denn ein Auto benötigt sowohl Parkplätze als auch mehr Raum als eine Person.

Eine Gleichbehandlung würde zB bedeuten, dass man sagt: Egal wie viel Raum das Auto oder Rad benötigt, es wird dem Raumbedarf für Fußgänger:innen gleichgesetzt. Wenn jetzt die CDU dann aber meint, keine Parkplätze reduzieren zu wollen, verlässt sie bereits ihren eigenen Anspruch auf Augenhöhe. Gerechtigkeit herzustellen bei einer Torte, bedeutet eben auch, wenn das Aut bisher das größte Stück abbekommen hat, das man ihm in Zukunft ein weniger großes Stück zuweisen muss. Also bedeutet es auch zB über den Raum nachzudenken, den Autos für Parken bekommen. Der Raum sollte dann nicht größer sein, als den Fußgänger:innen zum „Parken“ brauchen.

Mit der Gerechtigkeit kommen wir auch nur bedingt weit, weil da eben auch weitere Aspekte einfließen. Ein Bus zB braucht in der Breite und Länge mehr Platz als ein Auto, aber transportiert viel mehr Menschen, wenn er ausgelastet ist.

Ich finde die aktuelle Diskussion auch interessant, wenn die GRÜNEN die Idee propagieren, dass man Regeln wieder einführt, wie sie vor der Hinwendung zur autogerechten Stadt galten. Das zB nicht automatisch in jeder Straße geparkt werden darf, oder auch die Idee, das nur die ein Auto kaufen dürfen, die einen eigenen Parkplatz vorweisen können. Das sind natürlich bundesweite Regeln, die sich aber auch auf Kiel niederschlagen.

Im Kern sind zwei Grundgedanken, die aufeinander aufbauen wichtig:

  1. Den Raumbedarf und die Anzahl der Autos begrenzen, damit sie nicht mehr werden.
  2. An einer gerechteren Umverteilung zu arbeiten. Also erst ein mal die Augenhöhe herstellen.

Die CDU will „Anreize statt Verbote“. Aber 9500 Innenstadtparkplätze sind eben ein starker Anreiz das Auto zu nehmen, statt den Bus. Im übrigen erscheint die Holtenauer Straße lediglich als „autofreundlich“. In Wirklichkeit schaufeln die Busse ein Vielfaches an Einkaufenden dort hin. Frei Parkplätze gibt es dort weit weniger, als in der Holstenstraße! Das wird gerne übersehen, da man ja die Autos sieht. Aber nicht alle fahren in der Holtenauer um dort einzukaufen. Und es sind ebenfalls viele Fahrradfahrer. Ich empfehle dazu sich ein mal am Anfang der Holtenauer eine Stunde hinzusetzen und grob zu zählen und hinterher zu vergleichen. Ich hatte da vor einem Jahr ein echtes Aha-Erlebnis. Nur kurz zur Erläuterung: Nur wenige Busse pro Stunde, also zB 10 Gelenk-Busse transportieren bis zu 160-170 Fahrgäste und man kommt somit auf ca. 1600 Menschen.

Der durchschnittliche Besetzungsgrad eines Autos ist 1,5. Das würde also rund 18 Autos pro Minute entsprechen.

Die Wirklichkeit in der Holtenauer Straße ist noch krasser. Hier alle Busse, die vom Dreieckplatz Richtung Schauenburger Straße fahren:

Laut nah.sh. Daraus ergibt sich:

  • Theoretische 6.400 Fahrgäste pro Stunde oder 106 pro Minute.
  • Das entspräche bei Autos 4.267 Autos pro Minute!

Das sind jetzt nur meine überschlagenen Zahlen nach Fahrplan plus theoretischer Kapazität. Die Realität liegt sicher darunter. Aber dennoch macht sie deutlich, das wahrscheinlich weniger die Parkplätze als die gute Busanbindung im Vergleich zur Holstenstraße einen Unterschied machen. Oberflächlich betrachtet könnte man das Gegenteil annehmen, aber die Zahlen sprechen doch eine ganz andere Sprache! Selbst wenn die Busse nur zur Hälfte oder weniger besetzt wären, ist der ÖPNV dort die eigentlich tragende Säule und das Auto relativ unbedeutend!

Ich finde das SEHR GUT, das die CDU Kiel ein Konzept vorlegen wird, denn erst dann kann man über verschiedene Fragen diskutieren. Ich bin allerdings skeptisch, wenn sie bereits im Vorfeld gleichzeitig eine Einschränkung des Autos oder des Parkens ablehnen. während sie proklamieren einen Dialog auf Augenhöhe führen zu wollen! So KANN es NICHT gehen!

Ein Dialog auf Augenhöhe (in Kiel und zwischen Verkehrsmitteln) erfordert meines Erachtens, dass es einerseits keine Tabus gibt und andererseits, das man Kriterien findet, anhand derer man entscheiden kann, welche Lösung vorteilhafter ist, oder was eine gerechtere Lösung ist. Vielleicht gibt es da auch vielfältige Zielkonflikte?

Wichtig ist natürlich auch, das wir nicht nur diskutieren, sondern auch weiter handeln müssen. Also zB könnte eine Seilbahn aktuell die Stadtbahn verzögern. Ich halte eine Seilbahn ebenfalls für gangbar, besonders für eine Querung als Alternative zur Fördeschifffahrt. Günstiger und schneller. Aber da gehts dann ja auch drum: Was wurde bereits investiert und wie sind die Pläne mit der SFK der nächsten Jahre?

Eigentlich müssten am Anfang einer Debatte um die Zukunft des Verkehrs eher solche Fragen stellen:

  • Was ist den Kieler:innen wirklich wichtig bei ihrer Mobilität?
  • Welche Anforderungen an eine zukünftige Stadt haben wir?
  • Was sind die Grenzen der Raumnutzung?
  • Was ist eine gerechte Verteilung?
  • Wieviel Raum bekommen Kinder?
  • Welche Priorität geben wir Barrierfreiheit und Teilhabe?

Ich bin gespannt, was die CDU veröffentlichen wird.

Written by Thilo

19. September 2020 at 20:56

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#WaldstattAsphalt Fotos Kunstaktion #Südspange

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Written by Thilo

16. September 2020 at 12:57

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PM: Mobilitätsstationen radelnd kennenlernen (Stadt Kiel)

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Exemplarische Mobilitätsstation im Design KielRegion
Mobilitätsstationen Kiel

Die Entwicklung von innovativen, attraktiven und umweltfreundlichen Verkehrsangeboten ist ein wichtiges Ziel der Landeshauptstadt Kiel. Mobilitätsstationen helfen dabei, verschiedene Mobilitätsangebote zu vernetzen. Indem diese an einem Ort gebündelt werden, können Nutzer*innen leichter die Verkehrsmittel wechseln – umweltschonende Angebote sollen so attraktiver gestaltet werden.   Zwei Mobilitätsstationen wurden in diesem Jahr fertig gestellt – am Bahnhof Oppendorf und am Bahnhof Russee wurden vorhandene Mobilitätsangebote durch neue ergänzt. So gibt es dort neben der Bus- und Bahnanbindung einen „Park+Ride“-Parkplatz sowie attraktive Fahrradabstellanlagen. Hinzu kommen eine öffentliche Luftpumpe und kostenfreies SH-WLAN. In Oppendorf wurde außerdem eine Leihradstation der SprottenFlotte installiert, in Russee ist eine weitere Station geplant.   Um die Mobilitätsstationen vorzustellen und sich über das Thema auszutauschen, lädt das Tiefbauamt alle Interessierten zu zwei Radtouren ein.

– Am Dienstag, 22. September, startet um 16 Uhr eine Tour zu den „Mobilitätsstationen West“. Treffpunkt ist die StattAuto-Station Stephan-Heinzel-Straße (künftig Mobilitätsstation Wilhelmplatz). Von dort aus geht es gemeinsam zur neuen Mobilitätsstation am Bahnhof Russee und anschließend zu der im Bau befindlichen Mobilitätsstation am Rungholtplatz.  

– Am Dienstag, 29. September, folgt die Radtour zu den „Mobilitätsstationen Ost“. Los geht es um 16 Uhr am Tilsiter Platz (Havemeisterstraße/Ecke Schönberger Straße). Angefahren werden die Mobilitätsstation am Bahnhof Oppendorf sowie die geplanten Standorte am Anleger Dietrichsdorf, am Bahnhof Ellerbek und am Bahnhof Schulen am Langsee.   Beide Radtouren enden gegen 18.30 Uhr. Fragen zum Ablauf der Fahrten beantwortet Anja Kreißler unter der Kieler Telefonnummer 901-4572 oder per E-Mail unter mobilitaetsstationen@kiel.de. Unter dieser Mailadresse bittet das Tiefbauamt um Anmeldungen jeweils bis zum Vortag der Touren.  

Pressemitteilung der Stadt Kiel 16.9.2020

Written by Thilo

16. September 2020 at 08:25

Kommentar: #Moria und was soll jetzt passieren?

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Bilder von der Demo zu #Moria am 11.9.2020 in Kiel, von Thilo Pfennig (C), 2020, gemeinfrei

Das Gelüchtetenlager Moria wurde 2013 eingerichtet, also noch bevor 2015 ein Anstieg der Geflüchtetenzahlen in der EU zu verzeichnen war.

Das frühere Areal des griechischen Militärs ist von der Europäischen Union (EU) als Registrierungs- und Aufnahmezentrum („Hotspot“) zur Erstregistrierung von Geflüchteten und zur Durchführung der Asylverfahren vorgesehen.

Quelle: Wikipedia unter eine CC-BY-SA -Lizenz

Es ist schon erstaunlich, was man von manchen Politiker:innen oder Medien hört. Sie greifen die Brandstiftung auf, die nun in Moria passierte und von deren Motivation oder Täter:innen man bisher nichts weiß und argumentieren von hier aus, dass dieser Brand eine Erpressung der gutmeinenden EU ist. Eine EU, die seit sieben Jahren dieses Lager betreibt und ebenso seit Jahren eine Überfüllung bewusst in Kauf nimmt. Zeitweise waren dort 20.000 Menschen untergebracht, obwohl es lediglich für 2.800 Menschen ausgelegt war.

Ich kenne niemanden, der nicht schon seit Jahren geahnt oder gedacht hat, das die Situation dort irgend wann zu einer Katastrophe führt. Deutschland hat dieses Lager immer unterstützt und mitgebaut. Der Brand ist ein Ergebnis der Zustände. Nun denen die Schuld zu geben, die dort wortwörtlich ausweglos aushalten müssen ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten!

Seehofer sagte gestern noch einmal, dass wir uns ja angeblich einig sind, dass sich „2015 nicht mehr wiederholen solle“. Er meint damit wohl, dass keine Geflüchteten mehr lebend Deutschland erreichen? Denn wer die letzten sieben Jahre nichts tut, um die bestehenden Fluchtprobleme zu ändern, sondern dubiose Deals mit der Türkei abschließt, der kann dies nur tun, wenn er den Tod von Menschen wissentlich in Kauf nimmt.

Die andere Seite der Medaille sind wir alle, die noch viel zu bequem sind, für die Moria immer noch zu weit weg ist. Wir haben das Privileg es uns leisten zu können, dass uns die Schicksale egal sind. Und ich glaube die Ursache liegt weder in der Flucht, noch an Lesbos, Griechenland, Moria oder dem Mittelmeer. Fundamental liegt es daran, dass wir die Geflüchteten nicht als Weiß, Europäer:innen oder Deutsche erkennen. Und damit nicht als Nachbar:innen oder gleichwertige Menschen. Wir erkennen ihnen ihre fundamentalen Menschenrecht ab. und Politik und Medien helfen uns dabei, ein gutes Gefühl zu behalten. Keiner der Geflüchteten wollte in einem Massenlager untergebracht werden für viele Jahre. Es sind Menschen, die einen Ausweg aus ihrem alten Leben suchten. Und das sollten wir alle als einen legitimen Wunsch anerkennen. Menschen haben schon immer neue Wege gesehen und erst durch diesen Impuls wurde überhaupt die Erde besiedelt und nur deshalb gibt es Menschen nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch weit entfernt davon.

Und auch nicht nur in der Urzeit, sondern immer wieder gab es Auswanderungsbewegungen. Auch eine auswander:in hat das Recht als Mensch behandelt zu werden, nicht nur Touristen! Mit was für einer Anspruchshaltung fordern Deutsche während COVDI19 wieder in afrikanische Länder reisen zu dürfen, während Sudanes:innen auf Lesbos festgehalten werden. Erstklassige Touristenbungalos für Deutsche, Notunterkünfte für Geflüchtete?

Ich möchte den Einwand „Aber wir können doch nicht alle aufnehmen!“ ansprechen. Dieser ist eine Zuspitzung, dem ich entgegnen, dass es hier primär nicht um eine Aufnahmen geht, sondern darum, wie es eben NICHT geht. Wenn die EU-Ländern die Leute nicht aufnehmen wollen, müssen sie eben eine bessere und menschenwürdige Lösung finden. Sie haben es sich bisher zu einfach gemacht.

Politiker:innen wie Seehofer haben die letzten Jahre keine Alternativen entworfen, sondern nur proklamiert, was sie nicht wollen. Sie hatten nicht den Mut klar zu machen, dass es vielleicht zu dem Status eines echten EU-Mitgliedes gehören muss, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Wieso gibt es zB keine legale und sichere Lösung für Menschen und insbesondere mit Familien mit Kindern in die EU einzuwandern, es zumindest zu beantragen? Warum fordert man eine gefährliche Flucht, die dann zu den Problemen führte, die wir erleben.

Man meint, wenn man sichere und legale Lösungen anbietet, das dann noch mehr Anträge kommen? Zum einen ist das nicht gesagt. Nur die Anträge der Toten in Sahara und dem Mittelmeer spart ihr euch. Mit der Politik könnt ihr aber gleich den Schießbefehl geben, das ist nur wenig anders. Und es passt zu Phänomenen rund um die NSU oder Anschläge um Mölln. Wer Rassismus beklagt, der sollte bei der EU-Fluchtpolitik nicht wegschauen und auch auf Änderung pochen.

Statt Lösungen auszuarbeiten, von denen vielleicht ALLE profitieren (außer die Schlepper), gibt es ein politisches Geschacher und Stammtischparolen, mit denen niemand geholfen wird!

Die Brände haben uns Moria näher gebracht und verdeutlicht, das es so auf gar gar gar keinen Fall weiter geht! Und das war schon 2013 falsch und bleibt es. Und es war sogar vor Moria falsch. Wenn wir die DDR zu Recht für ihre Mauerschützen verurteilen, müssen wir doch mit dem selben Maß schauen, wie wir mit Flüchtenden umgehen.

Fluchtursachen bekämpfen ist auch ein schöner Begriff. Ich fürchte nur, die Ergebnisse sieht man manchmal erst nach 10 Jahren. Meine Lösung wäre, EU-Länder zu zwingen entweder Menschen aufzunehmen oder entweder aus der EU zu werfen, oder dazu zu zwingen sich mit Milliarden von der Verpflichtung freizukaufen. Die Einheit der EU ist schon lange eine Pharce, wie auch der Brexit zeigt. Rechtsradikale besstimmen den Diskurs.

Und auch ganz wichtig: Es sollte dir als Leser:in nicht egal sein, was da passiert! Geht in euch und erforscht, wenn es euch das nicht nahe geht und ihr nicht bereit seid euren Medien und Politiker:innen Druck zu machen. Sind euch Steuersenkungen oder der nächste Urlaub wichtiger?

Es geht uns auch an. Ich habe da meine romantische Vorstellung, dass jeder Mensch, der geboren wird einen Pass bekommt von der UNO unabhängig von dem Land in dem er/sie lebt. Und damit als Weltbewohner:in überall Rechte hat, die einklagbar sind. Die Menschen sollten nicht nach Herkunftsland behandelt werden. Und wir sollten uns nicht nur über die PISA-Erfolge deutscher Schüler:innen Gedanken machen, sondern über die Bildungschancen von Kleinkindern in Moria und weltweit!

Es kommt mir so vor, als wäre die Politik nicht ein mal ansatzweise bereit die Verantwortung zu tragen, die sie sich angeeignet hat. Ein Seehofer hat sich den Posten als Innenminister erkämpft, nur um vor der Kamera die Schultern zu zucken und „mir san mir“ zu flüstern. Solche Leute gehören nach Hause und in den Ruhestand und ersetzt durch Leute, die sich kümmern. Und wir müssen so lange Druck machen, bis sich da etwas ändern. Das wichtigste Ziel ist dabei den Rassismus im eigenen Land zu bekämpfen, denn der ist die Ursache dieser Ignoranz! Fangen wir bei uns und unseren Nachbar:innen an!

Written by Thilo

12. September 2020 at 12:16

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Flucht, Rassismus

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