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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

ScienceCenter – 5 Millionen und kein Ende in Sicht

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Mit der Aufforderung Email-Spam an den Landtag zu versenden tun sich einige Fraktionen des Kieler Rathauses in Kooperation mit der AWC AG hervor. Kieler Bürgerinnen werden aufgefordert auf einer Firmenseite der AWC AG für die Genehmigung des Science-Centers durch den Landtag zu stimmen, obgleich dies schon abgelehnt wurde.

(Hier der Brief als PDF)

Kürzlich wurde bekannt, das nicht nur 2,5 Mio Euro ausgegeben wurden für Gutachtem sondern 5 Mio. Diese entstanden, soweit ich es verstanden habe auch durch Personal der AWC AG, das an Planungen gearbeitet hat und wo die AWC AG in Vorleistungen getreten war. Ich will ja gar nichts gegen Gutachten als solches sagen. Nur finde ich, dass bei einem Projekt mit einem Investitionsvolument von 25 Millionen zusätzliche 5 Millionen für Gutachten doch erheblich sind. Wenn der Projektträger selber die Kosten in Rechnung stellt, für ein Projekt das gar nicht verwirklicht wird, bevor es eine definitive Zusage gibt stellt sich auch die Frage wo die Stadt Kiel vorher Grenzen der Kosten benannt hat?  Für 5 derartiger Gutachten könnte die Stadt Kiel schon 100% der Kosten tragen.

Am 13. Mai warnte der Landesrechungshof den Landtag in einer Stellungnahme (PDF) auch davor, das in Lütjenburg bereits eine Zusage für ein Science Center besteht. Interessanter weise hat die KN online soweit ich sehen konnte niemals von diesem Konkurrenzprojekt berichtet. Dieses aber bedeutet, das die prognostizierten Besucherzahlen noch weniger erreichbar wären. Der Bau weiterer Science Center  würde ebenso mehr und mehr potentielle Besucher abziehen.

Ich würde gerne sehen wie die Verträge der Stadt Kiel mit den Projektträgern und Gutachtern aussahen. Ohne ein Experte zu sein halte ich Gutachtenkosten für maximal 100.000 Euro für ein solches Bauprojekt für angemessen. Zumindest in einer Phase in der es noch keine verbindliche Zusage irgendwelcher Gelder gibt.

Bedenklich finde ich die Website der AWC AG für die auch die Grüne Ratsfraktion wirbt. Kielerinnen sollen dort einfach ihre Mailadresse eingeben und damit blind für das Science Center werben. Bedenklich dabei vor allem, das hier Bürger aufgefordert werden ihre Mailadressen einem kommerziellen Unternehmen in den Rachen zu werfen und damit dem Missbrauch Tür und Tor geöffenet werden. Die AWC AG kann diese Mailadressen sammeln und diese Befürworter später nochmals aktivieren (oder die Mailadressen für andere Zwecken nutzen). Wenn schon, dann sollten Bürgerinnen aus Eigeninitiative Emails schreiben und auch vorher LESEN, was sie da senden.

Vergleiche dazu auch meinen älteren Artikel im Blog „Gaardener Notizen“.

Ich fordere im Gegenteil dazu auf, das sich die Kielerinnen ein eigenes Bild machen – und wenn sie auch zu dem Schluss kommen, das sich ein SC in Kiel zur Zeit nicht trägt sich an die Herrn Wadephul (CDU) oder Herrn Stegner (SPD) zu wenden um sie und ihre Fraktionen zu bestärken die getroffene Entscheidung zum Wohle Kiels beizubehalten. Dies aus meiner Sicht als ein Gegengewicht an unsinniger Einflussnahme einer Koalition aus SMG,AWC,CDU,SPD,GRÜNE & FDP. Schluss mit der Verschwendung von Steuermitteln für nichtsnutzige Leuchtturmprojekte. Stattdessen Aufklärung wieso die Stadt Kiel so viel Geld im Vorfeld ausgegeben hat. Selbst wenn das SC gebaut worden wäre, wäre es zu viel gewesen.

Das Scheitern des SC sollte Konsequenzen haben in der Stadt Kiel! Wer hat diese Geldverschwendung zu verantworten?

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