KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Nächste Woche Entscheidungstag für Kieler Bäder

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Am 10.12. soll das aus für die Kieler Bäder kommen. Mit einer Entscheidung pro Zentralbad will die Kieler Ratsversammlung, in einer großen Koalition aller bis auf zwei Parteien,  insbesondere den beiden traditionellen Bädern das Wasser abgraben. Vielleicht freut man sich in der Verwaltung auch schon darauf die Gebäude bzw. die Gelände für andere Zwecke in Beschlag zu nehmen.

Die Umstände sind insgesamt, wie mehrfach hier erläutert, mehr als dubios. Niemand weiss was aus den Bädern werden wird – für Ratsleute ist es daher überhaupt nicht möglich abzuschätzen ob der Stadt Kiel durch eine Abkehr einer Nutzung als Bäder nicht viel mehr Kosten entstehen auf die Dauer. Aber man lernt, wenn man sich mit Kommunalpolitik vermehrt beschäftigt, dass es niemals um WIRKLICHES Sparen geht – immer nur um RELATIVES sparen. Ein Sparziel ist erreicht, wenn irgendwo ein Minuszeichen auftaucht. gleichzeitig kann eine Entscheidung zu einer Verfünffachung des ursprünglichen Zuschussbedarfs führen – aber das interessiert dann schon keinen mehr. Die Zeitung haben dann bereits gedruckt, dass gespart wird. Und schon wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

Die FDP hat inzwischen auch die Flinte ins Korn geworfen. So hatte die sportpolitische Sprecherin am 13.11.09 noch verlautbaren lassen:

In der Entwicklung der Bäderlandschaft Kiels kommt es darauf an, die möglichen Alternativen sorgfältig abzuwägen und dabei selbstverständlich auch das Element der Bürgerbeteiligung zu berücksichtigen.

Inzwischen ist man mit im Boot – was zählt auch das Geschwätz von Gestern? Und die GRÜNEN in Kiel sind seit vielen Jahren nur noch eine Pharce – weit weg von jeder Bürgerbewegung, zum Teil konservativer als die CDU und oft, sehr oft gegen die Interessen der Kieler Bevölkerung handelnd.  Einzig bei der Linken und Direkten Demokratie regt sich einiges an Widerstand.

Was wird am 10.12. passieren? Es wird vielleicht eine Klausel in den Beschluss pro Zentralbad angefügt, dass Katzheide erst dann geschlossen wird, wenn das Zentralbad fertig ist. Und damit will man dann die Gaardener Bevölkerung beruhigen. Für die Lessinghalle gibt es dieses mal wohl kein Leckerli. Aus den Unterlagen des Fördervereins für die Lessinghalle geht hervor, das die Investitionen für eine Instandsetzung aber eher gering sind – geringer jedenfalls als die Vielzahl an Gutachten, die es gekostet hat. Vor einigen Monaten hat man sich noch stolz fotografieren lassen (Möller, Todeskino & Co.) mit dem tollen Siegerentwurf für die Lessinghalle. Nun will man der Lessinghalle auch ganz stolz den Todesstoß versetzen. Immer obenauf – die Fahne immer nach dem Wind – einmal so und mal so.

Es ist ja nicht so, als würde die Verwaltung uns seit Jahren das gleiche erzählen und als wenn ihre  Politik uns bisher eine blühende Bäderlandschaft hinterlassen hätte. Nein, sie sind eigentlich mit allem gescheitert. Sie haben Zusagen gemacht, an die sie sich jetzt nicht mehr erinnern wollen. Ihre Politik war immer alternativlos – auch als sie das Gegenteil von der aktuellen war. Wir haben es hier also nicht mit einer konsequenten, erfolgreichen Politik zu tun, sondern mit einer gescheiterten Sparpolitik. Das ist ganz wichtig zu verstehen in dem Zusammenhang! man hat die Kieler Bäder kaputtgespart und tut nun unschuldig und eventuell noch so als hättee man das ja immer gesagt- Jetzt füllt man Sand von einen Sack in den anderen und behauptet damit die Finanzsituation massiv zu verbessern. Das sind nichts als Taschenspielertricks. Und währenddessen wird gelogen bis sich die Balken biegen – engagierten Bürgern wurde immer VERSICHERT das sowohl Katzheide als auch die Lessinghalle niemals zur Disposition stehen würden. Und plötzlich zaubert man das Modell Zentralbad aus dem Hut und will sich an nichts mehr erinnern.

Diejenigen, die für diese Entwicklung die Hauptverantwortung tragen, sollten konsequenter weise ihren hut nehmen. Leider ist die Kieler Nachrichten nicht bereit auf seiten der Kieler zu stehen, sondern unterstützt lieber den Machterhalt der Schuldigen. Dabei hat die KN die Manpower und das Geld um viel intensiver zu recherchieren als ein Blogger wie ich

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Written by tlow

4. Dezember 2009 um 09:52

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