KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Zentralbad: Dokumentation der grünen Argumentation

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Erst jetzt ist mir über Internet eine Kopie der „Grüne Zeitung“ Ausgabe Februar 2010: GZ0210.pdf aufgefallen (oder auch auf dieser Webseite).

scheelje_und_wegener foto

Dirk Scheelje, Kirsten Wegener

Hier einige Passagen, die man hervorheben sollte, weil es sich hierbei um redaktionierte Beiträge handelt:

  1. Dir Scheelje sagt: „Halle und Freibad hätten zusammen 30 Mio. Euro gekostet.“ Zuvor spricht er von den 15 Millionen, die die Stadt Kiel für die Lessinghalle veranschlagt hatte, für ein Kombibad in Gaarden hatte man damals 8 Millionen veranschlagt. Beide zahlen waren und sind meines Erachtens deutlich zu hoch angesetzt. Dennoch ergeben 15+8 Millionen gerade einmal 23 Millionen Euro und keine 30 Millionen. Hier wird mal eben en passant 7 Millionen dazuaddiert.
  2. Scheelje sagte auch: „Denn ein großes Schwimmbad mit deutlich mehr Schwimmfläche als bislang kostet demgegenüber nicht mehr als 20 Mio. Euro. “ Im Kasten rechts findet man aber eine Aussage von maximal 17 Millionen. Welche sollen wir ernst nehmen? Wusste Herr Scheelje im Februar 2010 bereits mehr? Weiß er, dass die 17 Millionen nicht als Bausumme ausreichen werden?
  3. Frau Wegener behauptet, dass der Weg vom Vinetaplatz zum neuen Zentralbad genau so lang ist wie nach Katzheide. Dazu muss man aber folgendes bedenken:
    1. Der eigentliche Vergleich müsste mit der Schwimmhalle Gaarden erfolgen die ja bisher fast ganzjährig geöffnet ist. Und die ist nur halb so weit entfernt
    2. Zum Erreichen des Zentralbades sind mehree Ampeln und großé Kreizungen zu überqueren, wie z.B. A) Karlstal/Schulstraße, B) Karlstal/Werftstraße und C) Gablenzstraße/Adolp-Westfalstraße. Der Weg entlang der verkehrsreichen Straßen ist unangenehm wegen Lärm und Abgasen und das Warten an den Ampeln kostet zusätzlich Zeit, dahingegen ist Katzheide bislang ohne Ampelquerung (Fußgängertunnel unter dem Ostring) mitten in Gaarden erreichbar. Zudem ist der Vinetaplatz bereits das westliche Bebauungsrandgebiet. Ganz zu Schweigen von Elmschenhagen. D.h. für viele Gaardenerinnen ist sowohl die Schwimhalle Gaarden als auch Katzheide in direkter Nachbarschaft erreichbar.
  4. Bei den höheren Eintrittspreisen verweist Herr Scheelje darauf, dass man außerhalb Kiels ja noch Fahrtkosten dazurechnen müsste. Für viele Gaardener bedeutet die höhere Entfernung aber auch bereits Fahrtkosten. Nur Einwohner vom Westufer, die die Situation in Gaarden nicht kennen und nie zu Fuß die Strecke zwischen Gaarden und Adof-Weftphal-Straße gegangen sind, können erwarten, dass man dies mal eben so zu Fuß geht.  Und im Endeffekt bedeutet das, dass die höheren Kosten für Gaardenerinnen nicht mehr tragbar sein werden. Dann sollen sie doch ihr blödes Zentralbad auch gleich in Düsternbrook bauen, wo dann die Leute wohnen, die es sich noch leisten können.
  5. Deutlich wird bei dem Foto des Baugebietes, wie die GRÜNEN gerne die einzige Grünverbindung zwischen Ost- und West mit dem Zentralbad kappen wollen.

Was ist nur aus den füheren Idealen der GRÜNEN geworden? Nur noch willige Vollstrecker der Ideen von Investoren. Die Stadt als Spielbrett für Leute, die kein Monopoly mehr spielen.

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