KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

NDR: Seilschaft in Schleswig-Holsteins CDU?

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Der Möchtegern Ministerpräsident rekrutierte  zwei persönliche Referenten aus den Reihen der  Burschenschaft „Slesvico-Holsatia“ berichtet der NDR:

Burschenschaften stellen den konservativen, rechten Rand in Deutschland dar. Die o.g. Verbindung wurde bekannt nach dem in ihrem Haus in Hannover ein Vortrag des rechtsradikalen pensionierte Bundeswehr-Generals Wettler gehalten werden sollte. [mehr zu Reinhard Uhle-Wettler auf Wikipedia]

Update: Ok, wie sie  sich herausstellt darf man die „Landsmannschaft Slevico Holsatia“ (CC) nicht mit der „Landsmannschaft Slevico Holsatia“ (MSC) verwechseln . Warum die in ihrer unendlichen Kreativität auch nahezu identische Wappen haben ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich liegts an der mangelnden Kreativität. Mein Fehler, aber angesichts der absoluten Gleichheit eben doch naheliegend. Davon abgesehen findet man bei diesen Organisationen immer  etwas, wenn man deren  Wurzeln und Aktivitäten durchsucht. Die Kommentare hier im Blog machen ja auch schon deutlich wie dort (re)agiert wird.

Hier findet man einige Fakten zum Coburger Convent (CC). Übrigens gehört auch Hamburgs neuer Bürgermeister Ahlhaus zu der rechten Seilschaft.

Ein Ministerpräsident mit brauner Gesinnung? Nein, danke!

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3 Antworten

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  1. Sehr geehrter Herr Pfennig,

    – Die Landsmannschaft Slesvico-Holsatia zu Kiel ist wie der Name schon sagt keine Burschenschaft.
    – Die Slesvico-Holsatia zu HANNOVER ist ein Corps und weder Landsmannschaft noch Burschenschaft. Beide Verbindungen haben nichts miteinander zu tun.
    – „Braun“ ist bei der Slesvico-Holsatia lediglich die Holzvertäfelung an der Bar, nicht die Gesinnung ihrer Mitglieder. Politisch lässt diese Verbindung jede mit dem Grundgesetz konforme Ansicht bei ihren Mitgliedern zu. Vielleicht sollte man auf ihre Zeit während der Nationalsozialistischen Diktatur einmal genauer eingehen…
    Der Eintritt in den NSDStB unter Aufgabe ihrer Traditionen kam für die Slesvico-Holsatia nicht in Frage. Aus diesem Grund beschloss am 27. Oktober 1935 der Generalconvent die Auflösung der Slesvico-Holsatia. Erst am 8. Dezember 1948 wurde diese Verbindung wiederbegründet. Eine irgendwie geartete rechtsradikale Gesinnung in dieser Verbindung stünde folglich gegen ihre eigenen Traditionen.
    – Aus den Reihen der Slesvico-Holsatia stammt übrigens nicht nur Herr Dr. von Boetticher, sondern auch der Diplomat Wilhelm Heinrich Solf, der zusammen mit seiner Frau sehr früh aktiv zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus beigetragen hat (Vgl. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Solf-Kreis). Dem Solf-Kreis gehörte auch Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg an, der wegen seiner Verbindungen zum Widerstand 1945 von der Gestapo ermordet wurde. Eine rechtsradikale Gesinnung kann man solchen Vorvätern gewiss nicht nachsagen.
    – Bitte bleiben Sie in Zukunft sachlich.

    Mit den besten Wünschen.
    R. Beisst.

    R. Beisst

    7. Oktober 2010 at 12:45

    • Also ich will ja nix falsches erzählen. Aber
      1.) Die Wappen in Kiel (http://www.slesvico-holsatia.de/) und Hannover (http://www.corps-slesvico-holsatia.de/) sind aus meiner Sicht nahezu identisch.
      2.) Der Name beider Verbindungen ist quasi identisch
      3.) Unter http://www.corps-slesvico-holsatia.de/geschichte/das-corps finde ich „Am 18. November 1852 beschloss der Convent „in feierlich gehobener Stimmung“ die Umwandlung zur Landsmannschaft Slesvico-Holsatia“

      Also von mir aus soll es auch zwei Landsmannschaften gleichen Namens und mit gleichem Wappen geben. Wenn die nix miteinander zutun haben fress ich aber ne Kuh. Wahrscheinlich hat sich da mal irgendwas gespalten und verschiedenen Zusammenhängen (CC und MSC) abgeschlossen. Das wird aus deren Seiten nicht deutlich. Die Wikipedia scheint jedenfalls zu Teilen aus Burschi-Seiten kopiert zu sein.

      T Pfennig

      7. Oktober 2010 at 14:26

      • Viel Spaß beim Verspeisen des Rindviehs. Falls Sie sich auch nur annäherend mit dem Thema auseinandergesetzt hätten, wäre ihnen klar, daß es durchaus zu solchen Duplizitäten kommen kann. Es gibt sicher auch viele Leute mit Namen Schmidt, die blond und blauäugig sind. Sowohl bei NPD-, als auch bei Grünen-Wählern.

        tom heidenheim

        8. Oktober 2010 at 18:53


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