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Kein Platz für Geschichte: Kieler CDU möchte Bahnhofsplatz nicht umbenannt wissen

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Am 19. November wird es keine feierliche Umbenennung des Bahnhofsplatzes geben, berichtet die KN. vorgeschlagen war der Name „Platz der Kieler Matrosen“. Doch das war der Kieler CDU offenbar wieder einmal zu links. Sie haben ein gespaltenes Verhältnis zur Novemberrevolution. Genau so wie sie den Gaardener Wasserplatz lieber in Friedrich-Ebert-Platz umbenannt hätten. Friedrich Ebert, Namensgeber der gleichnamigen SPD-Stiftung gehörte damals zu denen, die mit am Abzug drückten als tausende von Menschen von Freicorps ermordet wurden und gehörte innerhalb der SPD zu den Kriegstreibern, die die Burgfriedenpolitik befürworteten und damit erst den Eintritt Deutschlands in den 1. Weltkrieg ermöglichten.

Der Erste Weltkrieg mündete und endete mit der Novemberrevolution. Die SPD und die konservativen Kräfte zerschlugen diesen Aufstand blutig. Das Kriegsende konnten beide nicht verhindern. Aber sie konnten verhindern, dass es in Deutschland weitergehende politische Veränderungen gab. Die SPD setzte sich an die Spitze der Revolution, nur um sie einzudämmen und politisches Kapital daraus zu schlagen.

Aufgrund verschiedener Geburtsfehler der Weimarer Republik, des ungebrochenen Militarismus und dem fehlenden Zurückdrängen der konservativen Kräfte konnten dann die Nazis aus den Ruinen der Weimarer Republik aufsteigen und Deutschland in einen Zweiten Weltkrieg führen.

Die CDU sieht sich nun in der Tradition eben jener Kräfte, die Deutschland mindestens seit dem 19. Jahrhundert von einem Krieg in den anderen Trieben. und sie sehen die Feinde Deutschlands in denen, die Widerstand leisteten. In den Matrosen, die sich nicht weiter abschlachten wollten, in denen die im Kommunismus eine Alternative sahen. Diese bedenkliche  Nähe zu den konservativen Kräften des 19. Jahrhunderts gilt es hervorzuheben und als offene Frage an die Kieler CDU zu stellen! Auf welcher Seite stehe sie? Auf die der demokratischen Kräfte oder auf der der Gewehre und Kriegstreiber? Wenn sie nicht auf der Seite der Demokraten stehen, so haben sie sicher auf einem Wahlzettel nichts zu suchen und unterscheiden sich nur  oberflächlich von rechtsradikalen Parteien.

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Written by tlow

6. November 2010 um 17:22

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