KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Projekt Stadtregionalbahn gerät immer mehr in Bedrängnis

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Nach dem Wirtschaftsausschuss des plöner Kreistages und der Landesregierung hat nun auch Eckernförde einen Rückzug aus dem Projekt beschlossen.

Man hofft jetzt vermutlich auf einen politischen Wechsel in der Landesregierung 2012 und später auch im Bund. (mehr dazu in der SHZ)

Interessant auch die Aussagen von Peter Todeskino laut Probsteier Herold:

Auch Peter Todeskino erwies sich als glühender Verfechter einer SRB. Eine rentabel arbeitende Regionalbahn gebe es ohnehin in der ganzen Republik nicht, meinte er. Aber darum gehe es eigentlich auch gar nicht. Sondern um viel mehr: „Wir müssen uns unsere Zukunftsfähigkeit und unsere Zukunftsmobilität erkaufen“, rief er den zahlreich erschienenen Besuchern zu. Zwar sei ein Defizit zu erwarten, „aber nicht alles lässt sich geldlich ausdrücken“, beschwor Todeskino weiter das Publikum, womit er die zuvor gutachterlich dargestellten günstigen Auswirkungen der SRB auf die Region insgesamt meinte.

Interessant dabei finde ich, wie die verkehrlichen Argumente bei diesem Mammutprojekt immer mehr zur Nebensache werden. Ich persönlich finde ja den Schienenverkehr durchaus begrüßenswert, glaube aber nicht an die Umsetzung der SRB in der Form. Zu teuer, zu groß, zu komplex. 530 Millionen Euro wird es vermutlich kosten, wenn sich die Preissteigerung im zu erwartenden Rahmen bewegen wird.

Wie wäre es denn mit einer kleineren Variante nur für Kiel? Bisher laufen alle Überlegungen auf eine große Lösung hinaus – und dabei wird die Zeit verschenkt etwas realistischeres anzupeilen, dass dann auch besser verkehrlich begründet wäre.

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Written by tlow

16. April 2011 um 09:52

Eine Antwort

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  1. So „kleinlich“ darf man in diesen Zeiten in Kiel nicht denken. Ich würde es auch sehr begrüßen, wenn die Strassenbahn wieder fahren würde. Meinetwegen nur die Linie 4 von der Wik nach Wellingdorf und einem Abzweig von der Bahntrasse HBF Kiel – Schönberg in Holstein über die Strassenbrücke, (die Wellingdorf und Neumühlen-Dietrichsdorf über die Schwentine verbindet), nach Neumühlen-Dietrichsdorf. Eine weitere neu zubauende Strecke wäre von Kiel Suchsdorf um Klausbrook herum an der Uni entlang zur Holtenauer Straße. Das wären 3 neue Linien. Linie 1 vom Hauptbahnhof zur Uni Kiel und weiter zum Regionalbahnhof Kiel Suchsdorf. Die Linie 2 (bzw 4) von der Fähre zur Wellingdorfer Schleife und eine Linie auf dem bestehendem Gleis der Kleinbahn Kiel-Schönberg.und ab Höhe Wellingdorf ein Abzweig neu gebaut werden muss nach Neumühlen-Dietrichsdorf die entlang der K31 durch Neumühlen-Dietrichsdorf führt. Vielleicht bis nach Mönkeberg……Über weitere Strecken einer Kieler Strassenbahn könnte man dann immer noch entscheiden.
    Da bisherige, stillgelegte Bahnhöfe wieder reaktiviert werden, zb Kronshagen wird zur Zeit umgebaut. Elmschenhagen ist wieder im Betrieb. Hassee ist seit längerem wieder im Betrieb und über die Bahnstrecke Kiel-Schönberg wird wieder geredet, sie zu öffnen, wären die 3 genannten Linien, vorerst ausreichend.
    Das Karlsruher Modell ist schließlich auch nicht über Nacht entstanden, sondern ist gewachsen.

    Kieler

    18. April 2012 at 11:42


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