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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Kirchhofallee soll umgebaut werden

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Der Bauausschuss soll am 26.05. über einen „Entwurf zur Erneuerung und verkehrsgerechten Umgestaltung der Kirchhofallee zwischen Ringstraße und Königsweg sowie dem entsprechenden Ausbau“ abstimmen.

Plan der Kirchhofallee

Aus der Begründung:

Die Kirchhofallee zwischen Ringstraße und Königsweg ist bis auf den Einmündungsbereich zur Ringstraße und den in den neunziger Jahren auf Gehwegniveau angelegten Radweg heute noch in ihrer ursprünglichen Gestaltung vorhanden. Konnten die Gehwegflächen durch laufende Unterhaltungsmaßnahmen trotz der vielen Leitungsbaumaßnahmen in einem verkehrssicheren Zustand gehalten werden, ist die mit Granit-Großsteinpflaster befestigte Fahrbahn in einem sehr schlechten Zustand. Aufgrund des für die heutigen Verkehre unzureichenden Fahrbahnaufbaus und durch die Zerstörung der Gewölbewirkung in der Pflasterdecke ist die Fahrbahn derart uneben, dass umgehend Verbesserungen zur Wahrung der Verkehrssicherheit erforderlich sind. Die unebene Fahrbahnoberfläche verstärkt zudem die ohnehin bei Granit-Großsteinpflaster höhere Lärmemission durch den Fahrzeugverkehr. [ Aus Drucksache 0428/2011]

Zu beachten hier, dass 75 % der Kosten auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden sollen. Bei rund 730.000 Baukosten kommen bei 27 Grundstücken rund 15.000 Euro pro Grundstück zu. Wenn wir von viergeschossigen Bauten ausgehen mit rd. 10 Mietparteien und ebenso, dass die Vermieter ihre Unkosten umlegen, so muss eventuell jede Mietpartei mit rund 1500 Euro an Kosten rechnen.

Die Anlieger haben alle eine Info in ihren Briefkasten bekommen. Aber vielleicht ist allen nicht ganz so bewußt, dass sie das ganze direkt mitbezahlen werden. Dies ergibts sich aus § 8 des Kommunalabgabengsetzes SH. Ich will nach oberflächlicher Prüfung des Planes noch nichts darüber sagen wie sinnvoll das ist oder nicht. ich selbst wohne in einer Straße (Sandkrug), die nicht einmal einen befestigten Gehweg hat. Im Vergleich dazu ist die Kirchhofallee in dem Abschnitt ja recht gut ausgebaut wie die ganze Innenstadt. Das einzige, was ich dort als störend empfinde sind die sehr hohen Bordsteinkanten. Ansonsten empfinde ich die Straße als nicht besonders problematisch.

Ich kann nur dazu aufrufen sich als AnwohnerIn mit dem Projekt zu befassen. Denn eure Vermieter dürfen m.W. die Kosten voll an euch weiterreichen. Ihr solltet entweder darauf dringen, dass es günstiger wird, oder dann zumindest der Umbau so erfolgt, dass ihr wirklich einen Mehrwert habt. Der Ausbau war am 17.05. Thema im Ortsbeirat Mitte. Dazu liegt noch kein Protokoll vor, lediglich eine Tagesordnung.

Wenn euch interessiert, was Sache ist, informiert euch, fragt eure Ratsleute was Sache ist, lasst euch Pläne zeigen. Sollte es da irgendwas probematisches geben, stelle ich auch gerne mein Blog für das Öffentlichmachen von Einwänden zur Verfügung. Ihr könnt auch sicher den Ortsbeirat (OBR) im Juni unter dem Punkt „Bürger/innen fragen und regen an“ nutzen. Die werden euch dann sicher darauf hinweisen, dass das Thema schon behandelt wurde. Aber der OBR ist für euch da. Kein Schwin geht jedes mal zum Ortsbeirat oder bekommt immer vorher mit was da passiert. Die meisten Leute erfahren viel zu spät davon, was los ist oder was bestimmte Maßnahmen bedeuten. Aber wenn ihr alle zufrieden seit. So be it! 😉

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Written by tlow

23. Mai 2011 um 14:28

3 Antworten

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  1. Der Auffassung, daß der hier fragliche Abschnitt der Kirchhofallee nicht problematisch sei, kann nur jemand sein, der dort nicht wohnt.
    Ich wohne in der Kirchhofallee 13. Die tägliche Lärmbelästigung ist unerträglich und nachts sogar in schwerem Maße gesundheitsgefährdend. In ihrem jetzigen Zustand ist die Straße eine Teststrecke für Geländewagen. Die Abrollgeräusche der Fahrzeugreifen sind so laut, daß ein Schlafen ohne Ohropax nicht möglich ist. Und an Wochenenden jagen die Taxis morgens zwischen 03.00 und 04.00 Uhr mit 60 – 70 km/h
    über die teilweise spitz nach oben stehenden Granit-
    steine. Es hört sich an, als würden Panzer die Kirch-
    hofallee hinunter fahren.
    Ich selbst habe schon überlegt, gegen die Stadt Kiel wegen mangelnder Verkehrssicherheit gerichtlich vorzugehen, denn die Kirchhofallee hat ein unfassbar hohes Verkehrsaufkommen. Aber das kann man natürlich nicht wissen, wenn man im Sandkrug wohnt. Deshalb sollte man sich mit unqualifizierten Kommentaren zurück halten.
    Meine Frau und ich begrüßen den Ausbau der Kirchhofallee sehr. So wird die Straße endlich zu einer „Wohnstraße“. Den Ausbaubeitrag nach § 8 des Kommunalabgabengesetzes zahlen wir gern!

    Manuel Mertes

    27. Mai 2011 at 17:39

  2. Was soll ich denn sagen, wenn man an der Straßenecke Gneisenaustraße/ Wrangelstraße wohnt!? Mehrere Kneipen und Restaurants in den genannten Straßen. Metro Kino ums Eck. Kopfsteinpflaster in der Wrangelstraße und dazu noch der Taxistand am Beginn der Gneisenaustraße von der Holtenauer aus einfahrend, und die „tolle“ Parkplatz-situation generell in solchen, diesem Stadtteilen….Für Anwohner ist die Parkplatz-sucherei an vielen Abenden ein Horror, besonders, am Vorabend, wenn der Wochenmarkt stattfindet. Mance stellen sich am Belvedere hin oder in der Feldstraße/ Höhe Hebbelschule und laufen dann 1 km zu ihrer Wohnung.
    Aber in Kiel gibt es ja kein Parkplatz-problem.

    allex

    18. September 2011 at 17:49

  3. Vernünftige Gehwege sind absolut nötig. Nicht jeder hat ein Auto.

    Christian Alexander Tietgen

    20. Februar 2012 at 00:13


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