KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Der fiskalische Hasadeurrit des Herrn Albig

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Laut KN und Fördeflüsterer solls es jetzt wieder weiter gehen mit dem Zentralbad:

Mit Hilfe einer 80-Prozent-Bürgschaft der Stadt Kiel soll das Bad für 17 Millionen Euro realisiert werden, die von der Bäder GmbH kreditfinanziert werden. Insgesamt wird das Bad mit Finanzierung etwa 20 Millionen Euro kosten, hier sind Mittel aus dem geplanten Verkauf der Gaardener Schwimmhalle für etwa drei Millionen Euro und Mittel der Bäder GmbH bereits eingerechnet.

Das ist eine ziemliche Horrormeldung gewesen heute morgen. Man muss ja folgendes wissen: Die Schließung von Lessinghalle,  Schwimmhalle Gaarden und Katzheide wurde beschlossen, weil man sich ausrechnete, dass ein Zentralbad natürlich viel billiger wäre mit 17 Millionen. Diese Rechnung stimmte sich damals nicht. Jetzt passiert folgendes:

  1.  Die Halle wird um noch einmal 3 Millionen teurer und
  2. Sollte die Halle finanziell gegen die Wand fahren, hängt Kiel viel tiefer in der Scheisse als bisher geplant.

Die CDU/FDP waren bisher mit im Boot. Meine Vermutung oder Hoffnung ist, dass die jetzt auch die Taschenrechner herausholen. Schließlich hat die Landesregierung nicht umsonst die Finanzierung gestoppt. Herr Albig muss nichts befürchten. Wenn er Kiel erfolgreich den Bären eines gut gehenden Spaßbads aufgebunden hat und Ministerpräsident wird (Wer oder was sollte ihn noch stoppen?), kann ihm die Finanzlage der Stadt egal sein. Die Löcher werden erst nach der Eröffnung auffallen und tiefere Löcher in Kiels Kassen reissen. Beispiele wo genau sowas passierte gibt es im Lande zur genüge, wie z.B. in Flensburg das Campusbad.

Für die, denen das Thema neu ist. Ihr findet in diesem Blog eine Menge alter Artikel von mir, die das Thema erläutern. Z.B. unter dem Stichwort „Zentralbad„.

Mit diesem Risiko, was die Stadt Kiel eingehen möchte, lehnt sie sich finanziell weit mehr aus dem Fenster als bisher, wo sie jegliche Investitionen in die Bäderlandschaft, die die 1,44 Millionen-Grenze überschritten hätten, ablehnte.

Mit dieser Verschuldung riskiert Kiel sehr viel und führt alle Sparbemühungen in dem Bereich der letzten Jahrzehnte ad absurdum. Es wurde so viel gespart, dass die existierenden Kieler Bäder zerfielen oder auch dem Zerfall überlassen wurden. Dann wollte man es für 17 Millionen schaffen, zusammen mit einer Unterstützung des Landes. Nun  platzte aber sowohl die 17-Millionen-Grenze, als auch die erhoffte Subvention. Nun dreht man es sich so, dass es weitergehen kann. Das ist nicht verantwortliche Finanzpolitik, sondern ein finanzpolitischer Hasadeurritt vom zukünftigen Ministerpräsidenten Albig! Die Frage ist jetzt, wer (welche Parteien) diesen Ritt weiter mitmachen und mit die Verantwortung übernehmen wollen?

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Eine Antwort

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  1. So wie es ausschaut, macht die CDU und auch Herr Meyer in diesem Punkt, diese Politik mit und meint, das das Hörnbad sich rechnen wird.
    Es gibt auch vorbildliche Städte, die in Schwimmhallen investieren, die auch zum Schulschwimmsport ausreichen, die aber kostengünstiger sind.
    Wenn man kein Hörnschwimmbad haben will, muss man einen parteilosen Oberbürgermeisterkandidaten wählen, da selbst die SPD/ Frau Gaschke das Hörnbad haben will. Vielleicht könnte man ja das Wasserbecken in der Holstenstraße zu einem Kanal ausweiten und mit dem Hörnbad verbinden.
    Ich finde es erbärmlich, wie die Volksparteien mit unserer Stadt, (im finanziellem Bereich),, vorgehen.
    Wie hoch sind die Schulden der Stadt Kiel eigentlich!? EInerseits liest man ca 420 millionen Euro und der Steuerzahlerbund nennt 736 millionen Euro!?
    Eigentlich müsste die Priorität darin liegen, wie man noch mehr Betriebe nach Kiel holt und somit weniger Arbeitslose die Stadtkasse belasten. Weniger Arbeitslose und mehr Betriebe, heisst auch gleich mehr Steuereinnahmen die man für Kultur oder sonstige Einrichtungen ausgeben kann und zur Schuldentilgung.

    Kieler

    18. Oktober 2012 at 15:00


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