KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Torten Albig

with 14 comments

Herr Albig war Opfer eines Tortenwurfs. Hier auf NDR zu sehen. Aber bevor es auf NDR kam, konnte man es schon auf Twitter lesen:

Das Occupy Kiel-Camp lässt leider in den letzten Wochen kein Fettnäpfchen aus. Nun meint man sich von irgendwelchen frustrierten Arbeitslosen in vorauseilendem Gehorsam distanzieren zu müssen? Warum eigentlich? Es ist nichts passiert, „Torten Albig“ hat nicht einmal Anzeige erstattet. Davon abgesehen ist ein Tortenwurf nicht einmal eine Straftat.

Das Camp zeigt hiermit ein weiteres mal, wie weit sie von vielen KielerInnen entfernt sind., die vielleicht auch arbeitslos und genau so frustriert sind wie dieser tortenwerfende Mann. Ihr seid nicht die 99 Prozent! Ihr seid nichts als zeltende Hippies! Ihr habt keine Relevanz und auch keine Ahnung, was die meisten Leute in Kiel bewegt. Und das schlimme ist: Ihr merkt es nicht mal. Bei der erstbesten Gelegenheit fallt ihr ohne etwas über Hintergründe zu wissen einem Teil der 99-Prozent in den Rücken. Sauber!

Wie kann man nur so verdammt humorlos und dämlich sein. Dazu empfehle ich doch Sesamstraße, „Hätt‘ ich Dich heut‘ erwartet, hätt‘ ich Kuchen da‘:

Ein weitere peinlicher Tweet kam wiederum vom Camp:

Immer diese Nazivergleiche… unsensibel bis zum Abwinken. Schade, schade…

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Written by tlow

22. November 2011 um 23:54

14 Antworten

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  1. Wie schon erwähnt: es macht keinen Sinn sich von einer Tat zu distanzieren, zu der man keinen Bezug hat. Oder hat der Tortenwerfer in eurem Namen gehandelt? Solltet ihr das denken, wäre dies allerdings nur logisch: wer sich als 99% begreift, übernimmt natürlich Verantwortung für so einiges.
    Dennoch: da der Werfer wohl kein Campbezug hat ist die Distanzierung mehr als peinlich. Zu eurem Nazi-Vergleich habe ich ja schon per Twitter was gesagt. Schön, dass auch der Blogbetreiber so deutliche Worte findet. Wird Zeit, dass der Spuk aufhört.

    mettskillz

    23. November 2011 at 14:44

  2. das macht die sache nicht weniger lächerlich.

    mettskillz

    23. November 2011 at 18:36

    • Ach Mettskillz, Dein Zwiebelmettgeschreibsel bewegt sich leider nur auf dem Niveau von meinem (diesem) Post. Immer schön sarkastisch bis zynisch auf springerschem Boulevard-Niveau. Wenn man mit sich selbst nicht zufrieden ist, dann dann basht man halt auf anderen rum, ist weniger anstrengend. Wenn man selbst den Arsch nicht hoch bekommt, obwohl man unzufrieden ist, dann meckert man halt an denen rum, die einen daran erinnern, wie breit der eigene Arsch schon gesessen ist. Du interessierst Dich doch für Sport, power dich doch mal wieder richtig aus, dann tut das ‚angry young man‘-sein nicht mehr so weh. Und wenn Dir mal wieder nach schreiben ist, bleib beim Sport, da ist Dein Entwicklungspotential am kleinsten. Aufmunternde Grüße, Annika

      anonyma

      24. November 2011 at 15:00

  3. Raffiniert mit einem lustigen Wortspiel den munteren Reigen eröffnet. Großartig. Ansonsten allerdings auch beeindruckend inhaltslos. Aber durchaus interessant, dass verstörte Occupy-Anhänger in erster Linie mit wilden Spekulationen über mich und mein Privatleben auf Kritik und Provokationen eingehen. Äußer dich doch lieber mal zu den Vorwürfen, die hier erhoben wurden. Äußer dich doch mal zu den peinlichen Vergleichen. Oder zu dem irren 99%-Gewäsch. Oder mach es dir einfacher und fabulier weiter über Sport und meine (tatsächliche) Zufriedenheit.

    mettskillz

    24. November 2011 at 19:55

    • In solchen Diskussion einfach auf „argumentum ad hominem“ verweisen:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem 😉

      tlow

      24. November 2011 at 21:11

      • Interessanter Artikel. Besonders der Unterpunkt ‚Tu quoque‘. Kurz gesagt: Wenn eine Pathologie deutlich erkennbar ist, so ist eine Benennung derselben durchaus eine Möglichkeit, dem Gegenüber die eigenen Grenzen bewusst zu machen. Oder noch kürzer: Manchmal macht es einfach keinen Sinn, auch nur zu versuchen, sachorientiert zu kommunizieren… qed.

        Annika

        25. November 2011 at 19:38

        • Am Anfang war die Kritik an Occupy Kiel, worauf Du ja mit keine Wort eingegangen bist, offenbar weil du glaubst die Bewegung bewege sich jenseits des Kritisierbaren. Weil ja 99% der Fliegen sich nicht irren können? Ich selbst irre mich und mache Fehler, wenn Occupy Kiel sich als jenseitig wähnt, dann gute Nacht!

          tlow

          25. November 2011 at 19:53

  4. Mettskillz, Deine in der Regel recht sachliche Argumentationsweise (so Du der Mettskillz bist, der auch auf PI und Spreeblick kommentiert) in Ehren, aber im Hinblick auf die Occupy-Bewegung ist dieser Ansatz verfehlt. Die momentane Mobilisierung, die im Rahmen der Occupy-Bewegung stattfindet, ist im wesentlichen emotional motiviert. Es handelt sich bei diesen Menschen eher nicht um die üblich verdächtige Schar von Protestautisten und Betroffenheitsfetischisten, sondern um Menschen, die mehrheitlich recht unerfahren im politischen Diskurs und teilweise auch naiv im Umgang mit Kritik handeln. Gib Ihnen ein halbes Jahr Zeit, Gemeinsamkeiten auch Intellektuell zu finden und zu formulieren, dann wird da genug sein, an dem Du Dich abarbeiten kannst. Momentan schiesst Du mit Kanonen auf Spatzen, die es nicht verdient haben. Es wäre ein Hinweis auf Expertise, wenn Du sie entweder unterstützt (nein, das tust Du momentan nicht) oder ignorierst.

    Annika

    26. November 2011 at 16:38

    • Du schreibst „Schar von Protestautisten und Betroffenheitsfetischisten“ – also es gibt entweder nur Unerfahrene Leute (Occupy) oder halt die oben genannten. Ich warte was Kiel betrifft immer noch drauf, dass die Distranzierung vom Tortenwerfer zurückgenommen wird. Habe neulich per Podcast eine Paneldiskussion von Democracy Now gesehen.Ich fand ganz interessant, was Rinku Sen da sagt (youtube-zeitlink).. Mir gehts so, dass Occupy in Kiel. Wir reden doch über Kiel? wie eine Kampagne ist – und so eine Distanzierung, die immer noch online ist und nicht zurückgenommen wird ist genau der Spaltkeil, der vom Camp ausgeht und der viele progressive abschrecken wird, irgendwas mit dem Camp zu machen. Genau s wie die Verharmlosung der Nazizeit mit dem Bücherverbrennungsvergleich.

      Es gibt auch Leute, die such seit Jahren mit Widerstandsbewegungen beschäftigen. die z.B. seit Jahren beobachtet haben, wie Streiks in China und Nordafrika zugenommen haben. Und die somit diese ganze Empörten- und Occupy-Bewegung in einen gewissen Bezug setzen können. Und solche Leute – bzw. auch Leute wie ich, die sich zwar nicht jahrelang forschungsmäßig damit beschäftigen, aber über die Umstände wissen und über die Sackgassen habe gewisse Anforderungen an Bewegungen. ich sehe die durchaus in den USA gegeben. Nicht aber in Deutschland. Hier ist doch die Schublade relativ klar – alle Medien sprechen unwidersprochen von der Bewegung gegen die Finanzwirtschaft. Die Reduzierung auf einen reinen Bankenprotest. Ohne Banken oder ohne Geld wäre also alles besser. Dabei werden viele alte Theorien, die aber durchaus erprobt sind von Occupy in Deutschland verworfen. Angeblich ist das ja alles was ganz neues. Ja, es sind viele neue Leute dabei und es ist ein frischer Wind. Naivität alleine wird aber nicht das Rezept zum Erfolg sein!

      Aber mein Gefühl ist manchmal, dass viele Occupier genau das glauben. Mir sagte einer auf dem Kieler Camp man müsse nur die richtigen Fragen stellen, der Rest ergebe sich dann von alleine. Aber erstens ist es gar nicht so einfach die richtigen Fragen zu stellen und dann ist da immer noch die Machtfrage. Natürlich haben die Regierenden Unrecht. Aber was nützt es uns. Wenn sie uns von echter Beteiligung fernhalten nutzen sie ihre Macht aus, die sie nun mal haben. Da braucht es halt Strategien, um das aufzubrechen. Man kann neue Sachen ausprobieren, aber im Moment sehe ich auf vielen Seiten zu viel Arroganz:Die alten Hasen in DE nehmen Occupy nicht ernst, teilweise zu recht – und ignorieren dabei viele Chancen – und die Occuypier glauben, dass sie ohne Erfahrung alles besser wissen und niemanden sonst brauchen und ab sofort sich alles um sie drehen müsste. Beides ist fatal.

      Viele sehe sich da, wie ich, zwischen den Stühlen, kopfschüttelnd und finden keinen Ansatz sich an diesem Ort einzubringen. So viele Chancen die täglich weggeworfen werden.

      Der letzte Aufruf der Occupyier lädt alle „reformorientierten Kräfte“ ein ohne zu spezifizieren, was das denn heissen soll. Eine Reform ist keine Revolution. Occupy aber ist ursprünglich eine revolutionäre Bewegung. Was soll man jetzt daraus machen? Wer ist da erwünscht und wer nicht? Auf meine Anfrage in ihrem Blog antworten sie nicht. Die Mailingliste zu Occupy Kiel, die ich eingerichtet habe wird kaum genutzt, man muss allem hinterherlaufen und selber zusammentragen. Es ist einfach zu mühsam und für mich vollkommen unverständlich warum die angeblich so große Bewegung nich ein Mindestmaß’an Kommunikation zustande kriegt. Wahrscheinlich haben sie da ein Freund/Feind-Denken total internalisiert und denken nur noch innerhalb ihrer Kleingruppe und denen, die sie positiv bestätigen. Ich kenne das Phänomen. Das passiert ganz schnell. Ist nämlich viel bequemer. Man kann auch tolle Beschlüsse fassen die dann für ganz Kiel gelten. Die anderen sind ja selber schuld, wenn sich nicht zur Vollversamlung kommen? Klar, kann man machen, aber das ist witzlos. Ohne eine kritische Masse ist ein Treffen aus 10 Leuten eben nur das: Ein Treffen von 10 Leuten. Auch wenn sie behaupten sie wären 99%.

      tlow

      26. November 2011 at 19:38

      • Ich glaube, daß die Occupier in Kiel momentan eher substantiellen denn Intellektuellen Herausforderungen gegenüberstehen. „Wie bekommt man das Camp winterfest“ ist glaube ich momentan wichtiger als „Distanzieren wir uns von einer Distanzierung“. Auch substanziell: „wie begegnet man am Wochenende den betrunkenen Alleswissern“. Das wichtigste für die Bewegung ist momentan, daß die Teilnehmer es schaffen physisch durchzuhalten. Für die Intellektuelle Aufrüstung fehlen in der Tat Experten und Visionäre, die Ideen formulieren und zu kraftvollen Mem-Clustern bündeln. Um das zu können, muss man sich – so glaube ich – etwas länger zwischen den Stühlen aufhalten und die eine oder andere Fazialpalmierung hinnehmen und aushalten. Wenn man einen Platz in der Nähe der Brenntonne abbekommt, ist es dort übrigens recht gemütlich. Und betrunkene Alleswisser zu grillen macht in der Hälfte der Fälle sogar richtig Spass und schweisst zusammen, so als kleiner Tip fürs Wochenende.

        Annika

        26. November 2011 at 23:21

        • Ich glaube es geht hier schon um was essentielles. Dieser 45-jährige Arbeitslose ist ja Teil der virtuellen 99%. Das Camp hat sich von ihm und damit exemplarisch von ähnlich verzweifelten Menschen über den „offiziellen“ Twitter-Account abgewendet und distanziert. Was ist wichtiger? Die Zelte oder die Bewegung? Wenn der Ort zur Belastung wird und man eine Distanzierung innerhalb der 99% als unwichtig erachtet, dann stimmt so einiges nicht. Für mich ist der Ist-Zustand des Camps nicht Entschuldigung, sondern eher Grund zur Sorge um den Fokus.

          tlow

          27. November 2011 at 01:31

  5. […] bleibt der bittere Nachgeschmack, als sich das Occupy Camp unnötiger weise von einem Obdachlosen distanzierte, der eine Torte auf Torten Albig warf. Und bis heute fehlt die Distanzierung von der […]

  6. Obviously Kiel and not the entire of SH if not Germany is run by a Nazi apologist Mafia.

    Here someone is being character assassinated because the „alleged assailant“ refused to arbide by Nazi legislation „Gesetz über die Führung akademischer Grade Vom 7. Juni 1939 (RGBl. I S. 985)“ (google translate).

    http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A61992CJ0019
    which dispite the verdict was left in place by Mr. Rüttgers, Mrs. Bulmahn and Mrs. Schavan until November 23rd 2007. https://beck-online.beck.de/?bcid=Y-100-G-AkadGrG (google translate)

    And as the „alleged assailant“ objects to speaking the German language.. Danish was after all the offical language, in this part of the world, which is now Germany over centuries, he is even more politically persecuted.

    The Germans did not learn anything of their history, didn’t they? Where is the free press (NDR reported that the assailant was „confused“ which one might aquate with being „insane“ .. character assasination used to oppress poltically different minded people in other parts of the world ) and other issues. In fact the „alleged assailant“ did not get the chance to seek legal redress because of „Rechtsberatungsgesetz (RBerG )“ (bing translate) of 13th December 1935 (RGBl I 1935, 1478), which was clearly a Nazi law.

    That shows that Germans are either utter cowards or there is something wrong with the Democracy in this place.

    This country, even no one seems to see it, as one does not smell one’s very own putrid, is far fetched from being a democracy. Those who object to Nazi legislation–impairing their livelihoods–are „confused“. We all knew it before, didn’t we? Aside from this did the Nazi party poll in the March 1933 election a „pretty“ high (above „Reichs“ average) „score“. Those East Prussian etc. refugees seem to have made things worse.

    Anyway this was a continuing war crime http://avalon.law.yale.edu/20th_century/decade17.asp

    Henrik

    20. März 2016 at 18:55


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