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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

21. Juni – Infoveranstaltung zur Situation des HaK in Bad Segeberg

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STAY HAK!

Info- und Mobiveranstaltung Zur Situation des selbstverwalteten
Jugend- und Kulturzentrums Hotel am Kalkberg & zur Demonstration am
19.7. (9 Uhr Kiel Hbf) zum Landgericht Kiel anlässlich der Verhandlung
der Räumungsklage der Stadt Bad Segeberg gegen das HaK

Donnerstag | 21. Juni 2012 | 19:30 Uhr | Li(e)ber Anders | Iltisstraße 34, Kiel

Seit über 10 Jahren fungiert ein veraltertes, jahrzehntelang
leerstehendes Hotelgebäude am Bad Segeberger Kalkberg als eine
wichtige Instanz der Bad Segeberger Jugendkultur: Mit enormen
Engagement und unendlicher Klein- und Schwerstarbeit haben die Aktiven
rund um das Hotel am Kalkberg, kurz HaK, einen Ort geschaffen, der
Raum gibt für Konzerte, Theater, Workshops, abendliches Beisammensein
und politische Kultur.

Das alles geschah komplett ohne die federführende Mitwirkung eines
staatlichen Kulturdezernats oder eines profitorien-tierten
Event-Unternehmens. Unkommerziell & ehrenamtlich wurde hier
Selbstorganisation und Selbstverwirklichung über ein Jahrzehnt erprobt
und gelebt.

Seit 2008 jedoch hat das Projekt mit einer immer feindseliger
auftretenden Stadt Bad Segeberg zu kämpfen. Das Untersa-gen von so
genannten „Großveranstaltungen“, der wichtigsten finanziellen Stütze
zur Selbsterhaltung des HaK, war ein folgenschwerer Ein- und Angriff,
der einen ganzen Teufelskreis nach sich zog. Denn trotz gegenteilig
erweckter Erwartungen kompensierte die Stadt die finanziellen Ausfälle
nicht, so dass notwendige Reparaturen an dem alten Gebäude, wie etwa
der Heizungsanlage, nicht durchgeführt werden konnten; zynischer Weise
wurden solche, von der Stadt Bad Segeberg verursachten Probleme, als
Beweise eines „heruntergewirtschafteten“ Zustands des Gebäudes und der
gescheiterten Selbstorganisation herangezogen. Ein vorgeblich zur
„Lösung“ der Probleme eingesetzter Beirat, bestehend aus
AnwohnerInnen, Polizei, Stadt und Mitgliedern des HaKs, entpuppte sich
bald als regelrechtes Tribunal gegen die im HaK Aktiven, in dem aus
jeder Mücke ein Elefant gemacht wurde.

Vor allem Bürgermeister Schönfeld inszenierte sich mittels des Beirats
und der örtlichen Presse mit oberlehrerhaftem Ton als rechtschaffener
Ordnungshüter im Kampf gegen „junge Erwachsene, die nichts auf die
Reihe kriegen“, und kanzelte das Engagement der im und um das HaK
Aktiven mit den Worten ab, es sei nichts „als Zeitverschwendung, mich
mit solchen Leuten auseinanderzusetzen“. Damit bediente er gezielt
spießbürgerliche Fantasien sowie die damit einhergehenden Sehnsüchte
nach einem „starken Mann“ – ginge es hier nicht um dermaßen
folgenreiche Dinge, eine Auseinandersetzung mit solch
bürgermeisterlichen Peinlichkeiten wäre in der Tat reine
Zeitverschwendung.

Am 21.6. werden AktivistInnen des HaK in Segeberg im Li(e)ber Anders
auf die Geschichte selbstverwalteter Kultur in Segeberg sowie des HaK,
die Auseinandersetzung mit der Stadt und mögliche Perspektiven
eingehen. Zudem wird das Freiraum-SH-Plenum die Soli-Kampagne für das
HaK Segeberg vorstellen. Schließlich soll mit der Veranstaltung auch
zu der Demo am Verhandlungstag der Räumungsklage der Stadt Bad
Segeberg gegen das HaK in zweiter Instanz vor dem Kieler Landgericht
mobilisiert werden (19.7., Startpunkt Kiel Hbf um 9 Uhr,
Gerichtsverhandlung startet um 9:30 Uhr).

Weitere Infos: stayhak.blogsport.de | hak.blogsport.de |
lilagaarden.blogsport.de

(Quelle: Pressemitteilung)

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Written by tlow

18. Juni 2012 um 08:46

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