KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Kurzbericht von Demo am 30.6.

with 4 comments

3.500 DemonstrantInnen. Dominiert durch Fahnen von NGG und ver.di, die man aber kaum unterscheiden konnte. Ich habe wenig von Betroffenen selbst gehört.

Am Anfang

Fronttransparent von ver.di

Diktiert Fresenius-Geld bald die Krankenhauswelt

Einige DemonstrantInnen und die Perkussionisten

Das Transpi des Tages

Angenehm war, dass dieses mal die DGB-Gewerkschaften zusammenhielten und sich nicht wie oft auseinander dividieren ließen.

Albigs Auftritt war wie zu erwarten schwach. So ein Support vom Ministerpräsidenten wird natürlich gerne mitgenommen. Allerdings ist Albig selber ein großer Fan von Privatisierungen (Asset-Modell beim UKSH und ÖPP-Finanzierung).

Öffentlich vermutete er auch, dass die Manager bei Fresenius/HELIOS nicht wüssten, was sie tun. Dem widersprach auch eine weitere Gewerkschaftssprecherin, die im Gegenteil meinte, dass die Manager ganz genau wüssten, was sie tun.

Ich tendiere auch zu Letzterem. Diese Manager sind keine Anfänger. Sie wissen sehr genau was sie wollen, was ihre Ziele sind und wie sie sie erreichen. Es kann allerdings sein, das sie sich verrechnen. Diese Kriegserklärung gegen die gesamte Gewerkschaftsbewegung könnte auch nach hinten losgehen.

Solidarität aus Hamburg

Written by tlow

1. Juli 2012 um 01:34

4 Antworten

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  1. Kommentar vonJour-Fixe Hamburg:

    * Helios nimmt 1.000 Kündigungen zurück. Ein Erfolg mit Pferdefuß?

    Diese Rücknahme der Kündigungen wird sowohl von offizieller Gewerkschaftsseite und auch von linken Medien als Erfolg gewertet. So schreibt expreß in seiner neuesten Ausgabe:
    92.5 Prozent der Mitglieder stimmen dem Verhandlungsergebnis zu, teilte verdi mit. Was verdi aber nicht mitteilt, ist die Höhe der Wahlbeteiligung der Gewerkschaftsmitglieder.
    Helios hat zwar die Kündigung zurückgenommen, aber vier Spaltungen auf Seite der Beschäftigten im Verhandlungsergebnis durchgesetzt. Und diese Spaltungen dürften sich in Zukunft bei Kämpfen als schwächend erweisen, denn der nächste Angriff von Helios wird folgen.
    Die vier Spaltungen:
    Spaltung I: 200 Beschäftigte werden geopfert, sie wandern bis Ende nächsten Jahren in eine Beschäftigungsgesellschaft. Die Kosten dafür trägt Helios! Soviel ist ihnen die Spaltung wert!
    Spaltung II: Das Lohnniveau für die 800 KollegInnen wird nur „bis zu 18 Monate garantiert“. Und danach? Heißt das, daß die übriggebliebenen KollegInnen für weniger Lohn auch noch die Arbeit der geopferten 200 KollegInnnen mitmachen müssen?!
    Spaltung III: Die Spaltung zwischen ver.di-Mitgliedern und den übrigen Beschäftigten durch unterschiedliche Bezahlung.
    Spaltung IV: Die ZSG-KollegInnen sind von der Tariferhöhung ausgeschlossen!!
    Angesichts dessen, daß Helios strategisch vorgeht, d.h. zukünftige Angriffe im Auge hat, war der Abschluß für Helios ein Erfolg. Der erste Angriff, den Keil zwischen medizinischem Stammpersonal und den Servicekräften zu vertiefen, ist gelungen. Für Helios leichtere Angriffe, auch auf das medizinische Personal, werden die Folge sein!
    Unsere Aufgabe ist es: Sagen was ist! Und bei einem kleinen relativen Erfolg die manifesten Folgen (Spaltung I-VI) für die Zukunft nicht zu verschweigen. Soweit eine erste kurze Einschätzung des Helios-Kampfes. (D.W.)

    nosferatomonos

    14. Juli 2012 at 13:12

    • Ich finde da den Anspruch an ver.di etwas absurd. man weiß ja, dass sie sich in erster Linie als Co-Management verstehen. Wichtiger als die Abstriche, die da gemacht wurden fand ich die breite Solidarisierung mit den Streikenden. ver.di kämpft vor allem für sich selbst, dann für die Mitglieder. Nicht-Mitglieder interessieren da recht wenig. Leider. Aber das wissen wir ja schon lange.

      tlow

      17. Juli 2012 at 09:41

  2. Interview: http://www.freie-radios.net/49646 Der ver.di-Mensch findet unser System ganz toll in dem wir leben.

    tlow

    17. Juli 2012 at 10:00


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