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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Twitter Nutzung

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Hier eine kleine Einleitung für alle, die sich für soziale Netzwerke interessieren.

Zunächst ein paar Worte zu Facebook:

Mir erscheint mir Facebook als ein Abgrund. Menschen, die mir noch vor wenigen Jahren gesagt haben ich spinne, wenn ich Artikel auf meinem Blog unter Realnamen schreibe, finde ich mittlerweile unter Realnamen in Facebook inklusive ihres Beziehungsgeflechts. Facebook wird uns allen noch mal gewaltig auf die Füße fallen. Man muss sich ja nur mal die Fakten anschauen: Fast eine Milliarde Mitglieder – die Datensicherheit nicht besonders hoch – unzählige und unüberschaubare Einstellungen, teilweise Applikationen die automatisiert Daten sammeln. Niemand, selbst Facebook überschaut noch das System. Und alles in der Hand einer Firma und einer Serverfarm. Wenn es da mal einen Daten-GAU ist, dann kann absolut unabsehbare Folgen haben. Dagegen ist Wikileaks eine Spielwiese.  Und alle sind dabei. Die Regierungen – alle sind dabei – und die meisten verschließen die Augen gegenüber den Gefahren. Ja selbst öffentlich-rechtliche Sender fordern dazu auf Feedback via Facebook einzureichen statt via Email.

Und Twitter?

Twitter ist sehr viel überschaubarer. Ist es so, dass man Facebook nicht verstehen und handlen kann, so weiß man ziemlich genau, was Twitter macht. Leider ist es auch monopolisiert, obwohl es bereits Ansätze für verteiltes Microblogging gibt. Doch was nutzt es, wenn alle bei Twitter sind?

Anyway. Twitter ist auch eine kommerzielle Firma – aber das Risiko eines Daten-GAUs deutlich geringer. Letztlich teilt man ja meist nur 140 Zeichen an Nachrichten.

Twitter benutze ich sowohl dazu Tickermeldungen zu sammeln, als auch selbst Nachrichten herauszugeben. Interagierend nutze ich es weniger. Ich benutzte selbst mehrere Accounts, damit ich sie thematisch gut gliedern kann. Aber man kann Twitter durchaus auch interaktiv einsetzen. Das kann durchaus spannend sein.

Über das Internet kommunzieren plötzlich Leute, die sonst nicht miteinander reden. Dabei gerät Die Welt oft mal aus den Fugen. Was öffentliche Personen angeht, so  bin ich nicht der Meinung, dass diese selber tweeten müssen. Das kann ruhig delegiert werden. Mich interessierts gar nicht, was die jeden Moment denken oder tun. Wichtiger ist, was mitgeteilt wird und wie. Es sollte relevant sein – und für meinen Geschmack auch nicht zu viel. Das Internet ist ein Information Overkill. Da findet man es immer gut, wenn Leute es schaffen Informationen zun reduzieren. Daher finde ich Twitter auch so super. Wenigstens kein ellenlanges Geschwafel.

Wie siehts bei den OB-KandidatInnen in Kiel aus?

  • Meyer: @gertmeyer71 (Korrektur am 9.10.12)
  • Gaschke: Derzeit Fehlanzeige
  • Tietze: @gruene_andreas (Korrektur am 9.10.12)
  • Cravan: Derzeit Fehlanzeige
  • Barg: Derzeit Fehlanzeige

Nun sollen die sich aber mal nicht in Panik stürzen. Der Vorgänger hat einen Twitter-Account vor seiner Wahl eingerichtet, dann näßig befüllt und nach der Wahl kaum genutzt. Das ist vielleicht sogar schlimmer als gar kein Twitter. Dennoch denke ich kann niemand in einer Großstadt OB werden, der das Internet ganz ausblendet. Und das bedeutet eben heute mehr als noch in den 90er-Jahren, wo eine einfache Website gereicht hat.

Manche meinen ja, Facebook hätte Twitter längst ausgestochen. Ich glaube eher das Gegenteil. Zwar hat jeder Idiot Facebook oder auch „Face“ (lt. „Bus-Gesprächen) – aber wer ernsthaft im Internet kommunizieren will, kommt um Twitter nicht herum. Und dort gilt auch. Weniger ist mehr.

Ein guter Einstieg sind Retweets – also das, was einem gefällt wiederholen – sozusagen „weitererzählen“. Da niemand wirklich die komplette Timeline von Twitter verfolgt sorgen diese RTs dafür, dass wichtige und interessante Nachrichten weiterverbreitet werden. Danach kommen Links zu eigenen Artikeln – und die hohe Kunst ist die Interaktion. Das ist sehr schwierig es nicht in Banalitäten abgleiten zu lassen.

Wer testen will am besten irgendeinen No-Name-Account mit erfundenem Namen nehmen und mal schauen, was passiert und von anderen lernen.

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Written by tlow

1. Oktober 2012 um 15:28

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