KielKontrovers

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Archive for November 11th, 2012

Bacardi: Terroristen kommen nach Kiel!

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Bei Bacardi denken viele an kubanischen Rum. Ist nicht ganz richtig, denn das sind Exil-Kubaner. Kriminell wird es dadurch, dass der Klan Bacardi verantwortlich für Sprengstoffanschläge auf Kuba ist.

Luis Posada
Luis Posada

Das Kiel-Magazin titelt stolz: Kiel wird mit BACARDÍ zur Partyhauptstadt

Dazu der Bericht „Das Geheimnis der Fledermaus “ von arte tv zum CIA,
Luis Posada Carriles und Bacardi:


Also wenns nach mir geht:  Ich kann gerne auf Terroristen in Kiel verzichten!

Written by Thilo

11. November 2012 at 20:38

Veröffentlicht in Soziales

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Kiel: Neue OB, aber kein Neuanfang

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Mit Susanne Gaschke hat Kiel zwar eine neue Oberbürgermeisterin, aber keinen Neunanfang. Mehr Kontinuität und unter dem Strich war es auch eher egal, wer gewählt worden wäre.

Wie man am Wahlabend erfahren konnte, will man eventuell doch wieder eine neue Wohnungsbaugenossenschaft gründen. Eine Idee, die Rolf Fischer (SPD) als „kreativ“ bezeichnete. Wenn man allerdings auf die Geschichte schaut, scheint es doch eher ein alter Vorschlag zu sein.  Ähnlich wie die Straßenbahn oder dem Umbau der Holstenbrücke. In Kiel wird halt immer erst mal etwas abgeschafft oder abgerissen, nur um es dann 10 jahre später mit viel Geld und Aufwand wieder neu zu gründen/erbauen.

Ich warte dann mal auf die Seilbahn….

Gaschke will Symbolpolitik für Ost/West-Übergang

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Längst haben sich andere Übergänge etabliert zwischen Ost und West-Kiel. Z.B. über den barrierefreien Übergang im Anschluß an die Kieler Straße. Die Gaardener Brücke im Anschluß des Stadtteilbades in der Johannesstraße benutze ich persönlich nie.

gaardenpanorama

Hörn mit Gaardener Brücke von der Gaardener Stadtteil-Schwimmhalle aus gesehen (Foto: Thilo Pfennig, Lizenz: CC, wie der Rest des Blogs)

Die Gaardener Brücke erinnert schon ein wenig an Schildbürger: Man baut eine Brücke, aber man weiß noch gar nicht wohin. Es ist auch eines dieser von PolitikerInnen geliebten Leuchtturm-Projekte: Man wollte  ein Zeichen setzen, dass man sich um Gaarden kümmert. Ob die Brücke wirklich einen Nutzwert hat, war damals egal.

Nun muß man manchmal wirklich den ersten Schritt machen, damit mehr passiert. Wobei man die Hörnsanierung insgesamt als Schlag ins Wasser bezeichnen kann. Man hat einfach vollkommen auf die Arbeit der Investoren gesetzt, die investieren, die Stadt Kiel trägt kein Risiko, gibt vor was gebaut wird und profitiert. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass es dann eben doch die Geldgeber sind, die bestimmt haben, wie es läuft. Und das eben nicht im Interesse der Stadt. Weswegen es z.B. auch keine öffentlichen Toiletten in dem Bereich gibt.

So ist es denn auch konsequent, wenn Frau Gaschke in dem Artikel lediglich die “ Vermarktung von Flächen“ für das Hauptproblem hält. Erst neulich betonte sie ja, wie sehr private Investoren die Lösung für die Wohnproblematik sind und sie steht mit der Sichtweise ja auch ganz in der Tradition Kieler OberbürgermeisterInnen und ihrer Partei SPD. Nur muss man dann auch mal sagen dürfen, dass genau diese Sichtweise und Strategien zu den Probleme geführt haben, die man heute beklagt. Man würde erwarten, dass es dann auch mal andere Strategien sind, die diskutiert werden?

Spitze auch der Vorschlag zur Videoüberwachung:

„Ich bin keineswegs für eine flächendeckende Überwachung“, stellt Gaschke fest. „Aber hier wären zumindest jetzt Video-Kameras sinnvoll, um ein Zeichen zu setzen: Wir schauen hin.“

Wenn Frau Gaschke sich wirklich einmal damit beschäftigen wüßte, was in Kiel bisher diskutiert wurde, wüßte sie, dass dieses „Zeichen“ ein paar hunderttausend Euro kostet. Ihr Ratsherr Schmalz hatte das ja 2007 bereits angeregt. Damals haben wir als Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Kiel dazu auch etwas dokumentiert: 500.000 € alleine für die Installation. Die Kameras müssten dann dauerhaft von zwei Leuten überwacht werden. Und die Polizei verwarf die Idee auch als Antwort an den Ortsbeirat Gaarden, da die Kriminalität in dem Bereich nicht so signifikant höher sei, als dass eine dauerhafte Lösung nach Datenschutzgesetzen bestehen bleiben dürfte.

Aber sowas interessiert die Durchschnittspolitikerin ja meist nicht: Kameras aufstellen, Zeichen setzen und gut ist. Genau die Einstellung  schafft aber mehr Probleme, als dass sie löst.

So ist die vielgelobte Kieler Woche aufgrund ihrer Masse eine der Hauptursachen für Kriminalität in Kiel: Jedes Großereignis lockt auch Kriminelle an, die gerne mal auf solchen Brücken Betrunkene abziehen. Eine kleinere Kieler Woche könnte also (nicht nur in Gaarden) die Kriminalität massiv senken. Aber wenn das Geld in die Kassen spült, interessiert Kriminalitätsbekämpfung auf einmal auch gar nicht mehr.

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