KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Kommunalwahl Kiel 2013: Wählen oder Nichtwählen? #kmw13 #kwkiel

with one comment

Der Wahlboykott bekommt nicht den Respekt, den er verdient. Wahlboykott gehört aber genau so respektiert, wie das Wählen des geringeren Übels. Herr Klaus Kramer strikt in der KN heute in seinem Kommentar an einer besonderen Legende:

Deutsch: Abfallbehälter mit Aufkleber "De...

Abfallbehälter mit Aufkleber „Deine Wahlurne – Bitte Wahlzettel gleich hier einwerfen […]“ – Schlagwöter: Wahlboykott oder Politikverdrossenheit), gesehen in München-Schwabing (Photo credit: Wikipedia)

Denn die Politiker,
um die es geht, sitzen gleich
um die Ecke. Und wer mit
ihnen sprechen, sich über
sie beschweren will, der
bekommt in der Regel noch
am selben Tag eine Ant-
wort, nicht von der Vorzim-
merdame oder einem Refe-
renten, sondern vom Bür-
germeister oder einem Ge-
meindevertreter persönlich.

In der Regel? Für Journalist*innen vielleicht. Besonders für die bekannten Gesichter der KN. Aber weder für mich als Blogger noch für irgendeine Bürger*in! Märchen sind das!

In den letzten 5 Jahren kann ich zwar bestätigen, dass ich mittlerweile fast immer irgendwann eine Antwort bekomme, aber das kann schon immer noch. Auf einen Brief an Frau Gaschke brauchte es z.B. drei Wochen. Und geantwortet hat dann ein Referent und nicht sie persönlich. Bürgermeister Todeskino hat z.B. noch nie auf einer meiner Mails geantwortet. Also: Bewiesener maßen vollkommener quatsch. Und die Geschichte mit Frau Jürgensen zeigt das auch, so wie auch bei allen anderen vertretenen Parteien.

Lieber Herr Kramer, sie haben wirklich keine Ahnung, wie es mit der Kommunalpolitik und der Politikverdrossenheit aussieht. Es ist nämlich genau hier lokal in Kiel, wo die entsteht. Und daher haben Bürger*innen auch allen Grund die Wahl zu schwänzen.

Der beste Grund dafür ist m.E. der, das jemand der nicht wählt sich nicht hinterher ärgern muss, das Falsche gewählt zu haben. Und immer das Argument: Alles nur nicht rechtsradikal! Dann verbietet diese Honks doch einfach. Es ist doch zu durchsichtig, dass man nur deswegen die NPD & CO am Leben lässt, damit überhaupt noch eine Legitimation für die Parteien entsteht.

Ich werde dieses Jahr mal wieder wählen gehen, weil ich vielen Parteien ihre Prozente missgönne. Daher kriegt meine Stimme eine der (wahrscheinlichen) Oppositionsparteien. Die richtige Wahl? Dazu würde ich nur mal sagen: „Es gibt nichts Richtiges im Falschen“ 😉  Ich weiß jetzt schon, dass ich mich wieder über das ärgern werde, was die Partei meiner Wahl verzapfen wird. Das hat recht wenig mit Demokratie zutun. In Wirklichkeit haben wir gar keine Wahl. Was nicht zuletzt auch an der starken Verwaltung liegt, die wir gar nicht wählen können, aber maßgeblich die Kieler Politik bestimmt. Eben wie ein Leser ja auch fragte. „Wer wählt eigentlich Todeskino?“ Niemand, oder auch „die Ratsversammlung“. Er wie auch alle anderen Stadträte werden von der Ratsversammlung bestimmt, wir als Wähler dürfen da gar nicht mitreden.

Ich bin gespannt aufs Wahlergebnis, stehe noch zu meiner letzten Prognose.

Advertisements

Written by tlow

25. Mai 2013 um 09:04

Eine Antwort

Subscribe to comments with RSS.

  1. Ich werde auch nicht wählen gehen. In Kiel wird man nur verarscht. Gerade die politischen Inhalte der Grünen will kein Wähler. Die Politiker wollen die Inhalte der Wähler nicht vertreten und der Wähler zeigt ihnen dann den Protestfinger oder totale Gleichgültigkeit.
    Möchte auch noch einmal an die Betonkübel in den 30iger Zonen erinnern. Alleine was die Aufstellung und Herstellung der Betonkübel gekostet hat. Wegen diesen Betonkübel mußte der Autofahrer Slalom fahren. Im Winter gab es wegen dieser Slalom Fahrten bei Eis und Schnee sogar Unfälle. Später stellte sich heraus das Politiker der Grünen hinter der Aufstellung der Betonkübel standen. Diese Politiker hatten sich ein Haus gekauft und wollten die Straße vor dem Haus zur Spielstraße machen. Also hatten Politiker ihren Einfluß geltend gemacht und ihren Willen durchgesetzt, auf Kosten der Steuerzahler. Der Wähler fühlte sich verarscht.

    Paul

    26. Mai 2013 at 10:59


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: