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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Warum Wahlomaten nicht funktionieren…

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Es ist mal wieder Wahlzeit. Allgemein zu dieser Bundestagswahl und der Wählbarkeit von Parteien: Selten hat mich eine Wahl weniger interessiert als DIESE. Die Wahlplakate scheinen in keinem Zusammenhang mehr zu stehen, zur Politik der Parteien.

 

Bei den GRÜNEN z.B. findet man dieses Plakat:

GRÜN für faire Löhne? Seit wann?

 

Dabei ist mittlerweile klar, dass GRÜN eher für prekäre Beschäftigungsverhältnisse steht, wie sie es auch in ihrer parteieigenen Heinrich-Böll-Stiftung praktizieren. Die SPD mit einem Motto einer Leiharbeitsfirma „Das WIR entscheidet„. Und Steinbrück als Spitzenkandidat? Von den anderen Parteien gar nicht erst zu reden..

Bei der Entscheidung soll uns angeblich der Wahlomat helfen und wird so auch gerne von Politiker*innen beworben. Aber wie kann es sein, dass man von dem Empfehlungen bekommt, die der eigenen Überzeugung absolut konträr laufen?

Das liegt daran, dass der Wahlomat die wichtigsten Effekte nicht berücksichtigt:

  1. Dien ideologische Grundlagen von Parteien
  2. die Vergangenheit von Parteien und die Wahrscheinlichkeit, dass sie Wahlversprechen tatsächlich einhalten werden.
  3. Es berücksichtigt nicht die strategischen Möglichkeiten des Wahlausgangs

Das heißt der Wahlomat nimmt eigentlich alle Aussagen von Parteien als gedruckt und Fakten. Das ist mehr als nur naiv, es ignoriert die wesentlichen Einflussfaktoren einer Wahl.

Am Ende kann man nur sagen, dass der Wahlomat nicht als Wahlempfehlung dienen kann. Ich halte ihn sogar für gefährlich, weil er vorgaukelt eine abgewogene Empfehlung geben zu können. Und er suggeriert den Wähler*innen, dass sie sich nicht intensiver mit Politik beschäftigen müssten.

Davon abgesehen finde ich es unangemessen eine Partei wie die NPD mit einzubeziehen. Das hat nichts mit Demokratie zutun. Auf der anderen Seite bleibt die Option nicht zu wählen unberücksichtigt. Sprich der Wahlomat empfiehlt eher die NPD zu wählen als gar nicht zu wählen. Das aber kann nicht die bessere Wahl sein und so etwas zu befördern ist aus meiner Sicht fundamental undemokratisch. Denn die NPD ist keine demokratische Partei. Und mit so einer Empfehlung bei entsprechenden Antworten scheint die Ausrichtung  des Wahlomaten selbst eher fraglich. Das oft auch Schulen den Wahlomat für ihre Schüler*innen empfehlen ist dabei erschreckend und spricht eher für die Naivität politischer Erziehung im Jahre 2013 in Deutschland.

 

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Written by tlow

30. August 2013 um 05:53

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