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Stadtregionalbahn-Diskussion: Kein Ende in Sicht? #SRBKiel

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Deutsch: Karlsruher Stadtbahn am Marktplatz vo...

Karlsruher Stadtbahn am Marktplatz von Heilbronn (Photo credit: Wikipedia)

Manche Themen kann man ewig diskutieren und Vieles dabei wiederholen. Eines dieser Themen ist die Kieler Stadtregionalbahn (SRB). Dabei scheint das Problem viele eher ein semantisches zu sein. Umstritten sind Begriffe. Dabei sollte es eigentlich darum gehen, ob Kiel ein Verkehrskonzept hat und wie dieses aussieht. Jeder der regelmäßig Bus fährt, besonders die Studierenden, Pendler, oder auch Ältere mit Gehwagen oder Eltern mit Kinderwägen wissen, dass der Zustand des ÖPNV in Kiel längst einen unhaltbaren Zustand erreicht hat. Es geht oft  nichts mehr. Die Leute drängeln sich oft nicht nur zu wochentägliche Spitzenzeiten, sondern auch gerne mal am Wochenende. Das Bussystem ist am Limit.

Am 23.10. erschien in der KN ein Artikel mit dem Titel „Wildwest auf der Holtenauer – Parken in zweiter Reihe sorgt für Ärger„. Darin wird primär über die Kurzzeitparker geklagt, die entweder zum Einkaufen oder auch für einen kurzen Kaffee in der Holtenauer Straße in zweiter Reihe parken.

Wer sich näher mit dem Problem beschäftigt würde schnell zu der Lösung kommen, die auch im Artikel gestreift wird. Allerdings eher durch die ablehnende Haltung von Herrn Freund vom gleichnamigen Supermarkt, und zwar zur Stadtregionalbahn. Denn wo Busse die Busspur verlassen müssen zeigt sich auch deren Nachteil. Busspuren sind nicht zuletzt auch ein Versuch die Nachteile, die Kiel durch die Abschaffung der Straßenbahn mit eigenem Fahrweg entstanden waren aufzufangen. Denn Busse fahren normaler weise ja im normalen Verkehr mit, im Gegensatz zu schienengebundenen Systemen. Gefürchtet wird dabei der Bauzustand über 10  Jahre. Dabei ist es eher unwahrscheinlich, dass bei einem Bau wirklich über die ganze Strecke der Holtenauer Straße 10  Jahre gebaut wird. Planungen müssen ja nicht immer stimmen, aber für das Kernnetz wird bisher von insgesamt 4 Jahren Bauzeit ausgegangen. Das heißt aber, dass nur ein Bruchteil der Zeit nur die Holtenauer Straße betroffen sein wird. Vielleicht werden es 2 Jahre sein, wobei dann auch nicht jeder Abschnitt 2 Jahre betroffen sein wird. Für den einzelnen Laden würde das also statt 10 Jahre vielleicht vor Ort 3 Monate Einschränkung bedeuten. Und hier muss man dann ja auch abwägen zwischen Gesamtinteresse und Einzelinteressen.

Zum Pro- und Kontra einer Stadtregionalbahn schein die Fragestellung grundfalsch zu sein. Denn was will man denn bei einer Bürgerbefragung fragen? Will man ein Verbot des Schienenverkehrs in den Raum stellen? Oder geht es um eine bestimmte Investitionssumme? oder geht es um die Anbindung Neumünsters? Viele Fragen sind ja noch ganz offen und es ist eher die Frage, welches Verkehrskonzept Kiel für die nächsten Jahrzehnte will. Man kann das natürlich auch auf die Frage reduzieren, ob Kiel eher iN Schiene investiert als in Busse. Aber was würde eine Ablehnung einer Stadtregionalbahn langfristig überhaupt bedeuten? Das die Stadt Kiel auf absehbare Zeit nur in Busse investieren darf? Oder nur, das ein  konkretes Szenario was bisher gar nicht fest steht nicht umgesetzt werden dürfte? Dazu sind allerdings bisher viel zu wenig Planungsfortschritte zu sehen. Z.B. wurde bisher  nicht die beschlossene Planungsgesellschaft gegründet.

Nach der letzten Kommunalwahl sieht es wieder etwas besser für das Projekt aus, da auch die Umlandgemeinden wie Plön den Plänen nun wieder zustimmen. Die Wähler*innen haben zumindest nicht gegen die SRB gestimmt. Es gibt also in der breiten Mehrheit der Bevölkerung in Kiel und dem Kieler Umland offenbar keine breite Bevölkerungsmehrheit, die die SRB um jeden Preis verhindern wollen würde. Die SRB ist daher eigentlich kein gesellschaftlich-relevantes Streitthema. Das mussten CDU und FDP in Kiel auch lernen.

Und was Verkehrskonzepte angeht, so hört man doch nur leise Töne. Vielleicht Elektrobusse, mehr Busspuren,… – das ist aber alles kein Gegenkonzept, sondern nur ein herumdoktorn an den Symptomen!

Ein Fehler ist es sicherlich bei der Finanzierung der SRB immer vom Gesamtinvestitionsvolumen zu sprechen. Denn das steht dann erst mal so für sich alleine. So als würde es ohne die SRB keine Investitionen in den ÖPNV geben müssen. Das aber ist falsch. Investition in Infrastruktur sind immer von nöten. Zu glauben man müsse nur die Luft anhalten und schon würden Dinge nichts mehr kosten ist falsch.

Deswegen kostet das Lessingbad der Stadt Kiel auch momentan immer noch Geld, auch wenn es geschlossen ist. Denn es ist mit der Schließung nicht aus der Welt und als denkmalgeschütztes Gebäude auch nicht abreißbar. Genau so wenig können die Busse einfach so weiterfahren. Diese halten sogar weniger lange als Schienenfahrzeuge. Die Frage ist also eher wohin Millionen fließen sollen. Ich bin daher auch gegen einen Bürgerentscheid. Wer den will, soll die nötige Mehrheit der Bürger für sich gewinnen, wie dass die  Möbel Kraft-Gegner erfolgreich getan haben. Ich bezweifle, das 4 % der Kieler eine Abstimmung wollen.

Hier haben die Befürworter der SRB also in der Vergangenheit schwere Fehler gemacht, in dem sie das ganze als ein Projekt dargestellt haben, dass hohe Investitionen verlangt – und so, als wenn diese Investitionen theoretisch auch verzichtbar wären.  In Wirklichkeit stellt sich eben eher die Frage, wie der Verkehr in Kiel und Umland in 20 Jahren aussehen soll. Und darauf braucht es Antworten. Ein weiter so wie bisher ist nicht akzeptabel und billiger wird die SRB sicher nicht.

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Written by tlow

3. November 2013 um 21:40

11 Antworten

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  1. Die Probleme mit den Bussen sind so alt wie die KVG. Ich Zitiere mal sinngemäß den ASTA der Uni Kiel: „Von einer Landeshauptstadt erwarten wir, dass sie es hin bekommt, zu Stoßzeiten die Bustackung dem Bedarf anzupassen.“ Bekommt die KVG aber nicht hin. Warum? Inkompetenz.

    Klar verwandelt man die Holtenauer auf Jahre in eine Großbaustelle, die keiner will. Und wie bei jedem Bauvorhaben wird es länger und nicht kürzer dauern.

    Das Sie, lieber Herr Pfennig, der sich sonst immer für Bürgerbegehren ausspricht, zu diesem seinem Lieblingsprojekt offenbar lieber kein Bürgerentscheid möchten (was soll man da denn bloß fragen?), spricht für sich – und wirklich gegen Sie!

    Bei der Kommunalwahl 2013 wurde so wenig über Möbel Kraft abgestimmt wie über das Zentralbad oder die SRB.

    Warum die SRB eine zweifelhafte Idee ist? Nur mal ein paar Stichpunkte:

    – Busse sind flexibler, weil sie auf vorhandenen Straßen fahren können.
    – Busse können schnell geänderten Bedarfen angepasst werden.
    – Die SRB als Großprojekt ist auf Jahrzehnte geplant. Niemand kennt heute das Mobilitätsverhalten und die Wohnformen in 20 Jahren. Vielleicht ziehen immer mehr Menschen in die Stadt und fahren Rad?
    – Die SRB soll nicht Strombetrieben sein, ist also nicht umweltfreundlicher als etwa mit Gas oder Wasserstoff betriebene Busse.
    – Für das Geld, dass Verbaut werden soll, könnte man Wasserstoff betriebene Busse vermutlich Jahrzehnte kostenlos fahren lassen.
    – Wenn sich die SRB-Apologeten mit Ihren Prognosen vertun, dann sind hunderte Millionen in den Sand gesetzt und wir erleben ein „Kiel 21“, auf das besser verzichtet werden sollte.

    Die SRB scheint mir mehr ein ideologisches Projekt (bei dem die Befürworter ihre Hirne abstellen und plötzlich – als bekennende Fürsprecher direktdemokratischer Elemente – sogar die Bevölkerung lieber nicht mehr befragen wollen!), als ein Vernunftsprojekt.

    Der Heidemörder

    3. November 2013 at 22:15

    • Also zunächst einmal geht es gar nicht um Busse kontra SRB. Als die Straßenbahn in Kiel noch fuhr – und da kann ich mich noch erinnern, gab es auch viele Busse. Es geht nicht drum Busse abzuschaffen. Natürlich sind Busse flexibler. Und daher stehen sie auch eher im Stau als Schienenfahrzeuge, weil sie eben total abhängig sind von den Verkehrsverhältnissen. Busse sind langsamer und weniger leistungsfähig. Busse sind nur theoretisch flexibler. Man kann die Situation in Kiel natürlich mit der KVG-Inkompetenz abtun. Vielleicht ist da auch ein großer Teil Wahrheit dran. Warum ein Sternsystem? Warum Buswettrennen einmal die Stunde von Ost nach West an Wochenenden und dann wieder eine Stunde gar kein Bus. Damit Leute in den Randbezirken besser umsteigen können. Na super und deswegen braucht man dann auch mal 4 Stunden länger um am Sonntag Hin und Herzufahren.
      Ich denke schon, dass man die Zukunft des Verkehrs ganz gut prognostizieren kann. Genaues weiß man nicht, aber Fakt ist, dass das Auto immer noch dominant ist. Und das hat mit der Förderung zutun. Da sind die Weichen falsch gestellt worden. Das Auto sollte an sich keine Zukunft haben. Das geht aber nur mit einem leistungsfähigen ÖPNV. Selbst die Gegner der SRB geben zu, dass diese leistungsfähiger als ein Bussystem ist. Nur das sie dann sagen, das wäre zu teuer. Aber was ich versucht habe darzustellen ist, dass es gar nicht die Möglichkeit gibt KEIN Geld auszugeben. Es ist die Frage wohin. Auch das Bussystem erfordert Investitionen. Die werden aber immer verschwiegen. Man muss eigentlich die Modelle gegeneinander stellen und dann schauen, was es auf lange Zeit bedeutet.

      Uns zum Bürgerentscheid: Da wird einer gefordert, ohne das klar ist, was gefragt werden soll – und auch nicht, was eine Ablehnung der SRB bedeuten soll. Muss dann der Bahnhof Elmschenhagen geschlossen werden? Seit Jahren werden alte Bahnhöfe neu eröffnet. Die SRB ist eigentlich eine sinnvolle Fortsetzung dieser Projekte. Ich sehe da keine sinnvolle Frage, außer man bezieht alle Fragestellungen mit ein. Z.b. sollte man dann auch über die Zukunft des Autos und Fahrrads in Kiel abstimmen. Dann aber ist man doch bald bei sowas wie einem Bürgerhaushalt. Da dürfen dann alle mitbestimmen wo gekürzt wird. Solche Abstimmungen sind doch nur Scheinbeteiligung. Es gibt eben kein einfaches JA/NEIN zur SRB, anders als bei Möbel Kraft.

      tlow

      3. November 2013 at 23:00

      • Da keiner den ÖPNV an sich infrage stellt, läuft die Diskussion letztlich darauf hinaus: Wollen wir einen ÖPNV nur mit Bussen oder wollen wird eine Umlandanbindung mit einer Stadt-Regional-Bahn, die nicht nur – wie derzeit – den Hauptbahnhof ansteuert, sondern auch einige andere Stadtgebiete erreicht. Insofern geht es sehr wohl um die Frage „Bus oder Bus+SRB“. Es geht nicht um „Auto versus ÖPNV“!

        Ich habe extreme Zweifel, ob nicht viele Bürger Kiels+Umland in 20 Jahren lieber Elektroautos fahren als mit einer SRB und ich zweifle, wenn ich mit die geplanten Verläufe angucke (http://www.stadtregionalbahn-kiel.de/index.php?id=205), ob nicht Expressbusse die günstiger und flexiblere Lösung wären. Insofern bin ich bei Ihnen, wenn Sie sagen, man muss die Modelle (Bus oder Bus+SRB) einander gegenüberstellen und vergleichen. Und dann bitte die Bürger entscheiden lassen, deren Geld man schließlich auch ausgeben will und die die Zeche zu zahlen haben, wenn´ schief geht.

        Zur Fragestellung: Da die Bürger ihre Autos selbst bezahlen, genauso wie Ihre Fahrräder, muss darüber natürlich niemand abstimmen. Es geht darum, wofür diese Stadt das Geld der Steuerzahler ausgibt. Und darüber sollte sie bei Investitionen, die realistisch gesehen bei einer halben Milliarde enden werden, die Bürger dann auch entscheiden lassen. Denn so hoch ist bei einer Wahlbeteiligung von 37,15 % die demokratische und leider auch die fachliche Legitimation der Ratsmehrheit nicht.

        Der Heidemörder

        9. November 2013 at 19:58

        • Ich sagte ja selbst, dass es nicht um Busse kontra SRB geht. Sondern darum, ob man die SRB zusätzlich angelegen will. Zu Elektroautos: Das ist auch nur ein Hype. Insbesondere verstehen viele nicht, das Elektroautos nur bei einigen Punkten helfen: Bei der innerstädtischen Luft- und Lärmemission. Keine Lösung bieten sie z.B. für den Straßenbau oder den ruhenden Verkehr.Und was Expressbusse angeht: Vor Abschaffung der Straßenbahn hatte man Schnellbuslinien versprochen und danach auch eingeführt. Nach nur kurzer Zeit allerdings auch Kostengründen abgeschafft. Man wollte damit der Tatsache begegnen, dass Busse nun einmal langsamer sind.
          Zum Bürger entscheiden lassen: Ja, dann aber auch über ALLES was den Verkehr betrifft. Dann brauchen wir mal Pläne als Alternative, aus denen man wählen kann, Szenarios,… Bisher wird nur mit Schlagworten um sich geworfen. Die Bürger werden ansonsten nie gefragt. Ich sage dazu: Sollen die Bürger, die entscheiden wollen doch Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammeln. Dann werden wir ja sehen, wie viele gegen die SRB stimmen wollen. Ihr könnt heute schon anfangen, wenn ihr denn so genau wisst wogegen ihr stimmen wollt. Natürlich ist die Legitimation der Ratsversammlung fraglich, aber das ist fast durchweg bei allen Parlamenten auf allen Ebenen so.

          tlow

          9. November 2013 at 20:22

  2. Eins ist doch klar es kostet weit mehr als 380 Millionen Euro. Die SRB fährt nicht überall. Buse müssen im Zweifel zubringen.

    Ohne jeden Zweifel kann eine Bahn mehr Menschen Transportieren als Buse es können. Es ist aber keine Straßenbahn. Es ist ein Regionalbahn mit Straßenbahnzulassung. Die Außerhalb Kiels im Zweifel mit Diesel fährt und in Kiel mit Strom soweit mir bekannt!

    Zum Zustand des ÖPNV in Kiel. Nun ja wer kein oder nur Verhältnismäßig wenig Geld Investiert muss sich nicht wundern.

    Schon wieder Geld. Das ist der eigentliche Punkt. SRB 380 Millionen plus, Busanpassung € ? keine Zahlen! Warum nicht? Auch dieses Netz muss dann angepasst und Modernisiert werden. Auch dies wird Millionen kosten.

    Dazu der Radwegeausbau der auch Kostet.

    Für alles hat Kiel kein Geld. Das wird vergessen und oft absichtlich nicht gesagt! Oder warum wird vergessen das die Schulen ohne Neubauten mehr als 140 Millionen brauchen. Der Bürgermeister spricht von sogar 180 Millionen.

    Also was nun? Bildung, Kinder und Familien? Oder SRB und die vielen Nebenkosten dieses Projektes. Zuzüglich des Radwegenetzes? Und Spaßbad, und kleiner Kielkanal und, und, und?

    Jeder wird zugeben alles geht nicht. Also ist die Frage Bürgerentscheid auch eine Frage was zuerst im zweifel ! Der Euro ist nur einmal da. Und im Grunde in Kiel gar nicht. Wer will wenn es soweit kommt die Streichungen im Haushalt an anderer Stelle erklären? Vor allem im Sozialem?

    AM

    Andreas Mertens

    4. November 2013 at 10:43

    • Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen!

      Andreas Mertens

      4. November 2013 at 10:46

    • Wie ich schon andeutete finde ich es unlauter nur von den Kosten der SRB zu reden. Allerdings haben das die Befürworter auch getan. Wenn man von Gesamtkosten für die SRB spricht, muss man auch von Einnahmeverlusten sprechen, wenn ein Öffentliches Verkehrssystem seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Und man muss davon sprechen was das Bussystem ohne SRB kostet. Aus meiner Sicht ist schon bereits der Zustand erreicht, wo man die KVG gar nicht mehr benutzen kann. Da gibt es Szene, wo der Bus niemand mehr einsteigen lässt und die Leute mit der teuren Monatskarte wutschnaubend an der Bushaltestelle zurückgelassen werden. In Kiel sind es unhaltbare Zustände – und ich kann jeden Autofahrer verstehen, der sich weigert Busse zu benutzen. So nah will man seine Mitmenschen nicht immer haben. Und im Regen stehen gelassen werden macht auch keinen Spaß. Das hat aber direkt etwas mit der mangelnden Kapazität zutun. Die SRB ist eben kein singuläres Prestigeprojekt – und es ist eben nicht so, dass sich viel sparen würde, wenn man hier etwas nicht ausgibt.
      Wenns nach mir geht verzichten wir auf das teure Kompromissbad, auf das Science-Center und viele andere Leuchtturm-Projekte die verzichtbar sind. Aber sparen wir nicht am öffentlichen Verkehr. Denn der Autoverkehr kann auf Dauer keine Perspektive sein. Schon gar nicht im Hinblick auf Themen wie Klimaveränderung und Flächenversiegelung.

      Zu den Zahlen: Es wäre Aufgabe der SRB-Gegner zu beweisen, dass ein Verzicht auf die SRB Kiel günstiger kommt. Ich glaube es nicht. Es geht eben nicht einfach mehr durch mehr Busse.

      tlow

      4. November 2013 at 20:26

  3. Die SRB kostet viel Geld, die Anfangs-investition. Auch die Betriebskosten sind nicht gering. Allerding kostet der reine Bus ÖPNV, zwischen 6-7 millionen Euros. Ich bin allerdings nicht nur Befürworter von Straßen, die wir dennoch brauchen. Wer glaubt, man könne PKWs komplett abschaffen, wohnt in einer rosa/ roten Welt. Denn ganz ohne Autos/ LKWs/ Transporter wird es nicht gehen. Oder will man Stahl/ Aluminiumteile für den Lokbau, (zb „noch“ Voith), oder Schiffbau per Fahrrad und Fahrradanhänger transportieren? Irgendwo, muss man auch die Kirche im Dorf lassen.
    Selbst, wenn man in der Holtenauer Straße, Schienen verlegen würde, würde das nicht mehrere Jahre bedeuten. Und es wird auch keine Berliner Mauer errichtet, die fast unüberwindlich ist. Es werden Schienen verlegt, die gesunde Menschen überqueren könnten.
    Und die Bauzeit für die mehrere Km-lange „Holtenauer“, würde insgesamt 1-2 Jahre betragen. Und es wird auch nicht gleich auf ganzer länge die Straße aufgerissen. Also ist es schwachsinnig, sich über die Bauzeit aufzuregen. Ausser es liegen unüberwindliche Hindernisse unter der Holtenauer.
    Die Reaktivierung der Haltestellen entlang der Regionalbahnhaltestellen, hat per se nichts mit der SRB Kiel zu tun. Auch eine mögliche reaktivierung der Bahnstrecke: Kiel-Schönberg in Holstein nicht.
    Und wenn man voon einer Stadtbahn spricht, sollte man die Systeme trennen.
    Eine „Stadt-Regional-Bahn“ ist eine „Stadt-Regional-Bahn“ und dkeine Stadtbahn.
    Eine Stadtbahn ist eine Stadtbahn. Daher auch verschiedene nahmen. Eine Stadtbahn ist ansich mit einer Straßenbahn vergleichbar, die „nur“ in einer Stadt fährt und explizit eingie Vororte anfährt.
    Eine „Stadt-Regional-Bahn“ nutzt das bestehende Regionalbahnnetz und ein neu zu bauendes Schienenetz innerhalb KIels. Falls dieses nicht schon vorhanden ist.
    Und in keiner Stadt dieser Welt, fährt eine regioTram, stramm, auf einem eigenem Gleisbett. Irgend wo, müssen isch STadtbahnzüge oder SRB-Züge queren. Anders geht es nicht.
    Und die „Stadt-Regional-Bahn“ gibt es als Namen nur in Kiel. Überall sonst, heißt es of: RegioTram. Zb in Kassel. Kassel hat sein ÖPNV ANgebot, das aus der Straßenbahn Kassel und einem Bus ÖPNV und Regionalbahnzügen bestaand mit einer RegioTram erweitert. Der ÖPNV sowie die RegioTram haben steigende Fahrgastzahlen verzeichnet, obwohl Kasssel kleiner ist als Kiel.
    Kiel, hätte noch einen Vorteil: Es gibt ein bereits, gutes Schienennetz von Kiel nach aussen. Die muss „nur“ erweitert werden. In Kiel, müssten zwischen 40-60 Km Gleise neu gelegt werden.
    Und wenn ich sehe, wie viel millionen Euros in manche Projekte gesteckt werden, die völlig überteuert sind, zb BER Berlin, oder sonstige Projekte, ist eine Investition in ein Schienen-ÖPNV sinvoll!!
    Das sage ich, obwohl ich einen Ausbau von Straßen genauso sinnvoll betrachte. Aber nicht jeder hat ein Auto. Und selbst in Kiel, würde sich ein kombinierter ÖPNV sich rechnen. Selbst die Kieler Straßenbahn fuhr einigermaßen erfolgreich. Leider, hat man es versäumt, in das Streckennetz zu investieren und in das gleisbett. Da man nicht in die Erneuerung des Gleisbettes investiert hat und keine „neeuen“ Fahrzeuge 1980 gekauft hat, haben die amaligen Züge immens gequietscht.
    Und noch eines zu den Kosten: Ein reiner Bus ÖPNV und eine reine SRB Kiel liegen nicht soweit auseinander, was die Betriebskosten angeht.
    Kiel braucht einen kombinierten ÖPNV. Dringender denn je.
    Abgesehen von so manchen SRB Kiel Streckenplanungen, wo ich einige in Frage stelle, ist das Konzept ein Weg in die Richtige Richtung. Die CDU, hat leider kein Konzept. Sie „nörgelt“ nur.
    Ich bin in der CDU, und habe in anderen vergleichbaren Städten den kombinierten ÖPNV schätzen gelernt. Als CDUler. Leider, bin ich aber in der Minderheit.
    Was den Punkt kombinierter ÖPNV betrifft.
    Um den Kieler ÖPNV zukunftssicher zu machen, müsste auch die SFK Flotte neu gebaut werden, da diese Schiffe den Anforderungen kaum noch entspricht. Die meisten Schiffe, sind aus den 1980ern. Eine erneuerung kostet Geld und ginge nur mit Hilfe des Landes.

    Kieler78

    7. Februar 2014 at 11:03

    • Stadtbahn und SRB Züge und PKWs queren sich immer irgendwo. Scheiss Tippfehler. Tippen, ist nicht so meine stärke. ^^

      Kieler78

      7. Februar 2014 at 11:06

    • Ja leider igelt sich die Kieler CDU in ihre eigene Argumentation ein, anstatt selbst mal Initiative oder Kreativität zu zeigen. Und daher steht der Ausgang der nächsten OB-Wahl bereits fest. Tip: Es wird nicht Kruber.

      tlow

      7. Februar 2014 at 23:29

  4. Lassen wir uns von den derzeitig günstigen Spritpreisen nicht täuschen. Langfristig werden die Energiepreise nur eine Richtung kennen, und wenn dann (und wegen zunehmender Altersarmut) immer mehr Menschen in das überforderte Busnetz drängen, wird es wegen der weiter gesunkenen finanziellen Leistungsfähigkeit der öffentlichen Haushalte zu spät sein für die Einführung des schienengebundenen ÖPNV für Kiel!!
    O Nörgler der Region, schaut auf Karlsruhe, Kassel, Saarbrücken, Aarhus, Brest,……………

    Olli S.

    19. Dezember 2014 at 07:11


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