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Kruber als OB-Kandidat nur eine Notlösung? #obkiel2014

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Zu Anfang der Neukandidatur waren vor allem die „Oppositions“parteien im Kieler Rathaus sehr dafür einen Kompromisskandidaten mit allen Fraktionen zusammen in einer Findungskomission festzulegen. Daraus sprach die Überzeugung, dass der kommende Kandidat alles sein sollte, nur nicht parteiisch. Die Kieler FDP erklärte z.B. dazu:

„Die Idee einer parteiübergreifenden Findungskommission unterstützen wir und werden als unsere Vertrauensperson den ehemaligen FDP Ratsherren Helmut Landsiedel in das Gremium entsenden. Für das anstehende Verfahren zur Suche nach möglichen Kandidaten sollten sich alle Beteiligte nun Zeit nehmen, um an gemeinsam erarbeiteten Entscheidungskriterien eine erste Sondierung vorzunehmen.
Für die FDP ist dabei ausdrücklich ein Erfahrungshintergrund mit städtischer Verwaltung und Personalverantwortung sowie einem profunden Fachwissen in den Themenfeldern Haushalt und Finanzen entscheidend. Unabhängig von der aktuellen Steueraffäre kommen auf die Landeshauptstadt in diesem Bereich in den kommenden Jahren große Herausforderungen zu. Ergänzend sind natürlich kommunikative Fähigkeiten und Verbindlichkeit der oder des Kandidaten wichtig, denn die Nachwirkungen der Auseinandersetzungen um die ehemalige Oberbürgermeisterin mit ihrer eigenen Partei innerhalb der SPD und den Gremien der Ratsversammlung müssen rasch überwunden werden, um zu einer sachorientierten Politik zurückzufinden. Eine Auswahl ausschließlich nach Parteibuchselektion wird es mit uns nicht geben.“

Laut KN bestand nun die Findungskommission der CDU aus Eckhard Sauerbaum, Stefan Kruber, Angelika Volquartz(!), Robert Vollborn, Sigrid Schröter und Arno Witt. Fündig wurde man in den eigenen Reihen mit Stefan Kruber.

Kruber gehört zu den aggressivsten und parteiischsten Vertretern im Kieler Rathaus. Selbst die KN gab nicht umhin  seine Rolle beim Rücktritt von Frau Gaschke zu erwähnen. Was aber reitet die CDU einen Kandidaten ins Rennen zu schicken, der aufgrund seine Parteiigkeit von vorne herein keine Chance hat und zudem: Wieso widerspricht man mit dieser Auswahl der eigenen Leitlinie der Überparteilichkeit?

Der Eindruck ist ähnlich wie bei der Kandidatur von Gert Meyer: Die CDU hat den Kampf eigentlich schon vor dem Beginn aufgegeben. Offenbar hat man keinen Kandidaten oder Kandidatin finden können, der allen eigenen Mindeststandards entspricht. Klar ist natürlich, dass er als Jurist einiges Vorwissen mitbringt für den Job, wie aber im übrigen auch der Gegenkandidat der SPD.

 

Bleibt die Frage, wie sich die anderen Parteien verhalten werden. Die Piraten werden sicher Kruber unterstützen. Warum sonst sollte Sven Seele öffentlich Herrn Kruber als einen Freund bezeichnen? Und die FDP hat ein Dilemma mit diesem Kandidaten – stimmt sie der CDU zu wird man ihr Nibelungentreuer unterstellen, aber votiert sie für den SPD-Kandidaten, wird sie die SPD verärgern. Eine  unabhängigen Kandidaten gibt es derzeit nicht. Momentan würde ich wetten, dass für Herrn Kämpfer die Chancen 10:1 stehen, dass er gewinnt.

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Written by tlow

9. Dezember 2013 um 16:58

Eine Antwort

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  1. Moment! Aus der parteiübergreifenden Findungskommission ist nichts geworden, weil SPD/Grüne einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wollten. Das ist aus machtpolitischen Gründen nachvollziehbar, denn die Chancen für einen rot-grünen Kandidaten stehen gut. Und natürlich ist Ulf Kämpfer kein Kandidat, auf den sich alle Ratsparteien verständigt haben. Er ist nicht überparteilich, sondern der Kandidat der Kooperation.

    Deswegen ist es konsequent und folgerichtig, dass die CDU einen eigenen Kandidaten aufstellt. Mit Kruber haben sie ihren besten und eloquentesten Kopf gewählt. Er ist kein Konsenztyp, das stimmt. Aber er ist mir hundertmal sympathischer als etwa der Fraktionsvorsitzende der SPD, Dr. Traulsen, dessen Worte vor Borniertheit nicht selten triefen. Im Grunde muss man sagen: Kruber hat schlicht stets grobe Keile in die groben Holzklötze (nein, nicht Holzköpfe) der SPD geschlagen. Verständlich.

    Der OB-Wahlkampf kann jetzt jedenfalls spannend werden. Die Besetzung ist hochkarätig und nicht zu vergleichen mit den Kandidaten der letzten Wahl – auch wenn Frau Gaschke in ihren Bunten Kleidern hübsch anzusehen und Herr Meyer ein wirklich netter Typ war.

    Der Heidemörder

    9. Dezember 2013 at 17:18


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