KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

#Dodenhof-Erweiterung in Kaltenkirchen – ein Wink nach Kiel

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Nun wird der Dodenhof in Kaltenkirchen erweitert. Darum gibt es viel Aufregung. Manche haben nicht kapiert, dass wir im Kapitalismus leben. Es ist ja ganz niedlich, wenn man glaubt den zähmen zu können. Aber natürlich hat man auch in Kiel das Rad des Wettbewerbs mit der Zustimmung zum Möbel Kraft Bau weiter angeschwungen. Natürlich reagieren da Konkurrenten – nicht nur in Norddeutschland, aber jetzt gerade eben auch hier in Schleswig-Holstein. Da wird dann plötzlich nach Regulierung geschrieen. Dabei wird bei Dodenhof nicht einmal ein Kleingartengelände plattgemacht. Das ist ähnlich albern wie den CITTI-Markt bauen zu lassen und sich über Raisdorf/Schwentinental aufzuregen. Wenn ihr von Konkurrenz der Regionen und der Kommunen redet, dann werdet ihr auch genau das ernten. Und natürlich bedeutet das eine destabilisierte Wirtschaft, weitere Blasen sie entstehen und platzen. Aber hinterher sind wieder alle schlauer. Dabei kann man das vorher wissen, wie auch bei der MAX BAHR-Pleite. Oder bei Schlecker. Was fehlt ist als nächstes die Insolvenz eines der größeren Discounter wie z.B. PENNY oder LIDL.

 

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Written by tlow

15. Dezember 2013 um 22:52

Eine Antwort

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  1. Als erste wird es wohl die alteingesessenen Möbelhäuser treffen. Wenn eine Stadt die Ansiedlung bestimmter Unternehmen als geradezu im Allgemeinwohl liegend überhöht (wohlgemerkt: Ein Unternehmen, dass ausschließlich in Asien produzierte „Möbel“ verkauft und „Löhne“ bezahlt, die nur durch einen erheblichen Provisionsanteil das Auskommen sichern), dann ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass derartige Ansiedlungsentscheidungen mit rationaler Abwägung nichts mehr zu tun haben. Die Diskussion in der Ratsversammlung war – auch zu diesem Thema – wie üblich ideologiegeprägt (Arbeitsplätze, Investitionen, Fortschritt, wo doch nur Arbeitsplatzverlagerung, Verdrängungswettbewerb und Vergewerbegebietisierung der Stadt Vorschub geleistet wird). Im Ergebnis tragen SPD/CDU/Grüne/FDP/SSW letztlich nicht nur zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität der Kieler, der Vernichtung einer 200 Gartenanlage und grünen Lunge Kiels bei, sondern konterkarieren ihre eigenen (Wahlkampf-?) Ziele „urban gaardening“ (Grüne, SPD) bzw. „essbare Stadt“ (Piraten) und – Tragik der Geschichte – vernichten Wohl auch noch gut bezahlte Arbeitsplätze in den mittelständischen Möbelhäusern und bei deren (noch in Deutschland ansässigen!) Produzenten.

    Der Heidemörder

    16. Dezember 2013 at 09:25


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