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KN-Preis: Madsack ehrt sich selbst.

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Die Kieler Nachrichten berichtet stolz  KN-Redakteurin gewinnt Medienpreis, Der Madsack-Medienpreis, in dem mehrere Chefredakteure von Zeitungen der Madsack-Gruppe sitzen sollen habe diesen Preis verliehen. Was der Artikel aber nicht transparent macht ist, dass die Kieler Nachrichten selbst Teil der Madsack-Gruppe ist.

Dieser Medienpreis, der offenbar nicht einmal eine eigene Webseite hat, wurde also hausintern vergeben. Das ist also in etwa so, als wenn Coca-Cola der Marke Sprite einen Preis fürs beste Getränk vergibt. Sicher hat Martina Drexler einiges an Arbeit geleistet in den Wochen in denen der Fall aufgeklärt werden sollte. Aber wenn die KN nicht erwähnt, dass der Preis quasi sich selbst vergeben wurde, so ist das schon eine grobe journalistische Verfehlung. Zudem hat die KN bis heute nicht wirklich zu den Hintergründen beigetragen. Die meisten Fragen sind nach wie vor offen geblieben. Wir wissen eigentlich nicht mehr, als wie am ersten Tag. Auf welcher Grundlage hatte Gaschke gehandelt? War ihr überhaupt ein Versagen vorzuwerfen oder war ihre Entscheidung auf der Basis der ihr vorgelegten Materials aus ihrer Sicht gar nicht anders möglich? Man hat sich doch schnell abgewendet, als das politische Opfer dargebracht wurde. Das gilt im übrigen auch für die politischen Gegner, die auch das Interesse verloren zu haben scheinen?

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Written by tlow

14. März 2014 um 20:08

Eine Antwort

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  1. Mich hat der „Preis“ auch deswegen etwas verwundert, weil Frau Drexler schlicht ihre ureigene Aufgabe erfüllt hat, unabhängig über den „Steuerfall Gaschke“ zu berichtet. Mich irritiert etwas, dass Selbstverständlichkeiten eine besondere Auszeichnung verdienen sollen, wenn man nicht die leider eben nicht nur gelegentlich auch zu beobachtende Hofberichterstattung der KN als Maßstab zugrunde legt.

    Im Übrigen: Hart recherchierter investigativer Journalismus war das nicht. Frau Drexler bliebt nur hartnäckig am Ball – gegen alle Beschimpfungen der Kieler SPD-Ortsvereine. Auch das eine Selbstverständlichkeit, sollte man annehmen.

    Der Heidemörder

    15. März 2014 at 08:50


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