KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Gastbeitrag: „Warum ein Liberaler gegen Möbel Kraft sein kann!“ #möbelkraft

with 5 comments

Thilo Pfennig: Als Gastbeitrag heute einige Argumente des Liberalen Andreas Mertens, um das Ganze mal breiter zu beleuchten. Ich fands interessant auch aus dieser politischen Ecke mal eine Gegenmeinung zu hören. Daher die Einladung zu einem Gastbeitrag:

Vorweg möchte ich sagen: Ich gehöre nicht mehr der FDP Kiel an, auch wenn ich noch im OBR Mettenhof tätig bin. Ich Wohne ja in Kiel!

Andreas Mertens

Warum bin ich, Andreas Mertens, gegen Möbel Kraft? Nun zu einem weil wieder einmal, ja wieder einmal, die Stadt Kiel aber auch andere Akteure es mit der Information und dem Mitwirken und Mitnehmen haben sagen wir schludern lassen!

Das bedauern wieder einmal, schon wieder, alle und geloben Besserung. aber tatsächlich passiert es immer noch wie jüngst auch in Schilksee. Das will und mag ich, als ehemaliger sehr aktiver Basis Kämpfer in Kiel, nicht mehr hören. Viel zu oft passiert dies.

Das allein ist aber noch kein Grund genug! Nein, als Vater von sieben Kindern weiß ich, wie wichtig ein Garten für die Familie sein kann. Bietet doch der Garten abseits vom Spielplatz um die Ecke ein Toben und Spielen sowie eine günstige Freizeitgestaltung gerade für Großfamilien an. Der Kleingarten bietet aber auch das Kennenlernen über den sozialen Status eines jeden an. Jung und Alt, Deutsch und nicht Deutsch alles mehr als Positive Dinge die zu erhalten sich lohnen. Dies an neuer Stelle aufzubauen dauert Jahre und wird nicht wirklich unterstützt.

Mit anderen Worten: Gerade hier wird das seit vielen Jahren gewachsenes, multikulturelles und generationenübergreifende zerstört!

Als weiteres, jeder redet über Möbel Kraft aber vergisst das noch ein Möbeldiscounter dazu kommt auf dem Gelände. Es gab durchaus, das zeigen die zugänglichen Papiere, einen anderen Standort den aber der Investor nicht wollte. die Politik sich beugte!
Auf dieser Höhe wird auch wieder die Frage des Verkehr aufgeworfen, das Problem CITTI-Markt ist ja bekannt!
Ist es mit den Arbeitsplätzen so wie geschildert? Gewerkschaften sagen dies, die Stadt das, der Investor das? Gerade Möbel Kraft liegt mit dem Gehaltsmodell der Entlohnung der Mitarbeiter in der Kritik. Vor Jahren gab es gerade durch die Gewerkschaft da „Starken Gegenwind“. Wie viele neue Arbeitsplätze gibt es in Kiel tatsächlich? Wie viel werden in Segeberg abgebaut, mittel- oder langfristig?

Auf all diese Fragen keine und oder ausweichende Antworten!
Gutachten, die durchaus Negatives enthalten werden genutzt um aber gerade das Negative nicht zu beachten und oder zu wenig. Lösungen dazu? Keine!

Dann wird aufgeführt, welchen Schaden ein Ja zum Bürgerentscheid haben würde. Zukünftig für die Wirtschaft aber auch für den Sport in Kiel. Nun, schon komisch, dass es bei ECE und allem andern dann keine Rolle spielte.
All dies und noch viel mehr sagte ich mir als liberaler Sozialpolitiker: Nee so nicht. Das können wir besser davon bin ich, Andreas Mertens, überzeugt!

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Written by tlow

19. März 2014 um 17:43

5 Antworten

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  1. Lieber Herr Mertens, dann werben Sie doch mal bei Ihrem (ehemaligen) Parteikollegen Henke für ihre Position. Ratsherr Henke scheint ja rationalen Argumenten gegenüber durchaus aufgeschlossen zu sein.

    Der Heidemörder

    19. März 2014 at 17:51

    • Ich glaube rational kann man Dinge so oder so sehen. Rational ist auch zu sagen: Wir tun ALLES, wofür es Gewerbesteuern geben könnte. Man gewichtet dann eben die ganzen anderen Aspekte als relativ unwichtig. Es ist insofern eher eine Frage der Gewichtung und des Standpunkts. Da müsste dien gesellschaftliche Debatte ansetzen. Ich bin nach wie vor unsicher, wie es ausgeht. Ich fürchte der Bürgerentscheid scheitert, weil sich die Leute zu schnell einlullen lassen, auch wenn ich bisher jeden überzeugen konnte, den ich getroffen habe, oder sie waren eh schon für den Planungsstopp.

      tlow

      19. März 2014 at 17:57

      • Nun, mein Eindruck ist schon, dass Ratsmehrheit und Stadtvertreter Gegenargumente kaum gelten lassen. Der Bau von Möbel Kraft wurde früh eingefädelt und dann als „alternativlos“ und die Meisterleitung unseres EX-OB und Noch-MP schlechthin dargestellt. Ich jedenfalls habe nicht mitbekommen, dass bei der Entscheidung Argumente abgewogen und gewichtet worden wären. Es wurde entscheiden und dann die Entscheidung begründet. Das ist das genau Gegenteil von Rationalität.

        Der Heidemörder

        19. März 2014 at 18:50

        • Ja und Nein. Natürlich lassen die kaum Gegenargumente gelten. Aber jede Rationalität braucht auch einen Orientierungsrahmen. Es kann auch rational sein, Gegenmeinungen zu unterdrücken und zwar, wenn man seine eigene Politik durchbringen möchte und bestimmte Ziele besonders gewichtet. Demnach handelte die RV und der Bürgermeister rational, logisch und folgerichtig. Dennoch ist es die falsche Politik. Ich denke Politik, insbesondere Kommunalpolitik findet zunehmen in einen verengtem Rahmen statt. Der Verkauf der KWG, die Stilllegung der Straßenbahn und jetzt eben auch das Bauprojekt Möbel Kraft folgen einem bestimmten Zeitgeist und einer bestimmten Logik. Das man 10-20 Jahre nachher die Hände über den Kopf zusammenschlägt und sagt: „Mein Gott, was haben wir getan?“ und die gleichen Parteien z.B. die Stadtregionalbahn in Kiel haben wollen, die etwas bringen soll, was Kiel zum Teil schon hatte, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin nach wie vor nicht der Meinung, dass in der Politik das bessere Argument zählt. Es gibt Zielvorgaben und alles, was danach aussieht diese Ziele besser erreichen zu können, wird getan. Das sind schon fast Automatismen. Es wäre z.B. schön, wenn es zu diversen politischen Projekten ECHTE Debatten gegeben hätte, bei denen um die Wahrheit gestritten würde. Aber wo gibts das bitte noch? Schon gar nicht im Wahlkampf. Jeder bedient da seine Klientel. Deswegen finde ichs ja auch schön, wenn Leute mal aus dem Format aussteigen und einfach sagen, was sie persönlich denken und wie sie es begründen. Zu oft wirkt das ganze ja schablonenhaft und die OB-Kandidaten oft auch sehr steif und starr.

          tlow

          19. März 2014 at 21:56

  2. Ich wusste nicht, dass Liberale jetzt die Geschäftsmodelle von Unternehmen testen, bevor sie einer Geschäftstätigkeit zustimmen. Das nenn ich mal Primat der Politik!

    Franz

    30. März 2014 at 21:25


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