KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

#Möbelkraft gewinnt Bürgerentscheid #obwahl #kiel

with 13 comments

Die Kieler*innen haben sich für Möbel Kraft und für den Erhalt von GRÜN entschieden. Es war ein ungleicher Kampf: Auf der einen Seite ein Möbelriese, die Stadt Kiel, die Landesregierung mit all ihrer medialen Präsenz und Geld – auf der anderen Seite die Kieler, die das GRÜN erhalten wollten.

Das Ergebnis zu 21.30 (107 von 107 Wahlkreisen)  ist 52,5 % NEIN (für Möbel Kraft) und 47,5 % für JA (gg. Möbel Kraft).

Damit ist das Thema nun erst mal durch. Die Kieler Politik hat damit die Bevölkerung gespalten. Es hat aber auch einige Gruppen und Menschen zusammengebracht. Die PRO-Stimmen sind ein Achtungserfolg. Mehr leider nicht. Es wäre so schön gewesen. Bye, bye Prüner Schlag!

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Written by tlow

23. März 2014 um 21:27

13 Antworten

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  1. Da hat das Schmierblatt KN ganze Arbeit geleistet

    JMK

    23. März 2014 at 21:41

    • Das würde ich gar nicht mal sagen. In der „Elefantenrunde“ meinte Herr Hencke mehr Geld für Plakate hätten der Initiative auch keine 2% mehr gebracht. Das bezweifle ich 2% denke ich, wären schon drin gewesen. Das Plakat fand ich übrigens sehr gut.

      tlow

      23. März 2014 at 21:43

      • Die Berichterstattung der KN war offen einseitig und teilweise sachlich unrichtig. Kampagnenjournalismus war es allerdings nicht. Natürlich konnten Stadt und MK mit 130.000 € mehr (und zwar etwa 44 Mal mehr) Öffentlichkeitsarbeit machen als die BI mit 3.000 €. Das zu bestreiten, ist wirklich Unsinn. Wären die Chancengleichheit gewahrt gewesen, hätte das Ergebnis durchaus anders ausfallen können. Aber Chancengleichheit war nie gewollt. Auch von Ratsherrn Hencke nicht.

        Helge Hildebrandt

        23. März 2014 at 21:59

  2. Ist schon interessant mal zu schauen, was entscheidend war. Es gab wohl auch Radio-Werbung von Möbel Kraft am Samstag Morgen für die Abstimmung? Wenn alles Geld nichts bringt, warum gibt es dann Werbung und warum gibt die Stadt dann 30.000 € aus? Ich finde das eigentlich schon ein sehr gutes Ergebnis für einen Widerstand. Man hat fast die Hälfte der Kieler*innen überzeugt. Allerdings fallen jetzt sicher viele in ein Loch und schütteln wie ich den Kopf über die vielen Befürworter, die auf die simplen Aussagen und teilweise Lügen reingefallen sind. So wie Frau Sigrid Schröter, die behauptete, dass lange über den Standort debattiert wurde und das Bürger*innen bei Ausschußsitzungen hätten mitdiskutieren können. Das sind gezielte Lügen fernab jeder Realität. Man kann ja verschieden argumentieren und und Dinge verschieden einschätzen, aber man sollte das schon auf Fakten basieren, nicht auf einer phantasierten Wirklichkeit. Das Ergebnis ist eine Art Freibrief für die Stadt zu tun, was sie wollen. Wenn sie mit so einem dreisten Trick durchkommen, können sie sich eigentlich alles leisten.

    tlow

    23. März 2014 at 21:52

    • Kein Loch. Das waren Wahlbedingungen unter russischen Verhältnissen. Dafür sind 47,5 % verdammt gut 🙂

      Helge Hildebrandt

      23. März 2014 at 22:05

      • Da sieht man mal die Vorteile eine parlamentarischen Demokratie.

        Franz

        25. März 2014 at 15:43

    • nicht zu vergessen, dass Todeskino schon Tatsachen schaffte. Da dachten sich einige Bürger, wenn die Gärten schon weg sind, dann kann auch Möbelkraft hin.

      JMK

      23. März 2014 at 22:09

      • Da kommen doch eh keine Gärten wieder hin. Hunderte Gärten in Kiel stehen leer und das Gebiet zwischen den Autobahnen ist schon entmietet… Mal sehen, an wen Möbel Kraft das verkauft.

        Franz

        25. März 2014 at 15:43

    • Ich finde gut, dass Werbung für die Abstimmung gemacht wird, damit möglichst viele mitmachen. Und natürlich wirbt man für die eigene Position. Jeder Bürger ist dann eingeladen, sich zu infomieren. Die Infos stehen ja alle im Internet.

      Franz

      25. März 2014 at 15:38

  3. Bei dem Bürgerentscheid haben die meisten Kieler anscheinend die Inhalte nicht verstanden. So etwas hatte ich auch schon erwartet. Möbel Kraft hat in Kiel nichts zu suchen.

    franz33

    24. März 2014 at 01:18

    • Ich glaube schon, dass sie es verstanden haben. Vielleicht haben sich einige „verwählt“, aber das geht ja in beide Richtungen.

      tlow

      24. März 2014 at 06:40

  4. Die Bürgerinitiative hat die Schrebergärten zwischen den 3 größten Kieler Straßen zum Naturidyll stilisiert. Wenn man irgendwo in Kiel bauen sollte, dann dort. 95% der Kieler haben das erste Mal zum Bürgerentscheid überhaupt erfahren, dass es diese Kleingärten gibt. 99% waren noch nie da.

    Mettenhof – der Stadtteil nebenan und noch am ehesten von der Überbauung betroffen – war der Stadtteil mit der höchsten Zustimmung – wegen der möglich neuen Jobs. Und da hat Dr. Kämpfer recht: „Den Luxus, sich gegen Möbel Kraft auszusprechen, muss man sich leisten können.“

    Dazu weiß niemand woher die Bürgerinitiative überhaupt das Geld für so eine Werbekampagne hatte. Und Jahre bevor offiziell plakatiert werden durfte, haben diese selbsterernannten Naturschützer die Stadt voller Plastik-Töpfe gehängt und am Ende sogar jeglichen demokratischen Anstand fallen lassen und anderslautende Plakate schlichtweg überklebt. Welch ein Aufschrei es gegeben hätte, wären es Möbel-Kraft-Aufkleber auf „Grüne Lunge“-Plakaten gewesen!

    Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist für keine Seite ein Grund zu Jubeln oder wütend zu sein. Die Stadt wächst und ein Unternehmen zieht nach Kiel. Eigentlich eine alltägliche Sache.

    Franz

    25. März 2014 at 15:36

  5. …dazu kommt, dass es 55% der Menschen am Arsch vorbei gegeganen ist, ob die Schrebergärten abgerissen werden oder nicht. Insofern hatte die Initiative nur ca. 20% der Wähler wirklich hinter sich.

    Franz

    25. März 2014 at 15:41


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