KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

#NOlympiaKiel #Olympia Es wird Zeit gegenzusteuern!

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Für 2024 und 2028 gibt es Bewerbungen von Berlin und Hamburg für die olympischen Sommerspiele. In Kiel möchte man dafür die Segelwettkämpfe austragen (siehe dazu NDR-Bericht und KN-Bericht)
Schon wieder dagegen?

Wieso jetzt schon wieder gegen so etwas wie die Olympiade mögen manche meckern. Aber es gibt dazu ganz konkrete Gründe. Auf der Seite www.nolympia.de findet man diese. Ich zitiere von dort dazu auszugsweise aus dem Fazit einer Studie der Universität Oxford vom Juni 2012:

“In der Vergangenheit haben die Olympischen Spiele hohe Defizite eingefahren… Gemäss einer neuen Studie der britischen Universität Oxford ist den Olympischen Spielen eines gemeinsam: die Budgetüberschreitung. Gemäss der Studie konnten in den letzten 50 Jahren keine Sommer- und keine Winterspiele ihr ursprüngliches Budget einhalten. Im Durchschnitt sind die Endkosten 179 Prozent höher als ursprünglich angenommen. ‘Eine Olympiade ist für eine Stadt oder ein Land eines der finanziell riskantesten Projekte überhaupt

Weitere Zitate von der Seite:

  • Seit den Sommerspielen in Atlanta 1996 vergibt das IOC die Olympischen Spiele nur noch an Städte, welche die Verluste selbst tragen. (Hoffmann, Frank, Salt Lake City lässt die Muskeln spielen, in weltonline 2.1.1999)

Und aus dem Fazit:

Eigentlich ist es nach den Erfahrungen der bisherigen Austragungsorte überhaupt nicht mehr verständlich, dass sich noch ein Bürgermeister oder Politiker findet, der seinen Finger hebt und das IOC um die Vergabe der Olympischen Winterspiele ersucht. Eigentlich müsste es der Amtseid verbieten, diesen Prozess der Selbst-Ruinierung einzuleiten. Eigentlich dürfte kein politisch Verantwortlicher auf die immer gleichen normierten und falschen Versprechungen des IOC und der nationalen Sportverbände mehr hereinfallen. Eigentlich müssten die Bürger dagegen Sturm laufen

Zu Kiel im Besonderen scheint es so zu sein, dass die seit Jahren laufenden Bürgerbeteiligung zum Förderahmenplan mal so eben auf den Kopf gestellt würde. Man gab viel Geld aus, u.a. auch für eine Bürgerversammlung im Rathaus, bei der Bürger über Anträge abstimmen konnten (die verschwanden dann allesamt in der Schublade). Und am Ende, nach dem sich tausende KielerInnen (und aus dem Umland) ernstlich bemüht haben für die Kieler Förde eine Vision zu finden und konkrete Vorschläge zu machen, will man mal eben z.B. das MFG5-Gelände für die Olympiade nutzen. Etwas, dass nie als Frage oder als Möglichkeit im Förderahmenplan enthalten war (siehe auch Durchsuchen der Website nach dem Schlagwort „Olympiade“ mit Google)

Oder um es mal anders zu sagen: Die Stadt Kiel hat leider eine Scheiß-Idee nach der anderen, da kann man schwer FÜR etwas sein. Lustig, wie die CDU die Olympiade beklatscht, wo sie doch gegen eine Stadtregionalbahn ist. Ich möchte Kiel mal 2024 sehen, wie es mit diesem provinziellen Busverkehr den internationalen Besucherstrom zu den Sportwettstätten absolvieren möchte. Die Olympiade wird sehr viel teurer werden als jedes aktuelle Kieler Projekt.

Nichts gegen das Segeln. Das ist ja an sich eine harmlose Sportart, die auch viel Spaß bringen kann. Aber Olympiade ist kein Witz, sondern harte Realität. Und wenn man sich ansieht, wie es IMMER für Städte endet bei Olympia, fasst sich nur an den Kopf bei der bekloppten Idee Kieler Politiker da jetzt unbedingt den Hut in den Ring werfen zu wollen.

#NOLYMPIA #NOLYMPIAKiel

Written by tlow

13. Januar 2015 um 01:03

Veröffentlicht in Veranstaltung

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4 Antworten

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  1. Nur Kontinuität schafft Vertrauen. Kiel, die bipolare Stadt, eiert wie gehabt zwischen Kleinmut und Größenwahn.

    Arndt Gustav

    15. Januar 2015 at 11:09

    • Vergiss nicht die Bundesgartenschau 2020, die will Kiel ja auch stemmen. In Hamburg wurden gerade 30 Millionen Verlust bei der Bundesgartenschau generiert. Ich glaube Politik und Verwaltung wollen Kiel mit aller Kraft in den Konkurs schieben.

      Ich bin ja eigentlich keine Freundin davon, etwas mit psychischen Erkrankungen zu vergleichen, aber die Bezeichnung Kiels als bipolare Stadt finde ich trotzdem gut.

      Anne Kowalski

      15. Januar 2015 at 11:37

  2. Wundert mich auch, dass so wenig Gegenwehr gibt! Dabei wird jetzt schon Geld ausgegeben für dieses Glücksspiel. 780000EUR soll die Bewerbung (nach internen Unterlagen) am Ende kosten – nur für Kiel. Geld, dass einfach so raus gespült wird, Ein Einsatz, der einem Pokerspiel gleicht. Alles ohne die Bürger zu fragen. Da ist NOlympia recht fleissig – und wir sollten uns solidarisieren.

    mikkelppp

    8. Februar 2015 at 19:28

  3. […] ganz simpel: Ich multipliziere diesen Wert mit der durchschnittlichen Erhöhung von Olympiakosten (worauf ich bereits im Januar hinwies); 179% und man kommt auf dem Wert im Titel: 73 […]


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