KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

#Katzheide – die aktuelle Situation

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Aktuell hat die Stadt angekündigt, lediglich das Nichtschwimmer-Becken zu reparieren. Zu dem großen Becken gibt es keine belastbaren Zusagen. Klar ist: In wenigen Monaten wird die Badesaison sich dem Ende zu neigen.

Warum das Zögern? Wieso jetzt überhaupt Reparaturen, wenn es am Anfang als völlig abwegig betrachtet wurde, irgend was retten zu können?

Eins wurde betont: Nach 2017, nach Eröffnung des Zentralbades ist Schluss. Auch wenn jetzt technische Gründe für die vorübergehende Schließung ins Feld geführt wurden, spielt der technische Zustand dann keine Rolle mehr.

Daraus wird deutlich, dass die technischen Gründe nicht wesentlich für die Katzheide-Frage sind. Die Frage lässt sich darauf reduzieren:

  • Braucht Kiel und Gaarden ein Freibad Katzheide, trotz Außenbereichs beim neuen Zentralbad?

Viele sind der Meinung, dass das neue Zentralbad in keinem Fall ein adäquater Ersatz für Katzheide darstellt. Zum einen befindet es sich trotz anderer Darstellung nicht mehr im Stadtteil Gaarden. Das ist sicher für viele ängstliche Mitbürger eher ein Grund es eher zu nutzen. Für die Stadt Kiel ist Gaarden ein schmutziger Stadtteil mit Mitbürgern zweiter Klasse. Und daher der Standort des Zentralbads außerhalb Gaardens ein Versuch das gute, saubere Westufer etwas näher an Gaarden heranzurücken. Genau so wie die klinischen Glassakralbauten in der Kai City. Trotz gegenteiliger Erfahrungen weltweit glaubt die Stadt wie viele Stadtplaner vergangener Jahrzehnte, dass neu immer besser ist. Und das man einen Stadtteil aus dem Boden stampfen kann, der dann vergleichbar wäre mit einer gewachsenen Nachbarschaft. Und in der  Kai City verfolgt man derzeit auch kein Konzept. Man ist vollkommen abhängig von Investoren.

Aber deshalb den Gaardenern zwei Schwimmbecken wegzunehmen und außerhalb Gaardens zu verschieben, ist nicht fair und auch nicht schlau. Gaarden wird das mit Sicherheit nichts nützen. Es wird Gaarden zwei Attraktionen ersatzlos entziehen. Und es wird für weniger Besucher aus anderen Stadtteilen sorgen. Aber Letzteres ist genau das, was dringend gesucht wird, auch bei städtischen Planern. Z.B. um die Kaufkraft in Gaarden zu erhöhen.

Was fehlt ist ein Bekenntnis Kiels zu Gaarden und zu deren Einwohner*innen. Gaarden braucht nicht weniger Angebote, sondern mehr!

Written by tlow

15. Mai 2015 um 06:50

Veröffentlicht in Bauprojekte, Rathaus

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