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Archive for August 2015

CDU Kiel Spitze hat ihren Laden offenbar nicht im Griff #omvkiel #rechtsradikalismus

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Letzte Woche wurde bekannt, dass die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung als Teil der CDU ein weiteres mal rechtsradikale Referenten eingeladen hat. Insbesondere für den vergangenen Freitag den 14. August

Am 15. August veröffentlicht die CDU Kiel folgende Presseerklärung:

Die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung ist eine eigenständige Vereinigung mit gewählten Gremien, eigenständigen Strukturen und selbständigem Verlautbarungsrecht. Es bestehe daher von Seiten der CDU Kiel gegenüber der OMV kein Direktivrecht. Die Einladung zu der besagten Veranstaltung erfolgte weder auf Initiative noch im Namen des CDU Kreisverbandes Kiel, sondern ausschließlich im Namen der OMV. Nach Bekanntwerden der öffentlichen Verlautbarungen hatte die CDU Kiel die Veranstalter der OMV auf Landes- und Kreisebene dringend gebeten, von der Durchführung der Veranstaltung am 14. August Abstand zu nehmen. Dieser Bitte ist die OMV in begrüßenswerter Weise nachgekommen. „Wir erwarten darüber hinaus eine transparente und vollständige Aufklärung des Vorgangs“, so der Kreisvorsitzende der CDU Kiel Thomas Stritzl, MdB.

Vom NDR und auf Twitter wurde dabei bekannt, dass gestern abend entgegen dieser Aussagen doch die Veranstaltung stattfand:

In manchen Artikeln (KN,SHZ) wurde die Absage auch kommentiert.

Z.B. von Stefan Kruber in der SHZ:

Der Kreisverband habe von den Veranstaltungen nichts gewusst und „die Herrschaften bei der OMV aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen“, so Kruber.

oder bei Panorama:

dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der OMV in Kiel, Fedor M. Mrozek, sind die umstrittenen Äußerungen des Referenten Backerra angeblich nicht bekannt, deshalb könne er dazu nichts sagen.

Das heißt entweder hat die OMV hier entgegen dem Wunsch und Anweisung der CDU Kiel die Veranstaltung duchgeführt, oder die CDU Kiel hat im Vorfeld die Öffentlichkeit getäuscht mit ihrer Kritik.

Unglaublich ist jedenfalls, dass in der Kieler CDU und auch bei der OMV niemand etwas über die Kritikwürdigkeit der Referenten gewusst haben will. Sowohl die Themenauswahl als auch die Mitgliedschaften der Rederenten waren wohl eher Grund für die Einladung, als dass sie übersehen werden konnten.

Und wieder scheint Stephan Ehmke Schlüsselfigur zu sein wie bereits 2008 (SWG) oder 2011 als er sich für Klimaverschwörungstheorien stark gemacht hat.

Nun sind Fraktionsvorsitzender Kruber und Kreisvorsitzender Stritzl gefragt, dass die CDU sich irgendwann wirklich glaubwürdig vom Rechtsradikalismus distanziert anstatt ihn zu fördern und eine Bühne zu bieten.

Written by Thilo

15. August 2015 at 13:38

Begriffe

with 2 comments

Written by Thilo

11. August 2015 at 19:05

Veröffentlicht in Allgemein

#Nolympia #Nolympiakiel Die Luft ist raus?

with one comment

Nach dem Artikel, den ich auf fairspielen.de gelesen habe, bin ich mir bei einigen Punkten sicherer:

  1. Die Befürworter sind sich ihrer Sache alles andere als sicher. Das gilt sowohl für die Zustimmung der Bevölkerung, als auch der Machbarkeit einer Olympiabewerbung von Hamburg und Kiel
  2. Fasziniert warte ich auf Reaktionen auf der Kieler Facebook-Seite der Olympiabewerbung, dass dort auf kritische Fragen mal reagiert wird. Offenbar ist man da aber nur ohnmächtig und sprachlos.

Jenseits der Versprechungen, Marketing-Begriffen und Durchhalteparolen scheint es gar keine echte Überzeugung zu geben. man wirft zwar jetzt schon für die Bewerbung zigtausende Euro aus dem Fenster, aber man ist nicht in der Lage auf eine einzige kritische Frage öffentlich zu reagieren. Zwar hat die Seite auch über 4000 Likes, aber echtes Interesse an dem Thema scheinen die Follower nicht zu haben. Weder werden neue Beiträge umfangreich kommentiert, noch eigene Statements verfasst.

Begeisterung sieht anders aus.

Die Luft schein raus zu sein aus der Bewerbung von Kiel und Hamburg. Die Tricks und die Unvorbereitetheit auf echte BürgerInnen lässt erkennen, dass nicht etwa ganz Kiel und Hamburg voll und ganz hinter der Bewerbung stehen. Viele sehen das positiv im Sinnen von „ok, warum eigentlich nicht“. Aber das reicht bei weitem nicht für eine erfolgreiche Bewerbung und vielleicht auch nicht für einen erfolgreichen Bürgerentscheid. Und das obgleich es in Kiel nicht einmal eine zugkräftige Gegenbewegung gibt.

Die Befürworter stolpern über ihre eigenen Füße, weil sie zum Teil sogar Interessen der Wirtschaft (wie der Hafenwirtschaft in Hamburg) außer acht lassen und damit eigentlich theoretischen Bündnispartner vor den Kopf stoßen. Man kann sich eigentlich nur vorstellen, dass es im weiteren Verlauf und Nähe des Bürgerentscheids eher schlimmer wird, wenn kritischere Fragen kommen, Die offizielle Seite macht einen absolut ratlose und unmotivierten Eindruck. So als wolle man jetzt schon einen einfachen Ausstieg der Bewerbung vorbereiten, nach dem man dann ein „Schade, es wäre so schön gewesen“ verkaufen kann. Auch schade nur, dass danach das Geld weg sein wird. Ein unverantwortlicher Umgang mit den Geldern der Bevölkerung. Aber das sind wir ja schon gewohnt.

Ich bin da etwas enttäuscht, dass die Befürworter da so schwach auftreten. So macht es ja kaum Spaß dagegen zu sein! 😉

Written by Thilo

10. August 2015 at 21:51

Veröffentlicht in Sport

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In Kiel tut sich einiges bei Kaffee

with 3 comments

Vor ein paar Jahren gabs, was Kaffee angeht eigentlich nur eine Größe: Das Kaffee- und Teegeschäft von Heyck mit eigener Rösterei in der Faulstraße. Ein innen und außen altmodisches Geschäft, bei dem man auf eher klassische Art bedient wurde. D.h. vom Tresen zum Kunden. Abgesehen mal von diversen Schokoladen und Tässchen und Kännchen, die da herumstehen. Den Geruch habe ich schon als Kind „mit der Muttermilch“ aufgenommen und wurde so früh zum Kaffeefan.

Dann gab es plötzlich auch Kaffee auf den Wochenmärkten. Allerdings musste ich ein wenig den Kopf schütteln wenn ich auf dem Exer bei Minustemperaturen die Schlangen vor Loppokaffeeexpress sah. Nicht weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass der Kaffee schmeckt, sondern wegen der Ausdauer der Leute für einen oft kleinen Schluck Kaffee. Für mich hatte Kaffee immer eher etwas mit Sitzen und Gemütlichkeit zutun.

Wobei es in Italien z.B, durchaus üblich ist in einer Bar reinzuspazieren und den Espresso schnell wegzukippen und wieder zu verschwinden. Angeblich kommt die Gewohnheit noch aus der Zeit, da die Espressomaschinen auch gerne mal explodierten (wie ja auch zu der Zeit gerne mal die Dampfmaschinen).

Mittlerweile hat Loppokaffeeexpress eine eigene Rösterei mit Cafe im Grasweg. Da wurde und wird dann auch als i-Tüpfelchen die Kaffeekunst zelebriert.

Dann gabs auch irgendwann neu das Resonanz in der Mittelstraße auch mit etwas exotischerer Kaffeezubereitung. Die Macher haben nun auch in der Möllingstraße das Bakeliet gegründet.

Nicht unerwähnt möchte ich auch meinen Laden BioGaarden lassen, in dem es meine ich als einzigen Bioladen in Kiel frisch gemahlenen Kaffee gibt z.Zt. von Aroma Zapatista, Loppokaffeeexpress und Maya Kaffee.

Und es gibt im Jungfernstieg neu das Cafe Liebling, die auch Kaffee von anbieten Loppokaffeeexpress .

Ich lasse jetzt mal die Kaffeeketten und größeren Läden wie Starbucks, Campus Suite, Charmissimo weg. Dort wurde zwar auch viel Cafe serviert, aber eher im Rahmen einer bundesweiten Bewegung. Und das ganze oft auch eher lustlos und zu professionell.

Vielleicht kann mans auch übertreiben mit dem Kaffee-Kult. Aber es hat ja auch was von „Leben genießen“ anstatt nur konsumieren. Auf das richtige Maß kommt es eben an.

Written by Thilo

10. August 2015 at 20:04

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