KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

#Elektromobilität SH aus FDP-Sicht

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Die FDP hat als Pressemitteilung rausgelassen:

„Wir Freie Demokraten haben ein modernes, innovatives und optimistisches Weltbild. Deswegen wollen wir von der FDP auch ein modernes, innovatives und optimistisches Schleswig-Holstein. Dazu gehört natürlich auch moderne Mobilität. Diese moderne Mobilität muss technologieoffen, fortschrittlich und an den Nutzern orientiert gestaltet werden. Mit der weiterentwickelten E-Mobilitätsstrategie des Landes setzt Jamaika genau dieses klare Zeichen. Denn die Strategie reduziert Elektromobilität nicht nur auf batteriebetriebene Motoren oder Oberleitungen, sondern umfasst sämtliche elektrischen Antriebsformen, also zum Beispiel auch Brennstoffzellen.

Und vor allem stellt die Strategie sicher, dass die individuellen Mobilitäts-bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land nicht eingeschränkt werden. Denn das politische Bekenntnis, Elektromobilität voran-zubringen, bedeutet nicht, die Bürgerinnen und Bürger zu neuen Verhaltensweisen zu zwingen. Im Gegenteil: Wir wollen den technologischen Fort-schritt fördern. Wir wollen ein attraktives und vielfältiges Angebot schaffen. Überzeugung statt Umerziehung, Technologieoffenheit statt Vorfestlegung – das ist unser moderner, unser optimistischer Ansatz.

Eine wichtige Maxime von Jamaika ist der technologieoffene Ansatz. Statt sich nur auf bestehende Technologien wie zum Beispiel Batterien als Speichermedium zu konzentrieren, geben wir auch anderen Technologien wie Wasserstoff eine gleichberechtigte Chance. Unser Land kann innovativ sein! Dieser Ansatz fördert Vielfalt und Innovationen. Dieser Ansatz ist ein klares Signal an die Wissenschaft, dass die engagierte Forschung an neuen Technologien so wichtig ist. Und dieser Ansatz macht Schleswig-Holstein nicht nur zu einem umweltpolitischen, sondern auch zu einem technologische innovativen Vorzeigeland.

Die Bundesregierung hat unseren Jamaika-Ansatz vergangene Woche im Grunde bestätigt. Denn mit der neuen nationalen Plattform ‚Mobilität der Zukunft‘ wird sich nicht mehr nur ausschließlich batteriebetriebenen Fahr-zeugen gewidmet. Das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos auf die Straße zu bekommen, musste die Bundesregierung ja im selben Atemzug leider auch um zwei Jahre verschieben. Stattdessen soll die neue Plattform vielfältiger und technologieoffen sein. Dass wir in Schleswig-Holstein diesen Weg bereits beschreiten und es Ernst meinen, zeigen unter anderem die verschiedenen Initiativen zur Sektorenkopplung oder auch die momentan laufende technologieoffene Ausschreibung für 52 emissionsarme Triebwagen im Schienenverkehr. Mit solch akku- oder wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen ließe sich die E-Mobilität auch auf der Schiene nach vorne bringen, ohne das komplette Schienennetz mit Oberleitungen bespannen zu müssen. Auch hier: Ein technologieoffener, ein optimistischer, ein moderner Ansatz!

Mit der technologieoffenen Ausrichtung unserer Politik leisten wir Schleswig-Holsteiner nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen. Sie schafft auch viele neue Arbeitsplätze, stärkt unsere regionale Wirtschaft und kann schleswig-holsteinische Unternehmen zu innovativen Pionieren werden lassen. Denn in vielen Bereichen steht die E-Mobilität noch am Anfang und hat enorme Entwicklungspotenziale. Schleswig-Holstein kann diese Potenziale nutzen und davon profitieren. Mit dem Industriestandort Brunsbüttel und der gesamten Westküstenregion verfügen wir bereits über viele erfolgreiche Energieunternehmen und viel Knowhow. Und wenn wir unsere Anstrengungen in der Sektorenkopplung, in der Entwicklung leistungsfähiger Speichermedien, in der Schaffung neuer Infrastruktur, beispielsweise zum Transport von Wasserstoff, weiter ausbauen, können wir noch viel mehr erreichen. Das hätte wichtige umwelt- wie auch industriepolitische Auswirkungen, wodurch die Ansiedlung neuer Unter-nehmen und die Schaffung hoch qualifizierter Arbeitsplätze begünstigt würden.

Bleiben wir nicht im Hier und Jetzt stehen und begrenzen wir uns nicht auf den technologischen Status Quo. Seien wir lieber mutig und visionär. Seien wir optimistisch und modern. Machen wir Schleswig-Holstein zu einem Vor-reiter technologischen Fortschritts im Energiesektor. Machen wir Schleswig-Holstein zum Land der sauberen Energie, der Sektorenkopplung, der Windenergie und auch des Wasserstoffs. Vor allem aber: Machen wir Schleswig-Holstein zum modernen Land der Innovationen und des Optimismus!“

Man kann natürlich aus Strategielosigkeit auch versuchen eine Tugend darzustellen. Die Brennstoffzelle ist seit vielen Jahren schon als Technologie abgeschrieben. Sowohl die Kosten pro Kilometer als auch das Netz zum Nachtanken (für Autos) sind im Vergleich zum Stromtanken weit auseinander. Es gibt mittlerweile in manchen Städten mehr Stromsäulen als Wasserstofftankstellen in ganz Deutschland. Es wäre für eine echte Landesstrategie einen Weg einzuschlagen, Entscheidungen zu treffen und nicht zufällig alles irgend wie mitzumachen, was vorstellbar ist. Wie z.b. LKWs mit Oberleitungen.

Technologieoffenheit wird die Umsetzung verlagsamen. Deutschland ist da immer noch weit hinter anderen Regionen hinterher. Eben wegen dieser Technologieeinstellung. Viele Jahre lag galt ja immer noch der Transrapid als Zukunftslösung der Bahn.

Außerdem bedeutet die Entscheidung FÜR etwas auch immer ein NEIN für etwas anderes. z.B. eine Absage an den MIV (mobilisierten Individualverkehr). Es wird keine Verkehrswende und keinen Fortschritt geben, wenn man sich weigert, Weichen zu stellen.

Die FDP ist hier alles andere als Vorreiter. Schleswig-Holstein ist eben deswegen Schluß0lich in Deutschland, weil mans eit Jahrzehnten kleinteilige Techologieföderung macht. Hier ein Wasserstoffprojekt, da noch eine andere randständige Technologie. Ein wenig Geld verteilen, sich selbst auf die Schulzer klopfen und lokale Unternehmen schützen, statt sich auf Technologien der Zukunft zu stützen.

Verblüffend auf welch primitivem Niveau hier über Technologien geredet wird. Aber es wundert einem da ja nix mehr.

Written by tlow

4. Oktober 2018 um 09:09

Veröffentlicht in Pressemitteilung, Umwelt, Verkehr

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