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Archive for the ‘Großraum Kiel’ Category

Was ist Provinzialität? #MakeKielGreatAgain ?

Ulf Kämpfer in der City Hall von San Francisco

Ulf Kämpfer in der City Hall von San Francisco

Die Stadt Kiel möchte auch gerne einen Platz an der Sonne bei den großen Städten der Welt. Es lässt sich aber nicht verbergen, das Kiel keine echte Großstadt ist. Die Partnerschaft mit San Francisco, und der Ausbau der “Außenpolitik”, die Olympiabewerbung gemeinsam mit Hamburg 2016:

Die Träume Kiels sind groß, die Bereitschaft vor Ort effektiv etwas zu verbessern aber um so geringer. Trotz Weltstadtanspruch meint man zum Beispiel den öffentlichen Verkehr auch in Zukunft  nur mit Bussen und Fördeschiffen abwickeln zu können. Man will zwar das Fahrrad fördern, aber abgesichterte Radwege “Protected Bike Lanes” sind nicht drin. Man will zwar mehr Kultur, aber ist nicht bereit dafür adäquate Gelder bereit zu stellen .

Anstatt die Probleme zu finden die Stadt und der Zeit hat ist man auf der Suche nach einer neuen Stellung in der Welt.

Provinzialität wird vielleicht hier um so deutlicher, wenn sich Oberbürgermeister in San Francisco bewegen, um auch ein wenig Sonne und Ruhm abzubekommen:

Und was gibt es Bittereres, wenn man tatsächlich Begriffe wie „Silicon Förde“ ernst meint? Vielleicht ist eben dieses Nachholbedürfnis typisch deutsch. Sei es nun, dass man meinte bei den Kolonien zu kurz gekommen zu sein, oder Mit Schiffen und U-Booten der Seemacht England etwas entgegensetzen zu müssen. Oder seien es nach dem Zweiten Weltkrieg Italienurlaube und dann darüber hinaus.

Ungefähr gleich teuer wie die vergangene Olympiabewerbung war es ja, ein kleines Raumfahrzeug auf den Mond zu bringen. Wenn es nur um Aufmerksamkeit, respektive Beachtung ginge, so wäre damit wahrscheinlich mehr gewonnen.

Vielleicht geht es eher um ein: „Make Kiel Great Again„? Diese Großmannssucht wird nicht das Ergebnis haben, groß zu sein. Große Städte sind nicht deswegen so groß oder so bedeutend, weil sie immer danach gestrebt haben, groß zu wirken. Neben dem puren  Zufall waren es besondere Bedingungen oder auch besonders schlaue Entwicklungen, die dazu führten. Z.B. eine mutige Politik. Nicht eine Politik der großen Konzertsäle oder der tollen, teuren Science Center. Sondern z.B. das Städte besonders lebenswert sind. Das KünstlerInnen und Kreativität nicht nur auf dem Papier hoch gelobt werden, sondern das sich die Wertschätzung auch in realen Ausgaben niederschlägt.

Kiel will alles, aber dafür umsonst. Das ist ja fast schon wieder charmant und erinnert an den Ausruf „Alles für alle und zwar umsonst“. Nur das in dem Falle eher die Reichen reicher werden und von Großprojekten profitieren, die aus verschiedenen Töpfen finanziert wurden.  Alle profitieren dann, wenn Politik aus vielen Kleinigkeiten insgesamt in eine Richtung geht, die das Gemeinwohl in den Vordergrund steht und nicht die Selbstüberhöhung. Kiel braucht keine potemkinschen Dörfer und keinen Schein, in dem sich nur Wenige sonnen können werden!

 

 

 

 

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Written by tlow

11. Dezember 2016 at 18:57

Wieviel wäre euch die KN online wert?

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Die Kieler Nachrichten (KN) ist ein viel geschmähtes Blatt. In manchen Generationen und Bereichen der Bevölkerung ist sie vollkommen unbekannt und ungenutzt.  Das KN ePaper Vollabo kostet derzeit 19,50. bei 2 Ausgaben wie im August käme man damit auf 72 ¢ pro Ausgabe. Das Papierabo kostet 32,10 €.

Zum Vergleich: Die TAZ kostet pro Ausgabe im Abo im August rund 48 ¢. Oder rund 13 € im Monat. Mal Zeit im Zeitalter des Onlinejournalismus mal nachzufragen, was Leser dieses Blogs eigentlich bereit wären, für die KN abzudrücken.

 

Ich persönlich durchblicke ja den Dschungel der Angebote gar nicht. Z.B.: Gibt es einen inhaltlichen Unterschied zwischen ePaper und Onlineausgabe. Ich lese da z.B.:“Aktuelles aus Kiel und dem Umland aus erster Hand erfahren! Mit dem Online-Abonnement der Kieler Nachrichten oder Segeberger Zeitung haben Sie vollen Zugriff auf News, Bilder und Hintergründe zu Themen, die die Region bewegen. “ D.h. da steht nichts drin, was nicht direkt die eigene Region betrifft?

Ich hatte mal ein Digitalzusatzabo über Verwandtschaft, was mir aber ohne Begründung gekündigt wurde. Seitdem habe ichs nicht mehr versucht. Ohne Zweifel spielt die KN in Kiel nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie stellt aber auch einen Flaschenhals zur Öffentlichkeit dar. Dies liegt sicher auch daran, dass selbst die, die darunter leiden, dass ihre Pressemitteilung nur im Papierkorb der KN landen keine eigene Internet-Öffentlichkeitspolitik betreiben. Online erfährt man ja quasi auch nichts, was nicht bereits in der KN steht. Auch die Möglichkeiten Hintergrundinformationen zu liefern, werden weder von der Stadt, den Parteien oder Vereinen auch nur ansatzweise genutzt. Insofern ist die Monopolstellung der KN auch kein Wunder und deren inhaltlichen Schwächen auch darin begründet, dass es keine Alternativen gibt, die innerhalb der KN wirklich eine Bewegung provozieren würde.
Also was es sie euch wert oder was haltet ihr von der KN?

Written by tlow

24. August 2014 at 19:40

Veröffentlicht in Großraum Kiel, Medien, Umfrage

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Blogidee

with 7 comments

Durch viele Gespräche kam mir neulich die Idee, dass wir vielleicht ein neues Blog in der Region brauchen. Und zwar ein wenig so ausgerichtet wie Indymedia (Web/ Wikipedia) mit dem Unterschied, dass es einen definierten Autorenkreis gibt, der aber bei bedarf erweitert werden kann. Im Kern steht ein Redaktionskollektiv, dass über die Zukunft des Blogs entscheidet. Es besteht primär aus Autor*innen, aber nicht nur. Es legt auch fest, nach welchen Maßgaben Artikel veröffentlicht und freigeschaltet wird. Dabei sollten die Auto*innen ggf. recht viel Freiheiten haben. Auch sollte es möglich sein, dass verschiedene Autoren unterschiedliche Perspektiven einbringen, die sich ggf, auch mal widersprechen können.

Von der Zusammensetzung dachte ich dabei primär an engagierte Aktivist*innen, die in einem Thema drinstecken und in der Lage sind etwas darüber zu schreiben. Und auch uptodate sind.

Welches Problem soll das lösen?

Zum einen soll es eine höhere Reichweite in der Bevölkerung erreichen, als z.B. dieses Blog, dass doch primär ein Meinungsblog ist. Es sollen mehr Themen abgedeckt werden. Landespolitik soll Thema sein, wenn es Sinn macht. Ansonsten würde ich vorschlagen, dass der Schwerpunkt zunächst im Großraum Kiel angelegt ist. Bei dem Redaktionskollektiv wäre ich dafür, dass es keine Parteimitglieder gibt. Parteimitglieder können lediglich Gastbeiträge schreiben, die dann entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Das soll eine direkte oder indirekte Beeinflussung durch Parteien reduzieren. Von der Finanzierung her würde ich sagen sollte man sich aus Spenden finanzieren. Die Finanzen dienen einerseits der Finanzierung des Hostings und auch der Bezahlung der technischen Administration. Der Rest ergibt eine Vergütung für die Autoren: Dabei soll eine gleiche Bezahlung angestrebt werden. Ich denke dabei also daran, dass bei geringen Finanzen, die Vergütung auch eher symbolisch ist und bei mehr Finanzen entsprechend steigt.

Primär wäre das Blog als Konkurrenz zur Kieler Nachrichten angelegt. Momentan nicht im Sinne einer Auflage, sondern um inhaltlich eine echte Alternative zu bieten. Das kann ich als Einzelperson nicht leisten und will ich auch gar nicht. Auch  soll das Projekt langfristig angelegt werden.

In Abgrenzung zum Landesblog sieht es so aus, dass das Landesblog eher landes, bundes- oder europaweite Themen zum Inhalt hat. Die Autor*innen sind auch fast ausschließlich Parteipolitiker*innen. Auch gibt es dort die Schwerpunkte Netzwelt,Datenschutz, Bildung, Netzpolitik, wohingegen ich mir als Schwerpunkt eher die konkrete Kommunalpolitik vor Ort vorstelle. Ich würde mich auch wünschen, dass Artikel in dem neuen Blog auch teilweise kooperativ entstehen oder mehrere Leute an einem Thema arbeiten.

Mögliche Themen wären also z.B. Bauprojekte, Rassismus, Fracking, Verkehrsprojekte, Stadtentwicklung, Wahlen, Korruption, Skandale, andere Medien, Wirtschaft, Energiepolitik,… dagegen würde ich „Internetthemen nicht als zentral ansehen, wobei die natürlich auch vorkommen dürfen. Die Sichtweise soll dabei eher von unten sein, also weniger die Sichtweise der Politiker und Gesetzgebungsverfahren, sondern die des örtlichen Widerstands gegen Projekte. Sichtweisen, die z.B. in der KN nicht stattfinden, weil sie nicht der Redaktionslinie entsprechen. Dabei kann man durchaus auch Meinungen dokumentieren, die nicht der eigenen entsprechen.  Und letzteres wäre auch primär der Unterschied für mich zur Arbeit bei KielKontrovers, wo ich mich zwar oft um eine neutrale Sicht bemühe, aber dennoch meine Meinung immer ganz deutlich mache.

Ich suche also einige Leute, die Lust auf so ein Projekt haben. Die Lust haben so was auszuprobieren. Ihr müsst keine Journalisten sein, spricht aber nix dagegen wenn ihr es seid. Altersmäßig solls auch keine Grenzen geben. Ihr solltet aber bereit sein in einem Kollektiv tätig zu sein, dass gemeinsam über Leitlinien entscheidet. Für den Gründungsprozess würde ich vorschlagen sich viel Zeit zu lassen, damit man nicht in der Gründung etwas Wesentliches falsch macht. Wünschen würde ich mir, dass Inhalte vor allem anderen stehen. Weil es eben ein Defizit an guten und kritischen Inhalten in Schleswig-Holstein gibt. Und um das noch mal klarer zu schreiben: Kollektiv bedeutet keinen Chefredakteur, der anderen was vorschreibt. Regional eingegrenzt müsste das ganze kaum sein. Theoretisch können auch Hamburger Sachen mit rein.

Und eben: Es könnten Gastbeiträge rein. Da könnte der Kreis viel größer sein, als das Redaktionskollektiv.

Wer Lust hat, kann mir ne Mail an redaktion@kielkontrovers.com schreiben. Dann könnte man sich in ein paar Wochen mal treffen – wir tauschen Kontakte aus und schauen, ob man zusammenkommt oder nicht. Namensideen habe ich noch keine.

 

 

Written by tlow

17. Mai 2014 at 19:16

Veröffentlicht in Großraum Kiel, Land, Persönliches

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Videos zu #Fracking in Schleswig-Holstein #prasdorf

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NDR Beitrag zu PRD Energy (2013):

 

Bergedorfer wehren sich gegen Fracking (2013)

Die Gemeinde Prasdorf hat bisher auf meine Anfrage am 8. April nicht geantwortet, in der ich um eine Stellungnahme gebeten habe. Das ist sehr schade, denn man könnte jetzt vielleicht noch das Fracking verhindern. Aber ohne öffentliche Aufmerksamkeit geht es nicht. Aber offenbar hatte Prasdorf bereits 2013 eine Resolution verabschiedet. Hätte man mir auch antworten können.

Nicht mitbekommen habe ich, dass es bereits eine Aktionsgruppe gegen Fracking im Großraum Kiel gibt: „ Großraum Kiel – Postfossil -Aktionsgemeinschaft „Stoppt Fracking im Großraum Kiel – für eine postfossile Zukunft!“. So richtig rund läuft es beim Widerstand gegen Fracking also noch nicht. Denn auf der Seite von Posfossil war bisher von der Demo am 17. Mai noch nichts zu lesen. Da müssen wohl erst noch ein paar Leute zusammenfinden. Aber aller Anfang ist schwer.

 

Hier das Bewilligungsfeld „Prasdorf“:

prasdorf_fracking

Quelle: Landesregierung Schleswig-Holstein (PDF)

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