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Archive for the ‘Medien’ Category

Kieler Nachrichten befördert #Rassismus durch Berichterstattung über Zum M-Kopf #MWort

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Photo by Vlada Karpovich on Pexels.com

Ein schwarzer Koch , Herr Onuegbu und Kieler Restaurantbesitzer, das „M-Wort wäre gar nicht rassistisch. Dass das nicht stimmt, das sehen sowohl viele Schwarze so, als auch Expert:innen auf dem Gebiet der Rassismusforschung (empfehle als Zusammenfassung zB Artikel der Augsburger Allgemeine. Aber auch in dem Artikel wird der Begriff genannt. Ich vermeide den ganz bewusst. Unter dem Strich: Niemand kann ernsthaft die rassistische Bedeutung des Wortes negieren.

Aber die Kieler Nachrichten macht es als großer Aufmacher, dass es diesen einen Schwarzen in Kiel gibt, der es anders sieht. Das ist so der Mechanismus wie bei Klimaleugner:innen, Evolutionsleugner:innen, Flatearthern oder Coronaleugner:innen: Die Fakten sind eindeutig, aber man berichtet einfach genau so sehr über irgend welche Spinner, die wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht anerkennen.

Es ist für Medien nicht akzeptabel diese Vorurteile und diesen Rassismus auf diese Weise zu stärken. Es geht nicht um Einzelmeinungen, Rassismus ist nicht verhandelbar oder eine reine Sache des Gefühls!

Written by Thilo

29. August 2020 at 19:26

Veröffentlicht in Medien, Rassismus

#Panoramagate oder auch: Ist schon wieder #Sommerloch?

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Das Logo von Rainer Meyer alias „Don Alphonso“

Ich sehe also den Hashtag #Panoramagate trenden und klicke drauf, normalerweise deckt Panorama ja eher „Gates“ auf und wird daher von vielen Betroffenen nicht so geliebt und finde:

Und dann diesen Artikel und plötzlich gehts auch im Kiel und die Antifa Kiel. na sowas, mitten durch meinen Vorgarten (Kiel) ist er gestapft, der Mann, der zu konservativ für die FAZ war (muss man erst mal schaffen!).

Der Artikel ist recht wirr und durchmischt verschiedene Fakten, aber ich glaube es wird deutlich: Don Alphonso ist eher kein Linksradikaler? Der wesentliche Absatz in dem Artikel ist dieser :

Die ARD hat lange, bevor sie Bohnert fragte, eine bei linksextremen Gruppierungen auftretende und agierende Aktivistin als Expertin angefragt, um ein Urteil zu fällen – ein Urteil, das auf die ARD zurückfällt, weil sie sich selbst mit dieser Aktivistin und deren Umfeld vernetzt hat.

Und schon am Anfang:

Das Outing des Opfers im Netz, und eine angebliche „Expertin“, die mehrfach bei vom Verfassungsschutz überwachten, linksextremen Gruppen auftrat: Bei der Sendung „Panorama“ haben offensichtlich die Sicherungen versagt.

Das steht im Kontext zu den Enthüllungen der Sendung Panorama über einen Bundeswehr-Major, der Kontakte zu Identitäteren Bewegung und Rechtsradikalen pflegte.

Betrachten wir den Artikel in der Welt von Herrn Meyer mal mit Fragen aus seiner Perspektive:

Wer ist bei dieser Geschichte DAS OPFER?

Das Opfer ist laut Welt, der Major, dessen Name öffentlich wurde.

Wer ist bei dieser Geschichte DIE TÄTERIN?

Als Täterin bezeichnet die Welt Natascha Strobl. Meyer bezeichnet sie durchgehend als „Aktivistin“. Aus dem Wikipedia-Artikel zu ihr, lässt sich das aber nicht herauslesen. In seinem Artikel geht der Autor auf die allgemeine Sichtweise von Frau Strobl so ein:

„Erstaunlicherweise gibt es in Deutschland Kreise, die Frau Strobl als Politikwissenschaftlerin und Rechtsextremismusexpertin bezeichnen, aber hier erscheint sie ganz klar bei einer autonomen, verfassungsfeindlichen und leicht erkennbar gewaltbefürwortenden Gruppierung, die zudem klar erkennbaren Hass gegen Polizei und Militär ins Netz trägt.“

Also ist die Frau keine Wissenschaftlerin? Man findet hier ihre Diplomarbeit Sozialwissenschaft. Außerdem ist sie Buchautorin und schreibt Artikel für deutschsprachige Zeitungen. Man kann also sagen, das man sie u.a. objektiv als Politikwissenschaftlerin bezeichnen muss, auch wenn Herr Meyer inhaltlich nicht mit ihr übereinstimmt. Was hat sie ihm denn getan?

  1. Sie hielt Vorträge auch an Orten und vor Organisationen, die Herr Meyer aus Prinzip ablehnt, zB weil sie in irgend einem Verfassungsschutzbericht auftauchen
  2. Sie sagte dem NDR wörtlich „Gerade der Leiter der Social-Media-Abteilung der Bundeswehr darf natürlich überhaupt keinen Kontakt haben zu den Identitären. Das ist absolut ein Skandal für die Bundeswehr.“
  3. dabei ging es ja im Falle Bohnert (laut Meyer) lediglich darum, dass „dieser drei Likes zu Thesen bei einem seiner flüchtigen Bekannten hinterließ“.
  4. Nur die Thesen von Frau Strobl lassen Bohnert in „einem schlchten Licht dastehen“, ansonsten ist seine Weste also sauber?
  5. Er wirft Frau Strobl vor, dass eine NDR-Mitarbeiterin auf Twitter ihr gegenüber vor einer Stellungnahme Bohnerts erwähnt, dass Panorama sie gerne sprechen würde. Seine Theorie: Der NDR hat

Interessante Erkenntnis meinerseits: Bohnert war der Major, der einen Angriff nach psychologischer Kriegsführung auf die Re:Publica 18-Konferenz fuhr – also einem Einsatz der Bundeswehr gegen Kritiker:innen der Bundeswehr im Inneren. Verfassungsrechtlich im roten Bereich! Leider unterblieb damals der Aufschrei und eine entsprechende Reaktion der Medien, die ja alle mit gemeint waren!

Es geht dann im weiteren Artikel noch mehr um: Wer hat wann was geschrieben und wie sehr hat sich der NDR bemüht den Namen des Mannes geheim zu halten? Ich muss sagen: Vielleicht hat man das nicht ausreichend getan, aber wenn man jemanden in so klarer Position bestimmte Dinge vorwirft, dann kann man eigentlich nur NIE berichten, wenn das nicht herauskommen soll. Genau so wie wenn jemand über eine Bundeskanzlerin eines deutschen Landes berichtet „(Angela M.)“, die dann und dann da und da war. Wir wissen dann auch alle, wer gemeint war. Diese ganzen Zeitfragen sind also nicht wesentlich.

Zu einem „Was war wann?“ gehört aber auch, was sonst noch heute über Marcel Bohnert bekannt ist. Und da dürfen wir davon ausgehen, dass Herrn Meyer die Erkenntnisse aus der Tagesschau vom 24,07, heute schon bekannt waren:

  • 2015 einen Vortrag vor der rechten Burschenschaft „Cimbria München“
  • Er sagte, dass eine Armee die kämpfen kann, könne nicht „in der Mitte stehen“ (meint: muss sich am rechten Rand befinden)
  • Vortrag in der christliche-konservativen Denkfabrik „Studienzentrum Weikersheim

Also: Zu den Vorwürfen, die Herr Bohnert gegenüber der Welt ja sogar zugibt findet man in diesem Artikel gar nichts außer Verharmlosungen und dem Weglassen neuester Erkenntnisse. Stattdessen wird Herr Bohnert zu einem Opfer stilisiert. Stattdessen wirft er befragten Expertinnen genau diese Schuldigkeit durch Kontext zu, die er bei Herrn Bohnert aus Prinzip verneint. Strobl hat allerdings sowieso lediglich eine Einschätzung von vielen geliefert, insbesondere zu Weikersheim.

Was bleibt unter dem Strich? Es gibt kein Panoramagate. Herr Meyer versäumt es total auf die von Panorama erhobenen Vorwürfe einzugehen. Die rechte Gesinnung des Majors scheint aufgrund zahlreicher Indizien klar zu sein. Und sowohl das Ministerium als auch der Major selbst haben daraus Konsequenzen gezogen bzw. Fehler eingestanden. Eigentlich gibt es nur Herrn Meyer der meint, das alles was geschehen war ok war und der lieber auf Kritiker:innen mit dem Finger zeigt. Warum?

Es geht Meyer darum rechtsradikales Gedankengut zu verharmlosen und sobald da etwas nachweisbar ist zu versuchen jemanden im Fadenkreuz der Kritik als armes Opfer darzustellen. Das ist so, weil Herr Meyer selber ein Rechtsradikaler ist, der mit Demokratie nicht viel anfangen kann. Erbringt dabei unzählige Fakten ins Spiel, die weder was mit dem beschuldigten noch mit Panorama und den Vorwürfen zu tun haben. Alle Vorwürfe sind wahr, belegt und bestätigt. Das „Gate“ besteht also nur im Kopf von Don Alfredo!

Written by Thilo

29. Juli 2020 at 15:58

#CoronaKiel Städtisches Krankenhaus Kiel betroffen

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Aus dem Bekanntenkreis erfuhr ich am Donnerstag, dass auf der Geriatrische Station im Städtischen Krankenhaus zumindest ein Patient angesteckt wurde. Besuch als Quelle kann ja derzeit ausgeschlossen werden. Ich machte dies dann via Twitter öffentlich:

und leitete es später auch an NDR und KN weiter. Der NDR berichtet nur kurz:

Corona-Fälle in der Urologie im Kieler Krankenhaus

Zwei ärztliche Mitarbeiter der Urologie im Städtischen Krankenhaus Kiel sind positiv auf Corona getestet worden. Weitere Tests ergaben, dass sich kein anderer Mitarbeiter angesteckt habe, teilte das Krankenhaus mit. Patienten seien nicht betroffen, da es keinen Kontakt oder nur sehr kurze Kontaktzeiten gegeben habe. Die Klinik für Urologie wird vorsorglich bis auf Weiteres geschlossen. Die Notfallversorgung übernimmt das UKSH. | NDR Schleswig-Holstein 17.04.2020 15:00

Die Kieler Nachrichten berichten dann heute:

Im Städtischen Krankenhaus Kiel (SKK) sind zwei Ärzte mit dem Coronavirus infiziert. Die Urologische Station ist deshalb am Freitag vorsorglich und bis auf Weiteres geschlossen worden, wie das SKK bestätigte. Urologische Notfälle übernimmt übergangsweise das Universitätsklinikum in Kiel. …

Das Patienten angesteckt wurden, davon kein Wort und es wir auch nur die Urologie und nicht die Geriatrie erwähnt. Das heißt es gibt bereits mehr Fälle und potentiell sind mindestens zwei Stationen betroffen.

Ich bin der Meinung, dass es derzeit keine Geheimniskrämerei geben darf: Jeder Fall muss öffentlich gemacht werden. Öffentlichkeit ist Teil der Hygienemaßnahmen und dient auch dem Schutz des Pflegepersonals zB. in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Ob nun seitens des Krankenhauses oder der Zeitungen: Das Ganze klein zu halten nützt Niemanden. Der Verdacht liegt nahe, dass das Virus sich in den Kieler Krankenhäuser verbreiten kann. Ich weiß von der Uniklinik, dass es keine neuen Protokolle zur Sicherheit gegeben hat, außer Gegenmaßnahmen zu Diebstählen von Materialien.

Wir wissen heute, dass insbesondere in Norditalien die fatalste Entwicklung war, dass sich die Viren in den Krankenhäusern verbreiteten und das Problem so aussieht:

  1. Personal ist anfälliger für Infektionen, da sie mit VIELEN Patient:innen zu tun haben
  2. Sie können es, wenn sie mehrere Patient:innen hintereinander betreuen weiter verbreiten.

Auch das Tragen von Mundschutz ist für Pflegepersonal auf vielen Stationen der Uniklinik noch nicht Pflicht, sondern freiwillig. Wie es bei Städtischen ist, weiß ich nicht. Materialien wie Mundschutz werden seit März und bis dato an der Uniklinik noch rationiert wegen Mangel.

Was ich aber als wichtig ansehe ist, dass man folgendes etabliert:

  • Zugangsschleusen, die es den Mitarbeitenden ermöglichen auf Station und von Station zu gehen, ohne mit der Kleidung etwas reinzuschleppen oder rauszuschleppen
  • Mindestens zwei Stunden mehr Arbeitszeit für das Personal, damit sie beim raus- und reingehen entsprechend sorgfältig sein können
  • Das Personal muss dringen erhöht werden und nach Möglichkeit der Kontakt pro Pflegekraft auf wenige Patient:innen minimiert. Es muss auch jeder Kontakt dokumentiert werden für eine Nachverfolgung. In wie weit das mit der bisherigen Dokumentationspflicht erfüllt ist, kann ich nicht beurteilen
  • Jede Infektion muss natürlich umgehend öffentlich gemacht werden, damit die Öffentlichkeit einen Überblick hat und reagieren kann. Ein Krankenhaus sollte das nicht alleine entscheiden. Daher sind auch Medien heutzutage so wichtig

Desweiteren wurde bekannt:

Besuche in Pflegeheimen unter strengen Vorschriften
Auch Besuche in Pflege- und Altenheimen sollen möglich gemacht werden, um Einsamkeit und Isolation zu verhindern. Dabei seien jedoch strengste Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen Pflicht, betonte Günther. Die Landesregierung wolle dafür nun in enger Abstimmung mit den Einrichtungen Pflegekonzepte erarbeiten.

Quelle: der-reporter.de

Ich habe nicht das Gefühl, dass hier im Norden wirklich der Notstand angekommen ist, wenn ich das lese. Der Fokus scheint darauf zu liegen, dass man Maßnahmen erlässt, die möglichst alle gleichermaßen betreffen und man auch kommuniziert, dass wenn sie alle daran halten, die Krise auch bald vorbei ist.

Was Ausgangssperren angeht, so sind Deutschlands südliche Nachbarn Italien, Spanien und Frankreich immer schon radikaler und früher dran gewesen. Wenn es also Ausgangssperren/Kontaktsperren effektiv wären, hätten diese ja weniger Infizierte und Tote haben müssen, als wir.

Es ist offenbar nicht angekommen, dass es vor allem darum geht, die Punkte zu schützen, die besonders kritisch sind: Auch in Norditalien waren es die Krankenhäuser an denen das System zusammenbrach. Und wir gehen da sehenden Auges gerade genau in die gleiche Richtung. Nicht langsam ansteigende Zahlen oder zu viele Kontakte von JEDEM sind das Problem, sondern die Situation, dass gerade Krankenhäuser zu Virenschleudern werden. D.h. alle, die im Krankenhaus stationiert sind oder dort arbeiten sind von einer Infektion bedroht! Schnell kann es dort zu einer Infektionen aller Pflegekräfte und Patient:innen einer Station kommen. Da helfen dann auch keine Intensivbetten mehr: Die Krankenhäuser werden arbeitsunfähig und sehr viele Menschen werden in kurzer Zeit infiziert und sterben.

Es muss eigentlich zu 100% ausgeschlossen werden, dass da COVID19 ein- oder ausgeht. Wenn es trotz aller Bemühungen passiert, dann ist das so, aber man muss ALLES dafür tun, dass es nicht passiert. Mein Eindruck aus Berichten von Mitarbeiter:innen und Patient:innen ist aber, dass es kaum Sicherheitsmaßnahmen gibt. Eher business as usual. Und das eben unter dem Eindruck jahrzehntelanger Sparpolitik. Da werden viele mir sagen: Da geht nicht mehr Aufwand! Mag sein, aber dann steht der Tod vor der Tür. Entweder wir strengen uns JETZT an, das Unmögliche zu schaffen, oder wir lassen es.

Anstatt alle Menschen im Land zu drangsalieren müssen wir vor allem alle Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegesektor mit höchsten Aufwand schätzen. Und es muss auch klar sein, dass es immer genug Material gibt. Und wir brauchen keine Diskussionen um Lockerungen für Besuche, außer wir wollen die Alten umbringen. Wir haben es schon jetzt nicht geschafft, Infektionen einzugrenzen und viele der Todesfälle im Land kommen bereits aus Pflegeheimen. Hier sollten wir die Regeln eher verschärfen als lockern. Es geht hier nicht darum ein hübsches Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, weil wir alle gleichzeitig von den Maßnahmen betroffen sind, sondern effektiv dort zu schützen, wo Schutz zwingend ist, um die Ausbreitung zu minimieren.

Der Staat und die Medien kommen da ihrem Auftrag derzeit nur sehr sehr schlecht nach! Stattdessen vermeldet man über 4.000 Tote in Deutschland als tollen Erfolg! No thank you!

Written by Thilo

18. April 2020 at 09:00

#COVID19 Was ist dran an dem Maskenshowdown auf dem Rollfeld zwischen USA und Frankreich?

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Die Meldung wird auch in seriösen Nachrichten verbreitet: Angeblich hätte die USA Frankreich in China auf dem Rollfeld bereits bestellte Masken weggenommen, in dem sie mehr boten als die Franzosen. Ich empfand diese Meldungen von Anfang an als dubios. Mit Sicherheit wird zur Zeit viel spekuliert und geschachert. Und sicher werden auch Masken geklaut. Aber diese Meldung passt doch zu sehr zu bestehenden vorurteilen gegenüber der USA.

Der SPIEGEL am 2 April:

Einerseits:

Renaud Muselier, Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, sagte dem Fernsehsender BFMTV, dass für Frankreich bestimmte Maskenlieferungen von einem anderen Land auf dem Rollfeld chinesischer Flughäfen aufgekauft worden seien. Auf Nachfrage bestätigte Muselier, dass es sich dabei um die USA gehandelt habe. Seinen Angaben zufolge wurde der dreifache Preis für die Sendung bezahlt, die Masken seien nun weg. „Wir haben uns von Amerikanern, die uns überboten haben, eine Lieferung wegnehmen lassen“, sagte die Präsidentin der französischen Hauptstadtregion Ile-de-France, Valérie Pécresse, am Donnerstag im Fernsehsender LCI.



Doch Herr Muselier schrieb jetzt auch auf Twitter, dass die Masken NICHT von einer fremden Macht gekauft wurden:

Außerdem:

Der Präsident der Region Grand Est, Jean Rottner, wurde am Mittwoch vom Sender RTL zitiert, die Amerikaner kauften von Frankreich bestellte Masken „auf dem Rollfeld“ in China auf. „Sie zücken Bargeld und zahlen drei oder vier Mal so viel wie unseren Bestellpreis“, sagte Rottner demnach. Einen Tag später dementierte er seine Aussagen jedoch und fügte auf Twitter Fotos von angekommener Ladung hinzu.

So weit ich also recherchiert habe gibt es zwei Quellen, die inzwischen beiden mit Stand 2. April dementieren, dass das, was hier als neue Nachricht verbreitet wird, wirklich stattgefunden hat.

Hier einige Medien, die diese Nachricht verbreiten:

  • PHOENIX TV (gerade eben wieder in der Phoenix Runde),
  • SPIEGEL
  • n-tv
  • STERN
  • WELT
  • Berliner Morgenpost
  • Deutschlandfunk
  • RND -Recherche Netzwerk Deutschland
  • RT – Russia Today
  • RP Online

Das kann doch wirklich nicht wahr sein, dass alle solch einer simplen Fake News aufsitzen, ohne nur fünf Minuten zum überprüfen zu investieren!?

Neuer Fall USA?

Written by Thilo

3. April 2020 at 10:38

Veröffentlicht in Fakten-Check, Gesundheit, Medien

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Leser_innenbrief an den SPIEGEL zum Cover 01/02/2020: „#MadeInChina“

Ich habe hier einen Leser_innenbrief einer Kielerin aus China. Als Gästin-Beitrag zu dem, was in China, der Welt aber auch in Deutschland und Kiel heute passiert.

Der SPIEGEL-Titel vom 01.02.2020
Sehr geehrtes Spiegel-Magazin,
 
hallo, ich bin eine normale Design-Studentin aus China und lebe schon seit 10 Jahren in Deutschland. Ich mag Deutschlands Kultur, habe hier viele nette Menschen kennen gelernt, aber leider habe ich auch mal Diskriminierung erlebt. Ich war nie ein empfindlicher Mensch, deshalb lache ich immer darüber und denke, überall trifft man verrückte dumme Menschen.
 
Den Spiegel kannte ich schon, bevor ich nach Deutschland gekommen bin, als Vorbild um Deutsch zu Lernen. Ich dachte, der Spiegel ist ein neutrales, hervorragendes und verantwortliches Magazin. Für Sie arbeiten ganz viele ausgezeichnete Journalisten. Ihr schreibt nie langweilige Texte und ihr habt gute Punkte, auch mit Humor.
 
Aber diesmal muss ich hier leider wegen dem Cover von No. 6/ 1.2.2020
vom Spiegel Magazin schreiben. Ich muss sagen, dass ich super erschrocken und enttäuscht davon bin. Deutschland ist ein humanitäres und demokratisches Land. Was Deutschland zeigt, ist, dass hier Menschenrechte und Menschenwürde sehr wichtig ist. Aber leider kann ich es diesmal nicht mehr so sehen.
 
Ihr seid ein großes und wichtiges Magazin in Deutschland, ihr könnt entscheiden was verbreitet wird, und wie die Menschen denken. Es ist manchmal wie erziehen. Man muss schon nachdenken was danach kommen könnte, man ist verantwortlich für was man schreibt und was man verbreitet, bei eurer Reichweite und Einfluss.
 
Nach euren Informationen über die Welt urteilt Deutschlands Bevölkerung, und verhält sich dementsprechend. Was direkt danach passiert ist, ein chinesisches Mädchen wurde böse verletzt von 2 anderen Mädchen in Deutschland. Dieser Tage höre ich viel, von solchen Erlebnissen. Alle rennen vor Asiaten weg und denken, dass Chinesen schmutzig sind. Was in meinem Umkreis passiert ist, wir steigen in die U-Bahn und eine Oma springt sofort auf. Beim Restaurant fragen sie, ob sie chinesische Mitarbeiterinnen haben, ob sie sauber sind, oder schauen uns voller Angst an.
 
In unserem Land erleben wir eine richtige Todesgefahr, viele Familien werden auseinander gerissen durch den Tod. Die Menschen da kämpfen für deren Leben und wir als Familien haben die ganze Zeit große Sorgen und Angst. Mit diesem Cover haben Sie für uns als Menschen noch mehr Schmerzen bereitet. Es bringt Angst nach Deutschland. Ihr habt nicht nur was schreckliches für China, sondern auch für Deutschland gemacht. Ihr verwechselt Menschen mit einem abstrakten Begriff oder Gefahr. Es ist rassistisch und diskriminierend und gefährlich für alle Asiaten in Deutschland. Ich finde es richtig humorlos und ekelhaft. Diskriminierung ist das Virus, bitte nicht wiederholen.
 
Mit keinen Grüssen,
Shi aus Kiel

Written by Thilo

15. Februar 2020 at 14:36

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