KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

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#Katzheide Antwort der Stadt zu meinen Fragen #rvkiel

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Fast zwei Monate nach meiner Anfrage und knappe 10 Tage nach der Eröffnung von Katzheide, habe ich gestern nun Antwort auf meine Anfrage vom 4. Juni erhalten. Leider wurden wesentliche Inhalte nicht beantwortet und das, was veröffentlicht wurde, weiß inzwischen schon jeder. Z.B. in der Zwischenzeit auch durch verschiedenste Pressemitteilungen oder Presseauftritte von Verwaltung und Parteien. Eine Entschuldigung ohne Begründung ist in diesem Fall nicht akzeptabel. Insbesondere, wenn mit im Ohr klingt, wie die hervorragende Informationspolitik der Stadt Kiel in der Ratsversammlung im Juli gelobt wurde. Da kann ich nur kichern…. Es wäre ja alles total transparent…

Sehr geehrter Herr Pfennig,

 

entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.

 

Die Öffnungszeiten der Schwimmhalle in Gaarden können Sie dem folgenden Link entnehmen:

http://www.kiel.de/baeder/aktuell.php?id=3681

 

Sommeröffnungszeit der Schwimmhalle Schilksee vom 20.07. – 30.08.2015

Montags: 06.00 – 21.00 Uhr
Dienstags: 06.00 – 13.00 Uhr
13.00 – 15.00 Uhr Seniorenschwimmen
15.00 – 21.00 Uhr Nur 2 Bahnen!
Mittwochs: 06.00 – 21.00 Uhr
Donnerstags: 06.00 – 21.00 Uhr
Freitags: 06.00 – 22.00 Uhr
Samstags: 08.00 – 18.00 Uhr
Sonntags: 08.00 – 18.00 Uhr

Wie Sie inzwischen sicherlich wissen, wurde der Eintrittspreis halbiert.

 

Zum Bürgerbeteiligungsverfahren:

 

Wir befinden uns noch in der Vorbereitungsphase und startet voraussichtlich im September. Dieses Verfahren ist unabhängig von dem Bürgerbegehren.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Britta Bauer

 

 

  Dezernat für Soziales, Gesundheit, Wohnen und Sport

  Referentin des Dezernenten

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Written by tlow

31. Juli 2015 at 06:58

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#Katzheide: Auf eine Entscheidung kommt es an!

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katzheide2013Wie in einem Artikel in der Kieler Nachrichten beschrieben, versucht die Stadt Kiel jetzt zwar einiges, um das Nichtschwimmerbecken vielleicht fit zu machen. Aber die grundsätzlichen Entscheidungen wurden und werden nicht getroffen. Die entscheidende Frage ist: Will die Stadt Kiel Katzheide erhalten? Dazu gibt es leider ein klares Nein – und daher ist leider tatsächlich alles sowohl konkret als auch im übertragenen Sinne Flickwerk. Die derzeitigen Arbeiten stehen unter dem Vorzeichen, dass man Katzheide eben auf gar keinen Fall erhalten will. Sonst hätte man Reparaturen schon seit langem und umfangreicher angehen können und müssen.

Die Behauptung der Stadt, die Anlage ist insgesamt sei 60 Jahre, ist so nicht zutreffend, wurde Katzheide doch 1993/1994 von Grund auf instandgesetzt. Das sind dann gerade einmal 20 Jahre. Mit der Wahrheit nimmt es Herr Stöcken und die Stadt Kiel insgesamt offenbar nicht so genau.

Ich hatte am 4. Juni an Herrn Stöcken auch einige Fragen als Blogger geschickt. Doch sein Büro war nicht einmal in der Lage, eine abschlägige Antwort zu erteilen. Hier die Fragen:

Sie sollen gesagt haben, dass wenn Katzheide wieder im Sommer eröffnet,
die Schwimmhalle Gaarden (SHG) geschlossen wird. Gilt dies auch für den
Fall, wenn in Katzheide nur das Nichtschwimmer-Becken eröffnet wird?

Wenn nur das Nichtschwimmerbecken eröffnet wird, gilt dann trotzdem der
volle Eintrittspreis? Und falls nicht, wie planen Sie das zu berechnen?

In welchem Status befindet sich das Bürgerbeteiligungsverfahren für die
Nachnutzung des Katzheide-Geländes? Steht schon ein erster Termin fest
und in wie weit beeinflußt das eingereichte Bürgerbegehren diese
Bürgerbeteiligung aus Ihrer Sicht?

Alles wichtige Fragen. Die Kielerinnen werden überwiegend im Dunklen gelassen. Zunächst signalisiert man Ihnen von höchster Stelle aus sogar, dass die Rettung von Katzheide in Sicht wäre – und ein paar Wochen später sieht es ganz anders aus. Sie wollen das Bad einfach nicht. Weil es eine zu große Konkurrenz für das neu zu bauende Zentralbad darstellen würde. D.h. nicht die mangelnde Attraktivität, sondern die zu große Attraktivität von Katzheide ist das Problem!

Diese Verwirrungstaktik ist seitens der Stadt bereits bekannt. So hatte man ja auch die Prämierung es Siegerentwurfs für die Renovierung der Lessinghalle mit Foto in der Zeitung gefeiert. Erst später ist dann angeblich aufgefallen, dass der teuerste Entwurf dann doch zu teuer war.

Man weckt Hoffnungen, nur um sie dann zu zerstören. Dabei bat man gerade den Verein Katzheide. JA! genau die Fakten nicht öffentlich zu machen, die dann z.B, der OB selbst öffentlich streute und damit genau das tat, was man vorgeblich nicht wollte. Oder wollte man nur dem OB die Möglichkeiten bieten sich als Retter von Katzheide zu inszenieren?

Die derzeitigen Flickarbeiten stehen auf Dauer wahrscheinlich tatsächlich nicht im Verhältnis zu den Kosten. Aber nur deshalb, weil die Stadt nicht, wenn es denn nötig ist, bereit ist einfach das Geld für eine neue Folie auszugeben. So wie man es 2004 erst bei der Kinderplanschbecken im Werftpark getan hat (übrigens ohne große Diskussion). Dort hat man 134.000 € investiert, auch um das Ganze historisch korrekt wiederherzustellen.

Es ist schon sehr fraglich, warum die Stadt 27 Millionen für ein neues Bad ausgibt, 780.000 für eine Olympiabewerbung oder auch 134.000 € für ein kleines Planschbecken, jedoch dann bei einem beliebten Freibad, das eine ebenso wichtige Funktion erfüllt aus heiterem Himmel den Geldhahn ganz zudreht. Seltsamer weise scheint Katzheide ja 2014 noch so weit in Ordnung gewesen zu sein, dass man  es ohne Probleme die ganze Saison offen halten konnte. Insofern müssen sämtliche Schäden im Herbst/Winter 2014/2015 plötzlich entstanden sein. Es ist vielleicht nachvollziehbar, wenn manche Schäden durch unsachgemäße Pflege eines Bades  erst nach Jahren sichtbar werden, aber die Häufung der Fehler und auch das ständige Wechseln der Ursache für die Schließung bis hin zu der Aussage, dass es nach 2017 auch vollkommen egal ist, wie der technische Zustand des Bades sei und man an einer Schließung gar nicht mehr vorbeikäme. Man begründet also die Nicht-Wiedereröffnung 2015 mit technischen Problemen aber endet damit, dass diese langfristige völlig irrelevant sind. Da passt es wie die Faust aufs Auge, dass die technischen Problem wie gerufen kommen, um ein vorzeitiges Aus für Katzheide einzuläuten. Der dumme Bürger wird es schon nicht merken, wenn man das Wasser aus der Badewanne rauslässt, während der Hahn aufgedreht ist.

Was fehlt ist eben ein klares Bekenntnis der Stadt zu Katzheide. Das ist es, was viele BürgerInnen vermissen! Und nur deshalb gibt es auch ein Bürgerbegehren, weil die KielerInnen sich von Ratsversammlung und OB nicht richtig vertreten sehen!

Written by tlow

10. Juni 2015 at 23:18

Veröffentlicht in Bauprojekte, Freizeit, OpenMail

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#SRBKiel: CDU Plön beibt Antworten schuldig

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Wie schon oft, blieb auch die CDU Plön auf konkrete Nachfrage von KielKontrovers Antworten zur Stadtregionalbahn Kiel schuldig.

Am 4. Oktober fragte ich in einer öffentlichen Email nach. Jedoch erhielt ich überhaupt keine Antwort. Ich finde es immer wieder faszinierend, welches Verständnis viele Politiker von politischer Diskussion haben. Sie meinen einige Pressemitteilungen oder spitzen Bemerkungen vor der offizielle Presse würden ausreichen. Leider gibt sich auch diese offizielle Presse zu schnell zufrieden und hakt nicht nach.

Wenn man politisch und öffentlich gegen oder für etwas eintritt, dann kann auf interessierte Nachfrage nicht Schweigen die Antwort sein. Es gibt nur eine mögliche Interpretation: Man hat keine Antworten. Ähnlich wie die mittlerweile aufgelöste Kieler Piratenfraktion scheint man bei der CDU Plön Politik nicht auf Fakten zu basieren, sondern auf Bauchgefühl. Und da wird dann die ehemalige politische Gegnerin Gaschke auch mal zur Freundin, weil sie ebenso ohne jeglichen Sachbezug und Argumente gegen die Stadtregionalbahn war (aber in der Amtszeit stets das Gegenteil behauptete). Eine politische Diskussion ist immer hilfreich, erfordert aber ein Mindestmaß an Offenheit und Ehrlichkeit.

Zur Zeit gibt es zur Stadtregionalbahn offenbar nur entweder Gegenrezepte aus der Mottenkiste oder eben nur ein Sammelsurium an Ideen, von denen einige vielleicht auch umsetzbar wären. Was fehlt ist aber ein Gesamtkonzept, das zumindest ein mal grob durchgerechnet wäre. Meines Erachtens kommt man aber nicht weiter in dem man von vorne herein eine Lösung ausschließt und dann nach Alternativen sucht. Wichtig wäre die verkehrlichen Herausforderungen zu analysieren und dann nach der besten Lösung zu suchen. Dabei wäre die beste Lösung selbstverständlich auch erschwinglich für die Kommunen. Zum Nulltarif wird keine Lösung zu haben sein. Eine Wahrheit, die die radikalen SRB-Gegner gerne unterschlagen. Und eben bisher nicht bereit oder in der Lage sind darzulegen, wie genau denn eine Zukunft ohne Schiene in Kiel aussehen soll. Der letzte Anlauf zu einer Alternative endete dann seitens FDP und Piraten denn auch darin, plötzlich für eine „SRB Light“ zu sein. Vielleicht ein Zugeständnis, dass auch diese beiden Fraktionen plötzlich meinten, nicht mehr an der Schiene als zentrale Lösung vorbei zu kommen?

Die Stadt Kiel und auch der neu gewählte Oberbürgermeister lassen bisher jedenfalls seit Jahren an der nötigen Entschlossenheit fehlen, für Kiel eine zukunftssichere Verkehrslösung zu schaffen. Währenddessen gerät im Öffentlichen Verkehr zunehmend an Grenzen. Der ÖPNV ist langsam, umständlich und unbequem. Und das würde sich auch durch mehr und schnellere Busse nicht lösen lassen. Stattdessen will Kämpfer das Projekt „Kleiner Kiel Kanal“ vorantreiben. Als eine Detaillösung mit fraglicher Sinnhaftigkeit und im Grunde für Kiel teurer als die Stadtregionalbahn. Es wird die Stadt vielleicht rd. 20 Millionen Euro kosten (die Kostenschätzungen kann man zwar als Grundlage nehmen, aber immer gut mal verdoppeln). Die Stadtregionalbahn rund 60 Millionen Euro. Bei 1/3 der Kosten ist dies aber rein stadtgestalterische Maßnahme, deren Sinn und Zweck zweifelhaft ist und die auch keine direkte Einnahme generiert. Zudem wären die Investitionen bereits die Finanzierung von 1/3 der Stadtregionalbahn.

Kein radikaler Umbau wird etwas an den Grundprobleme der Kieler Altstadt lösen. Das die Holstenbrücke verhunzt ist, ist schon richtig. Und das sie umgebaut werden müsste auch. Denn bislang stellt sie ein Nadelöhr für den Radverkehr dar.. Fraglich ist allerdings, ob nicht mit viel weniger Aufwand der gleiche Effekt zu erzielen wäre. Weniger Parkhäuser und Betonklötze in der Innenstadt und der Erhalt von Altbauten und Grünbestand wäre ein besseres Rezept. Mit dem Kleinen Kiel, der Förde, dem Bootshafen hat Kiel bereits mehrere öffentliche Wasserflächen in unmittelbarer Nähe der Altstadt. Die müssen lediglich gepflegt oder erschlossen werden. Eine neue Fläche zu schaffen erscheint mir da eher als Schildbürgerstreich. Ebenso wie damals die barrierefreie Querung durch den Park zum Brook für 330.000 €, obwohl es eine 100 Meter weiter bereits gab.  Kiel scheint viel Geld zu haben, um Bestehendes abzureissen und es durch irgendetwas Neues mit viel Geld zu ersetzen.

Daher rührt meines Erachtens auch ein Kernproblem von Kiel: Das es zunehmend an Charakter verliert. Wie z.B. durch Bauten wie den Betonklotz CAP am Hafen/Hauptbahnhof oder der hässliche Klotz gegenüber den Veranstaltungszentrum der Pumpe. Offenbar wird von vielen Planern alles, was kalte Betonfläche ist als schön betrachtet und alles was grün ist, oder alt oder etwas kaputt als hässlich. Mir geht es leider umgekehrt.

Written by tlow

26. Oktober 2014 at 10:31

OpenMail an CDU Plön zur Stadtregionalbahn

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Hier meine Mail an die CDU Plön

Sehr geehrte Damen und Herren der CDU Plön,

aus ihren Pressemitteilungen geht hervor, dass sie die ablehnende Haltung der ehemaligen Oberbürgermeisterin Gaschke zur Stadtregionalbahn hutheißen, u.a. zitieren sie auch die Aussage, dass man  „mit einem Bruchteil des nötigen Geldes“ die „Busflotte grundsanieren und die Fördeschifffahrt erheblich ausbauen könne“.

Ich bin an ihren Erkenntnissen und Konzepten für einen zukunftssicheren Verkehr im Großraum Kiel interessiert. Aus welchen Untersuchungen kann man ableiten, dass man durch eine Sanierung der Busflotte und den Ausbau der Förderschiffahrt einen ähnlichen Effekt wie durch den Bau der SRB erzielen könnte? Wie Ihnen sicher bekannt ist, derzeit das Busnetz an der Grenze der Belastbarkeit und soweit ich sehe, sieht die KVG kaum Raum für weitere Optimierungen. Daher würde es mich interessieren, auf was sie ihre eigene Position zur SRB basieren und welche konkreten Gegenkonzepte sie vorschlagen?

Mit freundlichen Grüßen,

Thilo Pfennig

KielKontrovers

http://kielkontrovers.com/

PS: Diese Email wurde von mir auf meinem Blog veröffentlicht, wo Sie die Möglichkeit haben direkt zu kommentieren, oder ich kann ihre Kommentare per Mail veröffentlichen.

Written by tlow

4. Oktober 2014 at 10:35

Veröffentlicht in OpenMail, Verkehr

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OpenMail an #HolsteinKiel: Gehts noch?

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Diese Mail ging heute an Holstein Kiel (Herrn Nawe) raus:

Sehr geehrter Herr Nawe,

wie aus Medienberichten zu erfahren war (s.a SHZ-Bericht http://www.shz.de/lokales/kiel/diskriminierung-geburtsort-entscheidet-ueber-stadion-platz-id7249751.html), hat Holstein Kiel beim Kartenverkauf den Geburtort von Fußballfans als Kriterium herangezogen. Geschäftsführer Schwenke geht davon aus, dass „Ostdeutsche generell gewaltbereiter seien“.  Dies ist eindeutig eine Diskriminierung und zudem ein plumpes Vorurteil. Ganz angesehen davon, dass plötzlich Fußballfans, die in Ostdeutschland geboren wurden und seit Jahrzehnten in Kiel wohnen plötzlich nicht mehr die Spiele ihrer Manschaft live vor Ort beiwohnen dürfen. Da stellt sich die Frage, ob diese Praxis auch in Zukunft beibehalten werden soll. Plädiert ihr Verein auch dafür, dass Westdeutsche im Osten ausgesperrt werden? Sollen in Zukunft Spiele nur noch von einheimischen Publikum bewundert werden? Diese Fragen sind sicher überspitzt, aber aufgrund der gravierenden Maßnahmen, die vielfach Kopfschütteln ausgelöst haben sicher gerechtfertigt.

Diese Mail wird als „OpenMail“ auf meinem Blog veröffentlicht und ich würde ihre Antwort auch dort veröffentlichen, es sei denn sie ziehen es vor dort selbst als Antwort einen Kommentar zu schreiben.

Gruß,
Thilo Pfennig (geboren in Eckernförde, falls das relevant ist)
http://www.kielkontrovers.com
Politblog aus Kiel

 

 

Written by tlow

29. Juli 2014 at 06:21

Stadtregionalbahn und Piraten ohne Antworten

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Wie schon in dem vorangegangenen Artikel angekündigt, werde ich ab sofort Anfragen an Ratsfraktionen oder einzelne Politiker,… sofort veröffentlichen. Diese Mail an die Piraten stammt bereits vom 7. März und bisher waren die selbsternannten Meister der Transparenz nicht in der Lage irgendeine  Antwort zu geben:

 

ihr plädiert für einen Bürgerentscheid zur Stadtregionalbahn. Habt ihr
dazu bereits Unterschriften gesammelt? Wenn die SRB abgelehnt würde, was
würde das konkret für die Kieler Verkehrspolitik bedeuten. Was sind die
Alternativen zu einem Ausbau des schienengebundenen ÖPNV?

Mein Eindruck ist, dass es nur für die SRB eine klare Vorstellung gibt,
aber eben kein Gegenkonzept von deren Gegnern. Weiter so wie bisher ist
aber, denke ich, nicht weiter tragbar.

Ich habe das Thema danach zwar mehrfach aufgeggriffen, aber die konkrete Frage an die Piraten blieb bisher unbeantwortet. Ich mache daraus zweierlei:

  • Meine Vermutung, dass da zwar viele Pressemitteilungen verfasst werden, aber ohne Kompetenz und ohne Plan trifft zu.
  • Die Piratenfraktion in Kiel unterscheidet sich überhaupt nicht mehr von anderen Fraktionen in ihrer Ignoranz gegenüber Wähler*innen. Transparente Politik in dem Sinne, dass man Bürger*innen bereitwillig über Themen informiert oder auf Anfragen antwortet wurde von der Agenda gestrichen. Dagegen wird das  freundschaftliche Verhältnis zum politischen Gegner höher bewertet.
  • Ergo: Die Piraten 2013 sind in dieser Form in Kiel leider nur überflüssig, denn ihre Positionen fanden sich auch zuvor bereits in der Ratsversammlung wieder. Wie auch manche vor ihnen bewerben sie sich gerade nicht für eine Wiederwahl 2018.

Written by tlow

2. Juli 2014 at 09:11

Veröffentlicht in Fraktionen, OpenMail, Verkehr

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Ortsbeiräte: Keine Bewegung bei den GRÜNEN?

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Letztes Jahr konnten sich die GRÜNEN in der Kommunalwahl behaupten und damit die Zukunft der bisherigen Kooperation sichern. Einer der auffälligsten Punkte im Wahlprogramm war dies:

 

Ortsbeiräte
Die Ortsbeiräte werden zukünftig direkt gewählt. Zudem sollen den
Ortsbeiräten konkretere Zuständigkeiten und Kompetenzen zuzüglich
dazugehöriger finanzieller Ausstattung zukommen. Zudem können
sich Ortsbeiräte zusammenschließen, indem sie sich an örtlichen Zu-
ständigkeitsbereichen ihrer Sozialräume orientieren.

 

Darauf wies ich in einem Artikel im April 2013 in diesem Blog hin. Mich hatte jetzt interessiert, wie weit die Pläne denn sind und schrieb an die Fraktionsvorsitzende Rudow am 21. Juni eine Email. Eine Antwort habe ich nicht erhalten. Dazu muss man wissen, dass ich üblicherweise in geschätzten 95 Prozent von Kieler Politikern keine Antworten erhalte. Oder eben unbefriedigende. Ich weiß nicht, wie die Quote sonst ist. Vielleicht spiegelt das die Missachtung der gesamten Wählerschaft wider? Können Politiker keine Email? Mir ist das nun auch egal. Bisher bin ich so verfahren, dass ich eine Frage stellte und dann erst nach einiger Zeit aufgrund einer Antwort oder Nicht-Antwort einen Artikel schrieb. Ich werde das nun umstellen und unter der Kategorie „OpenMail“ die Fragen bereits mit dem Absenden der Email veröffentlichen. Die Empfänger, wie auch die Leser können dann sofort in diesem Blog dazu kommentieren.

Manchmal haben Menschen volle Terminkalender oder keine Antwort auf Fragen. In Summe aber glaube ich das der Grund dafür, dass oft nicht geantwortet wird ist, dass viele Politiker grundsätzlich ungeeignet für ihr Mandat sind. Wie kann irgendein Politiker überhaupt irgendeine Frage eines Bürgers ignorieren? Ratsmitglieder haben eine besondere Verantwortung, denn sie sollen ALLE Kieler Bürger*innen repräsentieren. Und das können sie nicht ohne Dialog und sie sind m.E. auch dazu angehalten ihre Arbeit transparent zu machen. Schließlich wollen sie wiedergewählt werden. Viele glaube es wäre damit getan alle 5 Jahre Flyer und Blumen in den Fußgängerzonen zu verteilen. Das ist vielleicht innerhalb des Parteiensystems tatsächlich nötig um einige Wähler*innen noch zu überzeugen. Aber was ist mit der Zeit dazwischen? Da werden Empfänge besucht, an der Kieler Woche teilgenommen oder in die eigene Partei hinein kommuniziert. Der direkte Dialog mit den Bürgern scheint aber eher selten zu sein, zwischen den Wahlen.

Mangelndes Vertrauen in die Politik schlägt sich dann auch in Wahlen nieder. Für mich ein direktes Ergebnis der gestörten Kommunikation. Jemand, der sich in einen Stadtrat wählen lässt, von dem/der würde ich aber z.B. erwarten:

  • dass sie eigene Positionen hat und etwas verändern/verbessern wollen
  • dass sie in der Lage sind, aufkommende Fragen zu beantworten, oder weiterzureichen oder sich schlau zu machen
  • dass sie sich nicht wegducken vor Fragen, auch wenn sie unangenehm sind

Zu oft scheint es aber so, dass Repräsentanten es lediglich verstehen sich in ihrer eigenen Partei beliebt zu machen, aufgestellt werden und dann gerade noch in der Lage sind mit dem Kooperationspartner zu reden oder mit Leuten, die gutwillig sind. Und sie sind bereit mit Interessenvertretungen zu reden. Also sowas wie die IHK, Förde Sparkasse oder dem Kreissportverband. Es entsteht oft der Eindruck, dass die Bürger selbst als lästiges Übel wahrgenommen werden, die das harmonische Spiel der Kräfte nur stören. Wenig bleibt da über von der politischen Theorie, der repräsentativen Demokratie. So mancher Politiker klingt dann eher wie ein beleidigter Kaiser, der es als Anmaßung empfindet, dass irgendwer, der nicht mal Vorsitzender eines Verbandes ist seine Politik in frage stellt.

Politikverdrossenheit fällt nicht vom Himmel, sondern hat Ursachen. So wie Politik heute funktioniert können es sich die Politiker als „Klasse“ allerdings leisten, die Wähler*innen zu ignorieren. Es kostet vielleicht hier und da mal einen Ratssitz, aber die Politik wird dadurch nicht geändert und schon gar nicht die Mechanismen der Macht. So haben dann auch viele Politiker*innen mehr Angst vor Parteigremien, denn von der Wähler*in.

 

Langer Rede kurzer Sinn, hier ein Ausschnitt aus der Email vom 21.06. an Lydia Rudow:

ihr Grünen habt im Wahlkampf ja gesagt ihr wollt euch für die Direktwahl
der Ortsbeiräte einsetzen. Hat es dazu bereits Initiativen von euch
gegeben oder gibt es konkrete Pläne, wie das umgesetzt werden soll?

Es stellt sich also die Frage, wie viel das Papier wert ist, auf denen Parteiprogramme gedruckt werden. Man würde erwarten, dass für jede steile These oder Versprechung es zumindest eine vorgefertigte Antwort an die Wähler gibt. Das ist eigentlich auch noch zu wenig, aber selbst das scheint bei den GRÜNEN zur Zeit nicht leistbar zu sein?

Written by tlow

2. Juli 2014 at 08:58

Veröffentlicht in OpenMail, Rathaus

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