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#Cidre selber machen Teil I

Bei mir ist es auch schon wieder zwei Jahre her, dass ich ein mal Cidre aus Äpfeln selber gemacht habe. Damals aus eigenen Äpfeln. Und ich fand die Anleitungen im Wesentlichen nicht so hilfreich.

Das Wesentliche ist für mich dabei nicht das Erzeugen von Apfelsaft, sondern eben die Cidreherstellung. Ich beschreibe jetzt also noch mal für mich selbst und euch, was man so braucht.

Meine Empfehlung ist:

  1. Der Apfelsaft (generell geht auch etwas Anderes)
  2. WICHTIG: Zwei Glasballons mit passendem Gäraufsatz und Korken oder Schraubverschluss. Warum 2 verrate ich weiter unten
  3. Weinhefe bekommt man aus der Apotheke. Z.B. von Arauner.

Nun zu der Frage: Warum schreibe ich nichts zum Apfelsaft? Weil ich einfach davon ausgehe, dass ihr irgend wo her Apfelsaft habt. Der muss pasteurisiert sein. Ihr könnt aber eben auch einige Flaschen kaufen oder einen Apfelsaft im Schlauch. Generell sollte ab dem Zeitpunkt, dass ihr fertigen, pasteurisierten Apfelsaft habt das Verfahren gleich sein.

Ich würde für den Anfang z.B. empfehlen: ca. 4 Liter Apfelsaft und zwei 5-Liter-Glasballons. Am besten habt ihr dann noch mindestens eine Flasche Apfelsaft in Reserve. 6 Flaschen a 0,75 wären aber auch z.B. nur 4,5 Liter. Ein wenig Platz lassen ist gut. Zu viel Luft aber nicht, da der Cidre (Hefepilze!) eigentlich eher bei Luftausschluss reifen soll. Sonst wird es eher Essig.

Sterilisieren des ersten Ballons

Zuerst den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Dann den Ballon rein und 15 Minuten drin lassen. Danach rausnehmen, verbrennt euch nicht die Finger! Den zweiten Ballon brauchen wir am ersten Tag noch nicht. Den können wir später sterilisieren!

Das Zubehör wie Gäraufsätze, Trichter, … alles was mit dem Saft in Berührung kommt kann man auch mit kochendem Wasser übergießen. Denn wenn die aus Plastik sind ist 120 Grad 15 Minuten lang nicht so cool.

Here comes the Saft

Ihr könnt den Ballon rausholen und dann den Saft darin umfüllen. Und dann auch die Hefe dazuschütten. Dann den Korken mit Gäraufsatz drauf. Und in eine Ecke stellen. Nun muss dieser Ansatz Zeit haben sich zu entwickeln. Den Gäraufsatz sollte man auch mit etwas sterilem Wasser auffüllen, dann kann nur Luft entweichen, aber keine neu reinkommen.

Grundsätzliches

Wichtig ist, dass alles sauber und steril ist. Aber fertigen Saft muss man nicht noch mal erhitzen, sofern er schon pasteurisiert ist!

Die Bakterien ernähren sich vom Zucker, dabei setzt sich unten Hefe ab. Der Alkoholgehalt nimmt zu und die Süße ab. Jetzt kann man mit zusätzlichem Saft ein wenig spielen und ab und zu verkosten bis man den eigenen Wunschgeschmack mit dem Gleichgewicht aus Süße und Alkoholgehalt erreicht hat.

Written by Thilo

15. März 2020 at 13:10

Veröffentlicht in DIY, Rezepte

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