KielKontrovers

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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Matjes oder nicht Matjes? Das ist hier die Frage!

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Ach ist das herrlich – Geschichten aus dem Ortsbeirat Wik (via KN Online):

Richtig Zoff gab es zwischen der Vorsitzenden Monika Lehmann-Willenbrock (SPD) und ihrem Stellvertreter Jürgen Engel (Grüne). Hintergrund: Engel leitete die März-Sitzung des Ortsbeirates, da die Vorsitzende verhindert war. Und genau das war der Anstoß des Streits. Engel sagte laut Protokoll, dass er nur wenige Stunden vor der Sitzung von ihr informiert worden sei, dass sie nicht erscheinen könne. Nach seinem Kenntnisstand seien alle SPD-Mitglieder des Ortsbeirates zeitgleich zu einem Matjesessen geladen gewesen. Während der letzten Sitzung stellte die Vorsitzende klar, dass sie dort nicht gewesen sei, und drohte ihm eine Klage wegen übler Nachrede an, wenn er sich nicht entschuldige und diesen Vorwurf zurücknehme. Sie sei dienstlich verhindert gewesen. Das Ende vom Lied: Der Streit wurde in die nichtöffentliche Sitzung verschoben, in der Engel erzürnt sein Amt als Stellvertreter niederlegte. „Es ist schon seit einiger Zeit keine einvernehmliche Zusammenarbeit mehr möglich“, erklärte Engel im Anschluss. Auch, dass er bereit wäre, das Amt weiter auszuüben, wenn es einen oder eine neue Vorsitzende gebe.

Mensch, mensch bleibt mal locker… Bei der SPD liegen zur Zeit ja echt die Nerven blank.

Written by tlow

15. April 2011 at 23:12

Studie zu Einkaufszentren

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Frau Monika Walther hat in einem Forschungsprojekt erforscht welche Auswirkungen Shoppingcenter haben.

Ich zitiere daraus:

Kurzzusammenfassung der Ergebnisse des DFG-Forschungsprojekts „Auswirkungen Innerstädtischer Shopping Center auf die gewachsenen Strukturen der Zentren“
Die oftmals aufgestellte Behauptung, dass durch die Ansiedlung eines Shopping Centers in Innenstadtlage die Kaufkraftzuflüsse aus dem Umland erhöht und die Zentralität einer Stadt gesteigert werden könnte, war im Rahmen des Forschungsprojekts empirisch nicht zu belegen. Auch der jeweilige Marktanteil der Innenstadt am gesamten Einzelhandelsumsatz einer Stadt, der entsprechend dem bundesweiten Trend in allen untersuchten 64 kreisfreien westdeutschen Städten innerhalb des Betrachtungszeitraumes von 1995-2008 tendenziell und teilweise auch deutlich rückläufig war, konnte in kaum einer Stadt gehalten, geschweige denn so wesentlich erhöht werden, dass nach Abzug des im
Center selbst gebundenen Umsatzes noch ein Zugewinn für die übrigen innerstädtischen Geschäftslagen zu verzeichnen gewesen wäre. Das bedeutet, dass mit der Etablierung eines ISC regelmäßig Umsatzumverteilungseffekte gerade innerhalb der Innenstadt einhergehen, die umso stärker ausfallen:
a)     je geringer das Marktwachstumspotential der Innenstadt insgesamt ist, also ein je größerer Anteil zentrenrelevanter Ausgaben auch zuvor schon in der City getätigt wird
b)     je höher der zu erwartende Umsatz des ISC im Verhältnis zu den jeweiligen Umsatzanteilen in den bisher wichtigsten innerstädtischen 1a-Lagen ist und
c)     je besser die relative Wettbewerbsposition des ISC im Verhältnis dazu einzustufen ist, wie gut oder schwach die übrigen, jeweils einzeln zu bewertenden Geschäftslagen „aufgestellt“ sind
Über diese ökonomischen Effekte hinaus, die sich in der Regel in entsprechenden Mietpreisrückgängen und Immobilienwertverlusten in den besonders betroffenen Geschäftslagen niederschlagen, können mit einer ISC-Ansiedlung auch räumlich-funktionale bzw. qualitative Veränderungen der innerstädtischen Angebotsstrukturen verbunden sein, die unmittelbare Auswirkungen auf die von den Besuchern wahrgenommene Attraktivität der Innenstadt insgesamt haben. In welchem Umfang es in welchen Bereichen der City zu spürbaren Verschiebungen der Lagequalitäten kommt, ist abhängig davon, welche Wettbewerbsposition eine bestimmte Geschäftszone in Relation zur voraussichtlichen Stellung des ISC im innerstädtischen Zentrengefüge einnimmt. Der jeweilige Wert oder Nutzen einer
Einkaufslage, der ihr aus Sicht der Konsumenten zugemessen wird, lässt sich anhand eines standardisierten Bewertungsschemas, mit dem die Kriterien Reichhaltigkeit und Dichte, Nutzungsmischung und Angebotsattraktivität sowie Raumstruktur und Lebendigkeit der Innenstadt beurteilt werden, recht
genau ermitteln.
Auf dieser Basis ist es mit Hilfe eines im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelten Wirkungs- und Prognosemodells möglich, Ausmaß und Richtung der Auswirkungen einer geplanten ISC-Ansiedlung auf einzelne innerstädtische Geschäftslagen vorherzusagen und somit Aussagen über die voraussichtliche Entwicklung der Nutzungsstrukturen und Funktionsverteilung sowie der Einkaufsbedeutung und Gesamtattraktivität eines Stadtzentrums zu treffen. Überraschend war in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass weniger Lage und Größe, sondern vielmehr Ladenanzahl und Branchenmix eines ISC entscheidend sind für die Intensität der Wirkungen auf die gewachsenen Strukturen der Zentren. Das Interesse der Shopping-Center-Entwickler konzentriert sich bevorzugt auf jene Städte, in denen bereits überdurchschnittlich hohe Pro-Kopf-Umsätze erzielt werden, die also entweder über ein hohes Kaufkraftniveau verfügen oder aber auch ohne ISC schon eine sehr starke Einzelhandelsbedeutung über die Stadtgrenzen hinaus aufgewiesen haben. Diese aus immobilienwirtschaftlicher Perspektive kaum überraschenden Erkenntnisse sind im planungswissenschaftlichen Kontext durchaus neu, denn sie widerlegen die Vermutung, dass Shopping Center auf gesamtstädtischer Ebene einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Zentren bzw. zur Sicherung der oberzentralen Versorgungsbedeutung von Städten leisten würden. Die Zentralität bzw. Anziehungskraft der Innenstadt selbst lässt sich in den allermeisten Fällen durch eine ISC-Ansiedlung bestenfalls stabilisieren, kaum aber signifikant
gegenüber dem Ursprungsniveau bzw. einem stadtgrößentypischen Durchschnittswert erhöhen. ISC sind folglich eben kein Garant für eine stadtentwicklungspolitisch stets erhoffte Steigerung der Anziehungskraft der Stadt insgesamt. Wohl aber ist ein autark konzipiertes Center (Typ A) in der Lage, die Umsatzverteilung, Nutzungsstrukturen und Lagequalitäten im Mikrosystem Innenstadt maßgeblich zu beeinflussen und zumindest in einigen innerstädtischen Geschäftszonen spürbar negative Effekte und städtebaulich unerwünschte Veränderungsprozesse auszulösen oder gegebenenfalls auch schon vorher sich abzeichnende Abwertungstendenzen erheblich zu beschleunigen.

Written by tlow

14. Februar 2011 at 13:39

Das Letzte: Zuerst!

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Written by tlow

19. September 2010 at 17:33

Zünftiges Symposium… (GES)

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Written by tlow

14. September 2010 at 14:26

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KN zensiert Lesermeinung zu Tabel-Mitarbeitern

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Einige Leute, wie auch ich haben festgestellt, dass Kommentare bei der Kieler Nachrichten, z.B. zu den Bildungsprotesten, die auch die Situation der prekär beschäftigten Tabel-Mitarbeiter ansprechen konsequent zensiert werden. So viel hält man da also von der Meinungsfreiheit. Offenbar hat man Angst vor der Wahrheit. Ich fordere die KN auf Stellung zu beziehen! Wir werden es nicht weiter dulden, dass die KN sich hier in Kiel als moralischer Wächter präsentiert, gar über Leiharbeit kritische Artikel schreibt und tatsächlich das Leben ihrer Mitarbeiter zum Teil aufs Spiel setzt. Die KN muss als das demaskiert werden, was sie ist: Ein unverantwortiches Unternehmen, dass sich einen Dreck um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schert.

Am 30.6. wird es eine Demo in Kiel geben, die u.a. von ver.di und auch der FAU Kiel unterstützt wird.

Written by tlow

21. Juni 2010 at 23:06

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Nun offiziell: Korruption ist in Kiel legal!

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Die Ermittlungen zu den Korruptionsvergehen im Zusammenhang mit Regattabegleitfahrten wurden vom Generalstaatsanwalt gestoppt.

Zitat  „Für die Zeit von 2008 an geht die Staatsanwaltschaft nun davon aus, dass die Fahrten auf Einladung der Stadtwerke genehmigt worden seien.

Wenn viele profitieren, die Stadtwerke also viele Amtsträge einladen und die Behördenleitung ja sagt, dann ist also alles Ok. Als Unternehmen kann amn sich dann also merken: Nicht kleckern, sondern klotzen – am besten gleich die ganze Verwaltung kaufen, dann ist es völlig legal.

Kiel, Landeshauptstadt der Korruption!

Written by tlow

27. Mai 2010 at 15:34

Verfassungsschutzbericht: Künstler angeblich linksextrem – taz.de

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Wie die taz berichtet wurde die Initiative „Recht auf Stadt“ im neuesten Hamburger Verfassungsschutzbericht als linksextremistisch eingestuft. Hier ist nur zu durchsichtig, dass eine effektive außerparlamentarische Opposition ins Abseits gestellt werden soll.

Aus diesem Anlaß möchte ich darauf hinweisen, dass der Extremismus-Begriff tatsächlich Unsinn ist, weil er viel zu unscharf ist und all zu oft der Delegitimierung von legitimen Interessen dient.

S.a.  den Offenen Brief gegen jeden Extremismusbegriff. Auf konkrete Vorwürfe kann man konkret antworten. Aber beim Label Extremismus ist meist keine Diskussion mehr möglich. Und das scheint auch der Hauptzweck dieser Begriffsbildung zu sein.

Written by tlow

10. Mai 2010 at 10:19

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