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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

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#JanesWalk in Kiel 2017, …

Am Freitag 5. Mai und am Samstag 6. Mai fanden zwei Jane’s Walks in Kiel statt. Mit  ca. 16 und 12 TeilnehmerInnen waren sie einigermaßen gut besucht. Aber was ist überhaupt ein Jane’s Walk.

Die Spaziergänge finden in Erinnerung an „Jane Jacobs statt. Einer einflußreichen Architekturkritikerin, die insbesondere mit ihrem Werk Tod und Leben großer amerikanischer Städte und ihrem Engagement gegen Highwayneubauten im Zentrum von New York einen großen Einfluß auf viele Städteplaner und Architekten hatte. Heute ist ihre Bedeutung und Einfluß sogar eventuell noch größer. Denn ihre Ideen waren ihrer Zeit weit voraus. Auch wenn manche Sichtweisen bei Erscheinen ihres Buches von manchen als rückständig angesehen wurden. Denn sie war kein Fan von Neubauten. Eine Durchmischung von Alt und Neu war aus ihrer Sicht wichtig für eine funktionierende Stadt. Überhaupt: „funktionieren“. Bedeutete für sie mehr als nur, dass Menschen aus ihren Schlafstädten zur Arbeit und zurück kamen. Es ging ihr auch um  das Leben auf der Straße. Straßen auf denen man sich gerne aufhalten und verweilen  möchte. Auf denen man gerne Spazieren geht, sich trifft, spielt und vor allem anderen Leuten zuschaut.

Ich selbst bin vor vielen Jahren ein mal über das Buch Tod und Leben großer amerikanischer Städte in der  Kieler Stadtbücherei gestolpert und stellte fest, dass es wohl seit sehr vielen Jahren kaum ausgeliehen wurde. Überhaupt: Bei dem  Namen Jane Jacobs ist bei vielen Leuten nur ein großes Fragezeichen. Nie gehört. Aber wie kommt das? Mit Sicherheit muss man sie zu den ganz großen Zählen. Oft wurde sie als „Hausfrau“ verspottet, da sie zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen keine hohe Position im Kreise der Architekten und keine universitäre Ausbildung hatte.

Jane Jacobs 10 Big Ideas

 Wer kann so einen Spaziergang anbieten?

Eigentlich jede/r. Man sollte sich aber vorher die Ideen von Jane Jacobs angeschaut habt. Es geht aber nicht so sehr darum, dass die Spaziergänge von Experten angeboten werden. Jane Jacobs sagte immer, dass jede/r eine Expertin ist. Es geht darum Sichtweisen zu teilen und Raum zu bieten für Diskussionen. Und das Ganze eben in Form eines Spaziergangs. Dabei können diese sich um ein Thema drehen, müssen es aber auch nicht.

Wer so etwas anbieten will, egal zu welchem Zeitpunkt, kann sich auf der Seite vom Jane’s Walk registrieren. Und ihr könnt mich direkt ansprechen. Wir haben bei den zwei Walks dieses Jahr auch vorher ein Treffen gemacht. Mehr Treffen – vielleicht auch in Form eines Spaziergangs – wären möglich.

Zeitungsartikel Scan

Artikel in der Kieler Nachrichten zum Jane’s Walk 2017 in der Brunswik. Walk-Leader war Jens-Olaf Beismann

Als Korrektur zum Artikel: Der erste Kieler Jane’s Walk wurde 2016 in Kiel-Gaarden durchgeführt.

Aktuell habe ich die Rolle des City Organizers übernommen. Bei Interesse an eigenen Walks einfach Kontakt aufnehmen. Die können und sollen auch das ganze Jahr stattfinden. Email janeswalkkiel AT alterativnet.de

Bericht zu erstem #JanesWalk in #Kiel

with one comment

jw_10_logo_smallIn Deutschland ist Jane Jacobs vielen nicht bekannt. Eher schon sozusagen den europäische Counterpart Lucius Burckhardt. Sie war eine großartige Kämpferin für Städte die menschengerecht sind. So half sie, dass Manhattan nicht weitere Stadtteile an weitere Schnellstraßen verlor. Ihr bekanntestestes Buch war auch gleichzeitig ihr erstes: „Tod und Leben großer amerikanischer Städte“

Zu Ehren von Jane Jacobs und ihrem Wirken werden weltweit die sog. Jane’s Walks durchgeführt. In manchen Städten finden sogar mehrere hundert Spaziergänge statt. Diese decken mehrere Orte und Themen ab. Es geht auch um Stadtplanung von unten von den „Experten“ (in dem Sinne die Anwohner*innen!)

Dieses Jahr gab es in Deutschland außer in Kiel lediglich in Leipzig und Bochum einen Spaziergang. Ich hatte mich entschieden dieses Jahr für Kiel-Gaarden  einen Spaziergang zu organisieren, um die Ideen vorzustellen und auch, um es zu nutzen mit einem Nachbarschaftsspaziergang Leute aus dem Viertel anzusprechen, ebenso wie Leute aus anderen Stadtteilen.

Insgesamt 12 Bürger*innen (davon auch aus jeweils einer aus Ellerbek, Brunswik und Südfriedhof). Ich hoffe nicht zu viele waren am falschen Ort, weil ich erst tage vorher feststellte, dass auf Ostufer Kiel war eine falsche Startadresse angegeben, die aber nicht von mir kam. Aber man kann leider nicht gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten sein. Vielleicht wären es so auch noch mehr Teilnehmer*innen gewesen.

Wir starteten vor der Werftapotheke, weil hier das Zentrum von Gaarden startet (also Elisabeth- Ecke Augusten- oder Norddeutsche Straße) und weil hier die Bürgersteige besonders breit sind. Was Frau Jacobs als einen wichtigen Faktor für funktionierende Straßen ansah: Man kann sich dort versammeln und dennoch können Passanten aneinander vorbeigehen. Es kann viel dort stattfinden und es macht Spaß dort spazieren zu gehen.

Der weitere Weg führte über den Vinetaplatz und dann via Wikingerstraße durch den Gustav-Schatz-Hof und unter dem Fußgängertunnel im Ostring zu dem derzeit geschlossenen Freibad Katzheide. Letzteres ist ein Skandal für sich, unabhängig von den weiteren Plänen der Stadt Kiel. Der Ortsbeirat wurde so informiert, dass Katzheide gleichzeitig mit der Strandsaison geöffnet wird. Ohne weitere Erklärung. Es schein also keine technischen Gründe zu geben. Und offenbar versteht man nicht, dass der eigentliche Vorteil von Katzheide ist, dass es weit vor den Stränden warmes Wasser haben kann! ein heißes Mai-Wochenende. Überall sind die Freibäder auf, außer in Kiel. Es zeigt wieder wie weit die Stadt von den Bürger*innen, vom Menschen entfernt ist. Ein Datum, was scheinbar beliebig festgelegt wird. Und das ist auch einer der Gründe, warum Besucherzahlen zurückgehen. Während wir davor standen, kamen auch einige Leute, um sich über die Öffnungszeiten zu informieren. Zu finden war aber nur ein Plakat aus dem Jahre 2015. Offenbar findet man es dieses Jahr wieder nicht nötig die potentiellen Besucher*innen ausreichend zu informieren.

Der Fußgängertunnel erlaubt dem Autoverkehr auf dem Ostring ungebremst durchzufahren, schafft aber auch einen Angstraum für Fußgänger und stellt auch ein gewisses Hindernis dar, da man Höhenunterschiede überwinden muss (insbesondere für Rollstuhlfahrer). Es wurde auch erwähnt, dass die Veloroute für Fahrräder hier durchführt, obgleich es ein Fußweg ist. Der Ostring durchschneidet Gaarden nicht nur an dieser Stelle. Ein Bau der Umgehung Südspange-Gaarden wird den Verkehr hier sicher vervielfachen.

Weiter ging es über die Hans-Christian-Andersen-Schule und die Medusastraße in den Medusahof und via Kaiserstraße zum Karlstal.

Abgeschlossen wurde der Spaziergang auf dem Rückweg an der Bushaltestelle vor der großen Fotowand, die inzwischen in Teilen schon stark beschädigt ist. Und wozu es von den Teinehmer*innen unterschiedliche Meinungen gab.

Mit einer verkleinerten Gruppe besuchten wir dann noch die aktuelle Ausstellung im ehemaligen Schlecker-Markt, der von der K34 bespielt wird.

Insgesamt dauerte der Spaziergang, so wie ich es auch eingeschätzt hatte ca. 1 1/2 Stunden. Ich hatte mich darauf insoweit mehr auf die Inhalte von Jane Jacobs vorbereitet und weniger konkret zu den Orten in Gaarden. Auf der Tour vermisste ich, dass es keine Teilnehmer der Generation 70plus gab, so dass z.B. niemand etwas zum ehemaligen Star-Palast sagen konnte. Vermutlich war diese schon zu früh geschlossen für die meisten Anwesenden.

Dies war auch der erste Spaziergang, den ich je geleitet habe und somit auch mein erster Jane’s Walk. In der Nachbetrachtung hätte ich dann dich gerne einiges mehr recherchiert. Da habe ich zu sehr darauf gesetzt, dass die Gaardener*innen sich mehr einbringen. Aber insgesamt war es schon angemessen und natürlich das beste Wetter, was man sich wünschen kann.

Es geht bei den Jane’s Walks ja nicht so sehr um eine fertige Touristenführung als viel mehr darum, dass sich Bewohner*innen eines Viertels begegnen und gleichzeitig Besucher*innen von außerhalb den Stadtteil kennenlernen. Je weniger da vorgegeben ist, desto mehr können Teilnehmer sich einbringen und desto variabler ist der Spaziergang.

Sicher wird das nicht mein letzter Spaziergang sein, den ich anbiete, weil er eine nette Möglichkeit darstellt Gespräche, Beobachtung, Begegnung und Freizeit miteinander zu verbinden.

Als nächste Themen bieten sich an: Radverkehr in Gaarden, die Südspange Gaarden und Kai-City und der Neubau des Zentralbades. Vermutlich dann ab Juni wieder.

Als einzigster Spaziergang in meiner stadt bin ich irgend wie automatisch zum City Organizer für Kiel geworden. Wer also selbst etwas anmelden möchte, auch außerhalb dieser Aktionstage, kann sich gerne registrieren und einen Spaziergang anmelden.

#Katzheide: #Bürgerbeteiligung geht anders

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Am 15. Oktober 2015 stimmte die Ratsversammlung der Stadt Kiel dem Bürgerbegehren zum langfristigen Erhalt von Katzheide als Freibad zu.katzheide2013

Nun hätte man meinen können, dass sich damit jeden weitere Erörterung über dessen Zukunft damit erübrigt hätte. Wie ich aber in meinem letzten Artikel bereits erwähnt habe, ist Katzheide leider trotzdem alles andere als gerettet.

Nur widerwillig war die Stadt nach einiger Zeit der Forderung des Vereins Katzheide: JA! nachzukommen und wie bei Möbel Kraft so etwas wie eine Gläserne Akte einzurichten. Nun gibt es zumindest eine Seite, auf der man einiges nachlesen kann, was bisher passiert ist (z.B. das Ergebnis des Bürgerbegehrens). Was aber z.B. völlig fehlt ist die ganze Geschichte mit dem angeblichen Schimmelpilz dier zur Schließung von Katzheide 2015 führte. Zum Glück dokumentierte es u.a. die TAZ am 3.8.2015:

In der Juli-Sitzung der Ratsversammlung trug er (Dezernent Gerwin Stöcken) die Probleme vor: Schimmelpilz wuchert auf der PVC-Folie des Schwimmerbeckens und Bakterien gefährden die Gesundheit der Badenden.

Es stellte sich später als Finte heraus, aber nicht ohne eine besondere Selbstinszenierung des sportpolitischen Sprechers der SPD Torsten Stagars , die selbst unter seinen Kollegen eher für Amüsement gesorgt hatte .

Als Moderatorin wählte die Stadt abermals Frau Dr. Ute Fischer-Gäde (Dr. Fischer Kommunikation aus Rostock) aus. Diese hatte bereits das Kleingartenentwicklungskonzept für die Stadt moderiert. Das wäre ein Thema für sich. Bereits hier zeigte sich aber, dass Frau Fischer-Gäde ihre Rolle nicht als neutrale Moderatorin verstand.

Die Moderatorin nahm erstmals am 7. September 2015 Kontakt mit dem Verein Katzheide: JA! auf. Sie schrieb dazu u.a. :

„Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit und möchten Sie selbstverständlich intensiv in die Bearbeitung mit einbeziehen“.

Diese Einbeziehung hat dann nie wirklich stattgefunden.

In der ersten Veranstaltung, dem Informationsabend am 1. März vermittelte zunächst Stadtrat Stöcken, welche „Aufgaben“ die beteiligten Bürger*innen an dem Abend zu lösen hätten. Sinngemäß eben die Aufgabe, wie man Katzheide in den Sportpark integrieren kann. Ein Satz, der bereits in den ersten Flyern plötzlich auftauchte. Verwunderlich doch, weil die Integration in den Sportpark niemals Ziel des Bürgerbegehrens war, dem die Ratsversammlung ja erst wenige Monate vorher zugestimmt hatte. Für viele der Beteiligten war die Erwartungshaltung trotzdem eigentlich die, jetzt endlich über den Erhalt von Katzheide konkret zu reden. Daher schlug Herrn Stöcken schon früh Unmut entgegen. Er selbst zeigte sich frustriert darüber, dass die Diskussion ja schon so lange ginge und man ja endlich am anfangen müsse etwas zu tun. Frust war aber auch im Publikum zu spüren. Auch die wollten endlich Ergebnisse sehen. Und vor allem wollte man keine Pläne diskutieren, die nichts mit dem zutun hatten, was sich Befürworten von Katzheide stets erhofften. Insofern war eine Beteiligungsveranstaltung nicht nötig, um entweder notwendige Reparaturen durchzuführen oder auch um eine vernünftige Sanierung des Bades zu planen. Eine Beteiligung ist nur dann wirklich nötig. wenn man etwas komplett anderes will. Und dies wurde im Verlauf des weiteren Abends auch und vor allem durch die Intervention der Moderatorin immer wieder deutlich.

Die stadteigene Dokumentation als PDF spricht denn auch eine eindeutige Sprache, was fast alle vor Ort wollten. In dem Protokoll zu der initiierten Brückengruppe vom 14.3.16 steht u.a.: „In Zukunft soll der Schwerpunkt des Beteiligungsverfahrens auf der Entwicklung der Schwimm- und Badestätte liegen“

Am 21. April dann beschloss die Ratsversammlung zusätzlich dem Antrags-Zombie des Ortsbeirats Gaarden (Drucksache 0994/2009) mit über 40 Rückstellung/Ablehnungen und 6 Jahren zuzustimmen. (Gratulation an den Ortsbeirat Gaarden dazu!)

Auf der Veranstaltung am 30. April dann wurde laut KN-Bericht dann selbst ein eigener Redebeitrag von Katzheide: JA! abgelehnt. Und viele Teilnehmer*innen verließen die Veranstaltung. Eine Auswertung dieses Tages liegt bis heute (5.5.16) noch nicht vor. [Anm.: Wenn sie vorliegt, werde ich das hier verlinken].

Es wird nur zu deutlich, dass die Stadt Kiel ihre Pläne von 2009 eigentlich am liebsten weiter durchziehen möchte. Auch in Anbetracht des entstehenden Kompromissbades an der Gablenzbrücke. Bei der zweiten Veranstaltung spätestens hätte die Moderatorin umschwenken müssen und endlich die Wünsch der Bevölkerung und des Katzheide-Vereines aufgreifen müssen. Stattdessen wurden wieder Entwürfe präsentiert, die nicht aus der Bevölkerung kamen. Und es wurde versucht zu vermitteln, dass die Sanierung von Katzheide gleichbedeutend mit Stillstand und keiner weiteren Nutzung wäre. Das Urteil einer manipulativen Veranstaltung kann man daher nur bestätigen. Das Geld für die Beteiligung hat man also aus Sicht der Bevölkerung in den Sand gesetzt, weil man partout ein anderes Ergebnis erreichen möchte als das, was auf der Hand liegt. Diese Bürgerbeteiligung taugt also nicht als Grundlage für zukünftige Baumaßnahmen. Die Moderatorin hat versagt und ist ihrer Rolle nicht gerecht geworden. Nach zwei Veranstaltungen kann man bereits heute dieses Fazit ziehen. Wichtige Zeit und Energie sind vergeudet worden und statt beide Seiten (Stadt und Bürger) näher zu bringen, wurde erreicht, dass da Misstrauen einen neuen Höchststand erreicht hat. Ein Kompromiss scheint heute weiter weg als je zuvor. Wer mit so viel Arroganz Beteiligungsprozess zu lenken versucht und nicht auf Kritik reagiert, der hat eindeutig einen Job verfehlt.

Wenn man sich mal den Wikipedia-Artikel zu Bürgerbeteiligung anschaut:  dann würde ich sagen, dass das, was die Stadt nicht einmal dem geringsten Standard der informellen Beteiligung entspricht. Da steht z.B.

„Ausgewogene und objektive Informationen, um die Öffentlichkeit zu unterstützen im Verständnis der Probleme, Alternativen, Möglichkeiten und/oder Lösungen.“

Es wurde uns aber nur die Sicht der Stadtplaner vorgetragen und überhaupt nicht ernsthaft darüber informiert, wie denn die Umsetzung des Bürgerbegehrens gehen könnte. Es war aus meiner Wahrnehmung nie Teil des Bürgerbegehrens. Das liegt zum Großteil daran, dass die Bürgerbeteiligung schon vor der Initiierung de Bürgerbegehrens beschlossen aber nur verschoben wurde. Sie reflektiert also offenbar überhaupt nicht den Status quo.

#UrbanGardening Veranstaltung in der #AlteMu 14. Juni

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Etwas gewöhnungsbedürftig war die Veranstaltung „Rund Beet Kiel“ am 14 Juni in der „Alten Mu“ (=ehem. Räume der Muthesius Kunsthochschule). Angefangen mit dem Auftritt des großen Zampano Peter Todeskino die kaum bis gar keinen Sinn ergab. Man wusste nicht, ob er nun provozieren wollte oder nur unglücklich formulierte, wenn er die Kieler Urban Gardening Projekte als „nette Stolpersteine“ in Kiel bezeichnete.

Todeskino_Rundbeet

Peter Todeskino (rechts) eröffnete das Event

Aber so geht einem das häufig, wenn man Politikern mal richtig zuhört. oft eine Aneinanderkettung von Worten ohne viel Sinn. Das toppte dann auch die folgende Rednerin Dr. Karen Meyer-Rebentisch, die in ihrem Vortrag mehrfach zwischen „Urban Gardening“ sei etwas „ganz Neues“ und „nichts Neues“ hin und herwechselte, das einem ganz schwindlig wurde.

Wie man auf dem Foto sieht, beschäftigten sich die Leute dann lieber mit ihren Handies, weil der Vortrag doch sehr lange dauerte und auch keinen Kiel-Bezug hatte.

Wie man auf dem Foto sieht, beschäftigten sich die Leute dann lieber mit ihren Handies, weil der Vortrag doch sehr lange dauerte und auch keinen Kiel-Bezug hatte.

Ich assozierte dazu die Paris-Erzählung von Helge Schneider:

Was ist eigentlich Urban Gardening und wann hat es nun wirklich angefangen?

Da kann man verschiedene Punkte nehmen. Manche sagen bereits im antiken Ägypten habe man in den ersten Städten bereits Prinzipien des Anbaus von Obst, Gemüse und Kräutern genutzt. Dann natürlich die neulich hier schon beschrieben Gartenstadt-Bewegung (20er Jahre), oder auch eher mit dem Schwerpunkt Guerilla Gardening Anfang der 70er Jahre aus den USA kommend. Auch Elemente der Permakultur spielen eine Rolle, wo es meist um höheren Ertrag auf geringer Fläche geht und die Nutzung der vorhandenen Elemente (ob nun innerhalb oder außerhalb von Städten). Oder mit dem Satz „Alles Gärtnert“ könnte man auch sagen, dass wesentliche Elemente auch schon vor und ohne den Menschen stattgefunden haben. Kurz gesagt: Urban Gardening ist weder neu, noch etwas besonderes. Am ehesten würde ich die heutige Definition eher an den Begriff des „Guerilla Gardenings“ anknüpfen wollen, wenn es darum geht zu erklären, was heute neu und anders geht. Und dazu kann man den Kontrast bilden zu der Autogerechten Stadt, zu regulierten und betonierten Flächen, Zum Verschwinden von Gartenflächen aus dem Stadtbild durch Überbauung mit Möbelhäusern, etc. In vielen Megastädten ist dieses moderne Urban Gardening denn auch eine Art Notwehr gegen eine unerbittliche Flächenversiegelung. Letztlich kann sich jeder die Definition nehmen, die ihm passt. Aus Sicht von Städten und offizieller Seite wird sicher das illegale Gärtnern, das Bepflanzen öffentlicher Flächen weniger gern gesehen, wenngleich es manchmal toleriert wird. All zu oft aber aus Prinzip bekämpft. Ein wichtiges gesellschaftliches Element sind die Gemeinschaftsgärten oder Community Gardens, der Aspekt, dass man gemeinsam gärtnert. Das ist für viele Leute in der heutigen Zeit eh bereits bedeutend, weil auch die Freizeit immer stärker segmentiert wird und dadurch die kontinuierliche Pflege von Gärten gar nicht mehr so einfach ist. Gemeinsam anbauen und gemeinsam ernten ist da eine gute Möglichkeit, wenngleich es dabei dann sehr darauf ankommt,sich gut abzustimmen. Wer tut wie viel und wer darf was ernten? Anders als z.B. nach dem Krieg besteht in Deutschland heute oft gar keine Notwendigkeit des Gärtnerns um zu überleben. Man gibt da lieber mehr Geld für Fertigprodukte aus, als selbst Monate an Zeit in Boden und Pflanzen zu investieren. Aber das eigene Gärtnern kommt wieder als Rückbesinnung und gerade weil Fertigprodukte  heute so omnipräsent sind, macht vielen das selber machen, selber kochen wieder mehr Spaß. Es ist allerdings in Deutschland keine Bewegung von Unten, es sind keine Armengärten und sie dienen meist nicht der Reduzierung von Armut.

Weiter zur Veranstaltung

Man hatte sich wirklich viel Mühe gegeben. Aber es war doch sehr durcheinander und weitläufig. Die ganzen Gartenprojekte kann man positiv betrachten. Das macht Spaß zu schauen, was sich da tut. Aber das Meiste ist eher selbstorganisiert und hat wenig mit der Kieler Stadtpolitik zutun. Hier noch eine kleine Auswahl weniger bekannter Beispiele:

Atelier Mümelade
Wenn ich es richtig verstanden habe bietet das Atelier (Kunst)-Workshops für Kinder. Am Sonntag waren das dann meine geliebten Samenbomben/Seedbombs. Ich habe mich da als Nicht-Kind aber mal nicht beteiligt.

Atelier Mümelade

Samenbomben bei Atelier Mümelade

Samenbomben bei Atelier Mümelade

Und Pilzzucht als SoLawi in Kronshagen („Genuss aus Kronshagen„):

Pilzzzucht aus Kronshagen

Bedarf an Austausch und Vernetzung besteht definitv. Bei manchen habe ich mich aber gefragt, wie die da reingeraten sind. Wie z.B. bei den netten Leuten von Jardinyo.de. Kann man ja alles machen, aber irgendwie passte so ein Startup nicht zu den sonstigen, eher unkommerzielle Aktivitäten.

Mein Eindruck war ein wenig, dass die Organisatoren mit der Aufgabe etwas überfordert waren und es daher nicht so ein rundes Event war, auch wenn es vielerorts nett war und gute Stimmung. Das lag aber nur daran, dass die Projekte und Leute selbst nett waren und einfach gemacht haben, wie auch z.B, der Jägersberg14 mit Waffeln von den eigenen Bäumen  und Flora Power Mate. 😉

Written by tlow

14. Juni 2015 at 20:33

Infoveranstaltung zu Freiem Radio für Rendsburg, Schleswig und Eckernförde am 13.06 / 13 Uhr / T-Stube Rendsburg #FreiesRadio

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Freies Radio in Schleswig-Holstein wird noch dieses Jahr möglich – wenn
wir es machen!

Die Förderanträge für Freie Radios an 3 Standorten in Schleswig-Holstein
müssen an die Medienstiftung geschickt werden, stimmt diese zu, gehen
nichtkommerzielle Lokalradios an den Start. Einer dieser Standorte ist
die Region Rendsburg/Schleswig/Eckernförde. Es gibt in der Region
zahlreiche Initiativen und Einzelpersonen, die ein Freies Radio sinnvoll
nutzen können. Bands, Konzertgruppen, Minderheiten und Mehrheiten,
Initiativen, WissenschaftlerInnen und Museen: Freies Radio sendet für
gesellschaftliche Inklusion und Partizipation. Wer sich diesen
Grundsätzen verpflichtet fühlt, dessen und deren Medium soll Freies
Radio sein!

Damit diese Menschen und Gruppen sich untereinander kennenlernen und
organisieren können, veranstaltet der Verein für ein Freies Radio in
Rendsburg und Umland eine Informationsveranstaltung in der Rendsburger
T-Stube.

Die Veranstaltung wird folgende Blöcke haben:

1. Was ist Freies Radio eigentlich? Warum brauchen wir das?
2. Programmplanung – was können und wollen wir senden?
3. Organisation und Technik eines Radiosenders – wie bringen wir das
zum Laufen und sorgen dafür, dass es auch so bleibt?

Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr und für jeden Block planen wir etwa
eine Dreiviertelstunde ein. Im ersten Block wird es einen Input geben,
aber auch Raum für Diskussionen. In den anderen Blöcken setzen wir noch
stärker auf Mitarbeit, Kreativität und Selbstorganisierung der
potentiellen RadiomacherInnen. Nach Bedarf der Teilnehmenden können auch
Pausen eingelegt werden.

Rückfragen und Kontakt: rendsburg [ätt] freie-radios-sh.org
http://www.freie-radios-sh.org/infoveranstaltung-zu-freiem-radio-fuer-rendsburg-schleswig-und-eckernfoerde-am-13-06-13-uhr-t-stube-rendsburg/

Written by tlow

8. Juni 2015 at 22:21

Religionskriege #tegida #pegida #kigida #kielweltoffen

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Die Geschehnissen rund um den Fundamentalismus in Deutschland und Europa werden jede Woche surrealer. Es geht um Überzeugungen und um gesellschaftliche Werte. Der Anfang der Phase war für mich einerseits der Wahlerfolg der rechtsra<ikalen AfD das überraschende Auftreten von HOGESA. Vielleicht wurde diese aktuelle Entwicklung auch wegbereitet durch Thilo Sarrazin und sein Buch. Anstatt den Mann als Spinner abzutun und zu meiden, wurde er vielerorts eingeladen und bekam nur selten das zu hören, was er verdient hätte:

Bisher fokussierte sich unter PEGIDA vor allem in Dresden ein dumpfer antiislamischer Reflex von Teilen der Bevölkerung. Vielleicht hat es eben zu sehr daran gefehlt, dass öffentlich die Thesen auseinandergenommen wurde, mit wenigen Ausnahmen wie z.B. von Jakob Augstein. Oder aber: Er und seine Thesen wurden ZU ERNST genommen.

In Kiel hat sich mittlerweile auch ein vom DGB initiiertes Bündnis gegen derartige Bestrebungen auch in Schleswig-Holstein „Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen!“ mit einer angekündigten Demonstration am 27. Januar um 18 Uhr auf dem Wilhelmplatz [facebook seite].

Die Wurzeln der Konflikte liegen m.E. darin, dass die Sichtweise aufeinander doch eher von Rassismen und der Betrachtung als Kulturkampf gesehen wird. Und zwar von vielen Seiten. Angefangen damit, dass George W. Bush seinen Irakkrieg als „Kreuzzug gegen Terroristen“ bezeichnete. Christentum und Islam haben in der Vergangenheit viele Konflikte weltweit ausgetragen. Es kommt in vielen Ländern auch zu einer Gleichsetzung zwischen Christentum, Kapitalismus, „dem Westen“ und den Kriegen und Bürgerkriegen, die in vielen Ländern stattfinden (z.B. Libyen,Irak,Syrien, Afghanistan). Allerdings gehen islamisch-fundamentalistische Bewegungen viel weiter und stellen vielerorts primär eine Bedrohung derjenige dar, die einen anderen Islam leben wollen.

In einer zutiefst verunsicherten Welt mit vermehrten Hungerkrisen, steigenden Lebensmittelpreisen, steigender Arbeitslosigkeit und zunehmender Verteilungsungleichheit werden sowohl in Deutschland als auch anderswo in der Welt einfache Lösungen und Erklärungen gesucht. Insofern ähnelt PEGIDA z.B. sehr den in Deutschland aktiven Salafisten. Es gibt bei diesen Ansätzen die prinzipiell gegenüber Fakten und anderen Sichtweisen verschlossen sind aber kaum eine Lösung und Diskussion. Es wäre auch falsch zu versuchen mit den Extremen zu feilschen. Egal um welches Extrem es sich handelt.

Im Grunde wäre ein Ausweg für viele Konflikte die Besinnung auf die gesellschaftlichen Werte, die Religion explizit ausklammern. Was jemand glaubt oder nicht, soll doch seine Sache sein. Weder gehört ein Gottesbekenntnis in die Verfassung noch die Regeln der Scharia. Der Versuch eine bestimmte Kultur oder Religion als massgebend für unsere Gesellschaft oder unser Zusammenleben durchzusetzen oder zu fördern wird immer auf Widerstände und das Betonen der Gegensätze führen.

Die Anschläge auf Charlie Hebdo in Paris sind nicht erklärbar ohne einen Blick auf die Kolonialgeschichte von Frankreich, z.B. die in Algerien (Algerienkrieg 1943-1962) oder aktuelle Kriege. Als Begründung für die Motivation von den Attentätern greift man denke ich zu kurz, wenn man es ausschließlich auf Karrikaturen von Mohammed zurückzuführen versucht. So wurde von einem Mitglied der Gruppe laut Wikipedia auch ausgesagt, dass Frankreich als Ziel „wegen seiner Rolle im Krieg gegen den Islam und unterdrückte Nationen“ ausgewählt wurde. Insofern lenkt die Reaktion „Je suis Charlie“ auch vom großen Ganzen ab. Insofern hat der Anschlag zumindest im Westen sein Ziel verfehlt, denn hier wurde es mehr als Attacke auf harmlose Karikaturisten verstanden, nicht als Reaktion auf das Handeln des französischen Staates.

Wenn man Motivationen verstehen will, dann reicht es nicht aus, von sich selbst auszugehen. Ebensowenig wie davon auszugehen, dass es ein einfaches Gut und Böse gibt, oder einer Überlegenheit eines Denkens oder eines Gesellschaftsentwurfes. Gerade von Deutschland aus ist olitisch bereits im späten 19. Jahrhundert aggressive Expansionspolitik betrieben worden. Also alles andere als Toleranz. Und die jüngste Geschichte mit der quasi-Abschaffung des Aslyrechtes, den Überfällen auf Migrant*innen in den 90ern und die vertuschten NSU-Morde sprechen eine andere Sprache, als die einer weltoffenen Gesellschaft.

Insofern ist es zwar begrüßenswert, dass die derzeitige Kieler Initiative an positive gesellschaftliche Ideale wie „Weltoffenheit“ appelliert. Doch wäre es noch schöner, wenn diese Ideale auch gelebt würden. Z.B. dadurch das DGB und IG Metall auch konsequenter weise auch Waffenproduktion und Waffenexporte (in und aus Kiel heraus) ablehnen würde.

Friedfertigkeit und Toleranz sind an sich hohe Ideale in unserer Gesellschaft, werden aber ständig negiert. Und genau dies führt zur Radikalisierung von jungen Menschen in betroffenen Kriegsregionen und auch von hier lebenden Migrant*innen. Hier gibt es also einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Diese Debatte findet leider kaum statt. Natürlich kann es keine Rechtfertigung für Mord geben, sei es nun die Ermordung von Geiseln, die Todesstrafe oder Todesopfer als „Kollateralschäden„. Immer dient die Gegenseite als Rechtfertigung der eigenen Reaktion und dadurch ein Aufschaukeln von Gewalt. Genau das haben wir und erleben wir im Ukraine-Konflikt. Keine der Seiten ist hier unschuldig und insbesondere Deutschland hat viel zur Radikalisierung des Konfliktes beigetragen.

Solange sich deutsche Politik in der Gedankenwelt der Islamkonferenzen abspielt, wo zum Teil besonders radikale Gruppierungen mehr Einfluss haben, als diejenigen, die sich gar keiner Religion zugehörig fühlen, wird sie die Ursachen der Konflikte nicht überwinden.

Ich denke nicht, dass in Kiel ein besonders fruchtbarer Boden für Bewegungen wie PEGIDA vorhanden ist. Aber ich finde es auch gut,  dass Bündnisse gegen solches Denken und Bestrebungen gegründet werden. Ein Zipfel Wahrheit ist schon dran, an der ganzen Debatte: Zu lange wurden Thesen ala Sarrazin, Schäuble, Schily, NPD, AfD einfach geschluckt und unwidersprochen weiterverbreitet. Und nach wie vor ist die Dialogbereitschaft mit PEGIDA bedauerlicherweise viel höher als mit den gesellschaftlichen Kräften, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Aber diese Zeit beinhaltet auch die Chance tatsächlich mit manchen Mythen und Verschwörungstheorien aufzuräumen, die doch auch Leute an die Wahlurnen treiben und auch die deutsche Politik im In- und Ausland mitbestimmen.

Written by tlow

21. Januar 2015 at 14:54

#NOlympiaKiel #Olympia Es wird Zeit gegenzusteuern!

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Für 2024 und 2028 gibt es Bewerbungen von Berlin und Hamburg für die olympischen Sommerspiele. In Kiel möchte man dafür die Segelwettkämpfe austragen (siehe dazu NDR-Bericht und KN-Bericht)
Schon wieder dagegen?

Wieso jetzt schon wieder gegen so etwas wie die Olympiade mögen manche meckern. Aber es gibt dazu ganz konkrete Gründe. Auf der Seite www.nolympia.de findet man diese. Ich zitiere von dort dazu auszugsweise aus dem Fazit einer Studie der Universität Oxford vom Juni 2012:

“In der Vergangenheit haben die Olympischen Spiele hohe Defizite eingefahren… Gemäss einer neuen Studie der britischen Universität Oxford ist den Olympischen Spielen eines gemeinsam: die Budgetüberschreitung. Gemäss der Studie konnten in den letzten 50 Jahren keine Sommer- und keine Winterspiele ihr ursprüngliches Budget einhalten. Im Durchschnitt sind die Endkosten 179 Prozent höher als ursprünglich angenommen. ‘Eine Olympiade ist für eine Stadt oder ein Land eines der finanziell riskantesten Projekte überhaupt

Weitere Zitate von der Seite:

  • Seit den Sommerspielen in Atlanta 1996 vergibt das IOC die Olympischen Spiele nur noch an Städte, welche die Verluste selbst tragen. (Hoffmann, Frank, Salt Lake City lässt die Muskeln spielen, in weltonline 2.1.1999)

Und aus dem Fazit:

Eigentlich ist es nach den Erfahrungen der bisherigen Austragungsorte überhaupt nicht mehr verständlich, dass sich noch ein Bürgermeister oder Politiker findet, der seinen Finger hebt und das IOC um die Vergabe der Olympischen Winterspiele ersucht. Eigentlich müsste es der Amtseid verbieten, diesen Prozess der Selbst-Ruinierung einzuleiten. Eigentlich dürfte kein politisch Verantwortlicher auf die immer gleichen normierten und falschen Versprechungen des IOC und der nationalen Sportverbände mehr hereinfallen. Eigentlich müssten die Bürger dagegen Sturm laufen

Zu Kiel im Besonderen scheint es so zu sein, dass die seit Jahren laufenden Bürgerbeteiligung zum Förderahmenplan mal so eben auf den Kopf gestellt würde. Man gab viel Geld aus, u.a. auch für eine Bürgerversammlung im Rathaus, bei der Bürger über Anträge abstimmen konnten (die verschwanden dann allesamt in der Schublade). Und am Ende, nach dem sich tausende KielerInnen (und aus dem Umland) ernstlich bemüht haben für die Kieler Förde eine Vision zu finden und konkrete Vorschläge zu machen, will man mal eben z.B. das MFG5-Gelände für die Olympiade nutzen. Etwas, dass nie als Frage oder als Möglichkeit im Förderahmenplan enthalten war (siehe auch Durchsuchen der Website nach dem Schlagwort „Olympiade“ mit Google)

Oder um es mal anders zu sagen: Die Stadt Kiel hat leider eine Scheiß-Idee nach der anderen, da kann man schwer FÜR etwas sein. Lustig, wie die CDU die Olympiade beklatscht, wo sie doch gegen eine Stadtregionalbahn ist. Ich möchte Kiel mal 2024 sehen, wie es mit diesem provinziellen Busverkehr den internationalen Besucherstrom zu den Sportwettstätten absolvieren möchte. Die Olympiade wird sehr viel teurer werden als jedes aktuelle Kieler Projekt.

Nichts gegen das Segeln. Das ist ja an sich eine harmlose Sportart, die auch viel Spaß bringen kann. Aber Olympiade ist kein Witz, sondern harte Realität. Und wenn man sich ansieht, wie es IMMER für Städte endet bei Olympia, fasst sich nur an den Kopf bei der bekloppten Idee Kieler Politiker da jetzt unbedingt den Hut in den Ring werfen zu wollen.

#NOLYMPIA #NOLYMPIAKiel

Written by tlow

13. Januar 2015 at 01:03

Veröffentlicht in Veranstaltung

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