KielKontrovers

Ein Projekt vom 1Todo Institute

#Maskenpflicht in SH #CoronaKiel

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Ab diesem Mittwoch, 29. April müssen alle Schleswig-Holsteiner bei Einkäufen und im Nahverkehr Schutzmasken tragen. Die Maskenpflicht. Gültig mindestens bis zum 31. Mai.

[Verordnung im Wortlaut]

Diese Maßnahme ist aus verschiedenen Gründen kritikwürdig:

  • Auch ohne Maskenpflicht sind die Ansteckungen zurückgegangen
  • In vielen Ländern, die erfolgreich das Virus bekämpft haben gibt es keine solche Maskenpflicht!
  • Viele tragen sowieso bereits eine Maske
  • Es ist nicht zu erwarten, dass die Masken einen positiven Effekt auf die Ansteckungszahlen haben
  • Menschen mit Masken halten oft Abstände nicht mehr ein
  • Ausgenommen ausgerechnet das Verkaufspersonal, also diejenigen, die am meisten Kundenkontakt haben. Auf Ischgl bezogen wäre das so, dass der einzige Superspreader keine Maske hätte tragen müssen, aber alle anderen, die sich bei ihm angesteckt haben. Es müsste genau umgekehrt sein
  • Und ausgenommen sind ausgerechnet die Schulen. Das heißt dort, wo das Infektionsrisiko besonders hoch ist, wegen der Menge an Menschen und auch weil Schüler:innen oft weniger Abstand einhalten und sie sich den ganzen Tag in geschlossenen Räumen aufhalten müssen.
  • Es gibt weitere mögliche Ausnahmen, wenn das Tragen von Masken aus psychologischen oder medizinischen Gründen nicht empfehlenswert ist. Praktikabel ist das aber wohl kaum: Denn zum einen müsste sich jetzt jeder mit einem Problem um einen Nachweis irgend einer Art bemühen. Und zum anderen gibt es einen sozialen und Rechtfertigungsdruck. Die Leute müssen sich dann entscheiden, welche Einschränkung gerade psychologisch schwerer wirkt.
  • Es ist an Bedeckungen fast alles erlaubt. Das ergibt so auch gar keinen Sinn. Wenn etwas nicht wirkt, sollte man es auch nicht nutzen müssen.
  • Es gibt immer noch eine Maskenknappheit insbesondere für entsprechendes Personal in Kliniken. Denen Masken wegzunehmen für ein durchschaubares politisches Manöver ist absolut unverantwortlich.

Ich hätte es genau umgekehrt gemacht:

  • Keine generelle Maskenpflicht, außer:
  • Beim Verkaufspersonal, in Krankenhäusern, öffentlicher Dienst mit Publikumsverkehr, Pflegeheimen und Ähnlichem
  • In Schulen

Zumindest hätte ich aber darauf verzichtet, Menschen über 60 dieses Pflicht aufzubürden. Am meisten verbreitet ist #COVID19 in der Altersgruppe zwischen 35 und 59. Bei Ü60 geht es eher darum diese vor Infektionen zu schützen. Das heißt aber auch, dass diese selber sich nicht auf die Art schützen können. Gerade weil es ab diesem Alter vermehrt Probleme geben kann mit dem Atmen wäre hier eine Ausnahme sehr zu begrüßen.

Die Maßnahmen der Politik sind seit Wochen kaum noch nachvollziehbar. Es gibt einen Wettbewerb der Verschärfungen und ein Ende ist nicht in Sicht. Gleichzeitig gibt es wieder kaum nachvollziehbare Lockerungen oder Diskussionen darüber wie bei Pflegeheimen, wo man eher erwarten würde, dass man nachbessern müsste. Die Härte der Politik soll deren Nichthandeln und Unfähigkeit nur verdecken. Andere Staaten haben bereits im Dezember oder Januar gehandelt. Hier handeln wir immer nur spät und dann unangemessen statt frühzeitig und zielgerichtet. Debatten wie um die Absage der Kieler Woche wiederum werden wochenlang hinausgezögert. Alles scheint eher dem Motto zu folgen: Lieber alle Menschen überall einschränken als auf Großveranstaltungen zu verzichten oder an neuralgischen Punkten mit hohem Infektionsrisiko zu handeln. Es wirkt auf mich nicht so, als wolle man Infektionen effektiv stoppen, sondern eher den Menschen das Gefühl geben man würde „richtig“ etwas zur Ausbreitungsbekämpfung tun. Warum dann nicht im Januar die Aufforderung Masken zu tragen? Oder warum erst im APRIL eine Kontrolle von Fluggästen?

Written by tlow

26. April 2020 at 09:10

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#COVID19 Vergleich der Staaten bei Infektionen und Reaktionen #Nigeria

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Nigeria – Photo by McBarth™ Obeya on Pexels.com

Es wird viel spekuliert, wer es richtig macht oder wer falsch in Coronafragen. Ich untersuche die Maßnahmen und die Erfolge und Probleme. Ich werde dazu mehrere Staaten vergleichen. Einige, weil sie gerade zu Corona diskutier wurden, andere eher zufällig:

Aus Afrika: Algerien, Nigeria, Südafrika

Aus Asien: Taiwan, Südkorea, Japan

Aus Europa: Frankreich, Schweden, Deutschland

Ich versuche dabei die Länder nach ihrer Reaktion vergleichen und nach dem Ergebnis. Dabei beschränke ich mich auf die Infektionszahlen. Die Toten unterliegen vielen anderen Faktoren. Mein Ziel ist es eine Aussage zu treffen, welche Maßnahmen zu einem signifikant besserem Ergebnis führten. Gut heißt in dem Sinne: Möglichst wenige Fälle/1 Mio. Einwohner:innen. Diese werde ich aber auch in Bezug setzen zu den Test, die durchgeführt wurden.

Und um die Richtung mal umzukehren und einen anderen Fokus zu bekommen, fange ich mit Afrika an. Die Länder Amerika lasse ich weg wegen größerer Entfernung und aus Zeitgründen. Der Vergleich findet zum Zeitpunkt 22. April statt. Ich ziehe zum Vergleich nicht die Zahl der bisher Infizierten, sondern die der Aktiven Fälle (also abzüglich der Genesenen) heran. Die insofern doch auch einen Rückschluss über die Sterblichkeit gibt. Dies ist keine umfassende Analyse, sondern nur ein Schlaglicht mit kurzen Recherchen.

Der Coronavirus in Afrika

Generell war der gesamte Kontinent weniger betroffen als andere Kontinente. Trotz großer Nähe zu Europa und auch zunehmender Beziehungen zu Asien.

Algerien

  • Aktueller Stand der Infizierten: 1.304
  • Einwohnerzahl 43,23 Mio.
  • Fälle/1M: 66
  • Tests/1M: 148

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 25. Februar 2020

Maßnahmen: Die Schulen wurden am 12. März geschlossen. Teilweiser Lockdown bereits am 24. März. Landesweiter Lockdown seit dem 4. April. Die Maßnahmen fallen zusammen mit Anti-Regierungs-Demonstrationen. Die nun teilweise auch von der Opposition freiwillig pausiert wurden. Es erscheint so, als wenn die Maßnahmen durchaus vergleichbar mit denen in Deutschland sind.

Nigeria

  • Aktueller Stand der Infizierten: 648
  • Einwohnerzahl 196 Mio.
  • Fälle/1M: 4
  • Tests/1M: 39

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 27. Februar 2020

Maßnahmen: Ab dem 18. März wurden verschiedene Travel bans in Kraft gesetzt und Veranstaltungen verboten. Lockdowns von Teilen des Landes seit dem 30. März. Die Maßnahmen erscheinen weniger streng als die anderer Staaten.

Südafrika

  • Aktueller Stand der Infizierten: 2515
  • Einwohnerzahl 57,8 Mio.
  • Fälle/1M: 61
  • Tests/1M: 2256

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 5. März 2020

Maßnahmen: Ab 15. März Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, Nationaler Notfall Status. Schulen ab 18. März geschlossen. Der landesweite Lockdown begann am 23. März. Die Maßnahmen scheinen hier schneller und strenger ausgefallen zu sein als in anderen Staaten.

Zwischenfazit für Afrika: Die wenigsten Fälle pro 1M hat derzeit Nigeria. Sie testen aber sehr wenig 39/1M im Vergleich zu Südafrika 2.256/1M. Südafrika und Algerien haben dabei fast gleich viele Fälle pro Millionen Einwohner:innen.

Der Coronavirus in Asien

Taiwan

  • Aktueller Stand der Infizierten: 184
  • Einwohnerzahl 23,8 Mio.
  • Fälle/1M: 18
  • Tests/1M: 2435

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 21. Januar 2020

Maßnahmen: Taiwan reagiert bereits bevor es einen ersten Fall gab mit Kontrollen von Flügen aus Wuhan. In Taiwan hat man sich vor allem darauf konzentriert ausreichend Hygiene-Material vorrätig zu haben, nicht zu exportieren und die Einzelfälle zu isolieren und zurück zu verfolgen. Taiwans Reaktion gilt als vorbildlich. Außer der Verschiebung des Schuljahres gab es keine Schulschließung oder einen Lockdown. Insofern war Taiwans Reaktionen einerseits sehr schnell und konseqeuent. Im Vergleich zu vielen Ländern aber gemäßigt was Einschränkungen des öffentlichen Lebens anging.

Südkorea

  • Aktueller Stand der Infizierten: 2.179
  • Einwohnerzahl 51,6 Mio.
  • Fälle/1M: 209
  • Tests/1M: 11.390

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 20. Januar 2020

Maßnahmen: Korea konzentrierte sich vor allem auf Testen und Kontaktrückverfolgung. Es gab den Zwang zur Selbstquarantäne, deren Nichteinhaltung bestraft wurde. Es gab wie in Taiwan keine Schließungen von Gastronomie oder Geschäften. Aber die Bevölkerung wurde aufgerufen Kontakte zu meiden. Temperaturen werden an vielen Orten kontrolliert. Einige Festivals wurden abgesagt. Verschiedene Bildungseinrichtungen wurden heruntergefahren. Seit dem 18. April werden viele Maßnahmen wieder gelockert. Eine Maskenpflicht existiert nicht.

Japan

  • Aktueller Stand der Infizierten: 10.227
  • Einwohnerzahl 126,5 Mio.
  • Fälle/1M: 94
  • Tests/1M: 1033

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 6. Januar 2020

Maßnahmen: Ab dem 24. Januar wurde die Containment-Phase gestartet. Das medizinische System wurde verstärkt. Am 25. Februar startet die Mitigation-Phase zur Abschwächung des Krisenverlaufs. Großveranstaltungen wurden untersagt. Am 13. März wurde der nationale Notstand ausgerufen. Es gab aber keine landesweite Quarantäne. Es gab Aufrufe an die Bevölkerung vermehrt zuhause zu bleiben. Es wurden Cluster identifiziert gegen die vorgegangen wurde. Ein Lockdown von Tokio wurde erwogen, aber nicht durchgeführte. Es gab ebenfalls keine Schließungen von Gastronomie oder Läden.

Zwischenfazit für Asien: Obwohl Asien im Epizentrum der Krise liegt hielt sich in den drei angeschauten Ländern die Fallzahlen in Grenzen. Keines der Länder hat einen Lockdown durchgeführt und damit das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben auf Null gefahren. Wenn dann passierte es punktuell oder freiwillig. Allerdings werden Infizierte oder Cluster sehr krass verfolgt. Am besten schnitt Taiwan ab. Südkorea hat trotz strengerer Maßnahmen mehr Fälle pro Mio. als Japan.

Der Coronavirus in Europa

Frankreich

  • Aktueller Stand der Infizierten: 97.880
  • Einwohnerzahl 67 Mio.
  • Fälle/1M: 2449
  • Tests/1M: 7103

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 24. Januar 2020. Insbesondere in drei Clustern breitete es sich aus.

Maßnahmen: Ab dem 12. März wurden alle Schulen geschlossen. Seit dem 17. März gibt es einen strengen Lockdown mit Ausgangssperre und Schließungen von Gastronomie und Geschäften. Der hält bis heute an.

Schweden

  • Aktueller Stand der Infizierten: 13.517
  • Einwohnerzahl 10,23 Mio.
  • Fälle/1M: 1659
  • Tests/1M: 9357

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 31. Januar 2020

Maßnahmen: Die Regierung fokussierte sich darauf, die Bevölkerung zu überzeugen sich richtig zu verhalten. Seit dem 11.März sind Versammlungen über 500 Personen verboten. Es gab Travel bans.

Deutschland

  • Aktueller Stand der Infizierten: 45.933
  • Einwohnerzahl 81 Mio.
  • Fälle/1M: 1805
  • Tests/1M: 24.738

Beginn: Der Virus verbreitet sich ab dem 27. Januar 2020

Maßnahmen: Zuerst gab es Verbote von Großveranstaltungen in verschiedenen Bundesländern, dann am 16. März Schulschließungen und ab dem 23. März eine Kontaktsperre über drei Personen und Schließungen von Gastronomie und Läden als Lockdown.

Zwischenfazit für Europa: Nur Schweden verzichtete bei den betrachteten Ländern ganz auf einen Lockdown, hat heute aber die geringste Fallzahl pro Millionen. Insgesamt ist Europa der Fokus der größten Ausbreitung. Hohe Fallzahlen.

Gesamtfazit

Es gibt viele Einflußfaktoren, aber hier eine Tabelle mit einer Kategorisierung der Stärke (nicht Qualität) der Maßnahmen(1-5) und sortiert nach Infiziertenzahlen/1M:

LandInfektionsdichteKategorisierung (1-5)Lockdown
Nigeria42Nein
Taiwan185Nein
Südafrika613Ja
Algerien663Ja
Japan943Nein
Südkorea2094Nein
Schweden16591Nein
Deutschland18053Ja
Frankreich24495Ja

And the winner is: Nigeria! Als Ergebnis kann man sagen, dass Europa in diesem Vergleich das Schlußlicht bildet. Nigeria ist ein großes Land, hat aber bisher eine sehr geringe Infektionsdichte. Das ist in meinen Augen aber eine entscheidende Größe.

Dabei kann natürlich auch der Zufall und viele Faktoren eine Rolle spielen. Es ist jedenfalls nicht so, dass die Länder mit den strengen Lockdowns als Lohn ganz oben als Vorzeigeschüler:innen stehen! Vielleicht war Frankreichs Lockdown sogar der brutalste von allen Staaten. Vielleicht ist der Artikel ja eine Anregung ein mal selber genauer hinzuschauen welche Faktoren denn die Entwicklung beeinflussen?

Written by tlow

23. April 2020 at 21:17

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Das Parkproblem lösen #Mobilitätswende #Parken

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Parken ist in den Städten ein großes Problem. Darin sind sich Autofahrer:innen und Fußgänger:innen sogar einig. Hier einige Ideen, um das Problem zu lösen:

Das Wichtigste wäre sich zu entschließen, das Parken zu begrenzen und auch abzubauen.

Es braucht eine konkrete Zahl, die man abbauen will! Es gibt seitens der Stadt alleine 9.500 offizielle Parkplätze in Parkhäusern und auf Plätzen. Wie viele gibt es wohl insgesamt? Einige Zigtausend sicher (ergänze, sobald ich Zahl habe) (Schätzung: In Hamburg sind 5% der Stadtfläche Parkplätze. In Kiel wären das rund 6 Quadratkilometer. Bei 10 Quadratmeter pro Parkplatz könnten das 600.000 Parkplätze sein. Ich gehe aber davon aus, dass bei der Fläche auch Zufahrten und Zwischenräume mitgerechnet werden. Aber es gibt 110.000 Autos in Kiel und man sagt, jedes Auto bräuchte drei Parkplätze. Gehen wir also vielleicht von 180.0000 Parkplätzen in ganz Kiel aus. In Amsterdam will man 11.200 Parkplätze in 6 Jahren abbauen. Amsterdam hat 432.000 öffentliche Parkplätze. Das sind also 2,6%. Auf Kiel übertragen wären das also 4.680 Parkplätze bis 2025 oder 780 pro Jahr! Das ist eine Größe, mit der man dann rechnen kann. Man kann das planen und sich darauf einstellen.

Querparken vs. Längsparken

Wie kann man Parkflächen und Parkplätze abbauen? Die Erkenntnis hatte ich selbst erst letztes Jahr durch einen Vortrag zum Thema: Obwohl Querparken weniger Fahrbahnbreite einnimmt, bedeutet es aber, dass es um so mehr Fahrbahntiefe einnimmt. Und auch, dass mehr Fahrzeuge pro Kilometer Straße Platz haben. Effektiv aber gibt man damit mehr Straßenraum oder Freiraum an das Auto als beim Längsparken. Hier als Beispiele von Streetmix:

Querparken bedeutet mehr Platznutzung durch Autos in der Breite https://streetmix.net/kielkontrovers/2/querparken

In dem Beispiel oben bleiben für Fußgänger:innen zB nur 1,10 Meter über und kein Platz für zusätzliche Elemente. Für einen Querstellplatz werden 5 Meter Breite/Tiefe berücksichtigt.

Längsparken spart Platz https://streetmix.net/kielkontrovers/1/langsparken

Im zweiten Fall des Längsparken haben wir plötzlich zwei Gehwege, bei denen viel mehr Menschen gleichzeitig Platz haben (beide rd. 4,50 Meter!) für Bewegung und Abstand. Hinterher haben die Fußgänger:innen mehr als das Vierfache an Platz! Gerade heute während der Corona-Krise merkt man schmerzlich wie sehr das fehlt. Ein Parkstreifen für das Längsparken benötigt zB 2,10 Meter. Bei Querparken hingegen 5 Meter.

Die obige Straße ist 24 Meter breit. Beim Querparken ist die Aufteilung in Prozent der Straße so: Parken: 42% Fahrstreifen: 45%, Fußwege: 9%.Beim Längsparken: Fußwege: 38%, Fahrstreifen: 45% Parken: 17%

Selbstverständlich sind auch andere Straßenquerschnitte möglich. Es zeigt aber vor allem wie raumgreifend Autos sind.

Bei einer Häuserblocklänge von 50 Metern verbleiben 40 Meter für das Parken. Beim Längsparken werden 6,70 Meter für einen Parkplatz reserviert. Also finden mindestens 5 Autos Platz. Beim Querparken sind es rund 20. Durch eine Umstellung reduzieren wir also die Anzahl der Parkplätze auf ein Viertel (25%).

Vorher hätten Autos (5×40 ) 200 Quadratmeter an Platz, danach (2,10×5) 10,50 Meter (=19%). Das heißt wir gewinnen relativ mehr Freiflächen durch eine Umstellung des Parkens, als wir an Menge an Parkplätzen verlieren. Also es finden zwar nur noch 1/4 der Autos Platz, ihr Platzbedarf sinkt aber auf weniger als 1/5. Das nennt man einen No-Brainer. Es gibt zu dieser Umstellung gar keine Alternative in Städten mit zunehmend knappen Räumen und steigenden Quadratmeterpreisen.

Nun kann man also beide Maßnahmen verknüpfen: Die Zielstellung Parkplätze zu reduzieren und vom Querparken auf Längsparken umzustellen. Angenommen wir wollen 780 Parkplätze im ersten Jahr reduzieren. Wie viele Querparkplätze müssten wir dann umwandeln? Ich denke das Vierfache, also 3.120.

Alleine rund um den Schrevenpark https://goo.gl/maps/STvyFuz8bg1PqdSo8 schätze ich die Zahl der Querparkplätze auf 500 und sie nehmen viel Platz für Fußgänger:innen weg:

Straßenquerschnitt Schrevenpark Höhe Goethestraße 9 https://streetmix.net/kielkontrovers/3/goethestrasse-9

Es gäbe sicher noch viele Möglichkeiten zur Einsparung und Raumgewinnung. ZB am Wilhelmplatz mehr Raum für Fußgänger:innen und Radfahrenden. Dort ist für Fußgänger oft gar kein Platz, außer sich zwischen Autos hindurchzuschlängeln.

Written by tlow

22. April 2020 at 18:25

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Städtisches Krankenhaus #Kiel Update #CoronaKiel #COVID19de #SKK

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Ich habe am 21.4. auf Anfrage eine Antwort vom Städtischen Krankenhaus Kiel erhalten. Die zitiere ich hier mal 1:1 damit ich nicht beim Umformulieren etwas falsch wiedergebe. Fettdruck von mir:

  • Das Städtische hat eine Isolierstation mit 20 Betten und kann die Kapazitäten in einem räumlich abgegrenzten Bereich, d.h. auf einer Etage,  bis auf ca. 55 Betten erhöhen
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist für Mitarbeiter im Hause Pflicht.
  • Inzwischen sollen Mitarbeiter Patientenzimmer nur betreten, wenn der Patient einen Mund-Nasen-Schutz trägt, der ihm schon bei der Aufnahme ausgehändigt wird. Wenn nicht, soll dieser darauf hingewiesen werden seinen MNS aufzusetzen. Ist es nicht möglich, muss der Mitarbeiter unter kompletter Schutzkleidung, d.h. u.a. mit FFP2 Maske und Brille behilflich sein.
  • FFP2 Masken sind ausreichend vorhanden, aktuell für ca. 14 Tage
  • Alle positiv getesteten Mitarbeiter sind in Quarantäne; K1 Kontakte (Anm. keine oder nur sehr kurze Kontakte) sind zum Teil auch in Quarantäne werden oder werden alle 3 Tage neu getestet, da die Inkubationszeit des Virus lang sein kann. So findet eine engmaschige Kontrolle statt, d.h.es wird extrem viel getestet, es laufen täglich mehrere 100 PCR Tests.
  • Aktuell ist betroffen die Urologie (KN vom 18.4.), darüber hinaus gibt es auch in der Inneren Medizin Bereich betroffene Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin aus dem geriatrischen Bereich, die sich bei einem Patienten angesteckt. Auch ehemals geriatrische Stationen werden zum Teil rein internistisch und nur teilweise auch geriatrisch genutzt, das kann  leicht zu Missverständnissen führen.
  • Nosokomiale Fälle (Erläuterung beim RKI) kommen vor, auch Fälle von Patienten, die wegen anderer Erkrankungen im SKK behandelt werden und eine Covid 19 Infektion mitgebracht haben, zum Teil sind die Infektionsketten aber auch schwer nachvollziehbar, weil Mitarbeiter und Patienten keine Symptome aufweisen
  • Es werden immer wieder Stationen so belegt, dass Verdachtsfälle gesondert liegen und „reine“ Stationen für internistische Fälle von außen zur Verfügung gestellt. Dieses für den Klinikbetrieb praktische Verfahren wird solange die Pandemie anhält auch beibehalten.
  • Das Gesundheitsamt und weitere Leitungsebenen erhalten vom SKK umgehend Information über  positiv getestete Mitarbeiter und Patienten

Written by tlow

21. April 2020 at 14:23

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Corona-Chronik Teil II #COVID19de #Pflegeheime

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Heute knapp vier Wochen später will ich das Wichtigste wieder zusammenfassen. Sehr hilfreich dabei ist mir der Wikipedia-Artikel mit Zusammenfassungen der Zeitabläufe. Ich filtere dabei danach, was mir wichtig erscheint. Denn ich finde ein Blog sollte immer eine einzigartige Perspektive einnehmen um den Chor der Stimmen zu ergänzen und nicht einfach bereits gesagtes wiederzukäuen. Die Perspektive ist etwas schleswig-holsteinisch, aber die Regeln und Maßnahmen dürften vielerorts ähnlich gewesen sein.

Im Rahmen meiner Kritik am #RKI und der Reaktion in Deutschland hatte ich am 21. März eine kleine Chronik bis zum 17.März geführt.

  • Corona Chronik Teil II ab 17. März

  • Am 17. März 2020 änderte das RKI die „Risikobewertung zu COVID-19“ für Deutschland zu „hoch„

    Es gibt jetzt 9.367 Fälle laut JHU (Johns Hopkins University) und noch offiziell KEINE Zahl für Genesene. Die Wachstumsrate der Aktiven Fälle ist bei rund 1,3. In Schleswig-Holstein 127 Fälle. Ab dem 16.3.-18.3. gab es die Schulschließungen in allen 16 Bundesländern. In den kommenden Wochen wurde versucht das Lernen auch über eLearning online zu ermöglichen. Etwas früher begannen auch die Schließungen für Kindertageseinrichtungen. Die Flughäfen in Deutschland blieben geöffnet, es gab keine Fiebermessungen oder Nachverfolgungen. Bayern verkündete bereits am 16.3. den Katastrophenfall für das Bundesland.

  • Am 22. März werden zwischen Bund und Ländern die Kontaktbeschränkungen beschlossen.

    Aber bereits am 21. März sinkt die Wachstumsrate deutlich von 1,3 auf 1,12. Die Kontaktbeschränkungen beinhalten für alle Bundesländer die Begrenzung der in der Öffentlichkeit tolerierten Treffen auf maximal drei Personen. In Schleswig-Holstein wird wenig später ein Bußgeldkatalog verabschiedet, nach dem eine Mißachtung mit 150-500 € geahndet werden kann. Es wurde später auch klargestellt, dass dies auch für private Treffen gilt. Also wenn ein Pärchen zwei Gäste einlädt, ist dies bereits illegal. Seit dem 20. März, also lediglich fünf Tage nach den ersten Maßnahmen sinken die Wachstumsraten in den Wochen langsam bis zum 29. März auf 1,08 (also 8 Prozent) bei den Gesamtfällen oder 1,04 (also 4 Prozent) bei den Aktiven Fällen. Es gibt kein abruptes Abfallen, so dass es schwer fällt eine singuläre Maßnahmen zu identifizieren. Man sagt in der Öffentlichkeit, dass Effekte erst nach 14-21 Tagen sichtbar wären. Demnach wäre eigentlich der 20. März noch kein Effekt der Maßnahmen vom 15. März gewesen. Aber immerhin: Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt fünf Tage. Insofern könnte es ein sehr früher Effekt sein. Aber danach findet man nicht wieder einen größeren, auffälligen Bruch in der Kurve. Dennoch wird seitdem vor allem der Erfolg der Kontaktsperre betont.

  • Am 20. April werden verschärfte Bedingungen für Flugreisende angekündigt

    Maskenpflicht und Fiebermessen. Zuvor haben Fluggäste sich wochenlange gewundert, dass sie als Rückkehrer:innen weder befragt noch bei ihnen Fieber gewesen wurden, wie es sonst weltweit (und meiste seit Anfang Januar) üblich ist. Währenddessen wird langsam deutlich, dass Infektionen in Pflegeheimen keine Einzelfälle geblieben sind, sondern statt der Ausnahmen eher die Regel werden. In Niedersachsen sind es aktuell 40 Prozent der Neuinfektionen. Und in Schleswig-Holstein propagiert der Ministerpräsident Günther gleichzeitig gelockerte Bedingungen für Besucher:innen von Pflegeheimen, obwohl dies gerade hier gefährlich erscheint. In Niedersachsen ist COVID19 in mindestens 80 Heimen ausgebrochen und auf die Bundesrepublik hochgerechnet, scheinen es bundesweit mehrere Hundert zu sein.

  • Am 21. April bekannt, dass aktuell deutlich mehr als 14.000 Menschen in Heimen (Bewohner:innen und Pflegerkäfte) mit Corona infiziert sind

    Am gleichen Tag sind die Zahl der Infizierten unter die Marke von 50.000. Der NDR berichtet, dass laut RKI wohl deutlich mehr als die 14.000 betroffen sind, da bei 41% der Meldungen Angaben dazu fehlen, ob jemand in einem Heim wohnt oder arbeitet.

Man könnte noch viel mehr Punkte nennen. Aber die öffentliche Debatte rankte sich um die Pole Verschärfung der Maßnahmen auf der einen Seite und Lockerung auf der anderen Seite. Zwar wurden meistens die Maßnahmen verschärft, doch die Bundeskanzlerin verschärfte den Tonfall noch einmal durch ihre Beschwerde über #Öffnungsdiskussionsorgien.

Pflegeheime

Der Bereich Pflegeheime wurde noch bislang zu wenig berücksichtigt. Ich habe hier nur eine sehr lückenhafte und veraltete Liste:

BundeslandFälle
SH
SN41
HE
BB
MV
BE
HB8
HH28
TH
NI:80
RP
NW:130
BY:189
BW:60
SL6
ST
Summe:542

Dies entspricht sechs von 16 Bundesländern. Wenn man den Schnitt auf alle Bundesländer überträgt käme man auf > 1.000 betroffene Heime bundesweit, aber teilweise noch mit dem Stand März. Insofern gehe ich davon aus, dass inzwischen ca. 2.000 Heime betroffen sind und entsprechend jeweils dort Pflegekräfte und Bewohner:innen. Ein Durchschnittsheim soll 100 Bewohner:innen und 42 Pflegekräfte haben. Also 142 und wenn davon nur die Hälfte betroffen sind, so sind es rund 70 Menschen. Dann kommen wir tatsächlich auf 14.000 Fälle aber ALLEINE für Pflege- und Altenheime. Das wären rund 1/3 aller aktuellen Fälle. Vielleicht sind auch etwas mehr oder weniger.

Written by tlow

21. April 2020 at 08:11

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#COVID19de Grafik zu Fällen in Deutschland (Update 21.4.)

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Written by tlow

21. April 2020 at 00:35

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#CoronaKiel Städtisches Krankenhaus Kiel betroffen

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Aus dem Bekanntenkreis erfuhr ich am Donnerstag, dass auf der Geriatrische Station im Städtischen Krankenhaus zumindest ein Patient angesteckt wurde. Besuch als Quelle kann ja derzeit ausgeschlossen werden. Ich machte dies dann via Twitter öffentlich:

und leitete es später auch an NDR und KN weiter. Der NDR berichtet nur kurz:

Corona-Fälle in der Urologie im Kieler Krankenhaus

Zwei ärztliche Mitarbeiter der Urologie im Städtischen Krankenhaus Kiel sind positiv auf Corona getestet worden. Weitere Tests ergaben, dass sich kein anderer Mitarbeiter angesteckt habe, teilte das Krankenhaus mit. Patienten seien nicht betroffen, da es keinen Kontakt oder nur sehr kurze Kontaktzeiten gegeben habe. Die Klinik für Urologie wird vorsorglich bis auf Weiteres geschlossen. Die Notfallversorgung übernimmt das UKSH. | NDR Schleswig-Holstein 17.04.2020 15:00

Die Kieler Nachrichten berichten dann heute:

Im Städtischen Krankenhaus Kiel (SKK) sind zwei Ärzte mit dem Coronavirus infiziert. Die Urologische Station ist deshalb am Freitag vorsorglich und bis auf Weiteres geschlossen worden, wie das SKK bestätigte. Urologische Notfälle übernimmt übergangsweise das Universitätsklinikum in Kiel. …

Das Patienten angesteckt wurden, davon kein Wort und es wir auch nur die Urologie und nicht die Geriatrie erwähnt. Das heißt es gibt bereits mehr Fälle und potentiell sind mindestens zwei Stationen betroffen.

Ich bin der Meinung, dass es derzeit keine Geheimniskrämerei geben darf: Jeder Fall muss öffentlich gemacht werden. Öffentlichkeit ist Teil der Hygienemaßnahmen und dient auch dem Schutz des Pflegepersonals zB. in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Ob nun seitens des Krankenhauses oder der Zeitungen: Das Ganze klein zu halten nützt Niemanden. Der Verdacht liegt nahe, dass das Virus sich in den Kieler Krankenhäuser verbreiten kann. Ich weiß von der Uniklinik, dass es keine neuen Protokolle zur Sicherheit gegeben hat, außer Gegenmaßnahmen zu Diebstählen von Materialien.

Wir wissen heute, dass insbesondere in Norditalien die fatalste Entwicklung war, dass sich die Viren in den Krankenhäusern verbreiteten und das Problem so aussieht:

  1. Personal ist anfälliger für Infektionen, da sie mit VIELEN Patient:innen zu tun haben
  2. Sie können es, wenn sie mehrere Patient:innen hintereinander betreuen weiter verbreiten.

Auch das Tragen von Mundschutz ist für Pflegepersonal auf vielen Stationen der Uniklinik noch nicht Pflicht, sondern freiwillig. Wie es bei Städtischen ist, weiß ich nicht. Materialien wie Mundschutz werden seit März und bis dato an der Uniklinik noch rationiert wegen Mangel.

Was ich aber als wichtig ansehe ist, dass man folgendes etabliert:

  • Zugangsschleusen, die es den Mitarbeitenden ermöglichen auf Station und von Station zu gehen, ohne mit der Kleidung etwas reinzuschleppen oder rauszuschleppen
  • Mindestens zwei Stunden mehr Arbeitszeit für das Personal, damit sie beim raus- und reingehen entsprechend sorgfältig sein können
  • Das Personal muss dringen erhöht werden und nach Möglichkeit der Kontakt pro Pflegekraft auf wenige Patient:innen minimiert. Es muss auch jeder Kontakt dokumentiert werden für eine Nachverfolgung. In wie weit das mit der bisherigen Dokumentationspflicht erfüllt ist, kann ich nicht beurteilen
  • Jede Infektion muss natürlich umgehend öffentlich gemacht werden, damit die Öffentlichkeit einen Überblick hat und reagieren kann. Ein Krankenhaus sollte das nicht alleine entscheiden. Daher sind auch Medien heutzutage so wichtig

Desweiteren wurde bekannt:

Besuche in Pflegeheimen unter strengen Vorschriften
Auch Besuche in Pflege- und Altenheimen sollen möglich gemacht werden, um Einsamkeit und Isolation zu verhindern. Dabei seien jedoch strengste Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen Pflicht, betonte Günther. Die Landesregierung wolle dafür nun in enger Abstimmung mit den Einrichtungen Pflegekonzepte erarbeiten.

Quelle: der-reporter.de

Ich habe nicht das Gefühl, dass hier im Norden wirklich der Notstand angekommen ist, wenn ich das lese. Der Fokus scheint darauf zu liegen, dass man Maßnahmen erlässt, die möglichst alle gleichermaßen betreffen und man auch kommuniziert, dass wenn sie alle daran halten, die Krise auch bald vorbei ist.

Was Ausgangssperren angeht, so sind Deutschlands südliche Nachbarn Italien, Spanien und Frankreich immer schon radikaler und früher dran gewesen. Wenn es also Ausgangssperren/Kontaktsperren effektiv wären, hätten diese ja weniger Infizierte und Tote haben müssen, als wir.

Es ist offenbar nicht angekommen, dass es vor allem darum geht, die Punkte zu schützen, die besonders kritisch sind: Auch in Norditalien waren es die Krankenhäuser an denen das System zusammenbrach. Und wir gehen da sehenden Auges gerade genau in die gleiche Richtung. Nicht langsam ansteigende Zahlen oder zu viele Kontakte von JEDEM sind das Problem, sondern die Situation, dass gerade Krankenhäuser zu Virenschleudern werden. D.h. alle, die im Krankenhaus stationiert sind oder dort arbeiten sind von einer Infektion bedroht! Schnell kann es dort zu einer Infektionen aller Pflegekräfte und Patient:innen einer Station kommen. Da helfen dann auch keine Intensivbetten mehr: Die Krankenhäuser werden arbeitsunfähig und sehr viele Menschen werden in kurzer Zeit infiziert und sterben.

Es muss eigentlich zu 100% ausgeschlossen werden, dass da COVID19 ein- oder ausgeht. Wenn es trotz aller Bemühungen passiert, dann ist das so, aber man muss ALLES dafür tun, dass es nicht passiert. Mein Eindruck aus Berichten von Mitarbeiter:innen und Patient:innen ist aber, dass es kaum Sicherheitsmaßnahmen gibt. Eher business as usual. Und das eben unter dem Eindruck jahrzehntelanger Sparpolitik. Da werden viele mir sagen: Da geht nicht mehr Aufwand! Mag sein, aber dann steht der Tod vor der Tür. Entweder wir strengen uns JETZT an, das Unmögliche zu schaffen, oder wir lassen es.

Anstatt alle Menschen im Land zu drangsalieren müssen wir vor allem alle Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegesektor mit höchsten Aufwand schätzen. Und es muss auch klar sein, dass es immer genug Material gibt. Und wir brauchen keine Diskussionen um Lockerungen für Besuche, außer wir wollen die Alten umbringen. Wir haben es schon jetzt nicht geschafft, Infektionen einzugrenzen und viele der Todesfälle im Land kommen bereits aus Pflegeheimen. Hier sollten wir die Regeln eher verschärfen als lockern. Es geht hier nicht darum ein hübsches Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, weil wir alle gleichzeitig von den Maßnahmen betroffen sind, sondern effektiv dort zu schützen, wo Schutz zwingend ist, um die Ausbreitung zu minimieren.

Der Staat und die Medien kommen da ihrem Auftrag derzeit nur sehr sehr schlecht nach! Stattdessen vermeldet man über 4.000 Tote in Deutschland als tollen Erfolg! No thank you!

Written by tlow

18. April 2020 at 09:00

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