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1979: Ein Leserbrief und eine Ampel @kn_online

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1979 war die Situation an der Kreuzung Hermann-Weigmann-Straße/Möllingstraße/Eckernförder Straße (mein damaliger Schulweg zur Grundschule Sternschule) eine andere. Lediglich ein Zebrastreifen aber keine Ampeln. Außerdem war die Eckernförder damals am Ende nicht verkehrsberuhigt und der Verkehr an dieser Kreuzung stärker als heute. Meine Mutter Anneliese war damals ungefähr so als wie ich und wandte sich in einem Leserbrief an die Kieler Nachrichten. Zum Glück stieß dass unter anderem eine Änderung an, die bis heute Bestand hat mit 3 Ampeln. Den möchte ich hier mal dokumentieren mit ihrer Zustimmung. Ein genaues Darum habe ich nicht. Aber vielleicht kann jemand was dazu sagen, wann die Ampel genau aufgebaut wurde? :

Scan des Leserbriefes
Leserbrief 1979


* Besser vorbeugen:
Ausgeschreckt durch die Nachricht vom Unfall eines achtjährigen Jungen aus der Nachbarschaft, der vor ein paar Tagen auf dem Fußgängerüberweg bei Grün angefahren und schwer verletzt wurde, muß ich meinen aufgestauten Ängsten, die man als Mutter von schulpflichtigen Kindern bekommt, Luft machen. Unser siebenjähriger Thilo geht zur zweiten Klasse in die Sternschule und muß täglich zweimal die Möllingstraße und Eckernförder Straße überqueren. Ich bringe es noch nicht fertig, ihn allein gehen zu lassen, denn wenn man täglich die Situation vor Augen sieht, der Kinder schutzlos ausgeliefert sind, dann kann man einfach nicht verstehen, warum nichts unternommen wird, um unser kostbares Gut, nämlich unsere Kinder, besser im Straßenverkehr zu schützen. Da die Sternschule nur Grundschüler hat, gibt es keine Schülerlotsen, und so sind bereits die Vorschüler den Gefahren des Verkehrs ausgeliefert.

Wir wünschen uns schon lange, daß man mal eine Bedarfsampel aufstellen würde, aber angeblich sei dann der Rückstau der Autos zu groß. Also weiß man ganz genau, wie stark dort der Verkehr ist. Zum Beispiel wird ein ortsfremder Autofahrer, der von der Eckernförder Straße in die Möllingstraße einbiegt, möglichst schnell fahren, woher so er Wissen, daß dort ein Zebrastreifen kommt. Dutzendmal habe ich das erlebt, daß die Kinder gerade noch zurückspringen oder eben noch rüberrasen können.

Nun bin ich in der glücklichen Lage, daß ich Zeit habe und ich wechsle mich auch im Lotsendienst mit der Muter eines Schulfreundes ab, aber was passiert mit den Kindern, deren Mütter eben nicht die Zeit haben?


Wir sind so stolz, daß es der Wissenschaft gelungen ist, die Kinderkrankheiten zu bekämpfen. Man impft gegen Kinderlähmung, Diphterie und Keuchhusten. Aber auf den Straßen werden Kinder getötet und zu Krüppeln gemacht. Es heißt dann immer, es fehle am Geld. Aber was kostet es denn dann, die durch Unfälle Behinderten und Verletzten wieder zu rehabilitieren? Heißt es nicht immer „Vorbeugen ist besser als heilen“?
Anneliese Pfennig

Die Themen sind heute andere, aber aus meiner Sicht ist es heute genau so mühsam wie damals. Oft müssen Bürger*innen gegen Politik und Verwaltung ankämpfen um kleine Verbesserungen zu erreichen. Und oft kann man da nur mit dem Kopf schütteln. Hinter sind alle schlauer.

Written by tlow

4. Mai 2019 at 16:57

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