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Preissteigerung um 100% bei Busfahrten in 8 Jahren

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Sie nennen es „Fahrpreisanpassung“:

Betrug der Fahrpreis für eine Mehrfahrtenkarte vor acht Jahren noch lediglich sechs Euro, so sind es ab August 2010 das doppelte, nämlich 12 € (Quelle: Mein Fahrpreisarchiv auf KielWiki.de)!

fahrpreisentwickung mehrfahrtenkarte grafik

Fahrpreisentwickung der Mehrfahrtenkarte bei der KVG Kiel

Dies lässt sich alleine aus der Preisentwicklung von Diesel heraus nicht begründen. Schon gar nicht mit der radikalen Verschlechterung des Angebotes in diesem Zeitraum. (Ja es gab mal eine Zeit, da bekam man sogar einen Sitzplatz im Bus!)

Heute ist die Situation doch die, dass das Busfahren gerade zu Spitzenzeiten oft eine Qual ist, manche Haltestelle wird gar nicht mehr angefahren. Viele Buslinien wie die 12 wurden gestrichen. Und: Wo ist die Verdoppelung der Einkommen, die es ermöglichen würde gerade den Geringverdienern nachwievor noch Bus zu fahren?

Busfahren als Luxus?

Written by tlow

30. Juli 2010 at 09:32

KN zensiert Lesermeinung zu Tabel-Mitarbeitern

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Einige Leute, wie auch ich haben festgestellt, dass Kommentare bei der Kieler Nachrichten, z.B. zu den Bildungsprotesten, die auch die Situation der prekär beschäftigten Tabel-Mitarbeiter ansprechen konsequent zensiert werden. So viel hält man da also von der Meinungsfreiheit. Offenbar hat man Angst vor der Wahrheit. Ich fordere die KN auf Stellung zu beziehen! Wir werden es nicht weiter dulden, dass die KN sich hier in Kiel als moralischer Wächter präsentiert, gar über Leiharbeit kritische Artikel schreibt und tatsächlich das Leben ihrer Mitarbeiter zum Teil aufs Spiel setzt. Die KN muss als das demaskiert werden, was sie ist: Ein unverantwortiches Unternehmen, dass sich einen Dreck um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schert.

Am 30.6. wird es eine Demo in Kiel geben, die u.a. von ver.di und auch der FAU Kiel unterstützt wird.

Written by tlow

21. Juni 2010 at 23:06

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Kiels „Größte Demo seit 30 Jahren“

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Sowas lass ich mir ja auch nicht engehen wenn ich kann. Am 16.6.2010 demonstrierten nach Polizeiangaben 14.000 in Kiel. Es ging im wesentlichen gegen weitere Streichungen an der Uni Lübeck. Es ging aber auch gegen eine mögliche Privatisierung des Universitätsklinikums (Kiel/Lübeck) zu der ebenfalls zu einer zeitgleichen und ortsggleichen Demo seitens des Personals eingeladen wurde.

Allerdings waren es nach meinem Gefühl eher schon an der CAU fast schon 10.000, da an mir minutelang der Demozug vorbeizog am Audimax. Bei youtube habe ich ein Video (leider nur 15 Sekunden)  vom Start der Demo gefunden:

Ich habe die Demo ein wenig begleitet, war aber dann am Hauptbahnhof schon nicht mehr dabei. Vielleicht können da andere Ihre Eindrücke ergänzen.

Was ich lagweilig fand, war das nun schon traditionelle Zugrabetragen der Bildung an Amfnag des Zuges. Ich kenne dieses Bild nun schon seit Jahrzehnten und glaube nicht, dass das noch irgendwie Leute aufschreckt. Es ist weder witzig noch innovativ. So oft wie die Bildung zu Grabe getragen würde, so tot müßte sie längst sein. Vielleicht ist sie das auch auf eine Art. Die Unis ist nicht mehr das, was sie vor 20 Jahren war. Aber darum geht es auch nicht. Denn vor 20 Jahren war es auch nicht besser. Das System Universität ist grundfalsch. Und diese Proteste sind trotz ihrer Größe zu harmlos. Es fehlt die Konsequenz und die echten Alternativen. Die Studenten müssten mal zu Denken wagen, was Universität ein könnte.

Schlecht fand ich:

  • Beteiligung von Burschenschaften.
  • Das die Ansagen vom Demowagen „Das ist so toll, ihr seid so toll“ mich irgendwie an eine CASTING-Show erinnerten.
  • Das Politiker wie Stegner und Saxe sich auf die Proteste draufsetzen durften.
  • Das Auftreten der Ordner.

Gut fand ich:

  • Das Kiel, Lübeck und Flensburg sich solidarisiert haben. Jetzt fehlt nur noch der Blick über den studentischen Tellerrand.

Werde auch weitere Stimmen und Videos in diesem Artikel sammeln für einige Zeit. (Stand: 16.06.2010)

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Written by tlow

16. Juni 2010 at 23:40

AK Kritischer Studierender zu Studi Demo am 16.06.

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ich zitiere hier eine Mitteilung des LEISTUNGS_VERWEIGERUNGS_BLOC auf der Studi Demo am 16.10.2010.:

Für dieses Land keinen Finger krumm …
Für den kommenden Mittwoch wird von den AStAen Lübeck, Flensburg und Kiel eine Demonstration organisiert gegen die Sparpläne der schwarzgelben Regierungskoalition. Diese Sparpläne lassen weitgehende Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich erwarten. Vor allem die Universitäten in Flensburg und Lübeck sollen massiv verkleinert werden. An der Lübecker Uni soll der Studiengang Medizin sogar komplett eingestellt werden. Soweit so beschissen. An diesen Plänen gibt es auch nach unserer Sicht nichts Positives. Jedoch können die Begründungen für die Gegenaktionen nicht unkommentiert bleiben. So wird im Flyer „Uni-versenken … spielen WIR nicht mit“ mit dem Satz geschlossen: „Finger weg von der Zukunft Schleswig-Holsteins!“ – Soweit genauso beschissen. Wir sehen Bildung nicht als Möglichkeit sich selbst mit einer gehörigen Menge Humankapital zu befüllen um dann auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet mit dem Rest in den Ring steigen zu können. Bildungsproteste begreifen wir nicht als Protest für bessere Marktchancen und Arbeitsplatzgarantie.Sobald jedoch von einer Verminderung der zukünftigen Chancen im Zusammenhang mit Kürzungen im Bildungsbereich gesprochen wird, wird meist auch diese ökonomische Logik reproduziert. Die Angst vor der verlorenen Zukunft gekoppelt mit dem Bezug auf Region oder Nation, ist aber kein akzeptabler politischer Weg, sondern Anfang der politischen Widerlichkeiten. Statt einer politischen Analyse wird hier auf simple Identitätskategorien zurückgegriffen, um das Thema zu popularisieren und die Volksmassen zu bewegen.

… 30 Semester Minimum !

Wir wollen diesem regionalistischen Zukunftsgedöns einen Bildungsbegriff entgegenstellen, der Bildung vom Individuum her denkt und es nicht mit Verwertung verbindet, in (nationaler) Kollektivität erdrückt oder es im Ring des Lebens alleine boxen lässt. Wir stehen auf eine solidarische Gesellschaft in der sich alle nach ihren Bedürfnissen einbringen kann. Trotzdem gilt: Niemand möchte, dass die Unis in Lübeck und Flensburg beschnitten und/oder geschlossen werden. – Im Gegenteil viele Unis, ohne Zugangsbeschränkungen, überall – aber populistisch – regionalistische Bezüge, gepaart mit der Angst um die eigene Position im Verwertungsprozess und die Sorge um die deutsche Wirtschaft sind für uns keine politische Perspektive. Deshalb:

Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft – Leistungszwang verweigern – Für etwas Besseres als Schleswig Holstein !

Join the LEISTUNGSVERWEIGERUNGS- BLOC auf der Demo – 16.06.2010 14h Audimax Kiel * akkiel.blogsport.de ____ Ak kritischer Studierender

15.6. BILDUNGSKRISE – Rückschau und Perspektiven der Kämpfe an Schulen, Unis und Kitas

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Das Kieler Krisentreffen lädt ein:
Dienstag, 15. Juni 2010
Gruppenraum 2, Pumpe (Haßstraße 22)
Beginn: 19 Uhr

In den vergangenen Jahren hat es einige Kämpfe gegen die Zustände in Bildungseinrichtungen gegeben. Da wären die SchülerInnen, die ihren Unmut mit Streiks und Demonstrationen gegen zunehmenden Lernstress und eine verkürzte Gymnasialzeit kund taten. An der Universität haben Studierende nach einer Demonstration die Alte Mensa besetzt. Hunderte tauschten sich darüber aus, wie sie langfristig Widerstand gegen die Bildungspolitik organisieren können. Aber auch in den Kindertagesstätten rumorte es. ErzieherInnen und Sozialpädagogische AssistentInnen bestreikten 2009 tagelang die meisten Einrichtungen in Kiel und forderten bessere Arbeitsbedingungen. Gegen ein von der Stadt Kiel
gerichtlich verfügtes Streikverbot gingen sie lautstark auf die Straße.
Wir wollen an dem Abend eine gemeinsame Diskussion über diese Bewegungen führen. Was lief gut, was waren die Probleme? Dabei interessiert uns neben einer kritischen Rückschau auch, ob und wie man sich zusammentun kann um gemeinsam mehr zu erreichen.
Dazu laden wir alle Interessierten ein.

Streik!

Uniärzte Heidelberg streiken - Schriftzug 'Streik' aus Menschen

Written by tlow

8. Juni 2010 at 12:42

Aus für Kieler Flughafen zu teuer?

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In der Kieler Nachrichten ist ein Bericht erschienen,  in dem darüber berichtet wird, dass eine Arbeitsgruppe aus Stadt und Land die Kosten für eine Schließung auf rund 13 Millionen Euro beziffert hat.

Da mir keine detaillierteren Zahlen bekannt sind, weiss ich nicht wie es mit weiteren Kosten aussieht. Aber ich denke das Gewerbe- oder Wohngebiet auch weitergehende Erschließungskosten mit sich bringen würden. Und für was? Ein neues Nobelviertel? Ein teures Gewerbegebiet, dass mit Steuermitteln gebaut würde?

Wenn die Zahlen stimmen siehts jetzt insbesondere für folgende Fraktionen blöd aus: LINKE, GRÜNE, Direkte Demokratie, FDP – die die Schließung schon haben wollten, bevor die Kosten fest standen.

Nun bin ich mal auf die Stellungnahmen gespannt die jetzt kommen. Aber so wie ich die Fraktionen einschätze wird man da wohl eher schweigen. Allenfalls wird es eine Kompromissstellungnahme der Kooperation aus GRÜNEN, SPD und SSW geben.

Übrigens: Die KN behandelt ihre Mitarbeiter schlecht. Schon gewusst?

Fotos vom Bildungsstreik Kiel

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Written by tlow

2. Juni 2010 at 12:42

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