KielKontrovers

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Vorentscheidung für „Airpark“ gefallen

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Im Wirtschaftsausschuss ist laut KN eine Vorentscheidung für einen Flughafen mit Gewerbepark („Airpark“) gefallen. Die Fraktionen der SPD, GRÜNE, SSW, CDU und FDP schlossen sich genau so wie der Oberbürgermeister dem Verwaltungsentwurf an.

Man hofft damit auf ein neues Alleinstellungsmerkmal. Das sei einmal dahingestellt. Überzeugender scheint mir da eher das Argument von Ratsherr Tovar (SPD) der sagte „Denn wenn wir den Flugbetrieb beenden, bekommen wir nie wieder die Lizenz“.

Dabei hätten CDU und FDP gerne eine hochqualitative Wohnbebauung für Reiche gehabt.

Es bleibt abzuwarten, wie die konkreten Pläne aussehen werden. Welche Kosten werden auf die Stadt Kiel über die Subventionierung des Flughafenbetriebes hinaus entstehen. Die Pläne die der OB Albig angeblich hat (laut KN) verstehe ich nicht ganz: Er wolle das 35 Hektar große Areal nach dem für 2012  für die Offshore-Windanlagenproduktion bereitstellen. Kann Albig denn festlegen, dass ein Gewerbegebiet nur einem einzigen Unternehmen oder nur einer Branche zur Verfügung gestellt wird. Und wenn ja: Welche persönlichen Vorteile wird er nach seinem Ausscheiden aus der Politik davon haben?

SPD als „Großstadtpartei“

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Betonen  das Kiel eine Großstadt ist, muss man nur wenn man Zweifel daran hegt. Das tut offenbar die SPD Kiel, die mir mit einer neu designten Website viel Freude bereitet hat:

 

Neu designte Homepage der SPD Kiel

Die richtige Bezeichnung für den neuen Auftritt ist passend dazu wahrscheinlich GROSSSPURIG ? Oder sagen wir in Zukunft lieber gleich »„Großstadtpartei“« (die Anführungszeichen gehören dann zum Namen dazu) ?

Trotzdem zwei konstruktive Kritiken an dieser Stelle:

  1. Die Website-Suche kann ich nicht mehr finden?
  2. In den Artikel selbst sieht man zwar das Bild des Autors, aber nicht seinen Namen. Beispiel Aktueller Artikel. Davon auszugehen, dass jeder Kieler alle SPD-Köpfe beim Namen kennt ist zu viel des Guten.

Written by tlow

25. November 2010 at 11:50

Veröffentlicht in Rathaus

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Preissteigerung um 100% bei Busfahrten in 8 Jahren

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Sie nennen es „Fahrpreisanpassung“:

Betrug der Fahrpreis für eine Mehrfahrtenkarte vor acht Jahren noch lediglich sechs Euro, so sind es ab August 2010 das doppelte, nämlich 12 € (Quelle: Mein Fahrpreisarchiv auf KielWiki.de)!

fahrpreisentwickung mehrfahrtenkarte grafik

Fahrpreisentwickung der Mehrfahrtenkarte bei der KVG Kiel

Dies lässt sich alleine aus der Preisentwicklung von Diesel heraus nicht begründen. Schon gar nicht mit der radikalen Verschlechterung des Angebotes in diesem Zeitraum. (Ja es gab mal eine Zeit, da bekam man sogar einen Sitzplatz im Bus!)

Heute ist die Situation doch die, dass das Busfahren gerade zu Spitzenzeiten oft eine Qual ist, manche Haltestelle wird gar nicht mehr angefahren. Viele Buslinien wie die 12 wurden gestrichen. Und: Wo ist die Verdoppelung der Einkommen, die es ermöglichen würde gerade den Geringverdienern nachwievor noch Bus zu fahren?

Busfahren als Luxus?

Written by tlow

30. Juli 2010 at 09:32

KN zensiert Lesermeinung zu Tabel-Mitarbeitern

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Einige Leute, wie auch ich haben festgestellt, dass Kommentare bei der Kieler Nachrichten, z.B. zu den Bildungsprotesten, die auch die Situation der prekär beschäftigten Tabel-Mitarbeiter ansprechen konsequent zensiert werden. So viel hält man da also von der Meinungsfreiheit. Offenbar hat man Angst vor der Wahrheit. Ich fordere die KN auf Stellung zu beziehen! Wir werden es nicht weiter dulden, dass die KN sich hier in Kiel als moralischer Wächter präsentiert, gar über Leiharbeit kritische Artikel schreibt und tatsächlich das Leben ihrer Mitarbeiter zum Teil aufs Spiel setzt. Die KN muss als das demaskiert werden, was sie ist: Ein unverantwortiches Unternehmen, dass sich einen Dreck um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schert.

Am 30.6. wird es eine Demo in Kiel geben, die u.a. von ver.di und auch der FAU Kiel unterstützt wird.

Written by tlow

21. Juni 2010 at 23:06

Veröffentlicht in Arbeit, Großraum Kiel

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Kiels „Größte Demo seit 30 Jahren“

with 17 comments

Sowas lass ich mir ja auch nicht engehen wenn ich kann. Am 16.6.2010 demonstrierten nach Polizeiangaben 14.000 in Kiel. Es ging im wesentlichen gegen weitere Streichungen an der Uni Lübeck. Es ging aber auch gegen eine mögliche Privatisierung des Universitätsklinikums (Kiel/Lübeck) zu der ebenfalls zu einer zeitgleichen und ortsggleichen Demo seitens des Personals eingeladen wurde.

Allerdings waren es nach meinem Gefühl eher schon an der CAU fast schon 10.000, da an mir minutelang der Demozug vorbeizog am Audimax. Bei youtube habe ich ein Video (leider nur 15 Sekunden)  vom Start der Demo gefunden:

Ich habe die Demo ein wenig begleitet, war aber dann am Hauptbahnhof schon nicht mehr dabei. Vielleicht können da andere Ihre Eindrücke ergänzen.

Was ich lagweilig fand, war das nun schon traditionelle Zugrabetragen der Bildung an Amfnag des Zuges. Ich kenne dieses Bild nun schon seit Jahrzehnten und glaube nicht, dass das noch irgendwie Leute aufschreckt. Es ist weder witzig noch innovativ. So oft wie die Bildung zu Grabe getragen würde, so tot müßte sie längst sein. Vielleicht ist sie das auch auf eine Art. Die Unis ist nicht mehr das, was sie vor 20 Jahren war. Aber darum geht es auch nicht. Denn vor 20 Jahren war es auch nicht besser. Das System Universität ist grundfalsch. Und diese Proteste sind trotz ihrer Größe zu harmlos. Es fehlt die Konsequenz und die echten Alternativen. Die Studenten müssten mal zu Denken wagen, was Universität ein könnte.

Schlecht fand ich:

  • Beteiligung von Burschenschaften.
  • Das die Ansagen vom Demowagen „Das ist so toll, ihr seid so toll“ mich irgendwie an eine CASTING-Show erinnerten.
  • Das Politiker wie Stegner und Saxe sich auf die Proteste draufsetzen durften.
  • Das Auftreten der Ordner.

Gut fand ich:

  • Das Kiel, Lübeck und Flensburg sich solidarisiert haben. Jetzt fehlt nur noch der Blick über den studentischen Tellerrand.

Werde auch weitere Stimmen und Videos in diesem Artikel sammeln für einige Zeit. (Stand: 16.06.2010)

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Written by tlow

16. Juni 2010 at 23:40

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