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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

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#Olympia In Kiel: Planlosigkeit offenbart! #nolympia #nolympiakiel #kielfuerolympia #feuerundflamme

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Orlen Warsaw Marathon 2014 al. KEN.JPG

„Orlen Warsaw Marathon 2014 al. KEN“ by Adrian Grycuk – Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 pl via Commons.

In bereits vier Wochen sollen die Kieler entscheiden, ob sie 2024/2028 die Segelwettbewerbe ausrichten wollen. Die Landeshauptstadt hat dazu ein sechsköpfiges Olympiabüro eingerichtet. Dazu gibt es noch ein Büro im Innenministerium.

Zum Vergleich: Zur Flüchtlingskrise gibt es keine eigenen Abteilungen. Das macht in Kiel das Sozialdezernat en passant und im Land gibt es auch kein eigenes Büro. Das nenne ich doch mal Prioritätensetzung! Und das sei mal all denen ins Stammbuch geschrieben, die meinen wir seien mit der Flüchtlingskrise überfordert: Wo sind denn in Stadt und Land die eigenen Abteilungen? Wann kommt denn ein sechsköpfiges Flüchtlingsbüro der Stadt Kiel? Stadttessen beglückt man uns jetzt mit Plakaten, Flyern und Aufklebern pro Olympia.

Mittlerweile wird die Kritik an der Olympiabewerbung in Hamburg und Kiel lauter: Der Hamburger Zukunftsrat lehnt die Bewerbung zur Zeit und in der Form grundweg ab. Also nix mit einer nachhaltigen Olympiade?

Statt einen Marathon auszurichten, sollte man sich lieber um die kümmern, die den Marathon Balkanroute hinter sich haben. Statt Segelwettbewerbe lieber Fährtickets für Geflüchtete!

Die ganze Planlosigkeit wird auch deutlich, wenn man sich das Mobilitätskonzept für die Olympiade in Kiel anschaut, dass nach monatelanger Planung auf den Tisch gelegt wurde: Das Wort „Stadtbahn“ tauchte darin überhaupt nicht auf. Kurz darauf betont die Kooperation aber, dass man das Konzept eben durch dieses Feature erweitern wollen.

Leser dieses Blogs wissen ja, dass ich dem Schienenverkehr durchaus positiv gegenüberstehe. Aber wie kann man nach monatelanger Vorbereitung so einen Baustein vergessen – und wie können wir dies als Teil des Gesamtkonzeptes begreifen, wenn dieser Baustein offenbar nicht einmal einberechnet wurde? So kanns nicht gehen!

Olympiawerbung der Förde Spakasse

Olympiawerbung der Förde Spakasse

Man fragt sich auch, warum große Player in Kiel wie die Förde Sparkasse mitten in der Flüchtlingskrise als Goldsponsor der Olympiabewerbung auftreten, während die Flüchtlinge nach Kiel strömen und keine Unterkunft bekommen? Wir leben in einer Luxusgesellschaft und weder Politik noch Wirtschaft scheinen nur im Ansatz begriffen zu haben, um was es gerade geht. Vor allem kann man nicht auf der einen Seite sagen, dass wir unsere Grenzen erreicht haben, wenn man gleichzeitig lediglich für die Chance auf Brot und Spiele in rund 10 Jahren Geld zum Fenster rauswirft!

Zur guten Nachbarschaft, lieber Förde Sparkasse, gehören auch Geflüchtete und die richtigen Prioritäten. Am besten ihr fresst jetzt einen Besen! Das gilt auch für die IHK mit Ihrere JA-Sager-Kampagne, die nicht die wahren Interessen der Mehrheit ihrer Mitgliedsbetriebe vertritt.

© IHK Jörg Orlemann sagt JA! zu Olympia

© IHK
Jörg Orlemann sagt JA! zu Olympia

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Written by tlow

1. November 2015 at 20:41

#RefugeeCrisis: Messerattacke und Grenzschließungen

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Eine beinahe tödliche Attacke auf eine Oberbürgermeisterkandidatin in Köln und in Slowenien entsteht ein Flaschenhals mit Verweis auf die verzögerte Einreise nach Österreich und Deutschland.

Kritiker der Politik der offenen Grenzen sind der Meinung, dass die eigentliche Frage ist, wie Deutschland mit der Situation klar kommt. Dabei scheinen viele total folgende Fragen auszublenden:

  • Wie kommen die anderen Länder mit der Situation zurecht?
  • Wie kommen die Flüchtenden mit der Situation zurecht.

Der Winter naht mir großen Schritten. Wenn jedes Land sich abschottet wird die Situation die folgende sein: Die Menschen werden in den schlimmsten Zuständen auf syrischem Territorium dem Bürgerkrieg, Krankheiten und dem Tod schutzlos ausgeliefert sein. Es ist keine normale Situation. Deutschland hat sich lange nicht für Flüchtende interessiert, hat FRONTEX unterstützt, Hunderttausende sind im Mittelmeer krepiert. Zum ersten mal seit vielen Jahrzehnten kommen nun wieder einmal eine größere Mengen an Menschen unkontrolliert über die Grenze.

Wer jetzt meint, wir müssten die Grenzen schließen muss sich fragen, ob die richtige Antwort 1989 ein Schießbefehl für westdeutsche Grenzer gewesen wäre oder eine Mauer zu bauen? Jetzt wird es mal ganz konkret: War die Flucht von DDR-Bürgern das Problem? Waren die Schleuser das Problem oder waren es andere Ursachen? Syrer sind auch Menschen. Geht es also darum welchen pass die Menschen haben, die fliehen? Im dritten Reich haben viele Menschen nur deshalb überlebt, weil die Grenzen nicht ganz dicht waren. Weil Flucht möglich war.

Wenn es auch legitim erscheint in normalen Zeiten gerne Zuwanderung steuern zu wollen: Zumindest jetzt ist nicht die Zeit, Einwanderungspolitik machen zu wollen. Weil jede Abschottung Menschenleben kosten wird. Hoffentlich für alle, wird es irgendwann wieder irgend eine Normalität geben. Aber mit Sicherheit die nächsten Jahre keine Rückkehr von Deutschland in einen Zustand vor der Großen Flucht. Das ist nur möglich, wenn man das Sterben von hunderttausenden Menschen achselzuckend in Kauf nehmen will. Aber wer kann das wollen und wie viel sind unsere Grundrechte und unsere Demokratie wert, wenn wir wegschauen, abwarten, resignieren? Wem wirklich etwas an dem Kerngedanken von Demokratie und Gleichheit liegt, der muss jeden Versuch aufgeben die Flüchtlingskrise lediglich nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Die EU wirkt kopflos, weil eben jedes Land nur bis zum eigenen Tellerrand schaut. So aber werden sich die Länder allenfalls gegenseitig Probleme bereiten. Eine Lösung wird es dadurch nicht geben.

Die Menschen in der EU müssen sehr schnell einen Lernprozess bewältigen. Es war eine Illusion, dass wir auf Ewigkeit auf einer Insel der Glückseligkeit leben könnten.  Die EU hat viel getan für eine Währungsunion und Freihandel, dabei aber Demokratie und z.B. eine gemeinsame Flüchtlingspolitik vollkommen außer acht gelassen. Lediglich die Sicherung der Außengrenzen war ein grober Konsens. Auch haben sich viele EU_Staaten fröhlich an Kriegen und Waffenlieferungen weltweit beteiligt. Dabei wähnte man sich stets auf der Seite der Gerechtigkeit und des Guten. Wahr ist aber, dass wir zu eben diesen Konflikten beteiligt waren, die uns jetzt einholen.

Auch deshalb können wir nicht wegschauen und so tun, als hätten wir mit dem Syrienkonflikt nichts zutun außer den Menschen dort unser tiefes Bedauern auszudrücken. Nein, dass kann man mal getrost vergessen. Bisher ging das noch irgendwie das alles zu verdrängen. Aber die neue Realität bedeutet, dass man sich mit der eigenen Verantwortung ganz anders auseinandersetzen muss. Und da helfen auch keine Transitzonen. Auch die Gefahr von rechts im eigenen Land ist real und kann tödlich enden. Ab jetzt nicht nur für Randgruppen und Antifaschisten, sondern für jeden Stadtabgeordneten oder Bürgermeister. Eigentlich schon länger in bestimmten Orten, aber nun offenbar auch in jeder deutschen Großstadt. Es gibt da nur zwei Möglichkeiten: Zurück zusammen mit den Rechtsradikalen oder vorwärts zusammen mit progressiven Kräften und Zusammen mit den Flüchtenden. Wollen wir eine Politik der Ausgrenzung oder eine der Inklusion?

Das nicht immer alle Bürger*innen mitkommen, auch weil sie eventuell die letzten 20 Jahre Illusionen über die Wirklichkeit auf der Welt aufgesessen sind von gerechten Kriegen und gerechten Wirtschaftssystemen. Bereits die Griechenlandkrise hat uns ein Ende gezeigt, wo die schöne Welt des Tourismus aufhört und die harte Realität des Überlebenskampfes anfängt. Wo der Euro nicht immer nur alles gut macht, sondern seine Schattenseite zeigte. Sich Illusionen hinzugeben kann sich ja manchmal ganz gut anfühlen, aber lösen tut sich damit (leider) nichts.

Written by tlow

19. Oktober 2015 at 19:10

#Katzheide: SPD trumpft auf

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Die wahren Retter von Katzheide ist die SPD. So könnte man meinen, wenn man den neuesten Artikel in der Kieler Nachrichten liest. Zitat Torsten Stagars (sportpol. Sprecher der Fraktion):

„Es ist Blödsinn, wenn es immer heißt, wir wollen Katzheide nicht.“

Da kratzt man sich am Kopf und denkt sich: Ja, tatsächlich haben wir die letzten Jahre nichts anderes gehört, als dass Katzheide unnütz und überflüssig ist und weg muss, dass es einer ganzjährigen Nutzung im Weg wäre, dass es zu wenige Besucher hätte, dass es zu schmutzig sei, zu veraltet, etc.

Die Stadt Kiel hat beschlossen Katzheide plattzumachen und die Außenschwimmfläche von 2000 qm  auf 194 qm im neuen, großen Bad zu verringern. Spätestens 2017 sollte Schluss sein. Aber man nahm die Schließung unter Leitung von Gerwin Stöcken schon 2014 in Angriff. Es gab zwar keine handfesten Gründe, warum das Bad 2015 nicht hätte wiedereröffnen können, aber man nahm einige tatsächlichen Mängel und machte daraus eine alternativlose Schließung.

KN vom 21.11.2014:

„SPD-Ratsherr Torsten Stagars sah jedoch keine Alternative zu einer Schließung“

Es wurde eine Öffentlichkeitsbeteiligung auf dem Weg gebracht für eine Nachnutzung des Katzheide-Geländes. Die mehrheitlichen Beschlüsse dokumentieren den gemeinsamen Willen fast aller Fraktionen, die Existenz von Katzheide zu beenden. Und es will mir nicht in den Kopf wie man so dreist sein kann eine Wende zu vollziehen von einer alternativlosen Schließung bis hin zu einem derartigen PR-Stunt. Nur um zu belegen, dass man eigentlich der Retter von Katzheide ist?

Ich hatte ernsthaft überlegt, ob man es der SPD durchgehen lassen sollte ihr Gesicht auf diese Art zu wahren, wenn sie denn den richtigen Pfad einschlagen. Aber ich glaube nichts von dem, was sie sagen. Bisher haben sie die Bürger*innen IMMER hinters Licht geführt. Weder die Verwaltung noch die Selbstverwaltung war bereit oder in der Lage für Transparenz zu sorgen.

Als der Verein am Eröffnungstag einige Fotos schließen wollte, wurde mit der Polizei gedroht und ein Bademeister offenbar ein Maulkorb verpasst. Auf das bloß keine Wahrheiten nach außen dringen. Dafür kann man sich dann mittels der Presse und per Foto als die eigentlichen Retter von Katzheide inszenieren. Keiner darf ins Wasser nur Stagars. Bestimmt hat der nicht einmal Eintritt bezahlt?

Abtauchen-in-Katzheide_pdaArticleWide

Um nicht missverstanden zu werden: Jedes bisschen Katzheide ist besser als gar nichts. Aber am Anfang stand und steht eben der feste Wille der Kieler Politik Katzheide plattzumachen. Zwar immer mit einem großen Bedauern und oft mit einem „vielleicht gehts auch anders“ – aber im Grunde unter dem Strich ist man immer Schritt für Schritt in Richtung Schließung gegangen.

Nun gibt es ein Nichtschwimmerbecken, das teilweise abgeteilt ist für Schwimmer. Und die Duschen sind außer Betrieb.

Die in dem Artikel beschriebenen Proben sind doch sehr zweifelhaft. Seit wann nehmen Ratsherren Proben und kein Fachpersonal (Bademeister oder Labore)? Und wenn der Ratsherr federführend bei den Plänen zur Schließung von Katzheide war, wieso sollten wir ihm vertrauen, dass er da nicht noch ein paar Sporen oder Bakterien mit untermischt, um sein Ziel endlich zu erreichen?

Die Kieler Politik hat bisher alles gemacht, um das Vertrauen in sie zu erschüttern. Viele Analysen und Behauptungen haben sich als fehlerhaft und haltlos erwiesen. Der letzte Scherz der Stadtpolitik war, dass sie in der Kostenschätzung vorschlug eine Luxussanierung für rund 10,4 Millionen Euro durchzuführen, wenn die Kieler*innen mit JA stimmen würden. Abzusehen ist, dass die Stadt egal, wie der Bürgerentscheid ausgeht, ihre bisherigen Politik weiterfahren wird. Man wird sagen: Schön, dass wir drüber abgestimmt haben, aber 10,4 Millionen können wir uns nicht leisten. Und das obwohl die Einreicher des Bürgerbegehrens niemals diese Summe gefordert haben. Niemals den Ersatz der Schwimmbadfolie durch Edelstahlbecken und dergleichen.

Es gibt keine Gläserne Akte, aber dafür springt der sportpolitische Sprecher einer Rathausfraktion öffentlichkeitswirksam in das Becken um heldenhaft ein paar Sporen in einem Reagenzglas einzufangen. Dabei wurde ja bereits behauptet die bestehenden Proben würden ein Schwimmen verbieten. Das Schwimmer allerdings entlang der Unterseite einer Schwimmbadfolie schwimmen habe ich noch nicht gehört.

Warum nicht einfach eine Wasserprobe entnehmen und auf die wichtigsten Keime untersuchen. Gibt es Escherichia Coli im Wasser JA oder NEIN? Oder gibt es ein andere vergleichbar gefährliche Bakterie, die das Schwimmen zum Risiko machen würde. Die Stadt behauptet ja, dass es seit Jahren diese Probleme gibt. Aber erst dieses Jahr werden Proben genommen und zwar NACH der Schließung und nicht während eines angeblich auftretenden Befalls und unter realistischen Bedingungen. Sondern in einem schlecht gereinigten Becken.

Bedenklich stimmt mich die Inszenierung, die da die Kieler Ratsmitglieder hingelegt haben: Man muss bedenken, dass herr Stagars keine offizielles Amt der Stadt innehat. Er ist lediglich der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion und gewähltes Mitglied im Aufsichtsrat der Kieler Bäder GmbH. In letzterer Position darf man sich auch gerne als Ratsmitglied informieren oder für ein Thema einsetzen. Aber als bekannter Gegner von Katzheide und Befürworter der Neuausrichtung der Bäderlandschaft (mit Neubau des Zentralbades) nun die Kollegen der anderen Parteien im Regen stehen zu lassen und so zu tun, als wäre man ja immer schon für Katzheide gewesen, ist politisch gesehen nicht fair. Die Parteien SPD, GRÜNE, SSW, FDP haben gemeinsame diese Neuausrichtung beschlossen und auch gemeinsam das vorzeitige Aus für Katzheide als alternativlos bezeichnet. Niemand hat es wirklich für nötig befunden sich da näher zu informieren. Es gab eine extra Ortsbeiratssitzung, wo die ganze Borniertheit auch noch mal zutage trat. Einzig der Vertreter der Linkspartei hatte sich die Akten noch einmal genauer angesehen und kam auch zu einem anderen Urteil. Ohne das Engagement vieler Freunde von Katzheide, besonders dem Verein Katzheide: JA! (Hinweis: In dem ich auch Mitglied bin) und den Vertretungsberechtigten für das Bürgerbegehren, wäre das Thema Katzheide längst vom Tisch. Wobei die Engagierten lediglich den Frustrierten geholfen haben, ihre Stimme zu finden oder sich nun per Unterschrift für ein Bürgerbegehren auszusprechen.

Man könnte jetzt die Augen verschließen und so tun, als wäre die SPD tatsächlich durchweg für Katzheide gewesen. in der Hoffnung, dass die Eröffnung des Gesichtswahrens Katzheide helfen würde, erhalten zu werden. Aber das wäre zum einen geschichtslos und zum anderen unfair gegenüber den politischen Konkurrenten, die nicht mehr oder weniger die gleichen Beschlüsse mitgetragen haben. Oft auch weit weniger emotional und beleidigend als Ratsherr Stagars, der jede Kritik an der Politik der Kieler Kooperation nicht selten mit bösartigen und persönlichen Angriffen gekontert hat.

Ich respektiere jede Sichtweise. Auch die, dass manche Katzheide für überflüssig halten, oder glauben, dass Zentralbad wäre die Lösung aller Probleme der Kieler Bäderlandschaft. Ich bin lediglich anderer Meinung. Aber was mich aufregt ist, wenn Politik ignorant über die Köpfe der Bevölkerung hinweg gemacht wird. Ich erinnere mich auch noch an die Aussage von Herrn Kruber(CDU), der nach dem Fall Möbel Kraft Verbesserungsbedarf in Kommunikation und Stil in der Kieler Politik sah. Das sich also die Notwendigkeit eines konfliktreichen Bürgerentscheides nicht wiederholen würde. So lange ist es jetzt noch nicht her. Die Debatten sind zum Glück beim Thema Katzheide weit weniger erhitzt. Das liegt zum großen Teil darin, dass niemand wirklich als Feind Katzheides gelten mag. Denn das bedeutet nun einmal das Einbüssen von Sympathiepunkten in der Bevölkerung.

Wie weiter?

Die Kieler Bäder GmbH hatte eine Probe eingereicht, in der an der Unterseite der Schwimmbadfolie eine definierte Angabe von Pilzen zu finden war und eine nicht definierte Menge an Bakterien. Ohne das selbst richtig einschätzen zu können, interessiert es mich recht wenig, was sich alles unterhalb des Schwimmbeckens tummelt. Wichtig sollte sein, was sich im Wasser befindet. Und wenn da etwas ist, sollte man ran an die Ursachen.

Nun geht Stagars medienwirksam persönlich auf Tauchgang für eine zweite Probe. Ist er dafür qualifiziert? Ich würde erwarten, dass Proben lediglich von neutralen Angestellten eines Labors entnommen werden dürfen. Es darf auf keinen Fall zu einer Verunreinigung kommen. Insofern kann man die Probe eines Gegners von Katzheide getrost außer acht lassen. Da können dann auch mal Keime in der Probe landen, die das Aus für Katzheide bedeuten würden. Schließlich hängt seine politische Zukunft auch an der Richtigkeit seiner politischen Vorgaben. 2018 sind Wahlen und wenn alles nach Plan läuft ist dann das Zentralbad seit einem Jahr offen. Niemand wird so sehr mit dem Zentralbad persönlich verbunden wie er. Wenn alles gut läuft wird man ihn loben, bleibt es dagegen hinter den Erwartungen zurück, wird irgend jemand die Zeche für eine verfehlte Politik zahlen müssen. Es bleibt spannend.

Fahrt mit #HeinSchönberg und Museumsbahn Schönberger Strand an der Kieler Woche 2015 #kiwo

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Diesen Sonntag habe ichs dann doch mal geschafft während der Kieler Woche mal mit dem Hein Schönberg zu fahren. (s.a. Pro Bahn Probstei Initiative auf Facebook)

Streckenverlauf
Kiel-Schoeneberger“ von I, Begw. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Seit einigen Jahren kann man ja vom Kieler Hauptbahnhof einige male am Tag direkt nach Schönberg fahren und von dort aus mit der Museumsbahn zum Schönberger Strand. Mittlerweile ist die Reaktivierung der Linie auch ein offizielles Projekt, das 2016 zur Wiederinbetriebnahme führen soll. Ich empfehle zum Einstieg das FAQ bei nah.sh.

Vielleicht ist es hauptsächlich der Museumsbahn Schönberger Strand VVM zu verdanken, die in Schönberger Strand ein Eisenbahnmuseum betreibt, dass das Thema der Eisenbahnanbindung der Probstei nie so ganz als Idee verschwunden ist?

Nach dem Aus für die Stadt-Regionalbahn stellt sich die Planung für Schienenverkehr in der Landeshauptstadt aus meiner Sicht als Trümmerfeld dar, auch wenn hinter den Kulissen neu geplant wird ist fraglich, ob alter Wein in neuen Schläuchen sich noch ein mal verkaufen lässt.

Momentan werden Schienen und Gleisbett und Bahnübergänge an vielen Punkten erneuert, damit auf der Strecke auch schneller gefahren werden kann. Im Vergleich zu der heutigen Busanbindung sollen sich die Fahrzeiten nach Schönberg halbieren. Allerdings hat das Projekt auch Gegner auf den Plan gerufen, die sich in der BI „Bürger für den Bus gegen die Bahn“ zusammengeschlossen haben. Allerdings scheint was die Website angeht seit 2013 nicht viel Aktivität gewesen zu sein. Aber immerhin findet sich in Probsteierhagen, wo es am Samstag einen unnvorhergesehenen Umstieg gab sehr prägnant ein Plakat an der Strecke zu sehen:

Bahn frei für den Bus

Plakat „Bahn frei für den Bus!“

Ich muss sagen, ob habe so meine Probleme, wenn zwei Träger des ÖPNV gegeneinander in Stellung gebracht werden sollen. Die BI rechnet da mit Gewinn und Verlust pro Linie. Aber man kann m.E. öffentlichen Verkehr so kaum rechnen, sondern er muss immer in der Gesamtheit betrachtet werden. Die damalige Bundesbahn hat einige Zeit lang sehr viele kleine Bahnhofe geschlossen. Diese wurden dann teilweise entweder von Museumsbahnen oder der privaten Konkurrenz wieder genutzt, zum Teil auch sehr erfolgreich. Und so weit ich informiert bin gibt es diese Art der Politik der massenhaften Stillegung bei der DB nicht mehr in dieser Form. Ein Argument für kleine Strecken ist z.B., dass man nicht immer nur auf die großen ICE-Verbindungen schielen darf. Denn je weniger die Leute Zubringer-Verbindungen haben (z.B. von Schönberg nach Kiel), desto eher werden sie einen anderen Verkehrsträger wählen und am Ende auch nicht den ICE benutzen. Sprich: Es ist für die Bahn insgesamt wichtig, dass die Fläche erschlossen wird..

Heute waren es auf der ersten Fahrt des Tages etwa 50-60 Fahrgäste, die sich auf den teilweise etwas holprigen Weg von Kiel nach Schönberg Strand über Schönberg (bzw. Probsteierhagen) machten:

In der Museumsbahn von Probsteierhagen nach Schönberg Strand

In der Museumsbahn von Probsteierhagen nach Schönberg Strand

„Bahnhof“ Probsteierhagen

Umstieg in die Museumsbahn in Probsteierhagen

Umstieg in die Museumsbahn in Probsteierhagen

Und viel mehr konnten es dann für die Größe der Waggons auch nicht sein. Angeblich hätte Probsteierhagen nicht viel vom Verkehr außer Kosten, sagen die Gegner. Aber ehrlich gesagt: Wer eiert schon gerne mal eben nach Probsteierhagen mit einem Bus? Heute mit dem Bus wohl etwas über 30 Minuten. Zeitmäßig geht das ja noch, aber sollte sich die Verbindung auch etwas halbieren und man dann einfach vom Hauptbahnhof bequem nach Probsteierhagen kommen, so wird das doch als Ausflugsziel oder Wohnort schon sehr viel attraktiver. So wie bei mir heute: Die einfach Erreichbarkeit über die Strecke erweckt ja überhaupt erst den Gedanken solche Ort zu besuchen oder wahrzunehmen. Mal ganz davon abgesehen, was es für Schönberg und Schönberger Strand bedeuten würde.

Es wäre aber tatsächlich wünschenswert, wenn viele kleine Orte, die nicht an der Strecke liegen nicht zu viele Nachteile hätten. Aber nehme wir mal „Prasdorf“ als Beispiel. Dort geht man laut Google Maps ca. 1/2 Stunde zu fuß nach Probsteierhagen oder Passade. Bisher ist Prasdorf mit dem Bus in etwas über 40 Minuten zu erreichen.  Wenn sich die Fahrzeit nach Kiel auf 20 Minuten verkürzen würde, wäre man insgesamt also 50 Minuten unterwegs und damit 10 Minuten länger. Allerdings wenn man z.B. ein Fahrrad nutzt, um nach Probsteierhagen zu kommen, wäre die Fahrzeit auch von Prasdorf aus mit 28 Minuten (20+8 Minuten Rad) kürzer als heute. Ganz davon abgesehen, dass es dann mit dem Zug eine Fahrradmitnahmemöglichkeit gibt, die heutzutage sicher eher selten nutzbar ist. D.h. man wäre dann auch in Kiel mobil.

Sicher: Nicht jeder kann Fahrrad fahren – aber vielleicht gibt es dann auch mal neue Sammelbusse oder ähnliche Systeme für die Region. Nicht zu verachten auch für Menschen, die von dem dortigen Umlandgemeinden noch weiter als bis Kiel wollen vereinfachen sich im Bahnhof die Umsteigezeiten. Nicht zu Vergessen der derzeitige Hinweis, dass in Bussen die Mitnahme von Elektromobilen ausgeschlossen ist. Das sollte mit Zügen eher handhabbar sein, habe ich im Hbf Kiel auch schon selbst gesehen.

Hein Schönberg

Zum Abschluß noch mal ein Info-Video der Museumsbahn:

Leider kommt man normalerweise ja nicht mit der Bahn bis Schönberg. Da muss man dann schon viel Zeit einplanen. Aber für Bahnfans lohnt sich das sicher immer. Ich war heute nur kurz da, werde aber auch sicher bei Gelegenheit mehr Zeit in dem Museum verbringen. Die nehmen auch Spenden „in beliebiger Höhe“ entgegen. 😉

VVM

VVM Schönberger Strand

Written by tlow

29. Juni 2015 at 00:48

#UrbanGardening Veranstaltung in der #AlteMu 14. Juni

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Etwas gewöhnungsbedürftig war die Veranstaltung „Rund Beet Kiel“ am 14 Juni in der „Alten Mu“ (=ehem. Räume der Muthesius Kunsthochschule). Angefangen mit dem Auftritt des großen Zampano Peter Todeskino die kaum bis gar keinen Sinn ergab. Man wusste nicht, ob er nun provozieren wollte oder nur unglücklich formulierte, wenn er die Kieler Urban Gardening Projekte als „nette Stolpersteine“ in Kiel bezeichnete.

Todeskino_Rundbeet

Peter Todeskino (rechts) eröffnete das Event

Aber so geht einem das häufig, wenn man Politikern mal richtig zuhört. oft eine Aneinanderkettung von Worten ohne viel Sinn. Das toppte dann auch die folgende Rednerin Dr. Karen Meyer-Rebentisch, die in ihrem Vortrag mehrfach zwischen „Urban Gardening“ sei etwas „ganz Neues“ und „nichts Neues“ hin und herwechselte, das einem ganz schwindlig wurde.

Wie man auf dem Foto sieht, beschäftigten sich die Leute dann lieber mit ihren Handies, weil der Vortrag doch sehr lange dauerte und auch keinen Kiel-Bezug hatte.

Wie man auf dem Foto sieht, beschäftigten sich die Leute dann lieber mit ihren Handies, weil der Vortrag doch sehr lange dauerte und auch keinen Kiel-Bezug hatte.

Ich assozierte dazu die Paris-Erzählung von Helge Schneider:

Was ist eigentlich Urban Gardening und wann hat es nun wirklich angefangen?

Da kann man verschiedene Punkte nehmen. Manche sagen bereits im antiken Ägypten habe man in den ersten Städten bereits Prinzipien des Anbaus von Obst, Gemüse und Kräutern genutzt. Dann natürlich die neulich hier schon beschrieben Gartenstadt-Bewegung (20er Jahre), oder auch eher mit dem Schwerpunkt Guerilla Gardening Anfang der 70er Jahre aus den USA kommend. Auch Elemente der Permakultur spielen eine Rolle, wo es meist um höheren Ertrag auf geringer Fläche geht und die Nutzung der vorhandenen Elemente (ob nun innerhalb oder außerhalb von Städten). Oder mit dem Satz „Alles Gärtnert“ könnte man auch sagen, dass wesentliche Elemente auch schon vor und ohne den Menschen stattgefunden haben. Kurz gesagt: Urban Gardening ist weder neu, noch etwas besonderes. Am ehesten würde ich die heutige Definition eher an den Begriff des „Guerilla Gardenings“ anknüpfen wollen, wenn es darum geht zu erklären, was heute neu und anders geht. Und dazu kann man den Kontrast bilden zu der Autogerechten Stadt, zu regulierten und betonierten Flächen, Zum Verschwinden von Gartenflächen aus dem Stadtbild durch Überbauung mit Möbelhäusern, etc. In vielen Megastädten ist dieses moderne Urban Gardening denn auch eine Art Notwehr gegen eine unerbittliche Flächenversiegelung. Letztlich kann sich jeder die Definition nehmen, die ihm passt. Aus Sicht von Städten und offizieller Seite wird sicher das illegale Gärtnern, das Bepflanzen öffentlicher Flächen weniger gern gesehen, wenngleich es manchmal toleriert wird. All zu oft aber aus Prinzip bekämpft. Ein wichtiges gesellschaftliches Element sind die Gemeinschaftsgärten oder Community Gardens, der Aspekt, dass man gemeinsam gärtnert. Das ist für viele Leute in der heutigen Zeit eh bereits bedeutend, weil auch die Freizeit immer stärker segmentiert wird und dadurch die kontinuierliche Pflege von Gärten gar nicht mehr so einfach ist. Gemeinsam anbauen und gemeinsam ernten ist da eine gute Möglichkeit, wenngleich es dabei dann sehr darauf ankommt,sich gut abzustimmen. Wer tut wie viel und wer darf was ernten? Anders als z.B. nach dem Krieg besteht in Deutschland heute oft gar keine Notwendigkeit des Gärtnerns um zu überleben. Man gibt da lieber mehr Geld für Fertigprodukte aus, als selbst Monate an Zeit in Boden und Pflanzen zu investieren. Aber das eigene Gärtnern kommt wieder als Rückbesinnung und gerade weil Fertigprodukte  heute so omnipräsent sind, macht vielen das selber machen, selber kochen wieder mehr Spaß. Es ist allerdings in Deutschland keine Bewegung von Unten, es sind keine Armengärten und sie dienen meist nicht der Reduzierung von Armut.

Weiter zur Veranstaltung

Man hatte sich wirklich viel Mühe gegeben. Aber es war doch sehr durcheinander und weitläufig. Die ganzen Gartenprojekte kann man positiv betrachten. Das macht Spaß zu schauen, was sich da tut. Aber das Meiste ist eher selbstorganisiert und hat wenig mit der Kieler Stadtpolitik zutun. Hier noch eine kleine Auswahl weniger bekannter Beispiele:

Atelier Mümelade
Wenn ich es richtig verstanden habe bietet das Atelier (Kunst)-Workshops für Kinder. Am Sonntag waren das dann meine geliebten Samenbomben/Seedbombs. Ich habe mich da als Nicht-Kind aber mal nicht beteiligt.

Atelier Mümelade

Samenbomben bei Atelier Mümelade

Samenbomben bei Atelier Mümelade

Und Pilzzucht als SoLawi in Kronshagen („Genuss aus Kronshagen„):

Pilzzzucht aus Kronshagen

Bedarf an Austausch und Vernetzung besteht definitv. Bei manchen habe ich mich aber gefragt, wie die da reingeraten sind. Wie z.B. bei den netten Leuten von Jardinyo.de. Kann man ja alles machen, aber irgendwie passte so ein Startup nicht zu den sonstigen, eher unkommerzielle Aktivitäten.

Mein Eindruck war ein wenig, dass die Organisatoren mit der Aufgabe etwas überfordert waren und es daher nicht so ein rundes Event war, auch wenn es vielerorts nett war und gute Stimmung. Das lag aber nur daran, dass die Projekte und Leute selbst nett waren und einfach gemacht haben, wie auch z.B, der Jägersberg14 mit Waffeln von den eigenen Bäumen  und Flora Power Mate. 😉

Written by tlow

14. Juni 2015 at 20:33

#Katzheide: Auf eine Entscheidung kommt es an!

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katzheide2013Wie in einem Artikel in der Kieler Nachrichten beschrieben, versucht die Stadt Kiel jetzt zwar einiges, um das Nichtschwimmerbecken vielleicht fit zu machen. Aber die grundsätzlichen Entscheidungen wurden und werden nicht getroffen. Die entscheidende Frage ist: Will die Stadt Kiel Katzheide erhalten? Dazu gibt es leider ein klares Nein – und daher ist leider tatsächlich alles sowohl konkret als auch im übertragenen Sinne Flickwerk. Die derzeitigen Arbeiten stehen unter dem Vorzeichen, dass man Katzheide eben auf gar keinen Fall erhalten will. Sonst hätte man Reparaturen schon seit langem und umfangreicher angehen können und müssen.

Die Behauptung der Stadt, die Anlage ist insgesamt sei 60 Jahre, ist so nicht zutreffend, wurde Katzheide doch 1993/1994 von Grund auf instandgesetzt. Das sind dann gerade einmal 20 Jahre. Mit der Wahrheit nimmt es Herr Stöcken und die Stadt Kiel insgesamt offenbar nicht so genau.

Ich hatte am 4. Juni an Herrn Stöcken auch einige Fragen als Blogger geschickt. Doch sein Büro war nicht einmal in der Lage, eine abschlägige Antwort zu erteilen. Hier die Fragen:

Sie sollen gesagt haben, dass wenn Katzheide wieder im Sommer eröffnet,
die Schwimmhalle Gaarden (SHG) geschlossen wird. Gilt dies auch für den
Fall, wenn in Katzheide nur das Nichtschwimmer-Becken eröffnet wird?

Wenn nur das Nichtschwimmerbecken eröffnet wird, gilt dann trotzdem der
volle Eintrittspreis? Und falls nicht, wie planen Sie das zu berechnen?

In welchem Status befindet sich das Bürgerbeteiligungsverfahren für die
Nachnutzung des Katzheide-Geländes? Steht schon ein erster Termin fest
und in wie weit beeinflußt das eingereichte Bürgerbegehren diese
Bürgerbeteiligung aus Ihrer Sicht?

Alles wichtige Fragen. Die Kielerinnen werden überwiegend im Dunklen gelassen. Zunächst signalisiert man Ihnen von höchster Stelle aus sogar, dass die Rettung von Katzheide in Sicht wäre – und ein paar Wochen später sieht es ganz anders aus. Sie wollen das Bad einfach nicht. Weil es eine zu große Konkurrenz für das neu zu bauende Zentralbad darstellen würde. D.h. nicht die mangelnde Attraktivität, sondern die zu große Attraktivität von Katzheide ist das Problem!

Diese Verwirrungstaktik ist seitens der Stadt bereits bekannt. So hatte man ja auch die Prämierung es Siegerentwurfs für die Renovierung der Lessinghalle mit Foto in der Zeitung gefeiert. Erst später ist dann angeblich aufgefallen, dass der teuerste Entwurf dann doch zu teuer war.

Man weckt Hoffnungen, nur um sie dann zu zerstören. Dabei bat man gerade den Verein Katzheide. JA! genau die Fakten nicht öffentlich zu machen, die dann z.B, der OB selbst öffentlich streute und damit genau das tat, was man vorgeblich nicht wollte. Oder wollte man nur dem OB die Möglichkeiten bieten sich als Retter von Katzheide zu inszenieren?

Die derzeitigen Flickarbeiten stehen auf Dauer wahrscheinlich tatsächlich nicht im Verhältnis zu den Kosten. Aber nur deshalb, weil die Stadt nicht, wenn es denn nötig ist, bereit ist einfach das Geld für eine neue Folie auszugeben. So wie man es 2004 erst bei der Kinderplanschbecken im Werftpark getan hat (übrigens ohne große Diskussion). Dort hat man 134.000 € investiert, auch um das Ganze historisch korrekt wiederherzustellen.

Es ist schon sehr fraglich, warum die Stadt 27 Millionen für ein neues Bad ausgibt, 780.000 für eine Olympiabewerbung oder auch 134.000 € für ein kleines Planschbecken, jedoch dann bei einem beliebten Freibad, das eine ebenso wichtige Funktion erfüllt aus heiterem Himmel den Geldhahn ganz zudreht. Seltsamer weise scheint Katzheide ja 2014 noch so weit in Ordnung gewesen zu sein, dass man  es ohne Probleme die ganze Saison offen halten konnte. Insofern müssen sämtliche Schäden im Herbst/Winter 2014/2015 plötzlich entstanden sein. Es ist vielleicht nachvollziehbar, wenn manche Schäden durch unsachgemäße Pflege eines Bades  erst nach Jahren sichtbar werden, aber die Häufung der Fehler und auch das ständige Wechseln der Ursache für die Schließung bis hin zu der Aussage, dass es nach 2017 auch vollkommen egal ist, wie der technische Zustand des Bades sei und man an einer Schließung gar nicht mehr vorbeikäme. Man begründet also die Nicht-Wiedereröffnung 2015 mit technischen Problemen aber endet damit, dass diese langfristige völlig irrelevant sind. Da passt es wie die Faust aufs Auge, dass die technischen Problem wie gerufen kommen, um ein vorzeitiges Aus für Katzheide einzuläuten. Der dumme Bürger wird es schon nicht merken, wenn man das Wasser aus der Badewanne rauslässt, während der Hahn aufgedreht ist.

Was fehlt ist eben ein klares Bekenntnis der Stadt zu Katzheide. Das ist es, was viele BürgerInnen vermissen! Und nur deshalb gibt es auch ein Bürgerbegehren, weil die KielerInnen sich von Ratsversammlung und OB nicht richtig vertreten sehen!

Written by tlow

10. Juni 2015 at 23:18

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Ein neues Schmankerl der SPD Suchsdorf : „Das Vertrauen in die Stadtverwaltung ist gewachsen“

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Anemone Helbig lädt wieder zum Kultursalon in ihrem Wohnzimmer im Ellerkrug 35 ein. Diesmal am Sonntag, 07.06.2015, um 11:00 Uhr unter dem Motto „Poetry Slam trifft FKK-Frauenkaba-rett Kronshagen“. Aufgrund der begrenzten Platzzahl bitte bei Helbig anmelden, Telefon: 0431/#### oder #####,
######@spd-suchsdorf.de

Nur ein Auszug…

Mehr Lesen…

Written by tlow

10. Juni 2015 at 06:24

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