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#GaardenerBrücke: Wenn schon denn schon?

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Ein Kernproblem der Kieler Fahrradinfrastruktur ist, dass es keine vernünftige Ost/West-Verbindung gibt.

Die Gaardener Brücke ist nach wie vor nicht fertiggestellt. Und bisher ist es auch eine gemischte Rad/Fußbrücke.

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Ich mache jetzt mal einen sehr weitreichenden Vorschlag. Und zwar eine Fahrradbrücke vom Ostufer über die Förde bis zum Sophienblatt. An sich auch interessant zwar für Fußgänger, aber ich glaube wichtiger und besser wäre eine reine Fahrradbrücke. Wo man am Ostufer anfängt? Leider ist die Kante neben der Jugendherberge auch recht hoch gelegen (d.h. man muss erst ein mal die Johannesstraße hochradeln), aber wenn dadurch dann der Übergang auf das Westufer erleichtert ist, ist das vielleicht hinnehmbar.

Denn die bisherige Planung sieht für Fahrradfahrer*innen auch keine Lösung für den Bahnhofsvorplatz bzw. „Platz der Kieler Matrosen“ vor. Aber als zentrale Verbindung braucht es dringend einer schnellen Lösung. Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass Radfahrer*innen im Bereich Bahnhof sich nur irgendwie durchwurschteln. Das kostet wertvolle Minuten. Das die Landeshautpstadt hier seit Jahrzehnten nur mit den Schultern zuckt und keine Wege anbietet ist ein mittlerer Skandal.

Wie dann genau die Zu- und Abgänge gestaltet werden können, müsste man sich im Detail ansehen. Aber es gibt ein gutes Vorbild in Kopenhagen („Cykeslangen„), die ebenfalls für die Fahrradverbindungen einen Quantensprung gebracht hat. In Kiel sollte sie etwas höher gelegen sein, damit alle Schiffe drunter passen.

Written by tlow

6. Oktober 2018 at 09:07

KielerInnen mahnen gegen Folgen der Atomkraft

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Zwischen 600 und 700 KielerInnen fanden sich am 14. März auf dem Rathausplatz zu einem Mahnen an die Folgen der Atomkraft statt. Ausgegangen war die Veranstaltung aus zwei unabhängigen Initiativen von Privatleuten. Die eine ist der Montagsspaziergang, der bisher seit Dezember alle zwei Wochen an ungeraden Wochen gegen Atomkraft stattfand. Das andere war die Idee anläßlich der atomaren Zwischenfälle in Japan eine Mahnwache am Rathaus abzuhalten. Beide Initiativen koordinierten sich dann und so zog die eine Veranstaltung vom Bahnhofsvorplatz auf den deutlich gefüllten Rathausplatz, Allerdings sind die 1000 TeilnehmerInnen im Bericht der KN m.E. deutlich zu hoch gegriffen.

Leider haben ein Teilnehmer die Chance des Offenen Mikrofons dazu ergriffen ohne Abstimmung mit den VeranstalterInnen die Veranstaltung dadurch zu spalten, dass sie um ca. halb 7 eine Spontandemo zum Bahnhofsvorplatz ankündigten. Leider schlossen sich die Mehrheit der Wartenden dieser vollkommen planlosen und unsinnigen Aktion an.

Es geht nicht darum, ob eine Spontandemo nicht auch einmal Sinn machen kann. Aber doch bitte nicht ohne die Veranstalter – und denen damit die TeilnehmerInnen entführen für einen kurzfristigen politischen Effekt. Es zeigte sich dann doch auch wie sehr der Mensch ein Herdentier ist und so viele hinter diesen Demoanfängern hinterhertrotteten ohne nachzudenken.

Für kommende Veranstaltungen wäre es gut, sich da ein Konzept zu überlegen. Die japanischen Reaktoren werden uns sicher noch einige Monate beschäftigen. vielleicht finden sich da jetzt jede Woche oder alle 2 Wochen Menschen zusammen, die gegen Atomkraft demonstrieren oder auch den Japanern ihr Mitgefühl ausdrücken wollen. Das alles sollte seinen Raum haben, ohne das es ein Gegeneinander gibt.

Es kann gut sein, dass die Bürger hier in der nächsten Zeit regelmäßig ihren Druck über die Straße auf die Regierenden ausüben wollen. Wobei sich dieser primär auf Berlin richtet und nur in zweiter Linie gegen die Landesregierung. Die hat hier zwar die Atomaufsicht, aber damit auch nur begrenzte Möglichkeiten. Wichtiger wäre, dass im Bund andere Weichen gestellt werden.

Lustig war wie viele Parteien und Organisationen präsent waren. Meine Anerkennung gilt vor allem denen, die seit Jahrzehnten gegen Atomenergie auf die Straße gehen und denen, die seit Dezember das Thema in Kiel alle 2 Wochen wieder auf die Straße bringen und nun selbst von dem Erfolg überrannt wurden.

Also bei aller deutlicher Kritik an den Idioten, die dazwischenfunkten war es doch ein tolles Signal, dass so viele Kieler relativ kurzfristig bereit waren gegen AKWs zu demonstrieren oder auch sich mit den Japanern zu solidarisieren.

s.a. Ticker kielatom , kielatom Blog

PS: Fotos sind Creative Commons (siehe rechts unten in diesem Blog)

Weiteres:

Written by tlow

14. März 2011 at 23:28

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