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Bildungspolitik überbewertet

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Es ist schon erstaunlich, wie in der politischen Debatte immer wieder die Wichtigkeit von guter Bildung betont wird. Zum einen die schulische Bildung, aber auch die Hochschulbildung.

Fast alle politischen Kräfte meinen, dass Bildung das wichtigste Thema ist und hier am wenigsten gespart werden sollte. Im Gegenteil.

Die Logik dahinter ist die, dass Bildung Chancen auch für benachteiligte  Bevölkerungsanteile bietet. Vergessen wird dabei allerdings, dass Bildungschancen auch und besonders damit zusammenhängen wie die Einkommenssituation in einer Familie vorherrschen.

Die Politik ist Fan von Bildung, weil zum einen die Politikerkaste oft von Elitenbildung profitiert – und selber oft den Weg über Hochschulen eingeschlagen haben.  Zum anderen verspricht man sich Einspareffekte, weil Bildung als Kernhindernis für den Arbeitsplatzerwerb angesehen wird.

Im Hintergrund dieser Argumentation ist aber auch der Glaube zu erkennen, dass bei ausreichender Bildung jede/r seinen Arbeitsplatz finden wird. Also zum Teil eine Negierung eines strukturellen Problems. Bildung ist der Ort, an dem Politik meint am meisten Handlungspotential zu haben – und daher wird sich auf dieses Thema konzentriert.

Zu Unrecht, wie ich meine. Denn ich denke das Kernkompetenzen im bestehenden Bildungsangeboten gut vermittelt werden können. Bildung ist auch ein Lieblingsthema der Wirtschaft – Thema Fachkräftemangel. Man kommt hier m.E.also mehr ökonomischen Zwängen nach, als dass man wirklich beim Thema Bildung der Masse der Bevölkerung eine bessere Perspektive bieten würde wenn man gerade hier massiv investiert.

Written by tlow

3. Mai 2012 at 09:02

Albig will “nicht bockig” sein (Direkte Demokratie)

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Angetreten als Oberbürgermeister in Kiel, um Ralf Stegner im Land abzulösen – durch die vorgezogenen Landtagswahlen gezwungen, früh aus der Deckung zu kommen, ist Torsten Albig stets bemüht, sich als positive Projektionsfläche anzubieten. Das gelingt erstaunlich gut, obwohl er sich letztlich deutlich als Neoliberaler zu erkennen gibt – zum Beispiel, wenn er nicht bockig in der Ecke stehen will, wenn es um die kommunale Umsetzung der Bildungsgutscheine geht.

Written by tlow

12. Dezember 2010 at 10:04

AK Kritischer Studierender zu Studi Demo am 16.06.

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ich zitiere hier eine Mitteilung des LEISTUNGS_VERWEIGERUNGS_BLOC auf der Studi Demo am 16.10.2010.:

Für dieses Land keinen Finger krumm …
Für den kommenden Mittwoch wird von den AStAen Lübeck, Flensburg und Kiel eine Demonstration organisiert gegen die Sparpläne der schwarzgelben Regierungskoalition. Diese Sparpläne lassen weitgehende Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich erwarten. Vor allem die Universitäten in Flensburg und Lübeck sollen massiv verkleinert werden. An der Lübecker Uni soll der Studiengang Medizin sogar komplett eingestellt werden. Soweit so beschissen. An diesen Plänen gibt es auch nach unserer Sicht nichts Positives. Jedoch können die Begründungen für die Gegenaktionen nicht unkommentiert bleiben. So wird im Flyer „Uni-versenken … spielen WIR nicht mit“ mit dem Satz geschlossen: „Finger weg von der Zukunft Schleswig-Holsteins!“ – Soweit genauso beschissen. Wir sehen Bildung nicht als Möglichkeit sich selbst mit einer gehörigen Menge Humankapital zu befüllen um dann auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet mit dem Rest in den Ring steigen zu können. Bildungsproteste begreifen wir nicht als Protest für bessere Marktchancen und Arbeitsplatzgarantie.Sobald jedoch von einer Verminderung der zukünftigen Chancen im Zusammenhang mit Kürzungen im Bildungsbereich gesprochen wird, wird meist auch diese ökonomische Logik reproduziert. Die Angst vor der verlorenen Zukunft gekoppelt mit dem Bezug auf Region oder Nation, ist aber kein akzeptabler politischer Weg, sondern Anfang der politischen Widerlichkeiten. Statt einer politischen Analyse wird hier auf simple Identitätskategorien zurückgegriffen, um das Thema zu popularisieren und die Volksmassen zu bewegen.

… 30 Semester Minimum !

Wir wollen diesem regionalistischen Zukunftsgedöns einen Bildungsbegriff entgegenstellen, der Bildung vom Individuum her denkt und es nicht mit Verwertung verbindet, in (nationaler) Kollektivität erdrückt oder es im Ring des Lebens alleine boxen lässt. Wir stehen auf eine solidarische Gesellschaft in der sich alle nach ihren Bedürfnissen einbringen kann. Trotzdem gilt: Niemand möchte, dass die Unis in Lübeck und Flensburg beschnitten und/oder geschlossen werden. – Im Gegenteil viele Unis, ohne Zugangsbeschränkungen, überall – aber populistisch – regionalistische Bezüge, gepaart mit der Angst um die eigene Position im Verwertungsprozess und die Sorge um die deutsche Wirtschaft sind für uns keine politische Perspektive. Deshalb:

Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft – Leistungszwang verweigern – Für etwas Besseres als Schleswig Holstein !

Join the LEISTUNGSVERWEIGERUNGS- BLOC auf der Demo – 16.06.2010 14h Audimax Kiel * akkiel.blogsport.de ____ Ak kritischer Studierender

Am Mittwoch, 2. Juni Bildungsstreik in Kiel

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Am 2. Juni 2010 rufen wir, das Bildungsbündnis Kiel, erneut zum Bildungsstreik in Kiel auf. Da der bundesweite Bildungsstreik am 9. Juni wieder auf den Termin der mündlichen Prüfungen fällt, haben sie sich entschlossen vom bundesweiten Termin abzuweichen.

Bildungsstreik am 2. Juni

Das nächste Vorereitungs-Treffen des Bildungsbündnisses ist am 31. Mai.

Das Bildungsbündnis   Kiel    (BBK)   ist  ein    freier Zusammenschluss aktiver Menschen, die festgestellt haben, dass es mit der Bildungspolitik in Schleswig-Holstein und ganz Deutschland so nicht weitergehen kann. Das Bildungsbündnis Kiel hat sich im Oktober 2008 zur Vorbereitung des 1. bundesweiten Schulstreiks am 12.11.2008 gegründet.

Die Schulen sind unterfinanziert und Reformen wie die Profiloberstufe und G8 erhöhen den Leistungsdruck und schränken die Wahlfreiheit ein. Dagegen will das Bildungsbündnis am 2. Juni demonstrieren. Ab 10. 30 Uhr am Hauptbahnhof in Kiel

Written by tlow

30. Mai 2010 at 08:15

Zu den Forderungen der Kieler Studentinnen

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Nachzulesen seit Freitag abend im Blog der Besetzerinnen.

Da habe ich einiges an Kritik:

  • Nach 10 Tagen Besetzung ist das alles an Text?
  • Es fehlt der konkrete Adressat. Jede Forderung richtet sich an alle möglichen Stellen – so kann jede Stelle weiterhin auf die anderen verweisen.
  • Es fehlen Fristen, Schritte und konkrete Konsequenzen, die aus dem Nicht-Erfüllen folgen würden.
  • Es wird nicht  auf die angedrohte Räumung eingegangen. Heisst das, dass sie bleiben oder gehen?
  • Vieles ist viel zu schwammig formuliert
  • Der Freiraum auf Punkt 5 macht klar, dass euch der Freiraum unwichtig ist, den ihr gerade noch besetzt haltet. Mit dem Signal wird die Unileitung sicher die Räumung vornatreiben und  sich auch gerade an dem Punkt unnachgiebig zeigen.
  • Leider nur als Bild verfügbar und nicht als Text. Dadurch kein Weiterverbreiten und Auffinden durch Suchmaschinen möglich. Schade.
  • Insgesamt alles sehr schwammig formuliert.
  • Es fehlt der Ausblick, was danach kommt. Was ist mit der Räumung?

Bei dem Ergebnis sehe ich tatsächlich die Besetzung als mittel fraglich. Diese fünf Punkte hättet ihr auch am ersten Tag mal schnell zusammenschreiben können. Ich bin sicher das ganze war trotzdem mühsam und  ist auch nur deswegen so, weil es einen Kompromiss darstellt. Aber so ein Papier wird mit Sicherheit kaum ernst genommen. Ich denke wenn ihr sowas am Anfang rausgehauen hättet, dann könnte man das kaum kritisieren und wäre gespannt auf eine Ausarbeitung. Aber das ist ja jetzt die Ausarbeitung – und für den wissenschaftlichen Nachwuchs ganz schön mager.

Was in Kiel auch fehlte, was ich aus anderen Städten gehört habe, war der Versuch einer Solidarisierung mit anderen Teilen der Bevölkerung herzustellen. Ich denke nicht, dass das nicht noch in der Zukunft passieren kann, aber dazu müssten einiges an Scheuklappen abgelegt werden.

Written by tlow

28. November 2009 at 00:32

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