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Die Angst der dt. Autokonzerne vor Deutschland

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Es ist schon lustig anzusehen, was es für Ankündigungen der deutschen Autobauer für neuen Elektroautos gibt. Hier mal eine kurze Übersicht:

Mercedes-Benz EQC 400 als SUV wurde am 4. September in Schweden vorgestellt. Preis bisher unbekannt. Soll ab 2019 auf den Markt kommen. Ob das in Deutschland sein wird, habe ich nicht gefunden.

Audi e-tron all-electric. Soll ebenfalls 2019  auf den Markt kommen. Aber zunächst  nur in Norwegen.

BMW iX3. Soll 2020 auf den Markt kommen. U.a. in Norwegen.

Porsche Mission E („Taycan“). Soll 2019 auf den Markt kommen. Mal wieder in Norwegen.

Schon seltsam, oder? Vier deutsche Automobilhersteller, aber es sind eher die ausländischen Marken, die sich früher auf den deutschen Markt trauen.  Wann es überhaupt dann die Modelle in DE geben wird, steht also quasi noch etwas in den Sternen. Was steckt hinter dieser Angst?

Interessanter Nebenaspekt: Man argumentiert immer wieder die deutsche Autoindustrie benötige, dass es auf Autobahnen kein Tempolimit gäbe. Aber warum testen die Autobauer dann lieber in Skandinavien und veröffentlichen ihre Fahrzeuge auch lieber dort wo es Tempolimits gibt?

Written by tlow

11. September 2018 at 22:07

Warum #Elektromobilität keine Lösung ist

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Zur Zeit wird die Elektromobilität als große Lösung für die Mobilität der Zukunft gehypt. Allerdings hat sie diese Rolle aus verschiedenen Gründen nicht verdient.

  1. Die ersten Autos, die den Markt dominierten waren keine Autos mit Verbrennungsmotoren, sondern Elektromotoren. Eine verdrängte Geschichte Das an sich ist kein Argument. Aber es zeigt: Elektromobilität prägte die Vergangenheit und kann somit nicht Sinnbild der Zukunft sein.
  2. Elektromotoren haben diverse Vorteile wie z.B. die höhere Effizienz und keinen direkten Schadstoffausstoß. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass sie dennoch Energie benötigen und Teil des MIV (Motorisierter Individualverkehr) sind. Auch diese Energie muss produziert werden und die Autos werden individuell eingesetzt.
  3. Elektroautos lösen nicht das Problem der Parkplätze
  4. Elektroautos lösen nicht das Problem des nötigen Straßenbaus

Generell also: Elektroautos lösen einige Probleme, aber nicht die Mehrheit der Probleme. Als  Heilsbringer für die verkehrliche Zukunft taugen sie daher herzlich wenig. Mobilität in der Stadt muss daher anders gelöst werden. Dazu braucht es eine Abkehr althergebrachter Denkweisen, insbesondere die, das jeder ein Anrecht darauf haben muss mit seinem individuellen Auto an jeden Ort der Welt zu kommen. Das E-Auto wird sicher zu einem Großteil Benzinautos verdrängen. Man würde aber einen großen Fehler machen heute Elektroautos zu fördern, wie das jetzt umgesetzt werden soll.

Artikel wie der aktuell der von der SPD-Russee stellen somit einen veralteten Stand der Verkehrsplanung dar. Weder funktioniert Park&Ride so, wie sich das Planer vorgestellt haben oder immer noch umsetzen wollen, noch löst eine höhere Reichweite von E-Autos Probleme. Im Gegenteil. Eine höhere Reichweite von Autos wird immer dafür sorgen, das alternative Verkehrsträger wie die Bahn nicht so oft genutzt werden.

E-Autos stellen somit primär nur eine Scheinlösung unserer Verkehrsprobleme dar. Sie ändern nichts an der Notwendigkeit den MIV drastisch reduzieren müssen. Ihre Förderung jetzt könnte sogar ein dringend  nötiges Umschwenken verzögern und dafür sorgen, dass mehr Geld in den Straßenbau investiert werden muss statt in den Ausbau der Städte als Raum zum Leben. Wir dürfen nicht vergessen das jede Straße auch potentieller Raum zum Wohnen, für Gewerbe oder zur Naherholung ist. Und das Straßen den Druck erhöhen neues Bauland auszuweisen und Städte sich am Rand erweitern müssen. Große und breite Trassen könnten anders genutzt werden, wenn sie nicht mehr nötig sind. Straßen durchschneiden Stadtteile und schränken das Leben in der Stadt täglich erheblich ein.

Zum anderen: Die Vorteile der E-Autos als kleine, effiziente Stadtmobile hätten sie bereits vor Jahrzehnten spielen können. Der Druck, dass sie länger fahren können und schneller sind kommt vom Vergleich mit dem „normalen“ Auto. Für den Stadtverkehr wären viele Entwicklungen gar nicht nötig. Wir nehmen vieles heute als selbstverständlich war, die nicht selbstverständlich sein sollten. Wie z.B. die totale motorisierte Mobilität für jeden Einzelnen.Dieser Geist sollte gebrochen werden, um für Städte eine moderne Mobilität anbieten zu können. Dann würde vieles einfacher. Momentan können viele aber diese Alternativen nicht einmal denken und lehnen jede Änderung unseres generellen Mobilitätsverhaltens ab. Zukunftsweisend kann das aber  nicht sein!

Written by tlow

20. Mai 2016 at 04:04

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