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Kurzbericht von Demo am 30.6.

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3.500 DemonstrantInnen. Dominiert durch Fahnen von NGG und ver.di, die man aber kaum unterscheiden konnte. Ich habe wenig von Betroffenen selbst gehört.

Am Anfang

Fronttransparent von ver.di

Diktiert Fresenius-Geld bald die Krankenhauswelt

Einige DemonstrantInnen und die Perkussionisten

Das Transpi des Tages

Angenehm war, dass dieses mal die DGB-Gewerkschaften zusammenhielten und sich nicht wie oft auseinander dividieren ließen.

Albigs Auftritt war wie zu erwarten schwach. So ein Support vom Ministerpräsidenten wird natürlich gerne mitgenommen. Allerdings ist Albig selber ein großer Fan von Privatisierungen (Asset-Modell beim UKSH und ÖPP-Finanzierung).

Öffentlich vermutete er auch, dass die Manager bei Fresenius/HELIOS nicht wüssten, was sie tun. Dem widersprach auch eine weitere Gewerkschaftssprecherin, die im Gegenteil meinte, dass die Manager ganz genau wüssten, was sie tun.

Ich tendiere auch zu Letzterem. Diese Manager sind keine Anfänger. Sie wissen sehr genau was sie wollen, was ihre Ziele sind und wie sie sie erreichen. Es kann allerdings sein, das sie sich verrechnen. Diese Kriegserklärung gegen die gesamte Gewerkschaftsbewegung könnte auch nach hinten losgehen.

Solidarität aus Hamburg

Written by tlow

1. Juli 2012 at 01:34

Damp: HELIOS beharrt auf Kündigungen

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Was ist los bei HELIOS? Trotz offensichtlich illegaler Kündigungen (Betriebsrat nicht gefragt) läuft man mit dem Kopf gegen die Wand.  Nun hat man neben den DGB-Gewerkschaften Ver.di und NGG noch diverse PolitikerInnen auf den Plan gerufen (Albig, Nahles & Gabriel) und selbst die  FAU Kiel solidarisierte sich bereits.

HELIOS gehört zum Fresenius-Konzern. Der ist heute übrigens gerade mit der Übernahme des Rhöhn-Klinikums gescheitert. Weil der Konkurrent, die Asklepios-Kliniken,  zuvor Anteile kaufte und somit eine Mehrheit verhinderte.

In Damp geht es nicht um das Pflegepersonal, sondern um Angestellte der Zentralen Service Gesellschaft Damp mbH (ZSG).

Vor 20 Jahren war ich Zivildienstleistender (Zivi) in Damp. Mittlerweile gibt es auch keine Zivis mehr. Die Servicegesellschaft hatte die Service-Mitarbeiter ausgelagert (z.B. Reinigungskräfte, Wäsche, etc.). In Damp bestehen mehrere GmbHs, die sich gegenseitig Rechnungen stellen. Ein Steuersparmodell. Schön war Damp weder optisch noch von den Arbeitsbedingungen nie. Meine Erfahrungen beziehen sich in dieser damals größten Zivildienststelle Deutschlands auf Ostsee- und Rehaklinik. Es mag sein, dass HELIOS nun noch eine weitere Verschärfung der Arbeitsbedingungen einläutet. Vielleicht war der Normalzustand vor 20 Jahren noch traumhaft im  Vergleich zu heute und heute im Vergleich zu morgen.

HELIOS gibt sich unversöhnlich. Die Kündigungen sollen nicht zurückgenommen werden. 80 Prozent der ehemaligen Mitarbeiter (also ca. 1300 der 1000) soll eine Aufnahme in neuen Gesellschaften (dann wohl zu deutlich schlechteren Bedingungen). Man kann da nur abraten. Zum einen würde damit wohl bereits der Kündigung im Nachhinein zugestimmt, zudem würden sich die Mitarbeiter ohne Not auf deutlich schlechtere Bedingungen einlassen.

Politikern wie Albig wird da gerade auch etwas bange, gehörte HELIOS doch auch zu den Bietern für das UKSH. Wo man doch die Privatisierung als Allheilmittel für krankende Staatsbetriebe sieht. Die Angestellten des UKSH können sich dann auf ein ähnliches Vorgehen schon heute freuen.

Heute, 30.6. um 12 Uhr ist eine Kundgebung und Demonstration, die vor dem Gewerkschaftshaus in der Legienstraße beginnt!

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