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Unsere Welt (Kiel) ist hässlich #StreetArt

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Unsere Welt besteht aus Zeichen und Bedeutungen. Manche sind gesprochen und manche sind bildhaft. Man muss sich nur mal dort umsehen, wo man sich befindet:

Ihr sitzt jetzt vielleicht vor einem Computer oder Smartphone – oder ihr gehört zu denen, die sich Seiten ausdrucken?

Bei einem PC: Der Monitor hat einen Namen, die Bedienknöpfe Symbole und Lampen die unterschiedlich leuchten um einen Zustand zu kommunizieren. Dann die Tastatur und die Maus, die es uns auch erlauben Zeichen und Symbole und Gesten an den Computer zu übermitteln.

Oder das Smartphone: Früher mochten es Leute nicht, wenn man mit dem Finger Flecken auf den Monitor macht und heute muss man das machen, um das Phone zu bedienen. Der Drucker enthält auch Symbole zum Anschalten oder Fehler anzuzeigen.

Und dann, oh Gott: Ein Supermarkt oder ein Baumarkt: Alles Produkte, die mit bunten Bildchen voll sind und dazu noch viele Tags und Kleingedrucktes. Tagein tagaus konsumieren wir Zeichen und müssen diese Lesen und interpretieren können. Oder jemand lächelt uns von einer Plakatwand siegessicher an, weil eine Werbeexpertin sich sicher war: Die Leute kaufen dann die Zigarette. oder es wird nur ein dummes Auto abgebildet mit Felgen im Sonnenlicht auf menschenleeren Straßen (und natürlich kein Stau!?) – klar muss man das Kaufen, wer will schon im Stau stehen?

Dann Verkehrszeichen, Ampeln, Fernsehen, gesprochene Zeichen im Radio, noch mehr Werbung. Und die Regeln sind: Wer Geld hat, hat mehr Platz zu kommunizieren. Wo Geld fließt ist es gut. Was Geld gekostet hat ist Kunst.

Wer entscheidet über die Bedeutung eines Platzes oder Denkmals? Ist nicht eigentlich das Meiste in unserer modernen Welt hässlich?

(Fotos aus: Die verordnete Gemütlichkeit – Abgesang auf Spielstraße, Verkehrsberuhigung und Stadtbildpflege- Der gemordeten Stadt Teil II Angress/Niggemeier)

Früher waren zB industriell gefertigte Stuckelemente populär an Gebäuden. Ein heftiger Gegner davon war u.a. der Namensgeber der Muthesius Kunsthochschule Hermann Muthesius. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden nicht nur Menschen ermordet, sondern fand auch kulturell eine „Bereinigung“ statt, wie zB die „Entstuckung„. Und auch nach dem Krieg ging es weiter bis in die 60er Jahre hinein (vgl. dazu auch SPIEGEL Artikel aus 1964).

Was betrachten wir als schützens- und erhaltenswert und was ist hässlich oder eine „Verschandelung“? Ist das Wort „Verschandelung“ nicht eher im Nationalsozialismus groß geworden.

Heute werden Graffitis oder Tags häufig als Schmierereien bezeichnet, selbst von Linken. Das ist aber auch Nazisprache, dazu zur Entfernung von Wandmalereien von Charles Grodell durch die Nazis:

Es wird alles geschehen, um im Bereiche der Provinzialverwaltung die häßlichen Spuren zu tilgen, die hier und da die jüdisch irre geleitete sogenannte moderne Kunstrichtung hinterlassen hat. Mit Empörung habe ich in dem altehrwürdigen Goethetheater in Lauchstädt feststellen müssen, daß dieser durch unsern großen deutschen Dichter geheiligte Raum in abscheulicher Weise durch Schmierereien verschandelt worden ist, die mit Kunst nichts zu tun haben. Ich habe angeordnet, daß die Kulturschande sofort ausgelöscht wird. Die Arbeiten sind bereits im Gange. Die Bühnenumrahmung des Goethetheaters wird in der Form wiederhergestellt werden, die ihr Goethe gegeben hat. Erblicken Sie in diesem Akt der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes dieses geheiligten Raumes das Sinnbild dafür, daß der Nationalsozialismus alles Artfremde und Schlechte aus den Kulturstätten des deutschen Volkes restlos austilgt

Hier die Wandmalereien des Malers:

von www.gratis-in-berlin.de

Die Begriffe sind die gleichen und auch die Handlungsweisen sind ähnlich. Zitat aus einer Ausschreibung der Stadt Kiel zu Interventionistischer Kunst:

Die Landeshauptstadt Kiel lädt Kulturschaffende aus dem Stadtteil Kiel-Gaarden zur Teilnahme an einem Wettbewerb zur Projektentwicklung und –umsetzung interventionistischer Kunst im öffentlichen Raum in
Kiel-Gaarden ein.

Es ist schon erstaunlich, dass dieser Begriff noch immer verwendet wird. Im obigen Fall ging es sogar um Arbeiten zum Gedenken von Opfern rechter Gewalt. Auto Matthias Heine dazu in einem Interview der Deutschen Welle:

Wie kommt ein so modern klingender Begriff wie „Kulturschaffende“ auf Ihre Vokabelliste der NS-Sprachverdächtigen?

Er kommt dahin, weil das eindeutig ein Wort ist, das von den Nazis geprägt wurde: 1933, als die Reichskulturkammer gegründet wurde, kam im Zusammenhang mit der Berichterstattung und mit öffentlichen Appellen plötzlich das Wort „Kulturschaffende“ auf. Es wurde von Leuten, die der Schaffung der Reichskulturkammer positiv gegenüberstanden, und von Künstlern und „Kulturschaffenden“, die ihre nationalsozialistische Gesinnung bekunden wollten, geprägt und benutzt – vorher ist es nicht nachweisbar.

Es hat eine ironische Komponente, dass sich das Wort in die DDR gerettet und sich auch lange im linken westdeutschen Wortschatz – wahrscheinlich auf dem Umweg über die DDR – gehalten hat. Und wenn im letzten Jahr Künstler gegen vermeintlich rassistische Bestrebungen von Horst Seehofer protestiert haben und dieser Aufruf dann als Aufruf von so und soviel hundert Kulturschaffenden bezeichnet wurde, dann entbehrt das nicht einer gewissen Ironie, dass man unter einer Bezeichnung, die aus dem NS-Sprachgebrauch stammt, gegen das Aufkommen eines neuen Rassismus protestiert.

Schönheit unterliegt einem großen Wandel der Zeit. Man sollte sich aber auch dessen Bewusstsein, dass darüber mehr transportiert wird als nur eine Ästhetik. Gerade Beispiele in denen kostenlosen Graffitis durch Auftragsarbeiten ersetzt werden merkt man schnell, dass es sogar oft gar nicht um den Stil oder die Formen ankommt, sondern um den Kontext der Entstehung. Alles was einem offiziellen Programm entstammt wird gepflegt und geschützt. Auch wenn es ein Denkmal eines Kriegstreibers wie Bismarck ist. Auch Bismarck hätte die Sprayer verfolgen und einsperren lassen, genau so wie er das mit Sozialdemokraten gemacht hat.

Jemand der heute Stuck von einem Haus abhauen würde, würde man heute vermutlich festnehmen und anzeigen. Vor wenigen Jahrzehnten war das aber offizielle Politik und in Kiel sogar eine Kunsthochschule nach einem Stuck-Gegner benannt.

Etwas zu erschaffen bedeutet auch immer, etwas zu zerstören. Das ist im Grunde sogar in der Natur so. Wir kommen nicht daran vorbei. Allerdings ist es auf der menschlichen Ebene eben auch ein bewusster Prozess. Kein Wunder also, dass in Chikago der Hay Market (1.Mai) alle Spuren des Platzes beseitigt wurden. Dafür wurde ein Denkmal für einen Polizisten aufgestellt, dass auch mehrmals zerstört wurde. In Kiel verdrängte zunächst die Namensgebung der Nazis „Hindenburgufer“ die „Kiellinie„. Nun wurde es rückabgewickelt.

Oder die Vielzahl an Autos, die kostenlos in der Stadt ein Zeichen setzen können. Wir können ihnen nicht ausweichen. Sie dominieren das Straßenbild. Aber wenn jemand anderes etwas auf einem Parkplatz stellen will ist das eine „Sondernutzung“ . Was ist „normal“ und was ist „nicht-normal“? Was ist ohne Genehmigung legal und was ist ohne Antrag oder Anmeldung illegal? „Genehmigt“ ist eben „genehm“ oder von Wenigen „gewollt“. Parken ist oft genehm, aber Bauwägen zum Wohnen auf Parkplätzen ist nicht genehm.

Daraus ergibt: Sich das Unangehme oder Unangepasste gehört zu einer demokratischen und offenen Gesellschaft. Der Müll zB ist die Kehrseite einer Gesellschaft, die ohne Grenzen konsumiert und dabei Müll produziert. Die Obdachlosen sind ein Ergebnis der Verknappung von sozialem Wohnraum. Manches will man sehen, manches nicht. man steht zwar zur Politik, aber nicht zu ihren Folgen.

Graffiti ist auch eine Reaktion auf den allumfassenden Zeichensalat und auf kalte Architektur und auf das Mitteilungsbedürfnis der Menschen. Alles was wir nicht verstehen und uns nicht zu eigen machen können, empfinden wir schnell als hässlich oder störend. Das IDealbild einiger Menschen ist eine Dorfidylle, wie sie im Katalog von „Unser Dorf soll schöner werden“ passt.

Written by Thilo

27. August 2020 at 10:25

Veröffentlicht in Bürgerbeteiligung, Kultur

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Stencil Privatgrundstück Sky Knooper Weg

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Written by Thilo

5. Mai 2013 at 19:40

Veröffentlicht in Allgemein, Foto, Kultur

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Artikel zu Graffiti in Kiel

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Written by Thilo

23. Juli 2010 at 13:00

Veröffentlicht in Kultur, Soziales

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Eklat bei Auftaktveranstaltung zu „Mehr Begeisterung für Kommunalpolitik wecken“

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50.000 Euro werden bis 2013 bereitgestellt, um den Bürgern mehr Begeisterung für die Kommunalpolitik zu vermitteln (siehe Vorlage 0809/2009
Betreff: ). Am vergangenen Freitag fand eine Veranstaltung im Rathaus statt, die auch und im besonderen Jugendliche ansprach. die Ratsfraktionen, der SSW, einige Stiftungen und der Kieler Jugendring sollten sich vorstellen. So weit so gut.

Obgleich die Stadt seit Jahren Hip Hop-Kultur bekämpft (Verfolgung von Graffiti-Künstlern) hatte man sich bemüht diese nun zumindest in ihren anderen Spielarten (wie dem Breakdance) ins Rathaus als Begleitprogramm einzuladen. Etwas widersprüchlich diese Politik, aber das soll nicht Thema dieses Artikels sein.

Thematisieren möchte ich zum einen die Stiftungsauswahl, die stattgefunden hat. Denn diese waren die CDU-nahe Herrmann Ehlers Akademie, die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung und die Linken-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung. Dadurch  waren diese drei Parteien praktisch doppelt vertreten.

Nun war neben den Fraktionen aber auch explizit der SSW eingeladen – der keine Fraktion bildet. Andere Parteien, die nicht im Rathaus vertreten sind, wie die Freien Wähler jedoch nicht. Offenbar aus diesem Grund wurde dann auch Herrn Gutsche und der NPD ein offizieller Stand eingeräumt (zwischen CDU und Kieler Jugendring, wenn ich es richtig gesehen habe). Das bedeutet, dass die Kieler Steuerzahler unter dem Motto „Mehr Begeisterung für Kommunalpolitik wecken“ jetzt mitfinanziert haben, dass die NPD unter Jugendlichen und im Rathaus um Wähler werben konnte. Soviel ich weiss war den anderen Fraktionen dieser Umstand zuvor nicht bewusst. Ich frage mich nur, was für Laien da bei den Vorplanungen am Werke waren. Denn natürlich dürfen diese auf keinen Fall der NPD ein Podium bieten, wie es am 23.4.2010 geschah!!

Man hätte dies auch sehr einfach unterbinden können vermute ich, wenn man von vorne herein nur den Kieler Ratsfraktionen einen Stand zugesichert hätte. Aber offenbar wolle die Kieler Kooperation aus GRÜNEN und SPD unbedingt dem SSW eine Möglichkeit zur Darstellung geben und hat dadurch der NPD die Tür geöffnet.

Also was die Vorplanung betrifft, so muss man konstatieren, dass es schlechter nicht hätte geplant sein können: Eine einseitige Auswahl an Stiftungen und dem Faschismus die Türen geöffnet und das alles bezahlt vom Steuerzahler. Dies sollte deutliche Konsequenzen zeitigen! So etwas darf auf diese Art nie wieder vorkommen!

S.a. Nazi-Veranstaltung im Eckmann-Speicher

Written by Thilo

25. April 2010 at 00:05

Zwischenbericht Juni 2009 von KLARSCHIFF KIEL

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KLARSCHIFF KIEL ist eine Kampagne gegen Graffiti-Kunst im Kieler Stadtraum. Ich zitiere aus dem Zwischenbericht (Vorlage 0486/2009), der morgen im Kieler Innen- und Umweltausschuss vorgelegt wird:

Anfang 2002 wurde aufgrund einer Initiative der Polizei und der Stadt Kiel das Bündnis KLAR SCHIFF mit dem Ziel gegründet, der zunehmenden Verschandelung des Stadtbildes in Kiel durch Farbschmierereien entgegenzutreten. Dem Bündnis gehörten im Laufe der Jahre bis zu 40 wechselnde Partner, vor allem aus der Wohnungswirtschaft, an. Auch die Umlandgemeinden Altenholz, Kronshagen und Flintbek sind KLAR SCHIFF beigetreten. Die Koordination der Aktivitäten des Bündnisses lagen bei der damaligen Polizeiinspektion Kiel (heute Polizeidirektion Kiel) und der Stadt Kiel, hier federführend beim Amt für Wohnen und Grundsicherung.

Hauptbetätigungsfeld von KLAR SCHIFF waren von Anfang an eine aufklärende Öffentlichkeitsarbeit, eine Präventionsarbeit an den Kieler Schulen sowie die Beseitigung von illegalen Graffiti im Stadtgebiet. Letzteres beinhaltet u.a. die Eigenverantwortlichkeit der Partner (insbesondere der Stadt in ihrer Vorbildfunktion) für die umgehende Entfernung von Farbschmierereien an ihren eigenen Gebäuden und Objekten.

Darüber hinaus wurden in den Jahren von 2002 bis 2006 mehrere große Reinigungsaktionen in verschiedenen Stadtgebieten (z.B. Ravensberg, Pries-Friedrichsort, Gaarden-Ost) mit unterschiedlichem Erfolg durchgeführt. Dabei wurden von einem gemeinsamen Team der Polizei und des Amtes für Wohnen und Grundsicherung die von Graffiti betroffenen Gebäude vor Ort im jeweiligen Bereich festgestellt und danach die Eigentümer/innen der Häuser ermittelt und angeschrieben (allein in Gaarden-Ost z.B. über 230). Nach einigen Wochen erfolgten dann von dem gleichen Team eine bzw. mehrere „Erfolgskontrollen“. Die Eigentümer/innen der bis dato noch nicht gereinigten Gebäude wurden dann erneut kontaktiert. Dies erforderte einen ungeheuren Personal- und Zeitaufwand, der mittlerweile sowohl von der Stadt als auch von der Polizei nicht mehr zu leisten ist.

Hauptbetätigungsfeld von KLAR SCHIFF ist mittlerweile der äußerst wichtige Präventionsunterricht an Kieler Schulen. Der Unterricht wird jeweils gemeinsam von einem fachlich versierten Sozialpädagogen und einem Polizeibeamten/einer Polizeibeamtin durchgeführt. So wurden in den Jahren 2006 bis 2008 an insgesamt 19 Kieler Schulen und Berufsschulen Unterrichtseinheiten in den 7. bis 9. Klassen durchgeführt. Das Programm wird auch 2009 – wiederum mit finanzieller Unterstützung des Kieler Rates für Kriminalitätsverhütung – intensiv fortgesetzt. In Überlegung ist zudem, wenn die Kapazitäten dies zulassen, eine Ausweitung des Unterrichts auf 5. und 6. Klassen.

Die Aktivitäten und die Struktur des Bündnisses KLAR SCHIFF werden nach wie vor bundesweit von anderen Städten und Gemeinden sowie Polizeien nachgefragt. So war zum z.B im August vergangenen Jahres der zuständige Ordnungsdezernent der mecklenburgisch/vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin zu einem Informationsgespräch in Kiel.

Adolf Martin Möller
Stadtrat

Was soll uns dieser Bericht nun sagen. Oder besser was fehlt hier?

  1. Es fehlen konkrete Vergleichszahlen: Wie hat sich Anzahl und Umfang von Graffiti tatsächlich verändert? Die Stadt gibt jedes Jahr viel Geld aus – die Frage ist nun, ob die Strategie erfolgreich war und tatsächlich weniger Graffiti entsteht oder ob die Fallzahlen gleichgeblieben oder etwa gar gestiegen sind. Das diese Zahlen fehlen deutet darauf hin, dass dem wohl so ist.
  2. Die Begrifflichkeit „Farbschmierereien“ ist unsachlich, da Graffitis gesprüht und nicht geschmiert werden. Dadurch sollen Vorurteile geweckt  und von einer sachlichen Argumentation abgelenkt werden.
  3. Es fehlen konkrete Zahlen zu den Kosten.
  4. Der Satz „Hauptbetätigungsfeld von KLAR SCHIFF ist mittlerweile der äußerst wichtige Präventionsunterricht an Kieler Schulen.“ deutet auch darauf hin, das die konkrete Bekämpfung bislang nicht zielführend war und man sich von einem Strategiewechsel mehr erhoffte.

Entscheidende Frage ist also: War die Nulltoleranz-Politik gegenüber Graffiti erfolgreich (wäre z.B. eine Abnahme von neuen Graffiti um 15-20 % im Vergleich zur Zeit vor KLARSCHIFF KIEL). Ansonsten würde ich diese Aktion als teures Hobby des „Amtes für Wohnraumsicherung“ bezeichnen. Hat die Kieler Polizei sonst keine Probleme mit echter Kriminalität?

Bei aller Liebe, so handelt es sich denn bei Farbkleksen, wenn man es denn überhaupt kriminell betrachten will, nicht um Gewalt, Raub oder etwas anderes schlimmes, sondern allenfalls aus Sicht mancher Erwachsener um fehlgeleitete Energien von Jugendlichen, die auf diese Art ihrer Kreativität Ausdruck verleihen möchten. Deswegen sollten die Mittel zur Bekämpfung dem Problem angemessen sein. Insbesondere in einer Zeit, in der die Haushaltslage der Stadt Kiel zunehmend angespannt ist, sollte man sich keine Extra-Propaganda-Abteilung in Kieler Rathaus halten.

Written by Thilo

9. Juni 2009 at 01:36

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