KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel & Schleswig-Holstein seit 2009

Posts Tagged ‘Hans-Peter Bartels

#Gaschke übernimmt volle Verantwortung, oder auch nicht?

leave a comment »

Formal soll Frau Gaschke die volle Verantwortung für den Steuer-Deal übernommen haben. Das würde aber bedeuten, dass sie bewusst gelogen hat, als sie Albig und die Kommunalaufsicht beschuldigte kein faires Verfahren ermöglicht zu haben. Gerade dann aber, wenn sie 100% der Verantwortung für die Entscheidung trägt, fragt man sich, warum sie dann in dem aktuellen Schreiben an die Rathauskooperation (SPD,GRÜNE,SSW), aus dem DIe KN zitiert schreibt:

Wenn alles zusammengetragen ist, wird es an die Bewertung von Handlungen und Verantwortlichkeiten gehen.

Außerdem zeugt der Brief wenig von ihrer eigenen Einsicht, als das er die Aufforderung enthält sich an ihre Seite zu stellen und gegen die FDP (die offenbar auch Mitschuld trägt an dem Steuerdeal?). Gaschke scheint stets bemüht Mitschuldige zu finden und ins Boot zu ziehen. Vielleicht eine gangbare Überlebensstrategie.

Jedenfalls lässt der Brief an dem eben angeblich gefunden Kompromiss erste Zweifel aufkommen, denn aus Gaschkes Sicht sind noch nicht bereits alle Schuldigen mit im Boot. Aber bereits rein rechnerisch gibt es bei 100% nichts mehr zu addieren. Gaschke trägtr zudem nicht nur die alleinige Verantwortung für die Eilentscheidung im Steuerdeal, sondern auch die Schuld an sämtlichen Porzellan, dass sie zerbrochen hat. Das Spitzentreffen belegt in seiner Zusammensetzung zudem, dass es seitens Bartels wohl tatsächlich eine Form der Nötigung gegeben haben muss. Warum sonst wäre er zu einem Treffen erschienen, wenn er mit der ganzen Sache nichts zu tun gehabt hätte?

Die KN kommentiert u.a. mit dem Schlagwort „Burgfrieden„. Wes wird sich zeigen, wie lange diese „Strategie“ trägt.

Written by tlow

8. Oktober 2013 at 09:44

Gaschke: Vermutung bestätigt

leave a comment »

Hans-Peter Bartels

Hans-Peter Bartels (Photo credit: SPD-Schleswig-Holstein)

So schnell wurde eine Vermutung, die ich in diesem Blog äußerte noch nie bestätigt: Ich schrieb:

4. Meine freie Interpretation des Konfliktes ist eher, dass Gaschke erwartet hat, dass Albig in ihrem Sinne Einfluss nehmen würde, da er selber mit im Boot sitzt, sollten insgesamt Fehler passiert sein. Denn Albig war ja der unmittelbare Vorgänger.

Das ist nun mit der Anzeige wegen Nötigung gegen Sie und ihren Ehemann im Ansatz bestätigt. Innenminister Breitner äußerte sich dazu auf einer Pressekonferenz.

Der Kommentar der Kieler Nachrichten heute klingt bereits wie ein Abgesang. Interessanter Nebeneffekt: Immer weniger ist dieser Konflikt parteipolitisch einseitig bewertet. Natürlich ist es für die Opposition ein gefundenes Fressen, aber die Kritik an Gaschke aus der eigenen Partei ist teilweise noch heftiger.

Es gab im Vorfeld bereits bei der Kandidatur Gaschkes Bedenken, weil ihr Ehemann Peter Bartels für die SPD seit vielen Jahren  Bundestagsabgeordneter für Kiel ist. So viel Macht in einer einzigen Familie konzentriert war bedenklich. Und gerade ist es an genau dieser Schnittstelle der Kritik dazu gekommen, dass die Familie Gaschke/Bartels ihre Macht offenbar missbrauchte. Etwas erstaunlich ist die Naivität mit der hier politische Macht ausgeübt wird und wurde. Da wird nicht  nach links oder rechts geschaut und gradlinig auf den eigenen Machterhalt gezielt. Welche Kollateralschäden sich dabei ergeben oder Gesetze übertreten, scheint dabei wenig oder gar keine Rolle zu spielen.

Written by tlow

2. Oktober 2013 at 06:34

SPD stellt Ihre Kandidatin vor

with one comment

Susanne Gaschke

Susanne Gaschke

Die SPD hat heute entschieden, die Zeit-Journalistin Susanne Gaschke als Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin aufzustellen.

Auffällig ist u.a., dass sie mit dem in Kiel überaus unbeliebten SPD-Bundestagsabgeordneten (Betonkopf) Hans-Peter Bartels verheiratet ist. Da denke ich natürlich gleich an Familien-Seilschaft und Korruption.

Die SPD hatte vier KandidatInnen im Rennen – einer davon ein parteiloser Marineoffizier Kaack, den man offenbar nur aufstellte, damit er Werbung für die Marine machen konnte.

Hier ihre Bewerbungsrede:

In Gaarden (offenbar die gleiche Rede wie heute) hatte sie, hör- und sehbar via Offenen Kanal, es als falsch bezeichnet ein „Kleinod“ wie das Freibad Katzheide aufzugeben. Gleichzeitig sprach sie sich fürs Zentralbad aus. Wie das beides zusammengehen soll, könnte sie mal näher erläutern. Interessanterweise hat sie den Satz zu Katzheide im Westen weggelassen. Ein Hinweis darauf, dass sie in Gaarden den Leuten etwas nach dem Mund geredet hatte?

Übrigens wei sie meinte sie können Kommunikation: Sie hat bisher weder Facebook noch Twitter-Account, so weit ich das sehen konnte. Bei Facebook denke ich ja auch: Muss nicht sein, zwiespältige Sache – aber mindestens Twitter sollte man nutzen, wenn man meint man könne Kommunikation im Jahre 2012.

Hier übrigens einer ihrer letzten Artikel in der ZEIT „Adieu, Kapitalismus„, vom 2.8.2012.

Die Gegenseite (CDU) wird Gert Meyer ins Rennen schicken. Das könnte doch ein interessanter Wahlkampf werden – oder besser gesagt – vielsagend.

Die GRÜNEN schicken Andreas Tietze (MDL) ins Rennen. Also doch kein Todesgrün.

Written by tlow

12. August 2012 at 14:32

%d Bloggern gefällt das: