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OpenMail an #HolsteinKiel: Gehts noch?

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Diese Mail ging heute an Holstein Kiel (Herrn Nawe) raus:

Sehr geehrter Herr Nawe,

wie aus Medienberichten zu erfahren war (s.a SHZ-Bericht http://www.shz.de/lokales/kiel/diskriminierung-geburtsort-entscheidet-ueber-stadion-platz-id7249751.html), hat Holstein Kiel beim Kartenverkauf den Geburtort von Fußballfans als Kriterium herangezogen. Geschäftsführer Schwenke geht davon aus, dass „Ostdeutsche generell gewaltbereiter seien“.  Dies ist eindeutig eine Diskriminierung und zudem ein plumpes Vorurteil. Ganz angesehen davon, dass plötzlich Fußballfans, die in Ostdeutschland geboren wurden und seit Jahrzehnten in Kiel wohnen plötzlich nicht mehr die Spiele ihrer Manschaft live vor Ort beiwohnen dürfen. Da stellt sich die Frage, ob diese Praxis auch in Zukunft beibehalten werden soll. Plädiert ihr Verein auch dafür, dass Westdeutsche im Osten ausgesperrt werden? Sollen in Zukunft Spiele nur noch von einheimischen Publikum bewundert werden? Diese Fragen sind sicher überspitzt, aber aufgrund der gravierenden Maßnahmen, die vielfach Kopfschütteln ausgelöst haben sicher gerechtfertigt.

Diese Mail wird als „OpenMail“ auf meinem Blog veröffentlicht und ich würde ihre Antwort auch dort veröffentlichen, es sei denn sie ziehen es vor dort selbst als Antwort einen Kommentar zu schreiben.

Gruß,
Thilo Pfennig (geboren in Eckernförde, falls das relevant ist)
http://www.kielkontrovers.com
Politblog aus Kiel

 

 

Written by tlow

29. Juli 2014 at 06:21

Breitensport vs. Spitzensport ?

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Die Kieler Kooperation betont in ihrem Kommentar zum Haushalt „Spitzensport und Breitensport liegen für uns auf gleicher Augenhöhe.“ und verweist auf ihre Investitionen von 860.000 € in beiden Bereichen. Allerdings ist es doch bedenklich, wenn die Stadt Kiel so viel Geld für das Heimatstadion eines einzigen kommerziellen Sportvereins (Holstein Kiel) ausgibt – und man ist auch noch stolz darauf. Wieviele Kieler sind wirklich Fans von Holstein Kiel. Insbesondere wirkt dies ganze zynisch in Anbetracht dazu, wie man bei den Kieler Bädern den Rotstift ansetzt. Und wenn man weiss, dass die Stadt Kiel bereits 2006 1 Millionen Euro in das Stadion investierte (Quelle: Wikipedia).  Man muss also klar konstatieren, dass  hier seitens der Stadt Kiel eher eine Priorität gelegt wird für einen kommerziell orientierten Verein die Rechnungen zu bezahlen als für die breite Bevölkerung Sportmöglichkeiten zu erhalten. Hier Augenhöhe zu behaupten ist eher Sand in die Augen der Bevölkerung zu streuen. Denn vergleichbar wären die Investitionen nur dann, wenn diese auch in der Breite ebenso zu finden wären. Auffällig bei dem Haushaltsentwurfe eben auch, dass die Kooperation ihre Investitionen in den Breitensport lobt, aber die gesamte Bäderlandschaft thematisch ausklammert – auch kein Wort über das Zentralbad. Offenbar schämt man sich für die eigenen Pläne?

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