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#UrbanGardening Veranstaltung in der #AlteMu 14. Juni

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Etwas gewöhnungsbedürftig war die Veranstaltung „Rund Beet Kiel“ am 14 Juni in der „Alten Mu“ (=ehem. Räume der Muthesius Kunsthochschule). Angefangen mit dem Auftritt des großen Zampano Peter Todeskino die kaum bis gar keinen Sinn ergab. Man wusste nicht, ob er nun provozieren wollte oder nur unglücklich formulierte, wenn er die Kieler Urban Gardening Projekte als „nette Stolpersteine“ in Kiel bezeichnete.

Todeskino_Rundbeet

Peter Todeskino (rechts) eröffnete das Event

Aber so geht einem das häufig, wenn man Politikern mal richtig zuhört. oft eine Aneinanderkettung von Worten ohne viel Sinn. Das toppte dann auch die folgende Rednerin Dr. Karen Meyer-Rebentisch, die in ihrem Vortrag mehrfach zwischen „Urban Gardening“ sei etwas „ganz Neues“ und „nichts Neues“ hin und herwechselte, das einem ganz schwindlig wurde.

Wie man auf dem Foto sieht, beschäftigten sich die Leute dann lieber mit ihren Handies, weil der Vortrag doch sehr lange dauerte und auch keinen Kiel-Bezug hatte.

Wie man auf dem Foto sieht, beschäftigten sich die Leute dann lieber mit ihren Handies, weil der Vortrag doch sehr lange dauerte und auch keinen Kiel-Bezug hatte.

Ich assozierte dazu die Paris-Erzählung von Helge Schneider:

Was ist eigentlich Urban Gardening und wann hat es nun wirklich angefangen?

Da kann man verschiedene Punkte nehmen. Manche sagen bereits im antiken Ägypten habe man in den ersten Städten bereits Prinzipien des Anbaus von Obst, Gemüse und Kräutern genutzt. Dann natürlich die neulich hier schon beschrieben Gartenstadt-Bewegung (20er Jahre), oder auch eher mit dem Schwerpunkt Guerilla Gardening Anfang der 70er Jahre aus den USA kommend. Auch Elemente der Permakultur spielen eine Rolle, wo es meist um höheren Ertrag auf geringer Fläche geht und die Nutzung der vorhandenen Elemente (ob nun innerhalb oder außerhalb von Städten). Oder mit dem Satz „Alles Gärtnert“ könnte man auch sagen, dass wesentliche Elemente auch schon vor und ohne den Menschen stattgefunden haben. Kurz gesagt: Urban Gardening ist weder neu, noch etwas besonderes. Am ehesten würde ich die heutige Definition eher an den Begriff des „Guerilla Gardenings“ anknüpfen wollen, wenn es darum geht zu erklären, was heute neu und anders geht. Und dazu kann man den Kontrast bilden zu der Autogerechten Stadt, zu regulierten und betonierten Flächen, Zum Verschwinden von Gartenflächen aus dem Stadtbild durch Überbauung mit Möbelhäusern, etc. In vielen Megastädten ist dieses moderne Urban Gardening denn auch eine Art Notwehr gegen eine unerbittliche Flächenversiegelung. Letztlich kann sich jeder die Definition nehmen, die ihm passt. Aus Sicht von Städten und offizieller Seite wird sicher das illegale Gärtnern, das Bepflanzen öffentlicher Flächen weniger gern gesehen, wenngleich es manchmal toleriert wird. All zu oft aber aus Prinzip bekämpft. Ein wichtiges gesellschaftliches Element sind die Gemeinschaftsgärten oder Community Gardens, der Aspekt, dass man gemeinsam gärtnert. Das ist für viele Leute in der heutigen Zeit eh bereits bedeutend, weil auch die Freizeit immer stärker segmentiert wird und dadurch die kontinuierliche Pflege von Gärten gar nicht mehr so einfach ist. Gemeinsam anbauen und gemeinsam ernten ist da eine gute Möglichkeit, wenngleich es dabei dann sehr darauf ankommt,sich gut abzustimmen. Wer tut wie viel und wer darf was ernten? Anders als z.B. nach dem Krieg besteht in Deutschland heute oft gar keine Notwendigkeit des Gärtnerns um zu überleben. Man gibt da lieber mehr Geld für Fertigprodukte aus, als selbst Monate an Zeit in Boden und Pflanzen zu investieren. Aber das eigene Gärtnern kommt wieder als Rückbesinnung und gerade weil Fertigprodukte  heute so omnipräsent sind, macht vielen das selber machen, selber kochen wieder mehr Spaß. Es ist allerdings in Deutschland keine Bewegung von Unten, es sind keine Armengärten und sie dienen meist nicht der Reduzierung von Armut.

Weiter zur Veranstaltung

Man hatte sich wirklich viel Mühe gegeben. Aber es war doch sehr durcheinander und weitläufig. Die ganzen Gartenprojekte kann man positiv betrachten. Das macht Spaß zu schauen, was sich da tut. Aber das Meiste ist eher selbstorganisiert und hat wenig mit der Kieler Stadtpolitik zutun. Hier noch eine kleine Auswahl weniger bekannter Beispiele:

Atelier Mümelade
Wenn ich es richtig verstanden habe bietet das Atelier (Kunst)-Workshops für Kinder. Am Sonntag waren das dann meine geliebten Samenbomben/Seedbombs. Ich habe mich da als Nicht-Kind aber mal nicht beteiligt.

Atelier Mümelade

Samenbomben bei Atelier Mümelade

Samenbomben bei Atelier Mümelade

Und Pilzzucht als SoLawi in Kronshagen („Genuss aus Kronshagen„):

Pilzzzucht aus Kronshagen

Bedarf an Austausch und Vernetzung besteht definitv. Bei manchen habe ich mich aber gefragt, wie die da reingeraten sind. Wie z.B. bei den netten Leuten von Jardinyo.de. Kann man ja alles machen, aber irgendwie passte so ein Startup nicht zu den sonstigen, eher unkommerzielle Aktivitäten.

Mein Eindruck war ein wenig, dass die Organisatoren mit der Aufgabe etwas überfordert waren und es daher nicht so ein rundes Event war, auch wenn es vielerorts nett war und gute Stimmung. Das lag aber nur daran, dass die Projekte und Leute selbst nett waren und einfach gemacht haben, wie auch z.B, der Jägersberg14 mit Waffeln von den eigenen Bäumen  und Flora Power Mate. 😉

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Written by tlow

14. Juni 2015 at 20:33

Gutachter wirbt für #MöbelKraft-Ansiedlung

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264.000 m² Gründfläche für Kiel und 68 geschützte Arten. Grüner Daumen hoch! (Werbebotschaft von Detlef Hammerich)

246.000 m² Gründfläche für Kiel und 68 geschützte Arten. Grüner Daumen hoch! (Werbebotschaft von Detlef Hammerich)

Helge Hildebrandt (sozialberatung-kiel.de) wies mich in einem Kommentar darauf hin, dass der Gutachter („Detlef Hammerich“), der für die Stadt Kiel das artenschutzrechtliche Gutachten zur Ansiedlung erstellt hat, identisch ist mit einer Person, die  für die Möbel Kraft-Ansiedlung wirbt.

Auf Anfrage teilte Herr Hammerich mir mit, dass er kein Geld von Möbel Kraft erhalten habe, und dass er damit zum Ausdruck bringen möchte,

„dass wir dafür Sorge tragen werden, dass alle arten- und naturschutzrechtlichen Anforderungen, die sich aus der Möbel-Kraft-Planung ergeben, auch nach bestem Wissen erfüllt werden.“

 

Im Fazit des Gutachten städtbauliche udn räumliche Analyse zum Ansiedlungsvorhaben Möbel Kraft(PDF) steht aber auch:

Aus landschaftsplanerischer Sicht stellt der Untersuchungsraum eine wichtige Schnittstelle zwischen dem vorstädtischen Landschaftsraum und den innerstädtischen Bereichen der Stadt Kiel dar. Eine wichtige Hauptwegeverbindung des Freiraumverbundes verläuft über die Fläche.

Durch den Verlust von Kleingärten ergeben sich Auswirkungen auf die Naherholung und den Biotopverbund.

aber

Sofern jedoch gewisse städtebauliche, freiraumplanerische und gestalterische Vorgaben bei der Planung des Vorhabens beachtet werden, kann sich das Vorhaben verträglich in den Stadt- und Landschaftsraum einfügen.

Zuvor steht dort auch:

„Im Zuge der Umsetzung des Vorhabens Möbelmarktzentrum wird es zu einem Verlust von Grünflächen und Vegetationsbeständen sowie zu einer erheblichen Zunahme des Versiegelungsgrades im Plangebiet kommen.“

 

Man muss denke ich zwei Aspekte bedenken:

  1. Jedes Bauprojekt bedeutet einen Eingriff in die Umwelt. Es gibt keine Neubauten ohne Auswirkungen. Wenn man diese gänzlich ausschließen möchte, dürfte man nichts mehr bauen
  2. Aber: Nicht jedes Bauvorhaben führt zu einer „erheblichen Zunahme des Versiegelungsgrades“, oder befinden sich auf einer „wichtigen Schnittstelle“.

Und wie man so schön sagt „Ja, wenn das Wörtchen „Wenn“ nicht wär‘, wer ich heut schon Millionär„:

Stadtpolitik orientiert sich selten an sicheren Fakten. Es gibt Planungen und es gibt Ziele und Zielvorgaben. Dazwischen liegt dann die Umsetzung und am Ende das Ergebnis. Man sieht Potentiale. Und es gibt, wie im Falle von Möbel Kraft,  Versprechungen seitens der Investoren.

Das ist das Beste was Politiker haben: Versprechungen und Potentiale. Sicher ist nichts. Man macht dann einfach mal und wägt vorher ab, was die Auswirkungen sein werden. Wie ich schon einmal beschrieben habe, gibt es da deswegen zwischen Befürworten und Gegnern des Projekts eine große Asynchronität bei der Argumentation. Die befürwortenden Politiker wissen um all die Fakten. Sie wissen, dass dort eine wichtige Schnittstelle liegt, sie wissen um die Auswirkungen, z.B. über die erhebliche Zunahme der Versiegelung.

Eine Wiederholung der Fakten oder deren Ergänzung diese Politiker auch nicht umstimmen. Denn für sie sind die Chancen der Ansiedlung als gewichtiger als die negativen Folgen für die Umwelt oder auch die der möglichen Folgen oder die Risiken, dass sie erwünschten Wirkungen ausbleiben. Man riskiert ganz bewusst, dass keine Arbeitsplätze geschaffen werden, keine Gewerbesteuereinnahmen kommen, anderen Betriebe leiden,… denn die Belohnung für eine erfolgreiche Ansiedlung scheinen zu attraktiv. Und niemand möchte als investorenfeindlich wirken.

Das ist das Absurde an der öffentlichen Debatte: Es scheint so, als dass es keinen Kompromiss gibt. Und das liegt aber auch daran, dass es von vorne herein keinen öffentlichen Lösungsfindungsprozess gegeben hat.  Es gab keine offene Fragestellung. Und seitens der Politik gibt es eine weit verbreitete Ansicht, dass Kleingärten lediglich einen Steinbruch für weitere Bauprojekte darstellen.

In vielen Ballungsgebieten erleben Kleingärten eine Renaissance. Kiel spricht auch gerne von der „wachsenden Stadt“. Aber was, wenn immer mehr junge Leute Kleingärten wollen? Wie passt der wachsende Bedarf an Kleingärten in Zukunft dann mit einer großzügigen Vernichtung zusammen? Zudem: Wenn diese Gartengebiete zu den zweitältesten im Bundesgebiet gehörten, als sog. Armengärten, dann ist es schon ein beachtlicher Schritt, diese einfach „plattzumachen“. Man sollte auch nicht außer acht lassen, dass es in Zukunft Zeiten geben mag, wo Kleingärten tatsächlich wieder als unverzichtbare Ressource für Arme dienen könnten, wenn z.B. der Staat gar keine Unterstützung mehr zahlt. Und was ein mal plattgemacht ist, ist unwiederbringlich verloren. Nicht zuletzt dauert es auch Jahrzehnte bis Obstbäume ertragreich sind.

Im grünordnerischen Fachbeitrag steht, dass alleine 332 geschützte Obst-Laub und Nadelbäume (S.51) verloren gehen. Das ist unter anderem auch für Stadtbienen ein großer Verlust. Statt Bienen-Apps fürs Handy zu bewerben, hätten sich die GRÜNEN ganz praktisch für den Erhalt von Grün einsetzen können. Und man braucht auch keinen Kommunalen Aktionsplan gegen das Bienensterben! Die Politik widerspricht, wie so oft, in ihrem Tun den eigenen Zielen.

Deswegen plädiere ich dafür JA zum Erhalt des GRÜNS zu stimmen.Und daher JA ankreuzen beim Bürgerentscheid!

Möbel Kraft: BUND Kiel appellliert an Kieler Ratsversammlung

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Peter Todesgrün schlägt wieder zu

Peter Todesgrün schlägt wieder zu

In der letzten Woche hat sich wieder einiges getan zum Thema Möbel Kraft. Dabei ist es für den Außenstehenden gar nicht immer einfach zu sehen, was hinter den Kulissen passiert. Soviel scheint aber klar zu sein:

  • Bürgermeister Todeskino hat wohl seit längerem den strategischen Schritt geplant die Möbel Kraft Gegner zu überrumpeln und Fakten zu schaffen. Eben diese unklare Lage wird genutzt vorhandenen Widerstand zu umgehen. An erster Stelle steht dabei Teilen der Kieler Bevölkerung zu zeigen, wie sehr seine Verachtung ihrer Meinung gegenüber ist. Der „kleine König“ von Kiel sieht es bereits als Affront, dass es Menschen gibt, die seine Meinung zur Gestaltung Kiels nicht teilen. Er macht dabei meinem Spottnamen „Peter Todesgrün“ alle Ehre.

Die Chronologie ist wie folgt:

  • Jan Barg, Initiator des Bürgerbegehrens , hatte laut TTKiel-Blog in der 49. Kalenderwoche (Anfang Dezember) Woche vom Bürgermeister Todeskino eine Email erhalten, dass die Fa. Krieger den Abriss der Lauben im November beantragt habe. Der Abriss der Lauben wurde mit der Verkehrssicherungspflicht  begründet. Wikipedia zur VSP (gekürzt): Eine Verkehrssicherungspflicht bzw. Verkehrspflicht ist in Deutschland eine Verhaltenspflicht zur Abwehr von Gefahrenquellen, deren Unterlassen zu Schadensersatzansprüchen führen kann. Weiterhin muss nicht jede mögliche Gefährdung ausgeschlossen werden. Die Frage ist hier ggf. ob abgerissene Lauben derzeit nicht mehr Gefahrenpotential beinhalten als stehende Lauben.
  • Am 10.12.2013 gab die Kommunalaufsicht bekannt, dass das Bürgerbegehren zugelassen wird.
  • Am 16.12. haben Vertreter des Bürgerbegehrens gegen Möbel Kraft Klage gegen den Abriss der Lauben beim OVG Schleswig eingereicht.
  • Am 17. Dezember lehnte das OVG die Klage ab.
  • Am 20.12. äußerten sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens in einer Pressemitteilung zu dem seit Tage stattfindenden vorbereitenden Arbeiten vor den Laubenabrissen. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass durch die Arbeiten selbst neue Gefahren entstanden sind (z.B. durch das Einreissen der Zäune)
  • Am 9. Januar 2014 begann Möbel Kraft mit dem Abriss der Lauben.
  • Am 10. Januar 2014 behauptet der Bürgermeister in der Kieler Nachrichten, dass der Abriss der Lauben keine Fakten schaffen würde.
  • Am 11. Januar appellieren die Initiatoren des Bürgerbegehrens an die Ratsabgeordneten. Hier der Appell. Darin wird erneut die Notwendigkeit der eingeleiteten Schritte bezweifelt. Auch insbesondere der Ort der Maßnahmen wird kritisiert: „Wir möchten auch darauf hinweisen, dass unverändert der Ratsbeschluss mit der Aussage, dass die Kleingärten westlich des geplanten Baus erhalten bleiben sollen, gültig ist

Das Problem an dieser Auseinandersetzung ist, dass die Grundfragen aus dem Augenmerk verschwinden. Verschiedene Parteien haben in Kiel z.B. Interesse an einer „eßbaren Stadt“ geäußert, oder ihre Sorge um die Zukunft der Honigbienen. Dem entgegen steht aber der Abriss von 17 Hektar – und aus diesen Reihen zum Großteil unwidersprochen. Dagegen wendet sich auch das Bürgerbegehren.

Ich denke auch. dass hier unzweifelhaft Fakten geschaffen werden unter dem Vorwand der Verkehrssicherungspflicht. Möbel Kraft ist jetzt mit Bauarbeitern auf dem Gelände und kann nebenbei so einiges machen, was in ihrem Interesse liegt. Der tragische Witz bei der Sache ist, dass es gerade die Gegner der Ansiedlung waren, die ständig auf mögliche Gefahren hingewiesen haben. Es scheint also eher wie ein perverses Schachspiel, bei dem der Gegner den Angriff aufnimmt und zu seinem Vorteil zu verstehen nutzt. Verwunderlich ist das nicht, denn die Stadt Kiel und der Kooperationspartner Möbel Kraft verfügen über ein vielfaches an Möglichkeiten. Begriffe können umdefiniert und Gesetze gedehnt werden. Hinter all dem steht der unverrückbare Wille die eigenen Ziele zu erreichen, koste es was es wollen, auch auf die Gefahr hin seinen Ruf in der Öffentlichkeit restlich zu ruinieren.

Abgesehen vom Bürgerbegehren selbst scheint mir aber die Strategie der Möbel Kraft Gegner vollkommen falsch. Denn wie aus ihrer Argumentation hervorgeht versuchen sie immer noch mit Vernunft zu argumentieren, Appelle zu formulieren und an die Kraft der Wahrheit zu glauben. Diese Jungs an der Spitze verstehen aber nur eins: Effektiven und breiten Widerstand gegen ihre Vorhaben. So wie sich der Widerstand bisher präsentiert ist es aber eher eine Einladung auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen.

Es gibt in der real existierenden Demokratie eben keine echte Mitwirkung von Bürgern, noch entspricht das Handeln der Selbst/Verwaltung dem mehrheitlichen Bürgerwillen. Es geht um macht und die Durchsetzung von Interessen von Eliten. Unter altruistischer Argumentation („Schaffung von Arbeitsplätzen“) werden Projekte angegangen, die zumeist dem „Gemeinwohl“ schaden. Meinen höchsten Respekt allen gegenüber die an dem Punkt noch Widerstand leisten. Und ich drücke die Daumen, dass es irgendeinen Weg geben wird, dieses Vorhaben zu stoppen. Es bringt Kiel vor allem Nachteile und nur wenige, unsichere Vorteile. Ein paar hundert Arbeitsplätze in einer überhitzen Branche sind übermorgen genau so schnell wieder abgebaut – dafür aber ein wertvolles Stück historischer Grünanlage verloren. Dem Abbau von immer mehr Kleingartenanlagen in Kiel seit den 50er Jahren muss man irgendwann einmal Einhalt gebieten. Es ist wahr, dass der klassische Kleingarten derzeit nicht mehr so attraktiv ist, wie noch vor Jahrzehnten. Dazu kann man den Vereinen aber auch mehr Spielräume für Experimente gemeinsamer Bewirtschaftung (Gemeinschaftsgärten) geben. Eine weitere Versiegelung aber kann sich eine Stadt wie Kiel nicht leisten. Kleingärten sind nicht einfach nur potentielles Baugrund!

 

Möbel Kraft – eine Rückschau #kwkiel #kmw13

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Welche Bedeutung wird die Möbel Kraft Ansiedlung bei der Kommunalwahl haben. Als kurze Zusammenfassung in einem Satz ging es dabei um Wirtschaft/Arbeitsplätze kontra Umwelt/Naherholung.

scheelje_und_wegener foto

Dirk Scheelje, Kirsten Wegener

Trat Dirk Scheelje (Diplombiologe) 2008 in seiner Bewerbung noch hiermit an:

Im Umwelt- und Landwirtschaftsministerium beschäftige ich mich seit 2003 mit Fragen der
kommunalen Nachhaltigkeit, mit kommunalem Klimaschutz und kommunaler
Entwicklungszusammenarbeit. Hierzu gehören Themen wie
die Reduzierung des Flächenverbrauchs,
• nachhaltige Mobilität,
• Konzepte für die Reduzierung des Energieverbrauchs in Kommunalen Gebäuden
• und nicht zuletzt die naturnahe Umgestaltung von Schulhöfen.

So konnte er doch als baupolitischer Sprecher zeigen, wie wandlungsfähig er ist. Bei seiner Aufstellung 2013 wollte er gerne den zweiten Listenplatz, landete aber auf Platz 8. Offenbar ein Abstrafen. Aber auch Gegner der Ansiedlung, der frühere und aus Protest zurückgetretene umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN-Fraktion Björn Sander (Diplombiologe). Sander wurde 2013 nicht mehr auf die Liste gewählt

Pädagoge vs. Biologe also. Die Biologen wissen halt, was Natur wert ist – und die Pädagogen können uns gut vermitteln, warum wir die Natur plätten müssen. Die GRÜNEN-Basis schwankt also zwischen zwei Extremen – zwischen Scheeljes Marktradikalität und Sanders Umweltradikalität. Letzlich aber hat Scheelje es mit seinem Kurs auf die Liste geschafft, wenngleich er vermutlich bei einer verkleinerten Fraktion nicht mehr im Rat sitzen wird.

Zu den Argumente für und gegen Möbel Kraft:

  1. Wirtschaft & Arbeitsplätze: Ich gehe davon aus, dass Möbel Kraft in Kiel mittelfristig das Aus für Möbel Kraft in Segeberg bedeuten wird. Möbel Kraft ist auf Expansionskurs. Das bedeutet Verdrängung. Einer wird den Kürzeren ziehen: Entweder Möbel Kraft oder Ikea. Die anderen Arbeitsplätze werden wieder verloren gehen in Kiel. Oder was Möbel Kraft und Sconto mehr verdienen, wird Ikea weniger verdienen. So 1:1 kann man das natürlich nicht rechnen. Aber warum will Möbel Kraft unbedingt neben Ikea? Weil sie ihnen Kunden abspenstig machen wollen. Am Ende also ein Nullsummenspiel. Ganz abgesehen von der Qualität der Arbeitsplätze. Vollzeit? Wohl eher nicht? Geringer Stundenlohn, Prekarität – bedeutet mehr Transferleistungen, weil mehr Arbeitsplätze zu Teilzeit umgewandelt werden. Und weil Möbel Kraft mit dem Billigmodell eben auch kleinen Möbelgeschäften und Fachhandel Konkurrenz macht.
  2. Umwelt & Kultur – Das Gelände wurde noch als Armengarten gegründet. Also noch vor der Kleingartenbewegung. Ein unwiderbringliches Stück Stadtkultur. Auch ist es an der Schnittstelle zur Autobahn ein Dämpfer für Lärm, Feinstaub, … für viele Anlieger auch in Hassee oder in Nähe des Westrings. Mit den Jahrhunderten hat sich da auch Fauna und Flora etabliert – inklusive Fledermäuse. Nicht zuletzt ist es eine große Fläche. Es wäre sowohl umweltmäßig als auch kulturell ein großer Verlust. Das kann keine Ausgleichsfläche wieder gut machen.

Zum Widerstand gegen die Ansiedlung:

Die Kleingärtner*innen haben sich ihre eigenen Anliegen abkaufen lassen von Parteien und Wählerinitiativen – oder sie haben sie auf Verbände wie BUND und NABU verlassen. Dann kam der Kleingartenbeirat – und dann entschlossen sich viele Kleingärtner in Abwägung ihrer eigenen Interessen zum Verkauf. Dann waren nur noch 3-4 Gartenfreund*innen über. Schon früh im Widerstand wurde die Initiative nicht von den Gartenfreund*innen im Prüner Schlag getragen. Natürlich sind die alle keine Politprofis. Aber wenn bei Aktionen wie am Bundesparteitag der GRÜNEN nur noch eine Minderheit wirklich Betroffene dabei sind – und diejenigen, die da sind ,sind nur stellvertretend da, dann muss der Widerstand nach hinten los gehen. Effektiver Widerstand würde auf breiter Front getragen. Es hätte Solidarisierungen mit anderen KGV (Kleingartenvereinen) geben müssen. Das ist nichts, was man von außen machen kann, das muss von den Betroffenen selber kommen. Geht es um die Interessen der Kleingärtner*innen oder geht es um aus ihrer Betroffenheit politisches Kapital zu schlagen? Ist man etwa sogar froh, wenn sich keine echten Kleingärner*innen engagieren, weil dann alles von „qualifizierten Kadern“ erledigt werden kann? Keine Störgeräusche, einfach nur professionelle Politik?

Aber ist man damit nicht genau an dem Anfangspunkt einer Entwicklung im Widerstand gegen die etablierte Stadtpolitik, der sich genau dort hin bewegt, wo die SPD schon ist. Die ihren guten Draht in viele Vereine und Organisationen hat. Wo man AWO und SPD kaum noch auseinanderhalten kann. Wo Ratsherr X oder Ratsherr Y der Ansprechpartner für Probleme ist? Somit war aus meiner Sicht der Widerstand gegen Möbel Kraft nicht viel anders als das, was auf der Gegenseite passierte. Damit war dann auch die Enttäuschung und das Empfinden der eigenen Machtlosigkeit vorprogrammiert. Man hatte ja als Pächter gar nichts selber zu tun. Auf einem der ersten Treffen war ich auch einmal zugegen – anwesend Vertreter*innen verschiedener Parteien und Organisationen – und es herrschte seitens der 2-3 anwenden Gärtner*innen die Einstellung: „Jetzt wollen wir mal was hören. Es ist ja bald auch wieder Kommunalwahl“. Und damit haben dann wohl viele auch bald ihre Verantwortung abgegeben und damit auch die Sache selber zur verlorenen Sache gemacht.

Wenn jetzt alle außer 3-4 Gärtner*innen weg sind und viele Hütten aufgebrochen und Fenster zerschlagen, dann ist die Kolonie jetzt schon als Kleingartenverein vorerst zu Ende. Sowohl das Vereinsleben als auch die Nutzbarkeit der Hütten. Jetzt ist Frühjahr. Wer wird die Gärten pflegen, selbst wenn jetzt das Bauvorhaben gestoppt wird? Nicht das man da nicht wieder etwas aufbauen könnte, wenn es denn seitens der Stadt Kiel wirklich gewollt wäre. Vermutlich erwartet die Kolonie aber eine weitere lange Zeit der Unsicherheit. Ich erwarte nicht, dass es nach der Wahl eine Mehrheit gegen Möbel Kraft im Rat geben wird. Ich habe gutes Verständnis dafür, dass viele Pächter lieber das Geld von Möbel Kraft genommen haben. Lieber den Spatz in der Hand… Sie haben ihre eigenen Interessen so gut sie es konnten gewahrt. Es wurde auch nicht versucht den Kleingartenbeirat zu delegitimieren. Im Gegenteil. Zum Ende gab es von weiteren Seiten Versuche, auch mit im Beirat sitzen zu dürfen. Damit aber wertet man natürlich den Beirat und alle seine Beschlüsse auf. Für die Stadt ist es nur stringent den Beirat aufzulösen, nach dem er seine Aufgabe, das Brechen und Spaltung des Widerstandes, erreicht hatte.

Das einzige, was gegen solche Strategien hilft, ist eine Einigkeit der Betroffenen und eine breite Solidarität. So weit ich das sehen kann wurde das aber nicht einmal ansatzweise versucht. Da wird dann auf den Kreisverband zugegangen – nicht auf die Kleingärtner*innen. Ich behaupte mal, wenn es nur 2000 Gartenfreund*innen gegeben hätte, die für den Erhalt von Möbel Kraft demonstriert  und ihren Ratsleuten bescheid gesagt hätten, wäre Möbel Kraft heute kein Thema. Aber statt die aktiven Ratsleute unter Druck zu setzen wurde von den Parteien darauf spekuliert bei der nächsten Kommunalwahl mehr Stimmen zu gewinnen. Mit dem Versprechen dann eine andere Politik zu machen. Versprechen. Das kennen wir Bürger*innen schon. Betrogen wird man doch von allen. Versprechen können sie viel vor der Wahl. Darum gehen immer weniger Leuten zur Wahl. Wen sollen sie denn alles nicht wählen in Reaktion auf Möbel Kraft?

Da hilft nur selber machen. Wer nicht für seine eigenen Interessen eintritt, sondern es Stellvertreter*innen überlässt, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende über den Tisch gezogen und verraten wird. Das liegt nicht daran, das irgend wer böse ist. Das liegt in dern Natur der Sache. Was hat den Gorleben-Widerstand stark? Nicht das Wählen der GRÜNEN, sondern das der Widerstand dort zutiefst in jedem Dorf verwurzelt und authentisch ist. Die Leute wollen kein Scheiß-Endlager vor ihrer Nase haben. Und deswegen sind sie glaubwürdig und engagieren sich über Jahre. Supporter*innen aus der ganzen Bundesrepublik werden zum Teil dankbar willkommen geheissen, weil jeder Unterstützung gerne gesehen wird. Das Herz des Widerstandes sind und bleiben aber die Betroffenen selbst.

Natürlich ist die Sache nicht gänzlich verloren für das Gelände und die Naturzerstörung. Aber die Chance, die es gab hier ein Beispiel zu geben für wirksamen Widerstand gegen unnütze Bauprojekte, der auch weiter trägt, als nur bis zu dem einen Vorhaben und sich nicht bei einer Kommunalwahl erschöpft, wurde vertan. Es hier nicht darum irgend jemanden eine Schuld zuzuweisen, auch wenn es mich zum Teil traurig und wütend macht, wie sich das Ganze entwickelt hat. Jede/r handelt eben nach seinen Möglichkeit, nach seinem Wissen und seiner Einschätzung.Beim Widerstand ohne Betroffene, der gleichzeitig behauptet eben für diese zu sprechen kommen so lustige Filmchen wie dieses hier raus (der (eigentliche Witz kommt am Schluß!):


Spielt Möbel Kraft eine Rolle im Wahlkampf? Allenfalls darin, dass weniger Leute zur Wahl gehen werden und darin, dass sich bei den GRÜNEN die Listenzusammensetzung geändert hat. Für die meisten Kieler*innen ist das Thema erledigt. Eine breite Diskussion gabe es zu dem Thema nicht – und die meisten Bürger*innen haben inzwischen andere Sorgen.

Kommunalwahl Kiel 2013: Die GRÜNEN #kwkiel

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Ich will, sofern ich es schaffe zu allen Parteien die antreten zur Kommunalwahl einen kleinen Artikel schreiben. Eine Wahlempfehlung spare ich mir. Hashtag zur Kommunalwahl ist #kwkiel (Kommunalwahl Kiel)

Die GRÜNEN haben in kaum einer Stadt wie in Kiel so ihren eigenen Ursprung verraten. Früher die Partei der Bürgerinitiativen – heute lösen sie nur noch Kopfschütteln bei Bürgerinitiativen und Umweltverbänden aus. Von den Baumschützern zu den Baumkillern.

Man hat fast das Gefühl sie genießen es, gegen ihre Prinzipien zu verstoßen, um dem Bürgertum zu beweisen wie weit sie doch im Mainstream angekommen sind. So weit, dass sogar mancher CDU-Ratsherr oder Ortsbeiratsmitglied grüner wirkt als diese Gesellen.

Dabei kriegen sie es hin das eine zu sagen und das andere zu tun. Auf dem Papier z.B.  loben sie Gärten (Gemeinschaftsgärten Die Entdeckung des Miteinander), gleichzeitig sind sie die Paten für die größte Vernichtung von Kleingartenraum (Stichwort Möbel Kraft), die Kiel je gesehen hat. So als ob das Stichwort Naherholung für sie ein Fremdwort geworden wäre. Einer der ältesten Armengärten Deutschlands wird vernichtet und die GRÜNEN klopfen sich dafür stolz gegenseitig auf die Schultern.

Sie streuen den Bürgern Sand in die Augen, in dem sie nahelegen, dass Kleingärten zu Gemeinschaftsgärten umgewandelt würden.

Ein prominentes Opfer in den eigenen Reihen hat das gekostet: Björn Sander trat erst als umweltpolitischer Sprecher zurück und dann als Ratsmitglied. In der nächsten Ratsversammlung wird er nicht mehr antreten. Und damit vielleicht ein Teil des grünen Gewissens, dass es sicher auch noch in der Basis gibt.

Beflügelt von Erfolgen in Baden-Württemberg und anderswo schielen die GRÜNEN sicher auch in Kiel auf die 20-Prozent-Grenze. Man kann nur hoffen, dass die Kieler*innen kein kurzes Gedächtnis haben. In Kiel sind die GRÜNEN zudem dafür bekannt, dass sie gerne mal die Seiten wechseln – mal in einer Schwarz-Grünen, mal in einer Rot-Grünen Kooperation. Auf der Strecke blieb dabei offensichtlich der Kerngedanke der GRÜNEN.

Pressemitteilungen wie diese wirken dazu eher wie ein billiges Feigenblatt:

Bau von Möbel Kraft nur im Einklang mit Naturschutzrecht – 07.03.2013

Nachdem die Verwaltung die aktuelle geschäftliche Mitteilung zu Möbel Kraft zurückgezogen hat erklären die ListenkandidatInnen der Kieler Grünen Martina Baum und Dirk Scheelje:

Auch wenn die Verwaltung ihre aktuelle geschäftliche Mitteilung zu Möbel Kraft zurückgezogen hat, besteht für uns kein Zweifel daran, dass eine Umsetzung des Möbel Kraft Projekts nur möglich sein wird, wenn das Naturschutzrecht vollständig beachtet wird. Nachdem sich herausgestellt hat, dass auf dem zu bebauenden Gelände extrem seltende Fledermausarten anzutreffen sind, ist eine Naturschutzmaßnahme erforderlich, die den Lebensraum dieser Tiere erhält. Dies wird nur möglich sein, wenn die nicht von Möbel Kraft benötigten Grünflächen im vollen Umfang erhalten und ökologisch aufgewertet werden so, dass den Fledermäuse rechtzeitig vor Baubeginn ein alternativer Lebensraum angeboten werden kann. Wir bitten die Verwaltung deutlich zu machen, dass dies außer Frage steht.

Es gäbe da noch mehr zu berichten über die Feldstraße und andere Orte und der neueste Witz – die Zerstörung eines der wenigen schönen Fleckens in der Altstadt – die Abholzung einer alten Eiche für den Bau eines Betonklotzes. Auch hier scheint man ganz esoterisch der Meinung zu sein: Je höher das Opfer, desto größer der Erfolg?

s.a. Petition

Ich denke nein, die Altstadt wird nicht durch das Fällen eines einzigen Baumes gerettet. Jahrzehntelange Fehlplanung kann man nicht durch Opfergaben ins Gegenteil verkehren. So viel Aberglaube ist schon erstaunlich. Ist nicht gerade das Fehlen von Bäumen in der unmittelbaren Altstadt ein Problem. Ach ja, die kann man dann ja neu pflanzen. Das zeigt dann ja auch der Entwurf zum Innenstadtkanal:

Das ist weil … Kiel hat kein Geld, da ists billiger neu zu pflanzen als Bestand zu pflegen. Und die Bäume haben scheinbar auch fast einen ganze Quadratmeter an der Wurzel um sich mal so richtig auszubreiten. Ist doch viel besser so?

Stadtplanung ala Bürgermeister Todeskino sieht aus wie Modelleisenbahn-Landschaft. Also man möchte es gerne wie im Film Smalltown Kiel:

Vor Ort siehts aber eigentlich anders aus. Und da bieten alte Eichen eben auch Schatten ganz umsonst. Und die Bäume am geplanten Innenstadtkanal müssen erst mal diese Größe erreichen, um Schatten zu spenden. Und v.a. ob nun die eine Eiche oder der Armengarten, es gibt Dinge, die sind eben unwiederbringlich verloren. Wie auch die früheren Häuser am Sophienblatt (80er Jahre) oder die Straßenbahn. Können wir einfach mal weniger kaputt machen, was wir dann für teures Geld wieder neu bauen, pflanzen, anlegen,… Wenn ihr Gemeinschaftsgärten so toll findet, leibe GRÜNE, warum habt ihr dann nicht mit dem ansässigen Verein ein Modellprojekt versucht das auch leerstehende Gärten wiederbelebt hätte, anstatt da einen Klotz Möbel Kraft drauf zu setzen? Auch wenns da Gartenmöbel gibt, trägt das ja nicht wirklich zu der Erneuerung einer Gartenkultur bei!

Weblinks

Written by tlow

26. März 2013 at 16:33

Plattwalzen, yeah!

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Peter, machts Spaß!?

„Heute walz ich, morgen schlaf ich,
übermorgen hol ich mir die Kleingärten am Westring;
ach, wie gut dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ (Hörensagen, Peter Todeskino)

Kiel besitzt aber den Schatz eines sehr hohen Anteils an Kleingärten. Das Kleingärtnerwesen befindet sich bereits seit Jahren im Umbruch, vermehrt weg vom primären Nutzen der Nahrungsmittelerzeugung, hin zum Kleinod für in der Stadt lebende Menschen, die an ihrem Wohnort keinen eigenen Garten haben, wobei hier der Schwerpunkt auf der individuellen Erholung liegt.

(Zitat aus Gemeinschaftsgärten: Die Wiederentdeckung des Miteinander GRÜNE Kiel)

Written by tlow

5. September 2012 at 16:47

“Möbel Kraft – ein grünes Projekt für Kiel”

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Planierraupe

In Kiel macht GRÜN macht Grün kaputt

28.5.12 “Möbel Kraft – ein grünes Projekt für Kiel”

Am 25.5.12 hat die Stadt eine Pressererklärung mit dem Titel: “Möbel Kraft – ein grünes Projekt für Kiel” herausgegeben. Zynischer geht es nicht mehr: Weil Kurt Krieger erklärt, dass Möbel Kraft sein Einrichtungshaus mit Pellets oder Geothermie beheizen will, wird daraus eine “grünes Projekt”; die Vernichtung des Kleingartengeländes auf  mehr als 17 ha wird totgeschwiegen; der Discounter Sconto, für den vermutlich die strengen Energiesparvorschriften der Stadt erheblich gelockert wurden (s.u.), wird nicht erwähnt. Erneut wird “Das waren wirklich gute Gespräche auf Augenhöhe” betont – muss man davon ausgehen, dass dies bei dem Verkauf städtischen Eigentums etwas Besonderes ist? „So schnell wie möglich und in Übereinstimmung mit allen Anliegern“ wird Kurt Krieger zitiert – die Anwohner der gegenübeliegenden Geländes (Virchowstraße) sind noch nicht einmal im Beirat Möbel Kraft vertreten und suchten wiederholt vergebens Kontakt zur Stadtverwaltung… Die Anzahl der Arbeitsplätze “Möbel Kraft wird mehr als 200 Arbeitsplätze schaffen” ist im Vergleich zu den zum Ratsbeschluss vom 29.9.12 genannten Zahlen von 250-300 deutlich geschrumpft.

Zudem kommt in dieser offiziellen Verlautbarung der Stadt nicht zur Sprache, dass das Bauleitverfahren noch gar nicht begonnen hat, bisher also unverändert keine rechtskräftige Bebauung erfolgen kann. Hier der Gesamttext.

Quelle: Blog Möbelkraft und Sconto in Kiel

Written by tlow

28. Mai 2012 at 15:05

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