KielKontrovers

Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

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Blogidee

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Durch viele Gespräche kam mir neulich die Idee, dass wir vielleicht ein neues Blog in der Region brauchen. Und zwar ein wenig so ausgerichtet wie Indymedia (Web/ Wikipedia) mit dem Unterschied, dass es einen definierten Autorenkreis gibt, der aber bei bedarf erweitert werden kann. Im Kern steht ein Redaktionskollektiv, dass über die Zukunft des Blogs entscheidet. Es besteht primär aus Autor*innen, aber nicht nur. Es legt auch fest, nach welchen Maßgaben Artikel veröffentlicht und freigeschaltet wird. Dabei sollten die Auto*innen ggf. recht viel Freiheiten haben. Auch sollte es möglich sein, dass verschiedene Autoren unterschiedliche Perspektiven einbringen, die sich ggf, auch mal widersprechen können.

Von der Zusammensetzung dachte ich dabei primär an engagierte Aktivist*innen, die in einem Thema drinstecken und in der Lage sind etwas darüber zu schreiben. Und auch uptodate sind.

Welches Problem soll das lösen?

Zum einen soll es eine höhere Reichweite in der Bevölkerung erreichen, als z.B. dieses Blog, dass doch primär ein Meinungsblog ist. Es sollen mehr Themen abgedeckt werden. Landespolitik soll Thema sein, wenn es Sinn macht. Ansonsten würde ich vorschlagen, dass der Schwerpunkt zunächst im Großraum Kiel angelegt ist. Bei dem Redaktionskollektiv wäre ich dafür, dass es keine Parteimitglieder gibt. Parteimitglieder können lediglich Gastbeiträge schreiben, die dann entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Das soll eine direkte oder indirekte Beeinflussung durch Parteien reduzieren. Von der Finanzierung her würde ich sagen sollte man sich aus Spenden finanzieren. Die Finanzen dienen einerseits der Finanzierung des Hostings und auch der Bezahlung der technischen Administration. Der Rest ergibt eine Vergütung für die Autoren: Dabei soll eine gleiche Bezahlung angestrebt werden. Ich denke dabei also daran, dass bei geringen Finanzen, die Vergütung auch eher symbolisch ist und bei mehr Finanzen entsprechend steigt.

Primär wäre das Blog als Konkurrenz zur Kieler Nachrichten angelegt. Momentan nicht im Sinne einer Auflage, sondern um inhaltlich eine echte Alternative zu bieten. Das kann ich als Einzelperson nicht leisten und will ich auch gar nicht. Auch  soll das Projekt langfristig angelegt werden.

In Abgrenzung zum Landesblog sieht es so aus, dass das Landesblog eher landes, bundes- oder europaweite Themen zum Inhalt hat. Die Autor*innen sind auch fast ausschließlich Parteipolitiker*innen. Auch gibt es dort die Schwerpunkte Netzwelt,Datenschutz, Bildung, Netzpolitik, wohingegen ich mir als Schwerpunkt eher die konkrete Kommunalpolitik vor Ort vorstelle. Ich würde mich auch wünschen, dass Artikel in dem neuen Blog auch teilweise kooperativ entstehen oder mehrere Leute an einem Thema arbeiten.

Mögliche Themen wären also z.B. Bauprojekte, Rassismus, Fracking, Verkehrsprojekte, Stadtentwicklung, Wahlen, Korruption, Skandale, andere Medien, Wirtschaft, Energiepolitik,… dagegen würde ich „Internetthemen nicht als zentral ansehen, wobei die natürlich auch vorkommen dürfen. Die Sichtweise soll dabei eher von unten sein, also weniger die Sichtweise der Politiker und Gesetzgebungsverfahren, sondern die des örtlichen Widerstands gegen Projekte. Sichtweisen, die z.B. in der KN nicht stattfinden, weil sie nicht der Redaktionslinie entsprechen. Dabei kann man durchaus auch Meinungen dokumentieren, die nicht der eigenen entsprechen.  Und letzteres wäre auch primär der Unterschied für mich zur Arbeit bei KielKontrovers, wo ich mich zwar oft um eine neutrale Sicht bemühe, aber dennoch meine Meinung immer ganz deutlich mache.

Ich suche also einige Leute, die Lust auf so ein Projekt haben. Die Lust haben so was auszuprobieren. Ihr müsst keine Journalisten sein, spricht aber nix dagegen wenn ihr es seid. Altersmäßig solls auch keine Grenzen geben. Ihr solltet aber bereit sein in einem Kollektiv tätig zu sein, dass gemeinsam über Leitlinien entscheidet. Für den Gründungsprozess würde ich vorschlagen sich viel Zeit zu lassen, damit man nicht in der Gründung etwas Wesentliches falsch macht. Wünschen würde ich mir, dass Inhalte vor allem anderen stehen. Weil es eben ein Defizit an guten und kritischen Inhalten in Schleswig-Holstein gibt. Und um das noch mal klarer zu schreiben: Kollektiv bedeutet keinen Chefredakteur, der anderen was vorschreibt. Regional eingegrenzt müsste das ganze kaum sein. Theoretisch können auch Hamburger Sachen mit rein.

Und eben: Es könnten Gastbeiträge rein. Da könnte der Kreis viel größer sein, als das Redaktionskollektiv.

Wer Lust hat, kann mir ne Mail an redaktion@kielkontrovers.com schreiben. Dann könnte man sich in ein paar Wochen mal treffen – wir tauschen Kontakte aus und schauen, ob man zusammenkommt oder nicht. Namensideen habe ich noch keine.

 

 

Written by tlow

17. Mai 2014 at 19:16

Veröffentlicht in Großraum Kiel, Land, Persönliches

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