KielKontrovers

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Posts Tagged ‘Kontaktsperre

#CoronaKiel Exitstrategie? #COVID19DE

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Zahlen weisen darauf hin, dass sich das Wachstum schon bei Neuinfizierten etwas abgeschwächt hat:

Reichen tut das noch nicht. Wenn man sich anschaut, wie ein Wachstum sich im Jahresverlauf niederschlagen würde merkt man, dass es dauerhaft niedrig bleiben müsste:

Allerdings ist höchst fraglich, ob die aktuelle Strategie überhaupt hilft. Z.B. gibt es auf der einen Seite sehr strenge Regeln: Wer zu Dritt auf der Straße steht, den erwarten teilweise hohe Strafen, allerdings: Es gibt so viele Ausnahmen, einerseits kann man natürlich vollkommen legal nacheinander tausende Menschen treffen, oder: Wenn man verwandt ist, können auch Großfamilien in großen Gruppen draußen sein. Oder: Baumärkte sind offen, Bahnhöfe, Gedränge in Bussen, Flughäfen nicht richtig kontrolliert und nach wie vor im Betrieb, Neuankömmlinge werden werden gesundheitlich kontrolliert noch verfolgt, wo sie herkommen oder hingehen. Bei Amazon und anderen Unternehmen massenweise Beschäftigte unter Bedingungen, in de ihre Gesundheit nicht gesichert ist.

Dafür dann:

  • massive Einschränkungen der Bewegungsfreiheit
  • Viele Unternehmen und Läden zwangsweise geschlossen
  • Die wirtschaftliche Situation insbesondere von Soloselbständigen aber auch allen massiv bedroht. Die Hilfe des Staates werden da kaum helfen können, da es jeden Tag Totalausfälle gibt, die können nicht durch Finanzspritzen aufgefangen werden. Und das muss man so brutal auch langsam mal ehrlich sagen.
  • Verbot von Umzügen in Kiel ist nicht akzeptabel.

Auf der anderen Seite wird deutlich: Weder die Ausgangssperren/Kontaktsperren noch die Ladenschließungen sind effektiv oder notwendig, wie das Beispiel Südkorea zeigt.

Wir müssen akzeptieren, dass unsere Welt sich geändert hat. Viele denke es ginge darum jetzt wenige Woche eine Ausnahmesituation auszuhalten und dann zur Normalität

Der Exit

  • Es bräuchte eine genauere Definition, welche Läden oder Gastronomien aus welchen Gründen aufmachen dürfen und welche Regeln gelten
  • Arbeitsplätze müssen langfristig umgebaut werden, damit diese abgesichert werden. In Zukunft neue Standards für Arbeitssicherheit.
  • Touristenattraktionen und Museen müssen auch überlegen, wie es geht. Alles zu ist keine Lösung und auch nicht nötig!
  • Der öffentliche Verkehr muss überlegen, wie er den Gesundheitsschutz irgend wie erhöhen kann. In Rom sind z.B. in Bussen weniger Sitz eingebaut. D.h. mehr Leute müssen stehen, aber es gibt mehr Platz. Dadurch sitzen nur die Leute, die es müssen.
  • Apps für das Handy , die im Umgang helfen können wären hilfreich. Vereinzelt sind in manchen Orten weitere Sperren vielleicht besser, wo es immer noch viele Fälle und Neuinfizierte gibt. Wir brauchen aber viel mehr Flexibilität.
  • Die Kontaktsperre wie bisher macht keinen Sinn: Keine Coronapartys ist klar, auch größere Ansammlungen könnte man begrenzen. Aber das man Menschen kriminalisiert, die zu Dritt zusammenstehen ist absurd und die Kontrolle belastet das System.
  • Mehr Testen wie geplant macht sicher viel Sinn
  • Vielleicht auch teilweise Anreize geben, Masken zu tragen (wie in öffentlichen Verkehrsmitteln

Man kann viel tun, es gibt auch viele Wege. Es darf aber nicht so bleiben wie bisher, sonst enden Millionen Menschen in einer ausweglosen Armut für viele Jahre. Das Virus ist eine Gefahr, der begegnet werden muss. Bisher war der Umgang relativ unsicher und chaotisch. Viele Menschen wurden nicht getestet, trotz Symptome. Damit öffnet man natürlich Tür und Tor für weitere Verbreitung. Es wäre schon lang wichtiger sich um diese Verdachtsfälle zu kümmern und auch den Leuten zu helfen mit einer Quarantäne klar zu kommen.

Die Politik hat sich vergaloppiert: Erst hat man monatelang nichts gemacht und ist dann über das Ziel hinausgeschossen. Das muss nun korrigiert werden.

Written by tlow

27. März 2020 at 18:12

Veröffentlicht in Gesundheit

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#Kontaktsperre Aber was dann? #COVID19de #Ausgangssperre

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Die Beschlüsse zur Durchsetzung einer Kontaktsperre sind die Spitze des Eisbergs beschlossener Maßnahmen. Doch wie kommen wir wieder zurück zur Normalität?

Im Grunde ist es relativ einfach, Maßnahmen zu beschließen, wie in den letzten Wochen zur Eindämmung der globalen Pandemie auch in Deutschland. Und es macht durchaus Sinn! „Einfach“ deshalb, weil man nur zur Papier bringt, was gesetzlich möglich ist. Es finden zwar im Vorwege Abwägungen statt, aber solange niemand klagt, gibt es kein Hindernis bei der Umsetzung. Die Regeln sind dann in Kraft, wie z.B Schulschließungen. Die Probleme fangen dann allerdings schon an, wenn die Beschlüsse reifen: Wenn man Schulen schließt, gibt es dann auch Elearning für Zuhause? Wie lange wird geschlossen?

Quelle: Worldometer / Johns Hopkins University

Als am vergangenen Sonntag den 22. März die Kontaktsperre bundesweit verhängt wurde, deutete sich bereits an, dass es eine entscheidende Wende bei den Neuinfizierten geben könnte: Bereits am Samstag waren weniger Neuzugänge zu verzeichnen (13% statt 30%). Zu früh, um von einer sicheren Trendumkehr zu sprechen, aber doch Grund genug genauer hin zu schauen. Doch die Kontaktsperre kam. Nicht mehr als zwei Personen dürfen draußen zusammen stehen oder gehen. Den Vogel schoss die Stadt Kiel ab, die das sogar für Umzüge ernsthaft empfahl:

Was blieb ungeregelt und legal?

  • Man kann sich mit beliebig vielen Leuten nacheinander treffen. Theoretisch also 1000 Kontakte/Tag.
  • Arbeitsbedingungen in Firmen vollkommen ungeregelt Da wird nur auf die Vernunft der Arbeitgeber vertraut. Dabei ist hier das Ansteckungsrisiko bei Kollegen und zu Kunden besonders hoch
  • Ich nehme an in Autos darf man auch nur noch zu zweit fahren. Ab der dritten Person dann ein zweites Auto.
  • Große Hubs wie der Hamburger Hauptbahnhof, Flugzeuge, Busse, Züge,… bleiben unberührt

Was wurde illegal? (bis zu 25.000 € Strafe!)

  • Ein älteres Ehepaar kauft zusammen mit einer Dritten, nicht verwandten Person ein.
  • Ein Paar trifft Bekannte und sie sprechen miteinander.
  • Drei Bekannte, die zusammen von A nach B wollen. Eine davon wohnt in einer Nachbar-WG im selben Haus, aber sie wohnen auf dem Papier nicht in der gleichen Wohnung. –> Eine Person muss dann hinter oder vor den beiden anderen gehen. Im Grunde wahrscheinlich jeder für sich, da man auf Gehwegen selten so viel Platz hat, dass man 1,50 Meter Platz zu zweit hat!

Was passiert mit uns?

Die Beispiele zeigen, dass die beschlossenen Maßnahmen nicht geeignet sind, die Ansteckungsgefahr zu minimieren und sie treiben seltsame Blüten. Freunde und Nachbarn verpetzen einander und beschimpfen sich gegenseitig. Eine Atmosphäre des Misstrauens und der Missgunst verbreitet sich in Deutschland, geschürt durch Medien und Politik. Die Medien forderten immer noch mehr Maßnahmen und die Politik wirkt wie getrieben. Dabei wird die Pandemie längt zur Nebensache. Natürlich sollte man Kontakte verringern und vor allem bestimmte Hygieneregeln beachten. Aber wo leben wir eigentlich mittlerweile? Ich habe die letzten Wochen immer stark dafür plädiert die Pandemie ernst zu nehmen und auc darauf verwiesen, wie nachlässig das Robert Koch-Institut bei der Verschärfung der Bewertung war. Wir haben einen globalen Gesundheits-Notstand. Das ist kein Scherz!

Aber auch das ist wahr:

  • Das Virus wird nicht von heute auf morgen verschwinden, sondern bleiben und sich verändern, wie bisher jeder Virus. Es kommt auch nicht aus dem Nichts, sondern seine Ahnen sind wahrscheinlich mindestens genau so alt wie das Leben auf der Erde. Als auch älter als wir Menschen!
  • Menschen werden weiter infiziert werden und auch sterben, wie bei vielen Krankheiten und auch Unfallgeschehen.
  • Wir können die Maßnahmen nicht in alle Ewigkeit ausdehnen. Irgend wann müssen wir wieder zu irgend einer Normalität kommen, die Schüler in Schulen, Arbeit muss getan werden usw.

Bei der Pandemie geht es nur darum, sie einzudämmen, Neuinfektionen hocheffizient zu vermeiden, neue Ansteckungscluster früh zu erkennen, die Krankenhauskapazitäten bereit zu halten, damit möglichst alle Patient:innen eine optimale Versorgung erhalten können. Damit möglichst viele Menschen überleben wenn sie angesteckt werden. Dies gilt auch nicht nur für #COVID19!

Die Maßgabe möglichst viele Menschenleben zu retten finde ich gut. Aber können wir das vielleicht zu einer allgemeinen Regel machen, z.B:

Diese Pandemie bleibt aber etwas Besonderes, weil wir jetzt akut handeln mussten. Aber nicht jede Maßnahme war angemessen.

Wie geht es weiter?

Hauptaufgabe ist nun, eine Exitstrategie der Politik. Die ist mit dem vergangenen Sonntag in die falsche Richtung tiefer in die Krise marschiert. Erst heute wirkt die Kontaktsperre richtig und macht keine rechten Sinn, wenn man sie dann nicht auch mindestens zwei Wochen durchzieht. Aufwand und Ergebnis stünden in keiner vernünftigen Relation.

Dabei sind die Folgen der Krise heute schon verheerend. Komischer weise machen sich angeblich nur wenige Deutsche Sorgen um ihre finanzielle Situation, aber große Sorgen darum, angesteckt zu werden.

Aber eigentlich ist es umgekehrt: Jeder wird von der Krise betroffen sein. Der Staat kann das nicht auffangen, insbesondere, da er derzeit nichts dafür tut die Krise abzuwehren. Angesichts der Schwere der Krise sind jegliche Beträge, die genannt werden lächerlich. Es geht nicht um die Rettung einer Industrie, sondern der kompletten deutschen Gesellschaft! Dagegen ist das PERSÖNLICHE Ansteckungsrisiko eher gering. Wenn es lediglich 30.000 Infizierte gibt bei 80 Millionen Menschen.

Offenbar ist man da aber zusammen mit den Medien mit vollem Elan in eine Sackgasse gelaufen, ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen. Alles tun um Tote zu verhindern? Ja, dann bitte ab sofort konsequente Klimapolitik, denn die kommenden Naturkatastrophen werden auch zu vermehrten Todesopfern führen!

DIESE Krise ernst nehmen, JA! Aber auch dieses denken auf andere Probleme übertragen und auch dafür sorgen, dass das Leben weiter gehen kann!

Written by tlow

24. März 2020 at 09:53

Veröffentlicht in Gesundheit

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