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#MöbelKraft kommt nicht nach Kiel!

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Möbel Kraft hatte den Bau ihres Möbelmarktes immer weiter verzögert. Das Versprechen der Arbeitsplätze wurde und wird nicht eingelöst. Stattdessen soll nun die Schwesterfirma „Höffner“ an den Start. Aber eins ist klar: Der geplante Bau war doch immer unteilbar mit der Marke „Möbel Kraft“ verbunden. Man machte sich nämlich sogar die Mühe mit dem Namen zu werben:

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Eindeutige Werbung 2014

Es sollte daher auch unzweifelhaft sein, dass nun nach der Absage auch der Bürgerentscheid und somit die Genehmigung hinfällig ist. Die Kieler wollten knapp „Möbel Kraft“ aber nicht irgend einen Möbelmarkt. Da hat sich der Krieger-Konzern nun ins eigene Fleisch geschnitten. Er hat von Anfang an klar gemacht, dass es nur um die Marke „Möbel Kraft“ ging. Mitten drin die Pferde wechseln geht nicht. Und ich hoffe die Initiatoren des Bürgerentscheids sehen das auch so und handeln entsprechend.

Written by tlow

11. Oktober 2018 at 06:30

#MöbelKraft: Kein Möbelmarkt in Kiel

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Offenbar passiert das, was viele politisch denkende Menschen mit Weitsicht schon vor Jahren geahnt haben nun. Ich verwies 2013 bereits auf Parallelen der Möbelbranche zur Baumarkbranche, die schon damals als gesättigt galt.

Nun wird die Stadt etwas nervös, da der Baubeginn seitens Möbel Kraft in Kiel sich schon länger hinzieht. Die Stadtvertreter können die Verzögerungen nicht nachvollziehen. Das liegt aber eher daran, dass da das Prinzip Hoffnung vorherrscht – ein: „Wie kann da schon was schief gehen?“

Jede CHANCE auf Investitionen wird begrüßt und gefördert und sei es auch noch so unwahrscheinlich, dass die Stadt profitiert, wie z.B, durch neue Arbeitsplätze.

Man wollte nicht die Zeichen sehen, die gegen eine Möbel Kraft-Ansiedlung sprachen. Man muss dazu nicht nur die Umweltaspekte betrachten, sondern immer auch die Situation der Branche insgesamt.

Nun werden die Zeichen deutlicher:

Bei den Möbelmärkten gilt das, was in vielen Branchen gilt:

  1. Näher an die Kunden, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. IKEA geht deshalb jetzt nach Hamburg auch in anderen Innenstädte mit kleineren Filialen.
  2. In die Nähe des jeweiligen Konkurrenten (wie Möbel Kraft „neben“ IKEA), um diesem das Wasser abzugraben.

Es ist ein zerstörerischer Wettbewerb. Sinkende Preise bedeuten sinkende Margen. mehr Möbelhäuser bedeutet wiederum mehr Investitionen. Der Druck wird dann auf die Möbelhersteller weitergegeben. Das z.B. erhöht dann auch wieder den Druck die Produktion ins Ausland zu verlagern. Zwar profitiert kurzfristig der Kunde durch niedrigere Preise, aber nur solange der Wettbewerb tobt. Wenn dann wie bei Schlecker oder Plus der ganze Konzern pleite geht, ist das Jammern über den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes aber doch groß.

Es scheint naheliegend, dass Möbel Kraft aufgrund vielfacher Investitionen auf Zeit spielt. IKEA gibt jetzt Gas. 2011 hatte Krieger IKEA sozusagen den Krieg erklärt im Handeslblatt. Aber 2015 geht dem Krieger-Konzern offenbar bereits die Puste aus, während IKEA Rekordumsätze trotz neuer Märkte schreibt.

So scheint es nur eine Frage der Zeit, bis Möbel Kraft Konkurs anmeldet. Das Kleingartengebiet ist dann allerdings schon platt gemacht. Wieder einmal wird sich zeigen, wie dumm und wenig vorausschauend die Kieler Politik agiert, die jeder hingehaltenen Möhre hinterherläuft, dabei Grundstücke für nen Appel und n‘ Ei verkauft und am Ende leer dasteht. Man hat zuvor sogar auf Garantien verzichtet für zu schaffende Arbeitsplätze.

Hinterher will es ja dann wieder keiner gewusst haben können, genau so wenig wie beim Zentralbad, dass nun schon jetzt weit teurer geworden ist, als der Erhalt der bestehenden Bäder je hätte werden können. Daran will sich nun aber keiner erinnern.

Kieler Politik funktioniert eben nach dem Prinzip „Amnesie“ – oder auch „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern„.

Das Kiel dieses Jahr ein Plus im Haushalt hat, kann man daher nur als Glück bezeichnen. Bei so schlechter Politik hätte das sonst bei anderen Bedingungen ganz schön nach hinten losgehen können. Ebenso wie die aussichtlose Bewerbung um Olympia.

Written by tlow

10. Januar 2016 at 12:49

Bürgerbegehren gegen Möbel Kraft Ansiedlung überwindet die erste Hürde

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Die erste Hürde des Bürgerbegehrens gegen die Möbel Kraft Ansiedlung in Kiel wurde genommen. Es wurden 10212 Unterschriften eingereicht. Das ist ein ziemlich großer Erfolg für eine Privatinitiative mit nur wenigen Leuten! Meinen Glückwunsch!

Die nächsten Hürden sind:

  1. Werden alle Unterschriften als legitim akzeptiert bzw. wir des danach immer noch genug legitime Unterschriften geben?
  2. Wird die Kommunalaufsicht des Landes die Fragestellung akzeptieren und einen Bürgerentscheid zulassen?.
  3. Wenn der Bürgerentscheid stattfindet, werden genug Kieler zur Wahlurne gehen?
  4. Danach müssen nur noch eine einfache Mehrheit der Kieler GEGEN die Ansiedlung sein, was bedeutet, dass sie mit JA stimmen müssen. Das Gesetz schreibt leider vor, dass Fragestellungen unklar sein müssen. Denn wer GEGEN etwas stimmt, will natürlich mit NEIN stimmen.
English: Ikea store in Älmhult, Sweden. Deutsc...

Ikea-Möbelhaus in Älmhult, Schweden. (Photo credit: Wikipedia)

Unabhängig davon wieviele der Unterschriften ungültig sind, so ist doch alleine die Tatsache, dass man theoretisch die Hürde genommen hat ein deutliches Zeichen, dass vielen Kieler*innen diese ganze Sache mit Möbel Kraft am Prüner Schlag nicht egal ist. Leider sind dort ja bereits viele Fakten geschaffen worden. Eine lebendige Kleingartenszene gibt es dort bereits nicht mehr. Die meisten Kleingärtner*innen wurden entschädigt oder haben anderswo eine Parzelle gefunden. Nichtsdesdo trotz: Man darf die Kleingartenanlage und den Neubau der Möbelzentren (auch SCONTO soll kommen) nicht in einen Topf packen. Auch wenn der Kleingartenverein am Ende ist, muss man jetzt nicht aufgeben und dem Möbelriesen alles überlassen und alles betonieren lassen!

Ich denke es macht Sinn, auch wenn GRÜNE und SPD mal ihre Worte ernst meinen würden gegen das Bienensterben oder für urbanes Gärtnern, dass man an dieser Stelle einen Neuanfang wagt.

Zum Argument, dass Arbeitsplätze geschaffen werden sollen erwähne ich noch einmal das Beispiel der Baumarktgruppe PRAKTIKER. Wenn Giganten gegeneinander kämpfen, so zieht einer bestimmt irgendwann den Kürzeren. Dann wird entweder IKEA oder Möbel Kraft Menschen entlassen. Vermutlich zuerst in Bad Segeberg. Auf Nachfragen hat keine der Bad Segeberger Parteien sich getraut etwas zum Thema zu sagen. Schweigen ist auch eine Antwort: Alle wissen, dass Möbel Kraft in Bad Segeberg eventuell vor der Schließung steht, wenn der Standort Kiel kommt. Da Möbel Kraft derzeit auf Expansionskurs ist, geben sie derzeit mehr aus. Die Rechnung geht nur dann auf, wenn auch dementsprechende Einnahmen generiert werden. Der Espansionskur könnte auch implodieren. Sowohl wegen der Konkurrenz, sondern auch aufgrund der Veränderung der Wirtschaftslage. Ausbleibenden Möbelanschaffung sind eine der ersten Folgen, wenn das Geld knapp wird.

IKEA platz z.B. zusätzlich zu den bestehenden 46 Möbelhäusern 20-25 weitere (Quelle: Tagespiegel vom 29.10.2013). Das Wachstum kommt an seine Grenzen, denn viele Kommunen genehmigen neues Bauland für Möbelhäuser nur zögerlich.

Wer glaubt, der Standort Kiel wäre für die neuen Möbelhäuser eine langfristige Perspektive muss schon sehr blind sein. Fast unverantwortlich blind. Zum Glück tragen Politiker*innen ja keine echte Verantwortung, sondern spielen ja nur mit der Macht. Die SPD und die GRÜNEN müssen kaum um ihre Macht fürchten, wenn alles schief geht und alle Versprechungen sich als hohl herausstellen sollten.

 

Written by tlow

31. Oktober 2013 at 19:28

Max Bahr – ein Vorzeichen für Möbel Kraft?

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Was jetzt bei Max Bahr und Praktiker geschieht könnte auch nach Eröffnung von Möbel Kraft in Kiel passieren. Das Wall Street Journal schreibt zur Baumarktbranche:

Das Ende von Praktiker hat sich schon lange abgezeichnet. Die Baumarktbranche ist gesättigt. Wer schon einmal an großen Gewerbegebieten, die meist nahe an einer Autobahn gelegen sind, vorbeigefahren ist, kennt das Phänomen. Häufig sitzen zwei oder drei verschiedene Baumarktketten nebeneinander. Neben Praktiker und der höher positionierten Tochter Max Bahr buhlen etwa Marktführer OBI, Bauhaus, Hagebau, die ebenfalls börsennotierte Hornbach, die zum Supermarktriesen Rewe gehörende Toom sowie die kleineren Anbieter Hellweg und Globus um die Kunden.

Zur Möbelbranche gibt es ähnliche Aussagen wie von der FAZ (2012):

„Der Markt ist längst gesättigt“

Das Expansionsfieber wird nach Einschätzung von Renz „noch ein paar Jahre“ andauern. Er rechnet mit einer ähnlichen Entwicklung wie bei den Baumärkten, die auch jahrelang wie Pilze aus dem Boden geschossen seien. „Aber irgendwann ist Schluss, und mancher gerät ins Straucheln“, sagt er mit Blick auf Praktiker. Auf Dauer könnten nicht alle der zehn größten Möbelketten überleben. „Der Markt ist längst gesättigt“, analysiert Verbandsgeschäftführer Kunz. „Wir befinden uns in einem Umverteilungsprozess, neue Umsätze sind nicht zu erzielen.“

 

Im Wettbewerb tun diese Märkte vieles für die Kundenbindung. Z,B. durch sog. Customer-Lock-In. max Bahr bietet z.B. oft Systeme an, die nur mit Max Bahr-Produkten funktionieren, so dass man dazu gezwungen ist bei Max Bahr zu bleiben. Andere Märkte wie Hornbach steigen bei Putzen vollständig auf eine Eigenmarke um.

Das Prinzip des Wettbewerbs ist Verdrängung. Kampf um Standorte ist der Kampf um Kunden. An Mitarbeitern wird gespart. Der Konkurrent soll ausgeschaltet werden.

Möbel Kraft wird z.B. Ikea vernichten wollen, nicht nur am Standort Kiel. Wenn ein Konzern oder eine Kette im harten Konkurrenzkampf baden geht, bedeutet das das Aus für die Arbeitsplätze. Es bedeutet aber auch, dass neue Filialbauten in den Sand gesetzt wurden. Wie z.b. der Max Bahr in der Gutenbergstraße.

Auch bei Discountern wie ALDI, LIDL, Penny, Netto können wir diese Überhitzung des Marktes beobachten. Ein Prinzip des Kapitalismus ist auch Wachstum, Wachstum, Wachstum. Denn der Große schluckt den Kleinen. Wer zu langsam wächst verliert. Die Firmen können also gar nicht anders, sofern sie voll auf diese Verwertungslogik setzen. Es geht natürlich auch anders, aber nicht wenn man bei den Großen im Wettbewerb mitspielen will.

 

Written by tlow

28. Juli 2013 at 11:28

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