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#LNG ist nicht sauber!

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Seit geraumer Zeit wird LNG in der deutschen Politik gepusht von der Bundes- bis zur Kommunalpolitik.

Schleswig-Holstein forciert z.B. den Bau der LNG-Terminals in Brunsbüttel. Und der Bundeswirtschaftsminister zieht kräftig mit.

In Kiel treiben Ratsversammlung, Port of Kiel und der Oberbürgermeister Kämpfer den LNG-Ausbau voran:

„Und nicht zuletzt brauchen wir rechtliche und technische Unterstützung, damit die Schifffahrt mit Landstrom und Treibstoff wie LNG (Flüssiggas) umweltfreundlicher werden kann.“

(2017 im Hamburger Abendblatt)

Doch wie sauber ist LNG nun? LNG-Importe sind vor allem aus den USA geplant. Dort wird LNG durch Fracking gewonnen. Streng genommen dürften wir in Schleswig-Holstein gar kein Fracking-Gas verwenden, da der Landtag das Fracking ablehnt. Die Begeisterung für das Fracking-Gas LNG in Schleswig-Holstein ist in dem Kontext nicht nachvollziehbar. Will man denn etwas nur im eigenen Bundesland für sicheres Trinkwasser eintreten.

Zuletzt wurde auch bekannt, dass beim Fracking Radioaktivität in nicht unerheblichem Maße zu Tage gefördert wird.

Ebenso steht die Fracking-Förderung im Verdacht als primäre Quelle des rasanten Anstiegs des Methans in der Erdatmosphäre zu sein.

auch die Kieler Ratsversammlung lehnt eigentlich Fracking ab, worauf ich im Juni schon hinwies:

Auch das in Kiel präferierte GtL (SFK-Schiffe) ist nicht so viel besser. Zwar kommt es nicht aus der USA, sondern eher aus Katar. Im Unterschied zu LNG wird hier Erdgas zu einer „echten Flüssigkeit“ und nicht durch hohen Druck zu einem zeitweise flüssigem Erdgas, das sich bei Wärme wieder in einen gasförmigen Zustand zurückverwandeln würde.

Mit dem Druck weniger billiges und unsauberes Schweröl bei Schiffen einzusetzen wird erwartet, dass die Dieselpreise weltweit ansteigen. Und dann wird GtL vermutlich bald zu einem konkurrenzfähigen Preis als Alternative interessant.

Letztlich sollte aber klar sein, dass lediglich Grüner Wasserstoff frei von fossilen Schadstoffen ist. 80 % des Wasserstoffs an Autotankstellen ist derzeit ebenfalls Wasserstoff, der aus fossilen Quellen gewonnen wird.

Wenn wir die Klimakrise richtig angehen wollen wird schnell klar, dass bei Power-to-X keine echte Alternative darstellen. Zudem die Nebenwirkungen des Frackings (Methan, Radioaktivität, Trinkwassergefährdung,…). Schleswig-Holstein und Kiel haben Fracking hier bisher aus gutem Grund gebannt. Es ist widersinnig und widerspricht dem Geist dieser Entscheidungen, wenn man es nun durch Import fördert. Und seitens der Klimabilanz steht Kiel damit kaum besser dar.

Und was Luftschadstoffe wie Einstaub und Stickoxide angeht, so haben wir bereits festgestellt, dass es doch eher die Autos am Theodor-Heuß-Ring sind. dazu kommt: Mit 30.000 Kreuzfahrpassagieren an einem Tag, die zum Teil mit Reisebussen anreisen. In Kiel kann man den Wahnsinn am Hauptbahnhof am Platz der Kieler Matrosen ganz gut verfolgen, wo MSC und Port of Kiel den Platz als Parkplatz für die Gepäckausgabe missbrauchen:

Gepäckausgabe am laufenden Band. Leih-LKWs kommen und gehen. Ein Ärgernis.

Man kann ja zeitweise auch Kompromisse eingehen. Aber dann ist die Frage welche und auf welche absehbare Zeit. 2019 groß in LNG-Infrastrukuren zu investieren wäre auf jeden Fall nicht nachhaltig. Und von der CO2-Bilanz führt es in die falsche Richtung.

Kiel hat ein Kreuzfahrt-Problem. Und das ist zum Teil auch ein Globales. Hier müsste man in Kiel ansetzen, anstatt den Kreuzfahrtboom auch noch zu befeuern und sich über jeden weiteren Rekord zu freuen. Jede Kreuzfahrerin ist eine zu viel. Und das kann nicht so weitergehen. Ob in Venedig, Barcelona oder Kiel. Es kann so nicht weitergehen. Es braucht richtige und konsequente Antworten und keine Scheinlösung durch Treibstoffe, die lediglich vor Ort sauberer sind, aber das Klima und die Umwelt weltweit genau so belasten!

#KielerHauptbahnhof Vorschläge 2018

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Bekanntlich gibt es eigentlich keine nennenswerten Probleme am Bahnhofsvorplatz (und Platz der Kieler Matrosen) in Kiel. Das hat Ulf Kämpfer vor einiger Zeit auch bestätigt. Es gibt keine erhöhte Kriminalität – lediglich ortsübliche Probleme. Bahnhöfe sind Gegenden mit vielen Menschen, die nur kurze Zeit den Raum nutzen. Viel Anonymität und von daher fühlt niemand sich da wirklich zuhause. In letzter Zeit will die Stadt aber unbedingt (seit der Kommunalwahl) Aktionismus beweisen.

Der neueste Witz sind Vorschläge einer Firma NIT (Institut für Tourismus- und Bäderforschung), die ein „Konzept“ für die Stadt vorgelegt hat.

Nur mal ein paar der größten Kracher:

  • Kameraüberwachung
  • Glasflaschenverbot
  • „An der Nordseite des Hauptbahnhofs, also zum Platz der Kieler Matrosen hin, solle regelmäßig klassische Musik gespielt werden.“
  • „Charme-Schulungen für Taxifahrer“
  • „Das Institut schlägt einen „shared space“ (geteilten Raum) auf dem Sophienblatt vor, auf dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. „
  • „Der Aufenthaltsqualität dienen die Vorschläge, Imbissbuden und Stehtische auf den Platz der Kieler Matrosen zu stellen, Sitzmöglichkeiten zu errichten, Segeldächer aufzuspannen und den Platz farbig zu beleuchten.“

Zur Kameraüberwachung so viel: Nur in Bereichen wo die Kriminalität dauerhaft erhöht ist, dürfen diese im Außenbereich montiert werden. Da das in Kiel nicht der Fall ist, wird dieser Vorschlag absehbar nicht umgesetzt. Das hat auch die KN bereits kommentiert.

Dauerbeschallung mit Klassischer Musik? Oh bitte. Was für eine Zumutung! Glasflaschenverbot? Auf einem öffentlichen Platz? Shared Space? Dieses Konzept ist durchweg gescheitert. wo auch immer es eingesetzt wurde. Vielleicht passt es für ein Dorf, aber nicht für eine Stadt. Können wir das bitte mal sein lassen? Und nicht immer dann hervorzaubern, wenn Planer mal wieder planlos sind? Imbissbuden? Für bessere Aufenthaltsqualität? WTF?

Man merkt schon, dass das NIT keine Stadtplaner sind, sondern wohl eher ein Haufen Dilettanten. Da wird mit zufälligen Vorschlägen wild durcheinander gewürfelt.

Written by tlow

13. November 2018 at 11:55

#GaardenerBrücke: Wenn schon denn schon?

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Ein Kernproblem der Kieler Fahrradinfrastruktur ist, dass es keine vernünftige Ost/West-Verbindung gibt.

Die Gaardener Brücke ist nach wie vor nicht fertiggestellt. Und bisher ist es auch eine gemischte Rad/Fußbrücke.

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Ich mache jetzt mal einen sehr weitreichenden Vorschlag. Und zwar eine Fahrradbrücke vom Ostufer über die Förde bis zum Sophienblatt. An sich auch interessant zwar für Fußgänger, aber ich glaube wichtiger und besser wäre eine reine Fahrradbrücke. Wo man am Ostufer anfängt? Leider ist die Kante neben der Jugendherberge auch recht hoch gelegen (d.h. man muss erst ein mal die Johannesstraße hochradeln), aber wenn dadurch dann der Übergang auf das Westufer erleichtert ist, ist das vielleicht hinnehmbar.

Denn die bisherige Planung sieht für Fahrradfahrer*innen auch keine Lösung für den Bahnhofsvorplatz bzw. „Platz der Kieler Matrosen“ vor. Aber als zentrale Verbindung braucht es dringend einer schnellen Lösung. Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass Radfahrer*innen im Bereich Bahnhof sich nur irgendwie durchwurschteln. Das kostet wertvolle Minuten. Das die Landeshautpstadt hier seit Jahrzehnten nur mit den Schultern zuckt und keine Wege anbietet ist ein mittlerer Skandal.

Wie dann genau die Zu- und Abgänge gestaltet werden können, müsste man sich im Detail ansehen. Aber es gibt ein gutes Vorbild in Kopenhagen („Cykeslangen„), die ebenfalls für die Fahrradverbindungen einen Quantensprung gebracht hat. In Kiel sollte sie etwas höher gelegen sein, damit alle Schiffe drunter passen.

Written by tlow

6. Oktober 2018 at 09:07

Ab diesem Montag jede Woche Demo in Kiel!

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Um 18 Uhr startet heute wieder die Montagsdemo, die bisher seit Dezember nur alle zwei Wochen stattfand. Wider am Platz der Kieler Matrosen vor dem Bahnhof (Taxistand). Ab sofort wird es, vorläufig bis zum 25.4., jede Woche eine Montagsdemo in Kiel geben.

Abschalten von Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein! Und den Rest gleich mit!

Diesmal aber bitte nicht wieder mit den VeranstalterInnen nicht abgestimmte Spontandemos!

Kiel: Montag, 14.3, 18 Uhr Mahnwache zu Atomkraft

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Seit einigen Monaten bereits gibt es jeden Montag die Montagsdemonstration gegen Atomkraft. An diesem Montag hat sie plötzlich unerwartet an Aktualistät gewonnen. Die Organisatoren wollen sie zu einer Mahnwache nutzen. Treffpunkt ist 18 Uhr am Bahnhof Am umbenannten Platz der Kieler Matrosen – und dann soll es zum Rathaus gehen zu einer Mahnwache.

Näheres und aktuelles im Ticker von @kielatom

Oder im Blog kielatom.blogsport.de .

Written by tlow

14. März 2011 at 10:05

Kein Platz für Geschichte: Kieler CDU möchte Bahnhofsplatz nicht umbenannt wissen

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Am 19. November wird es keine feierliche Umbenennung des Bahnhofsplatzes geben, berichtet die KN. vorgeschlagen war der Name „Platz der Kieler Matrosen“. Doch das war der Kieler CDU offenbar wieder einmal zu links. Sie haben ein gespaltenes Verhältnis zur Novemberrevolution. Genau so wie sie den Gaardener Wasserplatz lieber in Friedrich-Ebert-Platz umbenannt hätten. Friedrich Ebert, Namensgeber der gleichnamigen SPD-Stiftung gehörte damals zu denen, die mit am Abzug drückten als tausende von Menschen von Freicorps ermordet wurden und gehörte innerhalb der SPD zu den Kriegstreibern, die die Burgfriedenpolitik befürworteten und damit erst den Eintritt Deutschlands in den 1. Weltkrieg ermöglichten.

Der Erste Weltkrieg mündete und endete mit der Novemberrevolution. Die SPD und die konservativen Kräfte zerschlugen diesen Aufstand blutig. Das Kriegsende konnten beide nicht verhindern. Aber sie konnten verhindern, dass es in Deutschland weitergehende politische Veränderungen gab. Die SPD setzte sich an die Spitze der Revolution, nur um sie einzudämmen und politisches Kapital daraus zu schlagen.

Aufgrund verschiedener Geburtsfehler der Weimarer Republik, des ungebrochenen Militarismus und dem fehlenden Zurückdrängen der konservativen Kräfte konnten dann die Nazis aus den Ruinen der Weimarer Republik aufsteigen und Deutschland in einen Zweiten Weltkrieg führen.

Die CDU sieht sich nun in der Tradition eben jener Kräfte, die Deutschland mindestens seit dem 19. Jahrhundert von einem Krieg in den anderen Trieben. und sie sehen die Feinde Deutschlands in denen, die Widerstand leisteten. In den Matrosen, die sich nicht weiter abschlachten wollten, in denen die im Kommunismus eine Alternative sahen. Diese bedenkliche  Nähe zu den konservativen Kräften des 19. Jahrhunderts gilt es hervorzuheben und als offene Frage an die Kieler CDU zu stellen! Auf welcher Seite stehe sie? Auf die der demokratischen Kräfte oder auf der der Gewehre und Kriegstreiber? Wenn sie nicht auf der Seite der Demokraten stehen, so haben sie sicher auf einem Wahlzettel nichts zu suchen und unterscheiden sich nur  oberflächlich von rechtsradikalen Parteien.

Written by tlow

6. November 2010 at 17:22

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