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Gesellschaftliches aus Kiel und Schleswig-Holstein

Posts Tagged ‘Platz der Kieler Matrosen

#GaardenerBrücke: Wenn schon denn schon?

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Ein Kernproblem der Kieler Fahrradinfrastruktur ist, dass es keine vernünftige Ost/West-Verbindung gibt.

Die Gaardener Brücke ist nach wie vor nicht fertiggestellt. Und bisher ist es auch eine gemischte Rad/Fußbrücke.

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Ich mache jetzt mal einen sehr weitreichenden Vorschlag. Und zwar eine Fahrradbrücke vom Ostufer über die Förde bis zum Sophienblatt. An sich auch interessant zwar für Fußgänger, aber ich glaube wichtiger und besser wäre eine reine Fahrradbrücke. Wo man am Ostufer anfängt? Leider ist die Kante neben der Jugendherberge auch recht hoch gelegen (d.h. man muss erst ein mal die Johannesstraße hochradeln), aber wenn dadurch dann der Übergang auf das Westufer erleichtert ist, ist das vielleicht hinnehmbar.

Denn die bisherige Planung sieht für Fahrradfahrer*innen auch keine Lösung für den Bahnhofsvorplatz bzw. „Platz der Kieler Matrosen“ vor. Aber als zentrale Verbindung braucht es dringend einer schnellen Lösung. Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass Radfahrer*innen im Bereich Bahnhof sich nur irgendwie durchwurschteln. Das kostet wertvolle Minuten. Das die Landeshautpstadt hier seit Jahrzehnten nur mit den Schultern zuckt und keine Wege anbietet ist ein mittlerer Skandal.

Wie dann genau die Zu- und Abgänge gestaltet werden können, müsste man sich im Detail ansehen. Aber es gibt ein gutes Vorbild in Kopenhagen („Cykeslangen„), die ebenfalls für die Fahrradverbindungen einen Quantensprung gebracht hat. In Kiel sollte sie etwas höher gelegen sein, damit alle Schiffe drunter passen.

Written by tlow

6. Oktober 2018 at 09:07

Ab diesem Montag jede Woche Demo in Kiel!

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Um 18 Uhr startet heute wieder die Montagsdemo, die bisher seit Dezember nur alle zwei Wochen stattfand. Wider am Platz der Kieler Matrosen vor dem Bahnhof (Taxistand). Ab sofort wird es, vorläufig bis zum 25.4., jede Woche eine Montagsdemo in Kiel geben.

Abschalten von Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein! Und den Rest gleich mit!

Diesmal aber bitte nicht wieder mit den VeranstalterInnen nicht abgestimmte Spontandemos!

Kiel: Montag, 14.3, 18 Uhr Mahnwache zu Atomkraft

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Seit einigen Monaten bereits gibt es jeden Montag die Montagsdemonstration gegen Atomkraft. An diesem Montag hat sie plötzlich unerwartet an Aktualistät gewonnen. Die Organisatoren wollen sie zu einer Mahnwache nutzen. Treffpunkt ist 18 Uhr am Bahnhof Am umbenannten Platz der Kieler Matrosen – und dann soll es zum Rathaus gehen zu einer Mahnwache.

Näheres und aktuelles im Ticker von @kielatom

Oder im Blog kielatom.blogsport.de .

Written by tlow

14. März 2011 at 10:05

Kein Platz für Geschichte: Kieler CDU möchte Bahnhofsplatz nicht umbenannt wissen

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Am 19. November wird es keine feierliche Umbenennung des Bahnhofsplatzes geben, berichtet die KN. vorgeschlagen war der Name „Platz der Kieler Matrosen“. Doch das war der Kieler CDU offenbar wieder einmal zu links. Sie haben ein gespaltenes Verhältnis zur Novemberrevolution. Genau so wie sie den Gaardener Wasserplatz lieber in Friedrich-Ebert-Platz umbenannt hätten. Friedrich Ebert, Namensgeber der gleichnamigen SPD-Stiftung gehörte damals zu denen, die mit am Abzug drückten als tausende von Menschen von Freicorps ermordet wurden und gehörte innerhalb der SPD zu den Kriegstreibern, die die Burgfriedenpolitik befürworteten und damit erst den Eintritt Deutschlands in den 1. Weltkrieg ermöglichten.

Der Erste Weltkrieg mündete und endete mit der Novemberrevolution. Die SPD und die konservativen Kräfte zerschlugen diesen Aufstand blutig. Das Kriegsende konnten beide nicht verhindern. Aber sie konnten verhindern, dass es in Deutschland weitergehende politische Veränderungen gab. Die SPD setzte sich an die Spitze der Revolution, nur um sie einzudämmen und politisches Kapital daraus zu schlagen.

Aufgrund verschiedener Geburtsfehler der Weimarer Republik, des ungebrochenen Militarismus und dem fehlenden Zurückdrängen der konservativen Kräfte konnten dann die Nazis aus den Ruinen der Weimarer Republik aufsteigen und Deutschland in einen Zweiten Weltkrieg führen.

Die CDU sieht sich nun in der Tradition eben jener Kräfte, die Deutschland mindestens seit dem 19. Jahrhundert von einem Krieg in den anderen Trieben. und sie sehen die Feinde Deutschlands in denen, die Widerstand leisteten. In den Matrosen, die sich nicht weiter abschlachten wollten, in denen die im Kommunismus eine Alternative sahen. Diese bedenkliche  Nähe zu den konservativen Kräften des 19. Jahrhunderts gilt es hervorzuheben und als offene Frage an die Kieler CDU zu stellen! Auf welcher Seite stehe sie? Auf die der demokratischen Kräfte oder auf der der Gewehre und Kriegstreiber? Wenn sie nicht auf der Seite der Demokraten stehen, so haben sie sicher auf einem Wahlzettel nichts zu suchen und unterscheiden sich nur  oberflächlich von rechtsradikalen Parteien.

Written by tlow

6. November 2010 at 17:22

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