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Bürgerentscheid zur #SRBKiel?

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Heute in der Ratsversammlung wurde ein kreisübergreifender Bürgerentscheid zur Stadtregionalbahn angesprochen? Durch die Ablehnung des Kreistages Rendsburg-Eckernförde gewinnt die Möglichkeit eines Bürgerentscheides einen ganz anderen Einschlag. Bisher haben die Gegner der SRB einen Bürgerentscheid zu verhindern. Nun könnten die Befürworter einen Entscheid herbeiführen, um  Rendsburg-Eckernförde zu erzwingen. Der gleiche Bürgerentscheid, aber mit anderen Vorzeichen.

Written by tlow

22. Januar 2015 at 20:26

#SRBKiel: Manche Politiker können nicht rechnen

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Das, was vor kurzem noch als „SRB Light“ präsentiert wurde, war nicht wirklich billiger, sondern aus lange Sicht teurer. Weniger Fahrgäste und weniger koordinierter Streckenausbau bedeuetet natürlich weniger Einnahmen und mehr Bauarbeiten in der Zukunft. Bei den Preissteigerungen konnte man sich ausreichnen, dass die billigere Stadtregionalbahn zwar anfangs billiger aussieht, aber am Ende teurer ist. Aber whatever – es war das, was die Befürworter für besser verkaufbar hielten und zum Teil ging die Rechnung ja auch auf. Zeitungen berichten ja dann auch, dass weniger immer gleich weniger ist.

Nun hat zwar Kiel und der Kreis Plön JA gesagt zum Projekt, aber Rendsburg-Eckernförde: NEIN. Fehlende Stimmen aus den Reihen der GRÜNEN waren die Ursache.

Mit dem Titel „Die Stadtregionalbahn ist mausetot – jetzt muss es Alternativen geben“ schreibt die FDP-Landtagsfraktion triumphierend:

Die Landesregierung muss jetzt endlich aufhören, die Stadtregional-
bahn mit einzelnen Bahnreaktivierungsprojekten im Kieler Umland
durch die Hintertür einführen zu wollen und dafür die maroden Stra-
ßen im ländlichen Raum sträflich zu vernachlässigen.

Da wird jetzt wieder viel von Alternativen geredet, die es angeblich gibt. Eine der Alternativen für einen schnellen, schienengebundenen Verkehr ist z.B. für die FDP offenbar, Schlaglöcher auf dem platten Land auszubessern. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Fördermittel nicht mal eben en passant umgeschaufelt werden können: Wie komme ich im Kieler Umland schneller von A nach B, wenn es in Husumm weniger Schlaglöcher gibt?

Es ist doch einfach so, dass es hier um eine konkrete Maßnahme für einen städtischen Raum, ein städtisches Umland gegangen wäre. Pressemitteilungen wie die der FDP zeigen das Niveau der Diskussion. Leider viel zu partei- und wenig sachorientiert wird hier argumentiert.

Und wenn wir wieder bei Alternativen sind, so kann man gerne nach Hamburg schauen und wie da das Thema Busbeschleunigung diskutiert wird. Für Kiel uns Umland gibt es bisher keine einzige Alternative zur SRB, die vorgestellt worden wäre. D.h. es gibt eigentlich für den Öffentlichen Verkehr dann keine Zukunft. Wer häufiger in Kiel Bus fährt weiß: Es macht oft keinen Spaß mehr und jedes Jahr wird es schlimmer. Aber die Region kann ruhig weiter schlafen. Vielleicht ist es ja auch ganz gut, wenn mehr Leute wegziehen, insbesondere aus dem Umland in Städte, wo man auch ohne Auto unterwegs sein kann. Gut für die Mieten. Bei sinkender Einwohnerzahl braucht man dann ja auch gar nicht mehr so viele Arbeitsplätze und Wohnraum. Ostdeutschland macht uns das ja bereits erfolgreich vor.

Written by tlow

16. Dezember 2014 at 21:09

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